Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 19. Apr 2026 6:53

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: THIAMAZOL NEBENWIRKUNGEN
BeitragVerfasst: 25. Jan 2006 22:46 
Offline

Registriert: 25. Jan 2006 22:41
Beiträge: 1
Hallo liebe Leser
Ich bin nach der Schwangerschft an einer Schilddrüsenüberfunktion erkrankt und habe ein Medikament (THIAMAZOL) bekommen.Dieses Medikament habe ich ca. drei Monate eingenommen und die Werte wurden besser.Als ich vor kurzem an Angina Tonsillaris und einer Halsenzündung mit hohem Fieber erkrankte,stellte sich im Krankenhaus fest,das meine Leucozyten sehr niedrig waren.Nach mehreren Blutuntersuchungen stellte sich fest das es Nebenwirkungen vom Schilddrüsenmedikament waren.Die Ärzte empfohlen mir eine OP oder eine Radio-Jod Behandlung,da ich keine Medikamente mehr einnehmem darf,da alle Schilddrüsenmedikamente die gleichen Nebenwirkungen haben.Inzwischen hat sich mein Blutbild normalisiert.Die Ärzte verlangen von mir eine Entscheidung entweder stimme ich für die OP zu oder für die Radio-Jod Behandlung.
Meine Fragen an euch wären:
Welche Methode würdet ihr mir empfehlen?
Kennt ihr eine natürliche Heilung?
Hatte jemand von euch auch solche Nebenwirkungen?
Ich bitte um eure Ratschläge und Hilfe,denn ich bin ganz verweifelt und am Ende.
Ich danke euch im Vorraus eure Marina_25 :)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Jan 2006 5:45 
Offline

Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Marina!

Kann ich mir gut vorstellen, dass Du in der Situation verzweifelt bist!

Es gibt mehrere Medikamente, die die Schilddrüse blockieren. Vom Körper wird meines Wissens am besten Propylthiouracil vertragen und so viel ich weiß steigt man auch auf ein propylthiouracil-hältiges Medikament um, wenn man Thiamazol nicht verträgt.

Ich bin im September letzten Jahres auch von meiner Ärztin angesprochen worden, wenn meine Werte so sprunghaft sind, dass ich überlgegen sollte lieber frühzeitig eine definitive Therapie zu machen. Dagegen habe ich mich vehement ausgesprochen und der Erfolg hat mir (zum Glück!) recht gegeben.

Nachdem ich zusätzlich über Homöopathie gearbeitet habe, haben sich meine Werte normalisiert und ich bin inzwischen beim Ausschleichen der Medikamente.

Wenn sich Deine Leukozyten-Werte wieder normalisiert haben, wäre es aus meiner Sicht wohl schon noch einen Versuch wert, mit Propylthiouracil noch mal die medikamentöse Therapie zu wagen. Eine Entfernung der SD (egal ob RJ oder OP) ist ja immer etwas sehr endgültiges.

Ich meine, wenn es schief geht und Du dieses Medikament auch wieder nicht verträgst, kann man das immer noch machen.

Blutwerte sollten halt engmaschig kontrolliert werden, vielleicht alle 2 Wochen SD-Werte und Blutbild machen, dann kann man das Risiko wohl begrenzen.

Mein Arzt hat mich darüber aufgeklärt, dass ich bei jedem Infekt sofort ein Blutbild machen muss, weil jeder Infekt möglicherweise anzeigt, dass Leukozyten sich verändert haben.

Bei einer engmaschigen Kontrolle und unter Beachtung dieser "Regel", würde ich für mich wohl das Risiko noch mal eingehen. Aber die Entscheidung musst Du natürlich für Dich treffen, man kann da niemanden wirklich raten mach so oder so.

Hinsichtlich Unterschied RJT oder OP gäbe es natürlich auch noch viel zu sagen.

Der große Unterschied ist wohl der, dass bei der OP die SD gleich weg ist und unmittelbar danach mit der Hormontherapie begonnen wird. Ein kleiner Schnitt, der jedoch mittlerweile auch als Knopflochschnitt durchgeführt werden kann erinnert aber jedoch immer daran. Das Risiko liegt in einer Verletzung des Stimmbandnerves und natürlich im allgemeinen OP-Risiko.

Bei der RJT nimmt man radioaktives Jod, welches die SD zerstört. Durch die Zerstörung der SD kommt es zur Freisetzung der gespeicherten SD-Hormone, was zu Schwankungen im Hormonspiegel führen kann. Aus diesem Grund bekommt man auch nicht gleich danach Hormone sondern die Werte werden kontrolliert und erst wenn die SD-Werte im Blut absinken wird mit der Hormontherapie begonnen. Ein Risiko ist, dass es durch die Zerstörung der SD zu einer neuerlichen Überfunktion kommen kann. Die RJT ist nicht geeignet, wenn die SD vergrößert ist, weil die Hormonausschüttung der zerstörten SD dann gefährlich hoch werden kann. Der Vorteil ist natürlich, dass es zu keiner OP kommt und naturgemäß kein OP-Risiko da ist.

Ich persönlich würde mich für eine OP entscheiden, weil mir die Sache mit dem RJ "unheimlich" ist. Ich bin ein Mensch, der gerne über die Dinge die Kontrolle behält und wenn ich mir vorstelle, dass da in meinem Körper ein Vorgang ist, der für mich nicht so kontrollierbar ist, dann macht mir das Angst.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Es gibt ganz viele Menschen, die ausschließlich positive Erfahrungen mit RJT gemacht haben! Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu diesem Punkt.

Wenn Du noch Fragen hast kannst Du mich gerne auch persönlich direkt über die Selbsthilfegruppe kontaktieren.

lg
Maria

www.members.aon.at/shg.schilddruese


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Jan 2006 9:44 
Hallo Marina!
Wenn ich Deinen Beitrag richtig verstanden habe, meinst Du eine allergische Reaktion auf alle Schilddrüsenmedikamente. Dagegen spricht aber der Vorschlag deines/er Arzt/ärzte, da du nach der Operation oder auch nach der RJth. mit Medikamenten die fehlende Funktion, es werden entweder chirurgisch oder durch die RJth. Teile beseitigt, ausgleichen mußt.
Auch bei mir waren unter Favistan und Prothiucil Probleme mit dem Blutbild (Leuco), Blutsenkung, fallweise Cholesterin und Leberwerte gestört.
Ich mache extra darauf aufmerksam, da ich der irrtümlichen Meinung war, nach der RJth. keiner Medikamente mehr zu bedürfen.
Meine Entscheidung war RJth. und ich bin in der Einschleichphase mit Euthyrox (Wirkstoff L-Thyroxin).
Viel Glück und Mut zu Deiner Entscheidung
GudrunW


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Jan 2006 10:50 
Offline

Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Gast hat geschrieben:
Auch bei mir waren unter Favistan und Prothiucil Probleme mit dem Blutbild (Leuco), Blutsenkung, fallweise Cholesterin und Leberwerte gestört.
Ich mache extra darauf aufmerksam, da ich der irrtümlichen Meinung war, nach der RJth. keiner Medikamente mehr zu bedürfen.


Hallo!

Favistan und Prothiucil sind SD-Blocker und haben daher eine ganz andere Wirkung auf den Körper als die Hormone, die nach einer Entfernung der SD (egal ob durch RJT oder OP) nötig sind.

Die SD-Hormone, die man nach einer Entfernung der SD nehmen muss sind künstlich nachgebaute Stoffe, die der Körper braucht und im Normalfall selbst herstellt.

SD-Blocker sind eine chemische hergestellte Medizin, die verhindern, dass Jod in die SD eingebaut wird und dadurch können nicht mehr so viele SD-Hormone vom Körper produziert werden. Diese Stoffe kommen im Körper nicht vor und führen daher fallweise zu Nebenwirkungen.

lg
Maria


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Mär 2006 12:27 
Hi Marina,

bin jetzt in diesem Forenthema gelandet, weil sich herausgestellt hat, daß ich Morbus Basedow habe und nicht Hashimoto - das ist schon sehr verwirrend.

Übrigens, ich habe das gleiche Problem wie Du und suche nach einer guten Alternativtherapie.

Habe gehört, daß man das Problem auch in den Griff bekommen kann - wenn man erstmal mit Medikamenten weitergeht und sie dann die langsam weglassen kann bzw. abbaut, wenn´s´bergauf geht.

Ich plane schon seit längerem eine Schwangerschaft und hoffe, daß sich alles normalisiert. Vieleicht sollten wir uns alle nicht so verunsichern lassen.

Dir auch toi toi toi
- hoffe, es kommen hierzu noch mehr Infos von anderen.

Liebe Grüße,
Mir


Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: 01. Nov 2006 11:42 
Offline

Registriert: 29. Okt 2006 19:05
Beiträge: 4
Wohnort: Wien
Also ich hatte am 26.6.2006 eine lobektomie, dass heisst mir wurde die gesamte Schilddrüse entfernt.
Ich muss dazusagen, dass ich mich zwei Jahre lang mit der Schilddrüse gequält habe, ohne mich zur Operation zu entschliessen.
Mein Arzt hat mir von der Radiojodtherapie abgeraten, da ich noch relativ jung bin, und diese Therapie auf den Hormonhaushalt Einfluss hat, und dass man später Probleme bei Kinderwunsch haben kann.

Ich kann jedem empfehlen zu operieren, und nicht viel darüber nachzudenken, es sind zwar einige Risiken mit der OP verbunden, aber wenn man einen guten Arzt bzw. Chirurgen gefunden hat, und alle für und wieder besprochen wurden, kann man sich ruhig einer Op unterziehen.

Ich persönlich wurde nach 4 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen, und ich kann sagen, dass es mir nach einer Woche schon ziemlich besser ging.Die ganzen Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Haarausfall waren nach maximal 2 Wochen verschwunden.

Ich muss dazusagen, dass ich eine autoimmune Hyperthyreose vom Typ Morbus Basedow hatte, die fast uneinstellbar war mit Medikamenten. Hatte auch Thiamazol und Porthiucil und Inderal, habe mihc damit über 2 Jahre gequält. Ohne nennenswerte Erfolge, kaum hab ich weniger von den Medikamenten genommen, sprangen die Werte wieder hoch, bis mein Arzt sagte, dass es so nbicht weitergeht, dass ich operieren sollte, erstens weil sie immer mehr wächst und zweitens weil sie nicht einstellbar ist.

Seit der Operation nehme ich Euthyrox 75 nanogramm glaub ihc ist die einheit, und ich kann sagen, ich hab mich seit langer zeit nicht so gut gefühlt und vor allerm habe ich mich seit langer zeit nicht so wohl gefühlt in meiner Haut.

Dazu muss ich aber auch sagen,dass ich die besten Ärzte hatte, die man sich vorstellen kann, mein Endokrinologe am Kaiserin Elisabeth Spital Hr. Dr. Zehetner Walter und der Chirurg Dr. Michael Karik, ohne diese beiden Menschen wüsste ich nicht, wo ich heute wäre.
Solche Ärzte findet man heutzutage selten, menschlich, nett, aufmerksam, immer da, wenn man sie braucht, also diese beiden Ärzte kann ich nur weiterempfehlen.

Im großen und ganzen hatte ich eigentlich viel Glück, dass alles gut verlaufen ist und ich heute nur mit meinem Übergewicht kämpfen muss,a ber das ist eine Kleinigkeit im Gegensatz zu der Krankheit,die mich sehr gequält und mein Immunsystem angegriffen hat. Das Übergewciht ist das kleiner Übel, kann ich nur sagen, mit gesunder und ausgeogener Ernährung kann man dieses Problem lösen.

So genug geschrieben, wollte nur sagen, dass die Op an und für scih keine schlechte Lösung ist, und vor allem für jüngere FRauen eher zu empfehlen ist, als die Radiojodtherapie. Und die Narbe verheilt und man sieht später nichts mehr als einen weissen strich.

lg

Ana


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Feb 2007 17:50 
Offline

Registriert: 16. Jan 2007 19:41
Beiträge: 3
Wohnort: Salzgitter
hallo,
ich habe auch ein paar nebenwirkungen von favistan. so wie es jetzt aussieht, geht es mit den tabletten auch nicht wirklich weiter. mir wurde die radiojodtherapie auch vorgeschlagen aber mit dem hinweis, dass das gleiche dann später auch nochmal passieren kann. und einmal reicht es mir. ich glaube, falls ich wirklich vor die wahl gestellt werde, werde ich mich für die op entscheiden, da meine schilddrüse sehr stark vergrößert ist.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de