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| Bitte um Hilfe bei Interpretation meiner SD-Werte https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=3&t=5469 |
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| Autor: | wesli [ 26. Mär 2015 18:59 ] |
| Betreff des Beitrags: | Bitte um Hilfe bei Interpretation meiner SD-Werte |
Liebe alle! Ich (weiblich, 22) bin seit längerem stille Mitleserin hier im Forum und habe nach vielen erfolglosen Arztbesuchen beschlossen, meine Geschichte hier einzustellen und euch um Rat zu bitten, da ich langsam nicht mehr weiter weiß. Ich leide seit ca. einem Jahr unter sehr unangenehmen Herz-Rythmus Störungen gepaart mit Herzrasen in Ruhephasen, keiner der Ärzte kann sich erklären woher diese kommen. Ebenso habe ich das Gefühl mein Kurzzeitgedächtnis hat extrem nachgelassen, mir fallen oft die einfachsten Wörter und Begriffe nicht mehr ein. Was mich jedoch am meisten bedrückt ist der starke Haarausfall, unter dem ich seit einem Jahr leide (auch für dessen Entstehung hat niemand eine Erklärung: keine Mängel, Sexualhormone laut Frauenärztin im grünen Bereich). Zusätzlich bekomme ich nach dem Verzehr von Weißmehlprodukten und Zucker ziemliche Verdauungsbeschwerden (Blähbauch etc.), habe oft Migräne, teilweise unregelmäßige Zyklen, Knoten in der Brust, Hypophysenadenom, Schwindelanfälle etc. Dies nur ein kleiner Auszug Habe nun zum wiederholten Male ein Blutbild machen lassen, laut Hausarzt ist wie immer alles in Ordnung, (auch die Schilddrüsenhormone) jedoch habe ich hier im Forum von der Herabsetzung der Obergrenze des TSH Wert auf 2,5 gelesen und wollte euch nun bitten, ob ihr euch meine Werte kurz ansehen und beurteilen könntet ob hier Handlungsbedarf besteht. Ich weiß nämlich schon langsam nicht mehr, wo ich noch ansetzen könnte bei der Ursachenfindung. TSH-basal: 3,05 (0.27-4,20) T3 gesamt: 1,33 (0,9-3,1 nmol/l) freies T4: 15,20 (11,0-22,0 pmol/l) Noch aufgefallen ist mir, dass der TSH Wert vor einem halben Jahr noch 2,7 betrug, vor einem Jahr allerdings 5,81. Sind solche Schwankungen normal? Ebenso lagen die Lymphozyten bei den letzten drei Blutuntersuchungen über der Norm bei einem Wert von 46 (Referenzbereich: 21-41). Muss aber dazu sagen, dass ich bei keiner der Abnahmen krank bzw. erkältet war. Aber auch darauf ist der Hausarzt nicht eingegangen... Ich wäre euch wirklich sehr, sehr dankbar, wenn ihr euch meine Werte kurz ansehen könntet oder einen Rat für mich hättet. Eventuell hat hier jemand ja ähnliche Symptome, ich würde mich auf jeden Fall sehr über einen Austausch freuen Habs wirklich satt mir mit 22 Jahren andauernd nur Sorgen über meine Gesundheit machen zu müssen.. Viele liebe Grüße und danke schon mal! |
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| Autor: | Melissa [ 03. Apr 2015 9:26 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Bitte um Hilfe bei Interpretation meiner SD-Werte |
Mit Hypophysenadenom und TSH über 5 hättest du dich schon länger einem endokrinologen anvertrauen sollen. Dein Hausarzt ist ein Erfolgsvermeider oder einfach nur zu wenig in sachen Schilddürse ausgebildet. Hier hast du langfristig keine Hilfe zu erwarten. Der TSH schwankt sogar tageszeitlich, zyklusabhängig, jahreszeitlich, Aktivitätsabhängig. Lass dir nach Ostern nochmal Blutabnehmen achte darauf dass esin der 2. Zyklushälfte nachmittags stattfindet..und an diesem Morgen/vormittags trinkst du viel Kaffee, Schwarz- oder Grünetee und bist wirklich sehr aktiv...Hausputz, Gartenarbeit, Work out..evt. Treppensteigen bis in den 10. Stock....o.ä.. Deine Blutkontrolle kann dein Hausarzt, dein Frauenarzt, ein Dermatologe oder aber idealerweise ein Endokrinologe machen. Gute Endokrinologen suche unter http://www.top-docs.de raus, nachdem du dich dort angemeldet hast. Wichtig wäre auch der Vitamin D-Spiegel und der TPO-Antikörper und ein Schilddrüsenultraschall, wo du dir exakte Werte geben lässt, Schilddrüsenvolumen in ml, inhomogene und echoarme Bereiche, Knoten, Zysten. Dein fT3 sollte im oberen Drittel der Norm liegen, ist bei Dir aber grottenschlecht. DAS kann(ist mit hoher Sicherheit) die Erklärung für ALL deine Symptome sein. Da heute fast immer Hashimoto die Ursache für eine Hypothyreose ist (TSH>2,5) sollte man von einer Jod-Therapie auf jeden Fall absehen. Damit züchten immer noch viele geradezu Hashimoto-Schilddrüsen, lassen die SD abfackeln. Lass dir Thyroxin verordnen und versuche in sinnvollen Schritten die Dosis zu steigern bis 1,5µg/Kg Körpergewicht. Nach frühestens 6 Wochen dieser höchsten bisherigen Dosis lass wieder den TSH bestimmen. Wenn der noch über 1,2 liegt dann muss vorsichtig weiter gesteigert werden. Führe ab sofort ein Symptometagebuch und korreliere die Symptome mit deinem Zyklus. Recherchier jetzt wer in der Familie schilddrüsenkrank ist oder an einer Autoimmunerkrankung (oder mehreren) leidet. DAS musst du dann jedem Arzt sagen. |
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