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Entzündung SD
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Autor:  Boomer [ 08. Mär 2014 18:27 ]
Betreff des Beitrags:  Entzündung SD

Hallo!
Ich habe seit fünf Wochen eine Schilddrüsenentzündung. Behandelt werde ich mit Kortison und Schmerztabletten. Da die Entzündung nicht besser wird, musste ich die Behandlung von vorne beginnen d.h. 3 Tage 1.5 Kortisontb. - 1 Wo eine ganze usw. + 2 tgl. Schmerztb.
Meine Werte der SD sind im normalen Bereich. Antikörper gibt es keine.

Kann eine Entzündung so hartnäckig sein? Hat jemand Erfahrung damit?

Danke für Eure Antworten!

Autor:  Melissa [ 12. Feb 2015 9:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Entzündung SD

Wenn deine SD-Entzündung eine chronische ist, z.B. Hashimoto..dann ist das hartnäckig und die jetzige Therapie möglicherweise nicht die richtige.

Selen, Progesteron, Vitamin D und vor allem Thyroxin können autoaggressive Schübe beruhigen.

Wenn du zur Zeit keine Antikörper zeigst, dann kann man Hashimoto nicht sicher ausschliessen, denn der zeigt öfter anfangs keine Antikörper. Jeder 5. ist seronegativ.

Im Ultraschall könnte Verkleinerung, Inhomogenität und Echoarmut auf hashimoto hinweisen. Das ist anfangs aber nicht jedem Ultraschaller erkennbar.

Autor:  Boomer [ 14. Feb 2015 21:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Entzündung SD

Danke für deine Antwort!
Meine Schilddrüse wurde im Sept. 2014 total entfernt. Die Diagnose wurde von den Ärzten nicht geändert. Die Diagnose "Subakute Entzündung" glaube ich bis heute nicht. Die Blutwerte haben sich in den ca. 12 Monaten der Behandlung (Cortison) auch kaum verändert. Mir ging es aber immer schlechter.
Die OP verlief nicht Problemlos - die Schilddrüse war stark entzündet und verklebt/eine einseitige Stimmbandlähmung für ca. 2 Monate. Nach 5 Wochen Krankenstand konnte ich wieder halbwegs arbeiten.

Seit dem nehme ich Hormone und es geht seit Dezember 14 merklich aufwärts.
Danke nochmals für deine (wenn auch sehr späte) Antwort :lol:

Autor:  Melissa [ 15. Feb 2015 2:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Entzündung SD

Tut mir leid. In Deutschland werden die SD viel zu oft rausoperiert. Wahrscheinlich hätten dir Hormone schon vorher geholfen, auch die Rekonvaleszenz verringert, wenn du überhaupt noch einer OP zugestimmt hättest.

Bei der SD müssen wir selber aufpassen wie ein Schiesshund. ALLES kontrollieren was die Ärzte mit uns machen, alle Werte aushändigen lassen, Zweitmeinungen einholen. Leider habe auch ich viel zu lange die Ärzte machen lassen. Jetzt habe ich auch keine SD mehr. Durch Dosierungsfehler konnte ich meine Arbeitsfähigkeit nicht aufrechterhalten. Diese Fehler erfolgten gegen meinen Willen. Erst später habe ich gelernt weitere Dosisreduktionen zu verweigern. Erst der 10. (streng Sd selektionierte) Arzt erkannte, dass mein TSH nicht mehr auswertbar ist und fing an die Dosierung wieder zu steigern. Er bestätigte meine Einschätzungen in vollem Umfang.
Wenn du die "DIAGNOSE" SD-Krebs bekommen hättest, hätte man dir (bei Bedarf) ab OP für 5 Jahre 50% Behinderung zugestanden. So haben wir beide "nix schlimmes" und wenn wir arbeitsunfähig werden, dann haben wir keinerlei Rechte und Sicherheiten. Nach SD-Krebs-Op muss die Krankenkasse auch eine Haushaltshilfe zahlen, habe ich jetzt gelesen.

http://www.sd-krebs.de/index.htm?http:/ ... 12130.html

Patienten, die ohne Krebs-Diagnose ohne SD leben müssen, sind kein bischen anders dran. Alles steht und fällt mit der richtigen Hormonsubstitution. In jeder Unterfunktion geht das Leben, der Job, Familie und Haushalt den Bach runter.

Wenn die Krankenkassen immer eine Haushaltshilfe zahlen müssten, würden sie vielleicht besser aufpassen, dass die Ärzte nicht so oft die SD unnötig entfernen. Habe gelesen,dass in Deutschland die SD-OP bei 1 von 750 Einwohnern gemacht wird. In USA bei einem von 4900, wenn ich das recht erinnere.

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