Hallo Stefan!
Die meisten Labors haben als Normwerte noch die "alten" 4 als Obergrenze, es gibt aber neuere Studien, die davon ausgehen, dass in den alten Normwertstudien auch Menschen, die eine latente Unterfunktion hatten eingeschlossen waren und daher falsche Normwerte verwendet wurden.
Siehe z.B.
http://www.schilddruese.net/oeffentlich ... ws4436.php oder
http://www.infoline-schilddruese.de/ils ... 7A63CBF415
der Punkt "Subklinische Hypothyreose und TSH - Neue Erkenntnisse zu den TSH Normwerten"
Kurze Erklärung, wie es zu den Normwerten kommt: Eine repräsentative Anzahl von Menschen wird untersucht und die Normverteilungskurve ("gaußsche Glocke") wird als Normwert dann verwendet. Wenn jetzt aber Menschen dabei sind, die bereits krank sind, dann kommt es zu einer Verschiebung von den Normwerten und es hat sich herausgestellt, dass es eben keine "richtige" Normverteilungskurve war, weil Menschen mit latenter UF dabei waren. Daher musste dieser Wert, der für ganz, ganz viele Jahre als Normwert gegolten hat, korrigiert werden.
Ganz viele Labors arbeiten aber trotzdem der neuen Studien noch nach den alten Werten.
Es gibt sogar Ärzte, die davon ausgehen, dass beim "Wohlfühl-TSH" eine Obergrenze von 1 - 1,5 anzusetzen ist.
Somit ist ein Wert von über 6 auf jeden Fall als Unterfunktion anzusehen. Die Frage ist dann nur noch, wie die anderen Werte, sprich fT3 und fT4 sowie Antikörper sind, denn davon hängt auch eine ganze Menge ab.
An Deiner Stelle würde ich zusehen, dass ich so schnell wie möglich die restlichen schilddrüsenrelevanten Werte machen lasse!
Alles Gute
lg
Maria