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hab da was gefunden, vielleicht hilft dir das weiter.
Eine Reaktion auf den Jodmangel ist die Ausbildung einer funktionell relevanten SCHILDDRÜSENAUTONOMIE. Dabei vermehren sich die in jeder Schilddrüse vorhandenen autonomen Schilddrüsenzellen bzw. Schilddrüsenfollikel.
Diese Vermehrung kann herdförmig (fokal) oder in der gesamten Schilddrüse (disseminiert) geschehen.
Autonome Schilddrüsenzellen unterliegen nicht der zentralen Regulation. Ihre Hormonproduktion ist also nicht bedarfsgesteuert, sondern sie erfolgt ungeregelt in Abhängigkeit vom Jodangebot. Wird eine Schilddrüse, in der sich eine funktionell relevante Autonomie ausgebildet hat, einem Jodüberschuß ausgesetzt (z.B. im Rahnen einer Röntgenkontrastmitteluntersuchung), so kann dadurch eine Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst werden.
Vor einer solchen Untersuchung sollte daher eine relevante Schilddrüsenautonomie ausgeschlossen sein.
Autonome Schilddrüsenzellen können sich nicht in geregelte Schilddrüsenzellen verwandeln.
Eine funtionell relevante Schilddrüsenautonomie ist also grundsätzlich nicht rückbildungsfähig.
Die Schilddrüsenautonomie bedarf der definitiven Sanierung durch Operation oder Radiojodtherapie. Bis dahin ist Jodkarenz erforderlich. Nach der Operation oder RJT ist i.a. eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen erforderlich.
alles Gute, Manu
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