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 Betreff des Beitrags: Überfunktion nach OP bei Hashimoto
BeitragVerfasst: 22. Mai 2015 9:35 
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Registriert: 21. Mai 2015 8:49
Beiträge: 1
Guten Tag,
ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich mit meinen Schilddrüsenproblemen nicht mehr klar komme und nach einer Erklärung und event. Empfehlung der Medikamentenanpassung suche.
Ich bin 44a alt, weiblich. Vor ca 8 Jahren wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert und ich wurde mit 75er Euthyrox 1-0-0 eingestellt mit halb-, später dann jährlichen US und Blutkotrollen bei+/-
TSH 2,19
fT4 1,54
fT3 2,86
US: re 1,7x 1,5,
li 1,5x1,7
also deutlich verkleinert (bei 175 cm und ca 80kg)
Rechts ein echoarmer Knoten (größenstabil bei 0,8 cm) und links zwei echoarme Knoten bis 0,5 cm. Übriges Gewebe inhomogen strukturiert im euthyreoten Bereich

Ab 12/2013 wurde ich mehr oder weniger auf eigenes Verlangen auf 100er Euthyrox umgestellt bei
TSH 2,57
fT4 1,12
fT3 2,9
weil ich vorher mal wieder schubweise zugenommen, depressive Stimmungsschwankungen bis zu Depression bekommen habe (Tresleen 50 mg 1-0-0) und die Regel wieder ausgeblieben ist bei
TSH 4,63
fT4 1,45
adäquat der Gyn-Hormonstatus der Postmenopause -vom Gynäkologen überprüft und Mönchspfeffer für 3 Monate empfohlen.Seit dem immer wieder Besserung (Wechsel oder Ovarialinsuffizienz lassen sich schlecht unterscheiden), dennoch Regel ca. alle zwei Monate.
Alltag war seit Jahren machbar mit Tresleen 50 mg (Job, Kind, Haushalt… usw.)
Schlafstörungen habe ich seit ich denken kann, lassen sich gut mit Trittico 75mg 0-0-1/3 einstellen.

SD-Befund war bis Jänner 2015 stabil bei
TSH 2,41 (vormittags)
fT4 1,45 ng/dl
fT3 2,54 pg/ml

Dann kam Anfang April eine akute Cholezystektomie mit einem CRP von 10,4 und
TSH 5,11 (vormittags)
fT4 1,19 ng/dl
fT3 wurde leider nicht gemacht

Nach der OP wieder Kontrolle bei
TSH 0,12 (vormittags)
fT4 1,35 ng/dl
also Überfunktion!
Regel ist ganz ausgeblieben seit Februar (das war ich aber schon seit ca 2 Jahren gewohnt), Hormonspiegel entspricht dzt. der Postmenopause. Gyn empfielt neuerliche Schilddrüseneinstellung und in 2 Monaten Kontrolle. Klar, solange die SD nicht richtig eingestellt ist.
Ca. 6 wochen nach der OP noch immer nicht belastbar, Innere Unruhe usw.

Letzter Wert vom SD-Ambulatorium von vorige Woche
TSH 0,07 (0,30-4,12) Nachmittags
fT4 1,45 (0,7 – 1,7)
fT3 3,67 (2,15 – 4,12)
mit Empfehlung von Dosisreduktion von Euthyrox 100 mikrogramm auf 50er an zwei Tagen in der Woche.

Meine Frage:
Kann die extreme Entzündung den Rutsch in die dzt. Überfunktion verursacht haben? (vor der Op wurde auch eine CT mit radioaktivem Jod gemacht, Hashimoto war dem aber Radiologen bekannt und TSH war schon vor der CT auf 5,14 erhöht).

Tresleen (SSRI) kann die Lexothyroxin Wirksamkeit bei Hypothyreose Patienten verringern. Bei der „Euthyrose“ mit 75 bzw. 100 mikrogramm habe ich die meiste Zeit Tresleen genommen. Vor der OP habe ich ihn abgesetzt und nehme ihn auch jetzt nicht mehr. – kann das die ÜF verursacht haben?
Bleibt es bei der Überfunktion (event. Aggress. Schub mit erhöhter Produktion der zerfallenden SD? oder kann sich das ganze wieder stabilisieren bzw. kommt wieder die Unterfunktion wie seit der Diagnose?

Subjektiv spüre ich die ÜF (nehme leichter ab, negativ jedoch die ständige Innere Unruhe, geringe Belastbarkeit, Ermüdung im Laufe des Tages, (natürlich zum teil auch noch auf die OP vor 6 Wochen zurück zu führen möglich) gereizt und ungeduldig bei Stress bin ich schon immer
Welche Risiken betr. Der Knoten gibt es bei UF/ÜF? (sind seit der Diagnose und Szintigraphie 2008 stabil, weitere Szintigrafie in 2 Monaten bei SD /Blutwert Kontrolle geplant.)

Und last but not least können Sie mir einen Spezialisten im Raum Wien/südliches NÖ empfehlen, mit dem ich sprechen kann. Die Ärzte in den Ambulatorien haben nicht wirklich Zeit etwas zu erklären bzw. genauere Medikation zu besprechen.Vielen Dank.


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BeitragVerfasst: 24. Jun 2015 18:53 
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Registriert: 05. Feb 2015 8:39
Beiträge: 541
Szintigraphie ist bei hashimoto nicht indiziert...schon gar nicht mit radioaktivem Jod...das bringt dir GAR NIX...nur dem NUK der das mit der Kasse abrechnen kann obwohl nicht indiziert!

Deine SD ist unter einer Schwellengrösse. Kann sein dass die OP einen Schub ausgelöst hat, kann sein dass die Szintigraphie mit JOD einen Schub ausgelöst hat...kann sein dass die Dosisreduktion vom Thyroxin einen schub ausgelöst hat.

100µg ist eine niedrige Dosis für jhemanden mit fast völlig abgebrannter SD. Auch die Knoten würden mit besserer substitution eher kleiner werden. Deine Schlaflosigkeit sollte sich bessern mit besserer eisntellung...und da darf man ruhig den von hersteller empfohlenen Dosisbereich von 100-200µg täglich besser ausschöpfen und nicht erstmal wieder verlassen.

Von Antidepressiva ist bekannt dass sie öfter sogar kontraproduktiv wirken. Gut wenn du sie absetzt. Aber möglich udn verträglich wird das nur wenn die SD-Hormondosis optimiert wird.


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