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Muskelzuckungen von Schilddrüse
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Seite 1 von 1

Autor:  Muehlimaria [ 18. Dez 2015 16:01 ]
Betreff des Beitrags:  Muskelzuckungen von Schilddrüse

Hallo ihr Lieben!

Jetzt muss ich mich wieder einmal an euch wenden. Ich bin gerade etwas ratlos.
Seit September 2015 nehme ich Euthyrox (erst 50- jetzt 1/2 125) Die Dosissteigerung auf 1/2 125g Tablette passierte Anfang November.

Leider werden meine Beschwerden nicht weniger und jetzt glaube ich wirklich schon, es liegt an etwas anderem. Seit Neuerstem leide ich unter Panik- und Angstattacken. Ich glaube an einer tödlichen Krankheit zu leiden, deren Symptome ich auch habe. Alles begann mit einem Zeitungsartikel den ich gelesen habe von einer Frau, die diese Krankheit hat. Bin jetzt auf eigene Faust zu einer Psychotherapie gegangen. Weil ich wirklich nicht mehr weiter weiß.
Im Moment leide ich neben dieser Angst und Panik an Muskelzuckungen, Sehstörungen (sehe ständig weiße oder schwarze Flecken) Müdigkeit, Lustlosigkeit, bin unglaublich gereizt, in meinem Körper kribbelt es immer wieder, Muskelschmerzen ...

Meine Werte von November (neue Blutabnahme soll lt Arzt Anfang Feb. passieren)
TSH - basal: 2,46 (0,35-4,0)
fT4 1,06 (,7-2,0)
fT3 2,58 (1,71-3,71)
TGAK 1,31(-4,11)
aTPO 0,11 (-5,61)

Arztbericht:
Aufgrund des im oberen Normbereich gelegenen TSH Wertes empfehle ich nochmals eine geringe Dosissteigerung mit Umstellung auf 1/2 Tablette Euthyrox 125 täglich morgens nüchtern.
Nächste Kontrolle: In 3 Monaten

Für mich liest sich das jetzt leider so, dass ich keine Dosiserhöhung mehr bekomme. Leider bin ich nicht der Typ, der auf eigene Faust da herum doktert. Ich bin ja nicht gescheiter als der Arzt und der wird ja was davon verstehen.

Können meine Beschwerden trotz dieser "guten" Werte von der Schilddrüse kommen, oder lieg dem doch eine andere Krankheit zu Grunde.

Bin im Moment wirklich leicht verzweifelt.

Danke für eure Rückmeldungen.

Autor:  Melissa [ 18. Dez 2015 23:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Muskelzuckungen von Schilddrüse

Wo sind da bitte gute Werte?
Unter Thyroxintherpaie muss der TSH unter 1,2 sinken. Ist das bei dir der Fall? NEIN! Die winzige Dosissteigerung ist indiziert, aber höchstwahrscheinlich nicht das Ende der Fahnenstange.

Eine halbe 125er bedeutet 62,5 µg jeden Tag. Regeldosisbereich liegt zwischen 100-200µg. Wieviel wiegst du? Denn 1,5µg/Kg Körpergewicht müssen MINDESTENS erreicht werden.

Du brauchts nicht solange warten. Wenn du nach Erhöhung auf 62,5µg keine Besserung verspürt hast, sondern es dir weiterhin schlechter geht kann das nur an zu langsamer Aufdosierung liegen.

Du kannst z.B. 1,5 Tabletten jeden Tag nehmen. Je nachem wieviel du wiegst dann auch auf 1 Tablette pro Tag erhöhen. 125µg täglich ist sicher gesünder auf Dauer als 62,5µg. Dafür gibt keine wissenschaftlich fundierte Rationale, also unter 100 µg zu bleiben. Der einzige Grunde weshalb Ärzte heute so defensiv dosieren, liegt meiner Meinung nach NUR in der Angst vor Bestrafung wegen Überdosierung. Das ist einmal geahndet worden und jetzt ist das Gro der Ärzte ins Gegenteil zurückgerudert. 60% der Patienten sind momentan UNTERDOSIERT. Das geht solange bis endlich einer die Kraft hat, gegen UNTERDOSIERUNG aufzubegehren..und Ärzte deswegen zu verklagen.

Autor:  Muehlimaria [ 19. Dez 2015 20:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Muskelzuckungen von Schilddrüse

Liebe Melissa!
Danke sehr für deine Rückmeldung und deine klaren Worte.
im Moment brauche ich die vermutlich.
Ich finde es einfach komisch, wenn ich meinem Arzt vorgeben soll, was ich tun muss. Der hat das doch studiert und ich bin ein absoluter Laie.

Ich wiege (leider) im Moment immer noch 80 kg und es geht eher nach oben und nicht wie erwünscht nach unten. Sport ist im Moment echt Fehlanzeige und essen könnte ich für 5. :-(

Ist es echt so, dass die Ärzte nicht Überdosieren wollen und deshalb nur in so kleinen dosen steigern? finde das echt schräg. Ich vermute aber, dass mein Arzt die Werte als OK ansieht. Könntest du mir einen Gefallen tun und mir sagen wie meine freien Werte so aussehen. Kenne mich wirklich gar nicht aus.

Können Muskelzuckungen wirklich von der Schilddrüse kommen? Meine Panik und Angstattacken machen mich im Moment fertig.

LG und Danke

Autor:  subi [ 19. Dez 2015 21:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Muskelzuckungen von Schilddrüse

Hallo Muehlimaria,

darf ich dich bitte fragen wie sich deine Muskelschmerzen äußern?

Also ob diese ohne besondere Belastung auftreten oder erst durch Belastung.
Und nach welchem Zeitraum.

Ich selbst habe auch eine Unterfunktion die angeblich gut eingestellt ist (Lt. Hausarzt, nicht laut Stoffwechselambulanz. die kommt erst wieder in 3-4 Monaten) und Muskelschmerzen.
Während sich das Leben nun allgemein besser Anfühlt hat sich bei den Muskelschmerzen (bei mir nach kurzer Belastung) nichts verändert.

Danke für deine Antwort.

Autor:  Melissa [ 20. Dez 2015 9:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Muskelzuckungen von Schilddrüse

Es Ist ganz einfach für Dich. Nur wir Hashis sind meist sehr brave streitscheuende Menschen, die nie auf den Gedanken kämen aufzubegehren oder das Ruder an sich zu reissen. Hier aber verhindert der vorauseilende Gehorsam deine Gesundheit. Deutschland und Österreich waren seid Menschengedenken Jodmangelgebiete, deshalb gab es bei uns sehr häufig Jodmangelkröpfe. Darauf ist unsere Medizin perfekt gedrillt. Sie achten seid 100 Jahren deshalb verstärkt auf SD-Vergrösserung und Knoten in der Schilddrüse und verordnen JOD. Die Operation und JOD-Gabe waren seid jeher die notwendigen und häufigstdurchgeführten Therapien für die SD.

Dass der Staat seid Anfang der Neunziger (und die Masttierhaltung bereits seid Ende der Achtziger) massenjodiert (die erste 20 Jahre übereifrig) das scheint keiner mit den Ärzten abgesprochen zu haben. Das ist denen NICHT bewusst/bewusst gemacht worden. So ist es zu erklären, dass unsere Ärzte heute immer noch gern JOD verordnen, obwohl wir bis an Toxizitätsgrenzen und darüber massenjodiert bereits sind.

Die Regierung hat wegen der vielen aufgekommem Probleme die Dosierungen für die Massenjodierung bereits GESENKT. Aber der deutsche arzt arbeitet weiter nach dem was in seinen Büchern steht udn dem was seine Professoren ihm damals als er noch studiert hat beigebrahct hat.

Ich kenne ÄRZTE die ihre SD exakt genauso behandeln/behandeln lassen haben. Nur die jüngeren haben mir zugehört und das kontrolliert und sind mir heute dankbar dass ich sie von Jod weggebracht habe, u.a weil eben jetzt der Hashimoto wirklich deutlich nachzuweisen ist.

Wenn dien Gewicht immer weiter hoch geht!!!! (Adipositas als Fachbegriff für deinen Arzt), wenn dein Appetitt nicht mehr normal ist, sondern dich Heisshungerattacken jagen, das sind doch zwei sehr deutliche UnterfunktionSYMPTOME. Der TSH der unter Thyroxintherapie unter 1,2 bleiben muss..liegt über 2 bei Dir. Also muss die Dosis gesteigert werden. Der Arzt steigert aber für dein Gewicht zu dezent. Und wenn du jetzt wegen der zu defensiven Dosisfindungsstrategie immer weiter zunimmst, so steigt dein ZielBedarf schneller als er die Dosis erhöht. Damit agiert er NICHT in Richtung Gesundung sondern verschlimmert für Dich sogar die Situation.

Mit 80 Kg..solltest du 1,5µg/Kg Körpergewicht MINDESTENS zeitnah erreichen. Also langt die 125er Dosierung für dich gerade als ganze Tablette. Aber als HALBE nur als anfändlicher kurzfristiger Steigerungsschritt im Rahmen der Dosisfindung.

Hole dir ein neues Rezept über 125µg ab. Am besten ohne Erklärung. Für den Fall dass nachgehalt wird, sage, dass du wegen der Feuertage udn Winterurlaub sichergehen willst, dass du etwas Puffer hast, fals duoder der Arzt krank werden sollte. Aber es sollte keine grössere Diskussion geben. Je weniger du sagst umso besser.

Oder du bittest bei einem anderen Arzt um ein weiteren125er Rezept. Du kannst dien alte Packung mitbringen und denen sagen, dass du ein neues Rezept brauchst. Dekristol 20.000 I.E. können sie dir privat aufschreiben. In Österreich importieren das die Apotheken aus Deutschland.

Dann würde ich diese Tablette erstmal stückeln, damit du 3/4 Tablette jetzt jeden Tag einnimmst. Hoffentlich bremst sich darurch dein Gewichtszunahme udn Heisshungerattacken. Weihnachten sollte damit auch eine entspanntere Atmosphäre möglich sein.Ab Neujahr kannst du dir dann die ganze Tablette genehmigen. Falls meine Hoffnungen sich noch nicht bestätigen oder nur kurzfristig dann kannst du bereits nach eienr Woche auf eine ganze Tablette gehen.

Schildere uns deinen Symoptome, psychisch und körperlich.

Dein fT3 ist gerade mal 50%. Das macht depressiv, Angst- und Panikattacken. DAS ist das eigentlich wichtige aktive Schilddrüsenhormon. Darauf kommts letztendlich wirklich an. Das Thyroxin ist ein Speicherhormon, dass der Körper dann nach Bedarf und Verfügbarkeit aktiviert. Das fT4, also dein frei im Körper rumschwimmendes Thyroxin ist heillos zu niedrig...es ist noch nicht mal bei 50%. Da müsste es ca bei 1,4 liegen. Dein Körper kompensiert also schon wegen des T4-Mangels, denn der fT3 Wert liegt prozentual höher als der fT4-Wert.


Wenn du noch Zimt in den Kaffee tust oder ins Essen...schmeckt prima auch z.B. im Wirsingsauflauf..oder in der Rote Beete Suppe mit Meerettich....das hilft gegen die Heisshungerattacken und schützt dich vor Diabetes. Mit schlechteingestellter SD steigt dein Diabetesrisiko. Das registriert du gerade am eigenen Leib.

Wenn du dann 6 Wochen lang die ganze Tablette 125 µg eingenommen hast, dann macht die nächste SD-Kontrolle Sinn.

Ja, unsere Ärzte haben studiert..aber leider viel zuwenig zu Hashimoto, zu autoimmunerkrankungen und Hormone.

Es ist auch wichtig langsam dich durchzusetzen für deine Gesundheit. Nimm Verstärkung mit, falls du dich beim arzt nicht ernst genommen fühlst. Trainiere die Argumente die wir hier diskutieren. Wenn er merkt du kennst dich aus, muss er aufmerksam werden.

Wenn dein Arzt einschnappt, dann musst du ihn wechseln. Ansonsten wirst du im 2-3 Jahren ein fette Matrone sein, die nicht mehr das Haus verlässt udn vergisst was sie gerade für sich oder das Kind oder die familie tun wollte. Willst du das? Manche Männer nehmen dann reissaus. Berufstätige Frauen bekommen gekündigt. Der Staat muss immer mehr frühverrenten nur wiel die Ärzten den Regeldosisbereich nicht ausschöpfen und die Pateinten krank sparen. NUR weil einmal Ärzte wegen Überdosierung verklagt geworden sind.

http://www.endokrinologie.net/presse/detail_79.html

Müssen erst noch Ärzte wegen Unterdosierung verklagt werden, damit sich die Ärzte wieder in die goldene Mitte bei der Dosisfindung bewegen?

Autor:  Muehlimaria [ 20. Dez 2015 11:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Muskelzuckungen von Schilddrüse

Liebe Melissa,
ich danke dir recht herzlich für deine Rückmeldung und dass du mir immer antwortest.
ich hoffe, dass ich das alles bald im Griff habe und meine Angst und Panik vor unheilbaren Krankheiten bzw. dem Sterben bald im Griff habe.
Schönen Sonntag!

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