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Blutwerte einer Unterfunktion - Symptome einer Überfunktion?
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Autor:  Schanet [ 17. Jul 2014 16:37 ]
Betreff des Beitrags:  Blutwerte einer Unterfunktion - Symptome einer Überfunktion?

Hallo!

Letztes Jahr habe ich 10kg abgenommen, einfach so. Sport treibe ich nie und meine Ernährung ist grundsätzlich ausgewogen, aber ich esse dazu Tonnen an Süßigkeiten und Nüssen. Ich hatte zwar immer einen guten Stoffwechsel, aber das Gewicht stieg offensichtlich an während Fressperioden. Dazu kommt, dass ich irgwie kein Sättigungsgefühl habe. Ich muss bewusst entscheiden, wenn ich "genug" habe, ansonsten esse ich solange bis der Essensbrei, gefühlt jedenfalls, oben aus der Speiseröhre rauskommt. Ich wusste früher auch nie wie sich Hunger anfühlt.

Nun letzten Sommer wurde ich dann immer schlanker, ich musste mich sehr kalorienreich ernähren, damit ich nicht noch mehr an Geiwcht verlor. Morgens früh nach dem Aufwachen schmerzender Riesenhunger, obwohl ich am Abend davor mich kaum mehr bewegen konnte vom Fressgelage. Abnehmen obwohl man viel isst? Da hab ich direkt die Symptome einer Schildrüsenüberfunktion recherchiert. Klar treffen immer ein paar Symptome auf einen selbst, nur habe ich viele von den Symptomen seitdem ich denken kann:z.B.: samtartige Haut (habe immer gesagt bekommen, meine Haut wäre ungewöhnlich weich), Schwitzen tu ich immer auch wenns eisig ist, psychische Anzeichen (besonders Aggressivität und Stimmungschwankungen) waren auch immer da. Hat eben viel zusammengepasst und bei der letzten Blutanalyse mitkontrollieren lassen. Heraus kam:

TSH: 4,52 (müU/ml) (Referenzwerte: 0,27-4,20)
freies T4: 10,5 (pg/ml) (9,3-17,0)

TSH ist erhöht, was ein Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion ist?! Wie kann sowas sein? Ich habe die Analyse in Luxemburg durchführen lassen, bin aber danach direkt wieder nach Wien gefahren und der Befund wurde mir zugeschickt. Ich bezweifle, dass ich ein medizinisches Wunder bin, aber wie können die Werte mit meinen Symptomen zusammenpassen?

Zu erwähnen sei, dass mal ein Kinderarzt meiner Mutter nahe legte mir mehr Fisch und so aufzutischen, weil ich sehr niedrige Jodwerte (viell war es damals schon Jodmangel) zeigte und bei Jodmangel kann ein Kropf entstehen. Ich hab trotzdem nie Fisch gegessen und dem wurde nie viel Beachtung geschenkt. Als Teenie wurde eine Eisenanämie bei mir diagnostiziert, also schlucke ich mehr oder eher weniger brav Eisenpräparate, da ich davon extreme Verstopfung kriege. Auch habe ich eine Laktoseintoleranz, zwar nicht ärztlich bestätigt, aber beim Konsum von Milchprodukten Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, etc. bei Verzicht keine Beschwerden.

Ausserdem kiffe ich tagtäglich, vielleicht ist das eine Erklärung für die TSH-Werte. Wäre interessant, ob medizinisch da ein Zusammenhang besteht.

Scheinbar sind alle Schilddrüsenärzte in Wien privat und ich will mich nicht für über 100€ testen lassen, wenn's doch was anderes ist und nicht die Schilddrüse.

Ich würde mich über die Sichtweise eines Arztes hier im Forum freuen, ob es doch Grund zur Sorge gibt. Und ob andere schon widersprüchlichen Blutwerten und Symptomen bei Schilddrüsenerkranken erlebt haben. Auch interessieren mich die Antworten von anderen Kiffern mit Schilddrüsenproblemen und deren Erfahrungen.

Danke schonmal und einen schönen Tach gewünscht!

Autor:  Maus [ 20. Jul 2014 11:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Blutwerte einer Unterfunktion - Symptome einer Überfunkt

Hallo

Erst einmal stimmt es nicht, dass alle ärzte privat sind. Du kannst in die spitäler in die schilddrüsenambulanzen gehen, oder zu einem endokrinologen bzw internisten, der auch auf die sd spezialisiert ist und kassenarzt ist.

Dein tsh ist zu hoch und es gehört auf jedenfall abgeklärt, was es mit deinen symptomen auf sich hat. Gesunde menschen haben einen tsh der bis zu 2,5 gehen kann. Alles was höher ist und vorallem wen man symptome hat gehört abgeklärt.

Bzgl. der gewichtsabnahme hatte ich selbst die erfahrung gemacht, dass die symptome unterfunktion ist zunahme, überfunktion ist abnahme nicht immer stimmen müssen. Der körper spielt verrückt, warum auch immer. Das kiffen auch zu unruhezuständen und schwitzen usw. führen kann sehe ich immer wieder, da ich beruflich mit solchen menschendamit zu tun habe.

Lg
Maus

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