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| Selen Unverträglichkeit??? https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=3&t=5669 |
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| Autor: | Chloe [ 01. Apr 2016 16:40 ] |
| Betreff des Beitrags: | Selen Unverträglichkeit??? |
Hallo liebe Gruppe! Bei mir wurde vor genau 1 Woche Mb. Hashimoto diagnostiziert. In den ersten drei Tagen hatte ich immer nach ca. einer halben Stunde nach der Euthyrox Tbl. (25mg) Atembeschwerden, Kopfweh, fühlte mich schlecht (innerlichen Druck, extrem schlechtes Gefühl). Hat sich jetzt ein wenig gebessert. Bin jedoch viel müder, sehr viel müder als zuvor (schwere Augen). Mein Problem ist jedoch, dass ich das Selen glaube ich nicht vertrage. Wenn ich es einnehme, geht es mir psych. soooo schlecht - fühlt sich extrem schlimm an. Ich habe es jetzt zwei Tage nicht mehr genommen. Gibt es noch andere ausser mir, die dieses Problem kennen? Die Ärzte die ich gefragt habe, haben gemeint, dass das unwahrscheinlich sei. Aber ich bilde mir das doch nicht ein??? Ich fühle mich allgemein, bei Euthyrox Einnahme schlechter als vorher. Ich kann es nicht genau beschreiben, es geht mir Seel. nicht gut. Kann mir da bitte jemand von euch mit Infos weiterhelfen? Danke im voraus Lg |
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| Autor: | snooperl [ 01. Apr 2016 18:25 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Das liegt daher dass du auf der absoluten einstiegsdosis hängst du musst steigern, am besten alle 1-2 wochen um 12,5-25 bis zur vorläufigen zieldosis (körpergewicht*1,5). hat dir wahrscheinlich auch keiner von den ärzten gesagt oder? ich glaub nicht dass dein problem am selen liegt... |
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| Autor: | Chloe [ 01. Apr 2016 18:52 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Ich nehme die Tabletten ja gerade einmal 1 Woche - der FA bei dem ich war, hätte mir gar keine Tabletten, ausser das Selen verschrieben. Doch mein Hausarzt (kennt sich glaub ich ganz gut aus) hat gemeint, dass ich mit 25mg anfangen soll. - wie lange oder was weiter??? Ich bin verwirrt, da ich schon so viele Dinge hier gelesen habe: zB, wenn man Schilddrüsentabl. einnimmt, dass man wieder in eine UF fällt, da die SD ihre Funktion herabsetzt. Ich hab gedacht, ich führe jetzt die SD-Hormone zu und dann erreiche ich damit den passenden Ausgleich. Es liest sich für mich so, als ob das richtige Einstellen irre schwer ist. Vielleicht war ich da ein bisschen zu blauäugig. Es wäre mehr als schön, wenn ich mich endlich wieder mal so richtig gut fühlen würde und dass endlich mal das Gewicht wieder mal runter geht. ( Hab in letzter Zeit viel zugenommen, obwohl wenig gegessen und extrem viel Sport) Wie macht ihr das? Dosiert ihr eure Tabletten selber, bis es passt? Aber ab wann passt es denn? Ich bin ratlos und fühle mich alleine gelassen - es scheint sich keiner (bis jetzt) auszukennen. Danke, für deine Antwort. Heute hatte ich nach der Euthyrox-einnahme extreme Nackenschmerzen/Kopfweh und ein bisschen komisch sehen. Falls das von den Tabl. kommt? ??? Selen trau ich mir im Moment nicht nehmen - wie gesagt beim letzten Mal - ca. halbe Stunde später - totales Herzklopfen, Puls Rasen und psych. Extrem Zustand - zum fürchten. |
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| Autor: | snooperl [ 01. Apr 2016 20:07 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Ja einstellen wirst dich leider selber müssen, die ärzte haben oder wollen keine ahnung haben und vorallem die leute auf möglichst niedrigen dosen halten. |
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| Autor: | Melissa [ 03. Apr 2016 8:25 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Die Dosisfindung wäre nicht schwer, wenn einfach das gemacht wird was in der Fachinformation geschrieben steht und eine Zieldosis nach Wolff/Weihrauch "Internistische Therapie" empfohlen angestrebt würde. Aber aktuell munkeln die Ärzte was vor sich hin. Das Organ die Schilddrüse ist ausgelegt für eine extreme Flexibilität. Wenn nun viele Patienten nicht gleich mit heftigen Symptomen reagieren, wenn sie so dermassen unterdosieren, dann meinen scheinbar die Behandler, dass man keine Probleme bekommt..weder der Patient noch er selber wenn er "sparsam" ist. Denn da wurden mal Kollegen wegen Übertreibung verklagt udn bestraft..und da fürchten sich jetzt die anderen. Und diejenigen dies korrekt nach Lehrbuch machen werden verunsichert von den immer mehr Kollegen die auf dem Spartripp sind. Die Anfangsverschlimmerungen sollte man doch gerne so niedrig wie möglich halten wollen. Für den engen Dialog, den es da wegen der individuellen Verschiedenheiten zwischen Arzt und Patient geben müsste, gibts im modernen Gesundheitssystem bei so wenig lukrativen Erkrankungen wie Hashimoto keinen Platz. In der Fachinformation für Ärzte steht, dass man Thyroxin alle 1-2 Wochen um 25-50µg steigern sollte im Regelfall. Die avisierte MiNDESTdosis liegt bei etwa 1,5µg/Kg Körpergewicht wie snooperl geschrieben hat. Gute Kliniken gehen so vor. Sag uns wie schwer du bist und welche Symptome du VORHER hattest. Der FA wollte wahrscheinlich erstmal mit Selen die Antikörper runterbekommen. Der Hausarzt wollte gleich die Probleme der Hypothyreose bekämpfen. Wenn du uns deine Werte schreibst...vielleicht können wir die einzelnen Entscheidungen besser nachvollziehen. BEIDES ist indiziert, weil du die Diagnose Hashimoto hast. Hast du dich vorher gesund gefühlt oder gabs einen Grund weshalb man nachgeforscht hat und die Diagnose Hashimoto finden konnte? Manche sind schon sehr im Winterschlaf, dass sie einen schreck bekommen wenn der Körper aufwacht. Manche benötigen aber einfach hohe Dosen z.B. weil sie schwer oder schwanger sind oder Prüfungsstress haben(usw) und erleiden zu stark die Mangelsituation bei vorsichtigem Einschleichen, was für Herzpatienten vollkommen richtig wäre. Wenn du schon Herzbeschwerden hattest, dann muss man vorsichtiger "einschleichen"..dabei sind kleine Dosisänderungen gern auch etwas zügiger möglich, je nachdem wie dein Körper auf die Substitution reagiert. Viele merken 25µg überhaupt nicht. Wenn du jetzt noch keine Herzprobleme hast, die Krankheit frühzeitig entdeckt wurde, noch kaum Folgeschäden von Hahsimoto zu verzeichnen sind und du ein höheren Gewicht aufweisst, dann sollte man dir zeitnah die Chance geben dich weiter deiner vorläufigen Zieldosis, mindestens 1,5µg/Kg Körpergewicht, anzunähern. Nach einer Woche mit 25µg also könntest du auf 50µg steigern laut Fachinformation für Thyroxin für Ärzte. Junge schwere frühdiagnostizierte Männer würde man vernünftigerweise gleich mit 50µg beginnen und zeitnah auf 100µg gehen. Allerdings kann dein Stoffwechsel schon länger runtergefahren sein...da istd er Start gern mal holprig...wie bei einem stillgelegten Auto, dass nach 10 Jahren aus der Garage gefahren wird udn der Anlasser betätigt....da ruckelts udn prustets wenn nicht gar knallts udn zack geht der Motor wieder aus. Da muss man dann liebevoll mit dem wagen umgehen, den Zündungsvorgang mehrmals wiederholen bis der motor anspringt und läuft. Und auch dann fährt der Wagen noch nicht seine volles Potential...er ist langsam, verbraucht viel Sprit, verrusst den Auspuff. Eine länger Fahrt auf der Autobahne mit langsam steigender Geschwindigkeit lässt das ganze system mal richtig durchblasen, durchheizen...und der Motor läuft immer runder, der Wagen wird immer schneller..und am Ende ist der Auspuff schön weiss wieder:) Dein Körper hat wahrscheinlich auch überall Schlacken abgelagert, die ein zu langsamer stoffwechsel zumal im Winter nicht mehr wegschaffen konnte. Das muss jetzt langsam abgebaut werden...da musst du ein paar Monate Geduld aufbringen..aber auch als mündiger Patient aufpassen, dass die Dosifindung für dich suffizient verläuft. Da müssen wir den Ärzten helfen und gute Ärzte machen die Dosifindung in guter Kooperation mit ihren Patienten. Das sparen bringt keinem was, denn die niedrigdosierten Thyroxintabletten sind kaum günstiger als die hochdosierten..also noch nicht mal die Kassen profitieren davon. Meist verheizt das Sparen die SD schneller und dann kommen Leid und Kosten auf, die man eigentlich hätte sparen oder verzögern können und sollen. |
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| Autor: | Chloe [ 03. Apr 2016 16:20 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Wow, danke für deine Information. Du scheinst echt Ahnung zu haben. Ich hatte 2011 ein "Burn Out" oder wie man es auch immer nennen mag. Mir wurde alles zu viel. Arbeiten, Kinder, ein riesen Haus und Garten, meine Schwiegermutter zum pflegen ( kochen, waschen, Putzen, Fahrdienste, Körperpflege usw. vollständig übernehmen. Alles ohne Hilfe von anderen. Habs gut zweieinhalb Jahre durchgedrückt. Immer unter Strom und immer arbeiten. War 2011 dann 2 Monate zu Hause. Hab mich sehr gut erholt, ohne Med.Einnahme oder sonstiges. Hab mir Alternative Wege gesucht. Energiearbeit, gesunde Ernährung, Aus Zeiten, Meditieren usw. was ich auch heute noch so beibehalten. Hatte dann 2013 unverschuldet einen Autounfall. 2 Jahre Dauerrueckenschmerzen, einmal besser, dann wieder schlechter, die letzten 6 Monate dann nur mehr Schmerzen. Ich war am Ende, bin von einem zum anderen gelaufen, und hab mir Hilfe erhofft. Mir wurde immer nur gesagt: " so jemand wie du ist mir auch noch nicht untergekommen" oder " du hast ja eh nichts". Super Hilfe!!! Nach absoluter Verzweiflung, Schmerzgrenze gleich null, und vielen geweinten Tränen vor lauter Schmerzen hab ich mich dann durchgesetzt und Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ein MR zu bekommen. Siehe da, doppelter Bandscheibenvorfall im BWS Bereich. Hatte dann heuer im Jänner eine CT- Infiltration. Besserung der Schmerzen. Bin jedoch das letzte halbe Jahr 2015 mind. jeden 2ten Tag ab ins Fitnessstudio zum Muskelaufbau für die Rückenmuskulatur, wenig gegessen, viel Wasser - hab dann innerhalb kürzester Zeit 7 Kilo zugenommen. Zu Beginn dachte ich an Muskelmasse, aber so viel war dann doch unrealistisch. Bin zur Ernährungsberatung, die hat alles durchgemessen bei mir. Muskelmasse zu wenig, Fettanteil viel zu hoch. Symptome, Beschwerden hatte ich: so eine unnatürliche Müdigkeit, ständig schmerzenden Beine ( auch wenn ich keinen Sport gemacht hab), Atembeschwerden, ständig Kopfweh, Gewicht geht ab in die Höhe, totale Muskelschmerzen, Nachts jede Stunde wach werden, immer wieder mal Ohrensausen. Das hab ich jetzt auch noch. Bin aktuell leider auf 80 kg gestiegen und bin soo unglaublich unglücklich damit. Meine OS bestehen nur mehr aus Kratern und Dellen. Seit dem Euthyrox hab ich Nackenschmerzen - ist das möglich? Ich bin im Moment total verunsichert, etwas falsch zu machen und je mehr ich im Forum lese, desto schlimmer wird's. Das sind ja Horrorberichte - mit Einstellungszeitraum und Beschwerden usw. Es fühlt sich für mich so schlimm an, weil ich das Gefühl habe, ich war doch eigentlich gesund (obwohl es mir ja schon länger nicht gut geht, aber man hat es nicht besser gewusst) und jetzt hab ich plötzlich einen Stempel mit MB Hashimoto auf mir. - Hört sich vielleicht blöd an Also - 80 kg - im Moment 25 mg Euthyrox - Selen trau ich mich nach dem letzten Mal nicht mehr - ich werde es morgen nochmal versuchen. Vielen Dank, dass du/ihr euch meiner annehmt. Ich danke jedem von euch ganz herzlich für seine Hilfe. |
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| Autor: | Melissa [ 03. Apr 2016 17:08 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Frage deinen Arzt oder besser informiere ihn, dass du jetzt die Dosis auf 50µg anhebst. Das wäre dann 50% der niedrigst empfohlenen dosierung für Erwachsenen mit Restschilddürse (100-200µg). Mit 80 kg solltest du steigern alle 1-2 Wochen um 25-50µg auf 112 oder 125µg etwa. dann TSH Kontrolle nach mindestens 6 Wochen mit dieser Mindestdosis. |
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| Autor: | Chloe [ 03. Apr 2016 19:31 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Selen Unverträglichkeit??? |
Danke Melissa. Ich werde gleich morgen mit ihm reden Lg |
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