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Schilddrüsenerkrankung? Hashimoto? brauche Rat bitte...
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Autor:  Stella77 [ 23. Feb 2016 9:01 ]
Betreff des Beitrags:  Schilddrüsenerkrankung? Hashimoto? brauche Rat bitte...

Hallo liebe Community, :Hilfe:

Ich bin neu hier und würde gerne mal eure Meinungen hören, da ihr euch gut mit der Hashimoto Erkrankung auskennt.

Ich bin 39 Jahre alt,w., und mich plagen seit 2 Jahren die unterschiedlichsten Symptome.

Alles hat vor ca. 2 Jahren angefangen mit extremster Müdigkeit, Schlappheit, Leistungsverminderung (selbst alltägliche Dinge konnte ich nicht mehr ausführen), Kraftlosigkeit, Energiemangel. Bei mir wurde eine starke Eisenmangelanämie (Ferritin lag bei 4 ng/ml) und ausgeprägter Vitamin D Mangel (8.5 ng/ml) diagnostiziert. Der Arzt vermutete, dass meine starke Regelblutung der Auslöser sein könnte und es folgte ein Besuch beim FA. Eine Endometriose wurde festgestellt und ich beschloss, eine Hysterektomie durchführen zu lassen, die letzten Monat ohne Komplikationen gemacht wurde.

Allerdings haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden gehäuft und verschlimmert, trotz Eiseneinnahme.

Da wären : Nervosiät, innere Unruhe, Herzrasen, Druck auf dem Brustkorb, Panikattacken, Ängstlichkeit, Gewichtsabnahme ... (welche ja eher auf eine Überfunktion der SD schliessen lassen) , allerdings auch
Müdigkeit, Motivationslosigkeit, Haarausfall, Gelenk-und Muskelschmerzen, Verspannungen im oberen Rückenbereich, Verdauungsstörungen, Ödeme (besonders an den Oberarmen), und seit 3 Monaten (für mich besonders schlimm) Depressionen,
Weinerlichkeit, vermindertes Selbstwertgefühl, Grübeln, Gefühlsarmut, keine Lebensfreude mehr, alles egal ....

Ich habe mit meinem HA gesprochen, er hat einige Bluttests machen lassen und auf meinen ausdrücklichen Wunsch (es war ein sehr harter Kampf!) einen Ultraschall der SD. Er hat mir auch gleich ein Antidepressivum verschrieben, das ich aber nicht! einnehmen werde, bevor ich nich absolut sicher bin, dass es keine hormonelle Ursache ist.

Ich stelle euch jetzt mal meine Werte ein: Antikörper sind nicht erhöht ? (es gibt anscheinend auch seronegative H.?)

Analyse vom November 2014:
TSH 2.07 ug/ml (Norm 0.27-4.20)
fr. T3 2.9 pg/ml (Norm 2.0-4.4)
fr T4 10.1 pg/ml (Norm 9.3-17.0)
MAK 16.2 IU/ml (Norm <34)
TAK 14.4 IU/ml (Norm <115)

Analyse vom November 2015: (also ein Jahr später)
TSH 2.31 ug/ml (Norm 0.27-4.20)
fr. T3 4.1 pg/ml (Norm 2.0-4.4)
fr T4 15.1 pg/ml (Norm 9.3-17.0)
MAK <5 IU/ml (Norm <34)
TAK <10 IU/ml (Norm <115)

Analyse vom Dezember 2015: (nur 1 Monat später)
TSH 1.96 ug/ml (Norm 0.27-4.20)
fr. T3 3.2 pg/ml (Norm 2.0-4.4)
fr T4 13.5 pg/ml (Norm 9.3-17.0)
MAK <5 IU/ml (Norm <34)
TAK <10 IU/ml (Norm <115)

Der Utraschall der SD hat eine minimale Verkleinerung der SD ergeben, allerdings normale Struktur, und es gibt einen winzigen Knoten.

Nun meine Fragen an euch:
Könnt Ihr anhand der Werte etwas auffälliges erkennen? Ich kenne mich nicht aus, daher bin ich für jeden Rat dankbar. Es könnte ja auch 'nur' eine Unterfunktion oder Überfunktion sein? Komisch ist, dass ich mich mit so vielen Symptomen von Hashi identifiziere, diese sich aber mischen und ineinander übergehen? :( Ich bin wirklich ratlos.
Und müsste bei Hahimoto die Struktur nicht echoarm sein? Ist es normal, dass die Werte so stark schwanken?

Laut HA habe ich 'absolut gar nichts' an der SD, aber ich zweifle wirklich an seiner Aussage.
Ich war immer ein lebenslustiger, froher Mensch, ich habe 2 tolle Kinder, ein perfektes Leben und einen Ehemann, der mich super unterstützt.
In letzter Zeit erkenne ich mich selber nicht wieder, möchte endlich erfahren, woher die Depressionen und Panikattacken auf einmal herrühren... einen Grund dafür erkenne ich nicht (kein Stress, kein Trrauma etc.)
Es ist alles wie aus heiterem Himmel über mich hereingebrochen. :( Ich mache mir echt Sorgen.

Liebe Grüsse an alle,
Stella

Autor:  Stella77 [ 23. Feb 2016 9:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schilddrüsenerkrankung? Hashimoto? brauche Rat bitte...

Ich bin's nochmal. Ich habe jetzt nochmal den Bericht vom SD-Ultraschall vom 4.12.2015 genauer unter die Lupe genommen.

Da steht folgendes:

Linker SD Lappen 2,3 cc (ml)
Rechter SD Lappen 4,3 cc (ml)

bei einer Normgrösse von 7 cc (ml) knapp im unteren Bereich.
Mikroknoten 2mm hypoechogen , homogenes Parenchym mit regelmässigen Konturen.

Also wie ich das jetzt verstehe, muss man die beiden Werte ja zusammenrechnen, was ein Gesamtvolumen von 6,6 ml ergeben würde.

Was ist denn ein normales Volumen bei einer Frau? Ich bin übrigens 1,78 m gross und wiege 96 kg.

Vielleicht könnt ihr mir mal eure Meinung dazu sagen. Mir scheint der Normwert von 7 ml irgendwie niedrig? Bin ja auch recht gross und auch nicht gerade von schlanker Statur ;)

Danke, eure Stella

PS:die neuen Laborwerte stehen noch aus, müssten heute oder morgen da sein

Autor:  snooperl [ 23. Feb 2016 10:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schilddrüsenerkrankung? Hashimoto? brauche Rat bitte...

ICh hab mal eine Frage an dich, ist es bei dir nach den Schwangerschaften schlimmer geworden, bei mir ist es nach dem 3. Kind regelrecht untragbar geworden, und ich wurde jahrelang von den Ärzten vertröstet, zuerst hiess es Wochenbettdepression, dann ich hab halt in den Schwangerschaften zu viel gefuttert drum bin ich so aufgegangen, dann hatte ich noch einen Todesfall der mich ziemlich mitgenommen hat - alles psychisch ich hab den nicht verkraftet usw...


Deine Werte sind nicht prickeln, nicht offensichtlich auffällig, aber auch nicht wunderschön. Eine weitere Frage: rauchst du? denn rauchen schönt den TSH extrem lange, das war auch mein Problem freie Werte schon unterirdisch TSH brauchbar - originalzitat meines alten HA "fressens weniger" ich war verzweifelt. Ich hatte anfang 30 dann die erste Karpaltunnelsyndrom OP, die Chirurgin hat sofort auf die SD getippt, aber keiner wollte mir die Werte machen, bin dann von Arzt zu Arzt getingelt, da hab ich auch die freien Werte gemacht bekommen aber da der TSH sich nicht richtung 3 bewegt hat (meiner ist niemals über 2,2 gegangen) hats lange geheissen ich bilde mir das alles ein. Erst nach 3 Jahren hab ich eine Ärztin gefunden die mir einen Versuch mit SD Medis zugelassen hat, und von da an gings mit mir bergauf. Inzwischen nehm ich ein Kombipräp und es geht mir wieder gut.

Deine SD ist viel zu klein, das gesamtvolumen bei Frauen sollte zwischen 10 und 18ml sein, da bist du deutlich darunter. Nur leider schaun unsre Ärzte nur darauf, dass sie nicht zu gross ist. Mich hats gerettet, dass meine immer grösser wurde. Ich würde jetzt auf die 0,4ml abweichung nicht zu viel geben das kann auch blöd gerundet sein, ob 6,6 oder 7 ist egal es ist zu klein.

Dass sie am US schön ausschaut könnte Bedeuten (falls es Hashi ist was in der heutigen Zeit recht wahrscheinlich ist) dass die Krankheit noch keine zu groben Spuren hinterlassen hat. AKs sind da die fallen nämlich nicht vom Himmel, normal sollte man gar keine haben, die Grenzwerte stammen aus der Zeit als man darunter nix nachweisen konnte... Die WErte von 2014 könnten in oder kurz nach einem leichten Schub gemacht worden sein.
Ich hab eine komplett zerfressene SD und immer noch nicht erhöhte AKs


Du bist auch für deine Grösse eindeutig zu schwer, ich gehe jetzt einmal nicht davon aus dass du wahllos alles in dich hineinstopfst, gerade wir Frauen sind da eh ehere sensibel und passen aufs Essen auf.

Poste dann deine neuen Werte auch noch, und ich rate dir wenn die wieder zu schön sind dass jemand was tut, geh das nächste mal möglichst spät in der 2. Zyklushälfte am Nachmittag komplett ausgepowert mit viel Koffeiin (unmengen Kaffe, Energydrink mal ausnahmsweise) zur BA dann solltest du realistische Werte haben.

Hast du sonst noch andere Probleme (Unterleib? helle/dunkle Flecken auf der Haut, Schuppenflechte..) wenn ja das alles miterwähnen.

Autor:  Stella77 [ 23. Feb 2016 17:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schilddrüsenerkrankung? Hashimoto? brauche Rat bitte...

So, ich habe jetzt meine neuen Werte von der Blutentnahme am 20/02/2016:

TSH 1.37 ug/ml (Norm 0.27-4.20 ug/ml)
freies T3 3.0 pg/ml (Norm 2.0-4.4 pg/ml)
freies T4 12.0 pg/ml (Norm 9.3-17.0 pg/ml)
MAK 11.0 IU/ml (Norm <34 IU/ml)
TAK 7.2 IU/ml (Norm <115 IU/ml)

Vitamin D 19.8 ng/ml (Norm 30-100.0 ng/ml)
Ferritin 47 ng/ml (Norm 15-150 ng/ml)
Vit. B12 511.9 pg/ml

Steroidhormone waren diesmal unauffällig.

Nun sind ja Antikörper vorhanden, wenn auch keine hohen Werte. Was mich einfach wundert ist die Tatsache, dass die AK Werte so schwanken - wenn ihr oben schaut bei der BE vom November 2014 waren sie vorhanden, dann bei 2 BE gar nix mehr und jetzt wieder da?! :roll:

Die Symptome kommen übrigens so schubweise, mir geht's dann 1-2 Wochen gut und dann wieder total schlecht. Kann das ein Zeichen für die anfängliche Überfunktion sein?

Vielleicht haben die Symptome (Müdigkeit, Energiemangel,...), die ich bisher immer für Zeichen der Unterfunktion gehalten habe, eher vom Vitamin D-Mangel und Eisenmangel hergerührt?
Und die anderen (Herzklopfen, Zittern, Unruhe...) doch von einem beginnenden Hashi?

Ich rauche gar nicht und Alkohol trinke ich auch keinen.
Hautflecken habe ich noch nicht bemerkt, allerdings habe ich so was wie eine Rosacea im Gesicht (also Rötungen auf beiden Wangen, nicht sehr schlimm, aber sichtbar).
Meine Töchter sind 14 und 11, ich weiss nicht ob es mit der Schwangerschaft zusammenhängen könnte, damals gings mir eigentlich ganz gut.

Zum Thema Gewicht: ich habe in den letzten 2 Monaten fast 'spielerisch' (also ohne grosses Zutun oder Diäten ) 15 kg abgenommen. Ging mir fast zu schnell. 96 kg ist mein aktuelles Gewicht, vorher waren es 110 kg.

Was meint ihr? Und danke für die liebe Antwort! :D
eure Stella

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