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 Betreff des Beitrags: TSH grenzwertig trotz L-Thyroxin 50
BeitragVerfasst: 10. Dez 2013 13:05 
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Registriert: 09. Dez 2013 14:16
Beiträge: 3
Hallo liebe Mitglieder,
ich bin neu hier im Forum und komme aus Berlin.Da ich im Deutschland Netz kein geeignetes Forum gefunden habe, dachte ich mir, ich melde mich in Österreich an :o), wir sprechen ja die gleiche Sprache ;o).
Nun hätte ich ein kleines Anliegen bzw. eine Frage, wie ihr darüber denkt.
Ich habe eine Schilddrüsen-Unterfunktion mit Verdacht auf Hashimoto.
Ich nehme seit Jahren L-Thyroxin 50 und war auch die ganze Zeit super eingestellt und fühlte mich wohl.
Seit einigen Wochen nun, habe ich die Symptome, wie ich sie hatte, als vor Jahren alles begann. Natürlich nicht so heftig! Also, innere Unruhe, immer mal wieder Herzklopfen, Stuhlgang durcheinander, depressiv, leichter Haarausfall, immer wieder mal Halsschmerzen, wo ich immer dachte, ich bekomme ne Erkältung, aber da kam nix.....
Nun bin ich zu meinem Schilddrüsen-Arzt gegangen, um meine Blutwerte kontrollieren zu lassen. Dabei ist festgestellt worden, dass meine fT3 und fT4 Werte gut eingestellt sind, der TSH-Wert jedoch bei 2,25 liegt (grenzwertig).
Mein Arzt sagte nun zu mir, dass er mir eigentlich keine höhere Dosis L-Thyroxin verschreiben möchte, die Symptome auch von wo anders herrühren können und ich in 6 Monaten eine erneute Blutprobe abgeben soll.
Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen dazu? Ich hätte mir gewünscht, dass er zu mir sagt, ich soll es mal mit L-Thyroxin 75 versuchen. Alleine zu erhöhen, traue ich mir aber nicht.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und evtl. Antworten.
Liebe Grüße aus Berlin sendet
Maud


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BeitragVerfasst: 11. Dez 2013 18:48 
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Registriert: 16. Feb 2012 12:22
Beiträge: 79
Hallo Maud und herzlich willkommen im Forum,

ich wohne auch in Deutschland und bin in diesem Forum trotzdem super nett empfangen und informiert worden. Also keine Angst :-)

Ich kenne deine Situation nur zu gut. Was du brauchst ist ein richtig guten Arzt. Egal ob Hausarzt oder Spezialist. Hauptsache er kennt sich mit der SD richtig aus und hört dir zu. Deine Symptome (Unruhe, Durchfall, werde oft in der Nacht wach, Haarausfall usw...) habe ich auch immer, wenn ich einen Schub habe (momentan ist es mal wieder so weit). In den meisten Lektüren liest man (und so sehen es auch die meisten Ärzte) gehören diese zu einer ÜF. Das ist aber nicht bei allen Hashi-Patienten so. Meine Endokrinologin hört mir zu und weiß, dass sie ein Schub bei mir so äussert auch, wenn das nun mal nicht alltäglich ist. Mittlerweile kenne ich meinen Körper mit Hashi doch recht gut und merke schnell, wenn meine Einstellung nicht passt. Da meine Ärztin nun für einige Monate nicht im Lande ist habe ich mit ihr vereinbart, dass ich meine Blutkontrolle beim Hausarzt durchführen lasse. Sollte mein TSH zu hoch sein (mein Wohlfühlwert liegt unter 1), dann soll meine L-Thyroxin-Dosis angepasst werden. Sie vertraut da einfach auch auf mein Empfinden. Nun war ich beim Hausarzt und wie sich schon an Hand meines Wohlbefindens zeigte, lag der TSH bei 2 (fT3 und fT4 waren, wie meistens ok). Für den Hausarzt noch im Normbereich und normalerweise ohne Handlungsbedarf. Weil er mich aber kennt und weiß, dass ich ansonsten zur Endokrinologin gehe, stellte er mir ein Rezept auf meinen Wunsch hin mit einer höheren Dosis aus. Das funktioniert leider nicht bei allen Ärzten so reibungslos. Es gibt leider nur wenige Ärzte, die mit dem Patienten zusammen arbeiten!

Was meint dein Arzt denn, woher die Symptome auch kommen könnten? Hat dein Arzt eigentlich noch andere Werte bestimmt? Zum Beispiel die Antikörper. Daran lässt sich ja auch leicht erkennen, ob mal wieder ein Schub bei dir vorliegt. Die Erhöhung von L-Thyroxin 50 auf L-Thyroxin 75 ist eine normale Steigerung. Ich bin kein Arzt aber ich würde bei deinem TSH eine Erhöhung in Betracht ziehen, da L-Thyroxin 50 eh noch nicht sehr hoch ist, wenn du schon seit Jahren Hashi hast. Das musst du natürlich selber entscheiden oder du sprichst noch einmal mit deinem Arzt. Solltest du deine Dosis selbständig erhöhen, so lass in 4-6 Wochen noch einmal deine Werte checken und bis dahin spürst du ja auch, ob es besser geworden ist oder eben nicht.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig bei deiner Entscheidung helfen.

Wünsche dir eine schnelle Besserung und schön den Kopf oben halten :-)

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2013 12:38 
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Registriert: 09. Dez 2013 14:16
Beiträge: 3
Hallo Wupperfrau,
vielen Dank für deine Zeilen und deine vielen Tipps. Leider hat mir mein Endo nicht erläutert, was es evtl. noch anderes sein könnte als die Schilddrüse. Ich bin eh nicht vollauf zu frieden mit ihm. Er ist - so empfinde ich es jedenfalls - eher oberflächlich mit den Patienten. Ich habe mal die wichtigsten WErte der letzten Jahre nachfolgend:

Datum Untersuchung Ergebnis Einheit Referenzbereich

16.11.2003 TSH + 4,41 µU/ml 0.3-3
25.02.2005 TSH 1,93 µU/ml 0,3-3
06.06.2005 TSH 1,04 µU/ml 0,3-3,5
14.09.2005 TSH 2,02 µU/ml 0,3-3,5
15.06.2007 TSH 1,26 µU/ml 0,3-3,5
08.10.2007 TSH 1,34 µU/ml 0,3-3,5
13.08.2010 TSH 0,96 mU/l 0,25-2,5
11.02.2013 TSH 3,13 mU/l 0,25-2,5
03.12.2013 TSH 2,25 mU/l 0,35-2,50

16.11.2003 TPO-AK 5 U/ml <100
25.02.2005 TPO-AK 0 U/ml <100
06.06.2005 TPO-AK 52 U/ml <100
14.09.2005 TPO-AK 16 U/ml <100
15.06.2007 TPO-AK
08.10.2007 TPO-AK 10 U/ml <35
13.08.2010 TPO-AK 21,6 KU/l 0-50
11.02.2013 TPO-AK 8,95 KU/l 0-50
03.12.2013 TPO-AK 4,49 KU/l < 9,0

Ich werde mir evtl. noch eine andere Meinung einholen bzw. den Arzt wechseln. Da ich in Kürze wieder meine L-Thyroxin 50 verschreiben lassen muss, werde ich es dann evtl. mal ohne EV des Arztes mit 75 L-Thyroxin versuchen, also quasi 1,5 Tabletten nehmen und mal schauen, wie es dann geht.
Die anderen Werte ft3 und 4 sind eigentlich von Anfang an immer im Normbereich gewesen.
Ich berichte dann mal weiter. Vielen Dank nochmal an Dich!!!
LG, Maud


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