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 Betreff des Beitrags: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 03. Sep 2011 8:51 
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Registriert: 17. Apr 2011 17:13
Beiträge: 7
Hi Ihr,

Seit 1/2 Jahr habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion und seit kurzem weiß ich, dass es Hashimoto ist. Seitdem hat sich mein Leben leider sehr zum Negativen verändert.

Meine Hauptsymptome sind Schwindel-eine Art Benommenheit, starke Müdigkeit und schwere Augenlider (an manchen Tagen mit Nebelsehen), Gewichtsabnahme, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwächegefühl, dadurch an besonders schlimmen Tagen Angst umzukippen, Angst-und Panikattacken, innere Unruhe...

Anfangs kam die Müdigkeit so schleichend, dass ich sie auf den Beruf (Altenpflegerin in Schichtarbeit)geschoben habe, nachmittags nach dem Dienst nix mehr zu unternehmen und ins Bettchen zu liegen-an allem der Stress schuld, dachte ich wäre einfach nicht so belastbar wie die anderen.

Schließlich ging die Müdigkeit über in Benommenheit und ich habe mich jeden Tag "banane" gefühlt. Plötzlich konnte ich nicht mehr alleine einkaufen gehen, sobald ich die Schwelle der Eingangstür des Supermarktes passiert hatte, begann eine abnormale innere Unruhe und mein Schwindel/Benommenheit verstärkten sich auch noch-an der Kasse anstehen, wenn man denkt man kollabiert gleich-ein Alptraum...

Bei Restaurantbesuchen, im Wartezimmer sitzen beim Arzt-es passierte das Gleiche, diese wurden zu unerträglichen Situationen für mich. Immer mehr solcher Situationen und immer mehr Symptome, wie Magenschmerzen, Übelkeit etc. kamen dazu
-also ab zum Psychiater:Depression mit Angsstörung wurde diagnostiziert und auf eine Psycho-Therapie mit 1/2 Jahr Wartezeit(und ich warte immer noch). Ich war/bin tief verzweifelt und die letzte Zeit hat mich eine Menge Tränen gekostet.

Ich habe einen festen, vertauensvollen und verständnisvollen Partner. Leider hat er nicht immer verstanden, warum ich wochenends abends keine Kraft mehr habe um wegzugehen, er hat es meistens so interpretiert, dass ich einfach keine Lust hätte. Auch als er vorschlug in den Urlaub zu fahren, dass ich mich mal so richtig erholen kann, war es sehr kompliziert ihm zu erklären, dass ich will, aber nicht kann.

Das lässt einen innerlich so verzweifeln, wie soll man in ein Flugzeug steigen und weit weg reisen, wenn man´s nicht mal schafft alleine in den Supermarkt zu gehen???

Auch bei der Arbeit begeitet mich der Schwindel an schlimmen Tagen, aber dennoch schaffe ich es meinen Alltag zu meistern, die Kollegen wissen nicht, dass es mir so schlecht geht.
Problematisch wird es, wenn ich Nachtdienst übernehmen muß und die volle Verantwortung habe- und ALLEINE bin. Dann bekomme ich Symptome wie im Supermarkt,nur dass diese Angst über den komletten Dienst anhält, mit Herzrasen, Magenschmerzen, Gewichtsabnahme, Übelkeit,Atembeschwerden und eine innere Unruhe, dass ich lieber sterben würde als dies zu ertragen.

Traue mich nicht meiner Chefin zu sagen, dass ich das nicht packe, außerdem habe ich Angst als psychisch krank abgstempelt zu werden, meinen Job, den Respekt und das Vertrauen meiner Kolegen zu verlieren,aber ich kann so nicht weiter machen, ich kann nicht mehr.

Was soll ich denn nur tun? Wie erklärt man seinem Chef, dass man mit 26 Jahren nicht mehr kann? Krankschreiben lassen? Vermutlich falle ich dann noch tiefer in meine Depression!?

Sorry für den langen Text, aber ich weiß nicht wohin mit meinen Sorgen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 03. Sep 2011 9:17 
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Registriert: 22. Aug 2011 13:17
Beiträge: 8
Liebe Amy!
Ich habe Deine Zeilen mit tiefer Betroffenheit gelesen und bin erstaunt darüber, dass Du überhaupt noch arbeiten kannst. Ich kenne mich zwar mit Hashimoto nicht aus, kenne aber die Syptome, da ich Basedow habe (auch nicht besser), diagnostiziert am 19.8. Schau auf Dich, mach was Du spürst und nicht was die anderen von Dir erwarten.
Du fragst was Du tun sollst - Gegenfrage: Was würdest Du den gerne tun? Du musst ja im Krankenstand nicht zuhause bleiben, Du kannst um einen Kuraufenthalt ansuchen. Deine Chefin hat sicher Verständnis für Deine Situation. Ich denke, dass Du selbst einmal die Krankheit annehmen und vorallem Dein Schweigen brechen musst, dann bist Du nicht so alleine mit Deiner Krankheit. Und Du wirst sehen, dass diese Ängste ganz unbegründet sind. Und vorallem: Du kannst nichts dafür!!! Und wenn Du wen zum Reden brauchst:es gibt gute Stellen, die von Mo bis So rund um die Uhr erreichbar sind. Alles Liebe Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 03. Sep 2011 15:46 
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Registriert: 27. Nov 2010 16:01
Beiträge: 211
Liebe Amy,

bei einer Panikstörung, so wie Du sie beschreibst, wäre es wirklich gut, wenn Du mal in eine Klinik gehst. Das hat sich leider schon verselbständigt. Zuhause zu bleiben macht es wahrscheinlich nur schlimmer, weil Du dann erst recht Gelegenheit hast, Dich einzumümmeln. Und ja, das wäre dann eine psychiatrische Klinik, aber na und? Manchmal denke ich, dass jeder Zweite Burn Out hat und was denkst Du, wo die behandelt werden.
Frage doch den Psychiater wegen einer Emfpehlung einer Klinik.

Wichtig ist natürlich auch, dass Deine SD Hormone gut eingestellt sind. Was nimmst Du denn zur Zeit und wie sind die Werte?

Charlotte


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 03. Sep 2011 15:55 
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Registriert: 07. Aug 2005 19:44
Beiträge: 23
hy Amy!

Ich hab auch Hashi und ich lerne grad damit zu Leben.
Mein Mann hat mir sofort die zwei Bücher gekauft "ein Leben mit Hashimoto" und dann das Buch "die Gesunde SChilddrüse" Wir haben beide die Bücher verschlungen da wir wissen wollten was genau auf uns zu kommt. Ich hab auch die Einstellung das ich dagegen ankämpfe.

Ich nehm mal an das du schon beim Facharzt warst und dich einstellen lasst. Vor einigen Monaten ist es mir auch so ergangen wie dir. Ich nehme jetzt Thyrex 75 und es geht mir gut. Ist zwar noch nicht 100% aber ich fühl mich wieder wie ein Mensch der Energie hat.

Ich werd auch am kommenden Mittwoch das erste mal eine Selbsthilfegruppe aufsuchen wo ich dann mehr erfahre und wir uns auch austauschen können.
Drück dir die Daumen das es bald wieder besser wird!
Lg Inge


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 03. Sep 2011 20:44 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
liebe amy !

ich kenne zur genüge all deine beschwerden und habe sie selbst erlebt. panikattacken ohne ende und ich musste sogar meinen job aufgeben - es ging einfach nichts mehr.

das mit dem supermarkt an der kasse stehen, habe ich genauso erlebt, nur ist bei mir in solchen situationen noch plötzlicher durchfall dazugekommen, was natürlich schrecklich ist, wenn man kein wc in der nähe hat. leider ist es mir 2x passiert, dass ist nicht mehr rechtzeitig aufs wc kam - kannst du dir vorstellen wie peinlich das war. mir kommen noch heute die tränen wenn ich daran denke.

ein arzt dem ich davon berichtete meinte ganz cool, "na und wo liegt das problem, dann tragen sie halt eine windel". es ist erniedrigend solche worte zu hören. an urlaub fahren war garnicht zu denken - ich schaffte es ja tageweise garnicht ausser haus zu gehen. die psychotherapie/gesprächstherapie die ich machte, weil ja die ärzte dachten, ich bin psychisch angeschlagen half überhaupt nichts, ausser dass die psychologin immer neue gründe für meine zustände vermutete (irrsinn).

ich hatte immer erklärt, dass irgendwas in meinem hals nicht stimmen kann, es dauernd komisch klopft, es unangenehm ist, wie eine art halsschmerzen aber doch anders - es kam kein verständnis der ärzte. erst als plötzlich meine sd-werte schlecht waren TSH 7,7 und ich plötzlich eine lidlähmung hatte, wurde ich gefragt, ob ICH weiß, dass ich was mit der sd habe. haha, ich wußte bzw vermutete es ja schon lange - aber bin ich ein arzt oder wer jetzt????

erst mit der richtigen hormoneinstellung ging es mir zusehends besser und heute, kann mich so leicht nichts mehr aus der ruhe bringen. vielleicht, dass ich 1-2x jährlich eine panikattacke habe, aber dann nehme ich mein notfallspulver xanor und habe die stituation im griff. natürlich muss ich dann gleich zur blutkontrolle und fast immer sind die werte nicht in ordnung und ich muss die dosis anpassen.

ich denke, deine dosis könnte auch noch nicht ganz so stimmen, wie sie sein sollte. wobei es natürlich auch am beginn der hormoneinnahme einige zeit zu einer erstverschlechterung der symptome kommen kann. und du schreibts bei dir ist hashi 1/2 jahr bekannt.

vielleicht kannst du deine aktuellen werte reinschreiben oder solltest einmal zu einer neuerlichen kontrolle zu einem endokrinologen gehen.

ich kann dich aber sehr gut verstehen wie es dir geht und leider kann dies halt ein arzt nicht, da er ja nicht von dieser erkrankung betroffen ist - aber zumindest sollte er verständnisvoll sein.

alles gute
MAUS


Zuletzt geändert von Maus am 05. Sep 2011 14:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 04. Sep 2011 9:46 
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Registriert: 17. Apr 2011 17:13
Beiträge: 7
Hi Ihr,

danke für die Antworten.

Hier erstmal meine aktuellen Werte:

Mein TSH war Ende März bei 5,7 (0,2-4,2)
wurde daraufhin mit 75 Euthyrox eingestellt,

TSH Anfang Juni bei 3,2
keine Dosiserhöhung, Wert sei "gut" und es ging mir tatsächlich ein wenig besser.

TSH jetzt Mitte August bei 6,3 (!)
trotz täglicher Einnahme v. Euthyrox 75
jetzt lt. Hausarzt Dosiserhöhung auf 125 Euthyrox
auf meine Frage, warum der Wert wieder schlechter wäre, meinte der Hausarzt, es wäre ein Schub und es wäre wahrscheinlich wieder SChilddrüsengewebe zu Grunde gegangen. Bin daraufhin ziemlich geschockt gewesen, was der Arzt bemerkte und meinte, ich soll mich beruhigen, das wäre eine Autoimmunerkrankung und ja schließlich keine Krebserkrankung.
Warum, wenn diese Krankheit nach Meinung der Ärzte so harmlos ist, warum macht sie dann, dass es einem so schlecht geht???????????????

Über T3 T4 Werte weiß ich nicht Bescheid...

@Freude 23:
Wie geht es dir mit M.Basedow, kannst du momentan arbeiten?
Ein Kuraufenthalt in einer psychosomatischen Klinik wurde mir vom Psychiater empfohlen und auch Antidepressiva, damit ich "stabil"dafür werde.
Antidepressiva zu nehmen, wenn man ohne schon nicht schafft die Augen offen zu halten, führten dazu, dass ich fast 1 Woche durchgeschlafen habe, habe sie dann selbstständig wieder abgesetzt, hatte aber schon oft den Gedanken wirklich mal in eine Kur zu gehen, nur an Mut fehlt es noch...

Auch an eine öffentliche Beratungsstelle habe ich mich schon gewandt, was zuerst sehr gut getan hat, weil einem einfach jemand zuhört.Es wurde viel nach der Ursache der Erkrankung z. B. durch die Kindheit (speziell bei dem Symptom Schwindel)gesucht und das hat mir leider nicht viel weitergeholfen.

Ich denke du hast Recht, dass ich erstmal die Krankheit selbst erstmal annehmen muß und ich weiß, dass hier auch mein größtes Problem liegt. Ich verstehe es selbst nicht, warum es mir so schwer fällt Schwäche zu zeigen und zuzugeben, dass ich krank bin, danke für deine treffenden Worte.

@Maus:
Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht ging. Nur wer sowas erlebt hat, weiß wie schrecklich man sich fühlt.

Als ich die Diagnose Hashi noch nicht hatte, war ich mir zu 100% sicher: Wirklich ich werde verrückt. Ich hatte so unbeschreibliche Angst, dass ich eine psychische Erkrankung habe und wollte, dass es niemand mitbekommt.

Ich traute mich nicht, es meinem Freund zu erzählen, dass man nach 5 Jahren, in denen man immer alleinen einkaufen ging, plötzlich nicht mehr alleine kann und so begab ich mich immer wieder in meine Angstsituationen,saß manchmal 10min im Auto auf dem Parkplatz des Supermarktes und habe überlegt, ob ich es schaffe reinzugehen, oder nicht.
Zu Hause geblieben bin ich nicht. Ich habe eigentlich nie eine solche Angstsituation gemieden, weil ich wußte, dass sie dann noch schlimmer werden. Also habe ich mich immer wieder in eine solche Situation begeben, z. B. Supermarkt, Nachtdienst gemacht, aber es wurde trotzdem immer schlimmer, sodass ich sogar in meiner allerschlimmsten Zeit(vor 1/2 Jahr) schon Magenschmerzen beim Autofahren bekam, Angst vor einem Unfall und ich könnte Durchfall bekommen, nicht schnell genug dort wegkommen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 04. Sep 2011 10:22 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo amy!

ich kann dich gut verstehen wie es dir geht, aber bei so einen tsh wundert es mich wirklich nicht. ausserdem hast du denn keine probleme mit dieser dosiserhöhung von 75 auf 125µg - solche großen schritte sind eher nicht anzuraten. empfohlen wird eine erhöhung um 25µg und sogar weniger. ärzte empfehlen bei HT einen TSH wert zwischen 0,5 und 1,0.

http://www.kit-online.org/Die-Einstellungszeit

bei mir ist es so, dass ich sofort merke, wenn mein wert über diese grenze geht, da es mir dann zunehmens schlechter geht. ich muss sogar unter 0,5 sein und von solchen werten bist du noch weit entfernt. wichtig sind natürlich auch die freien werte (fT3 und fT4) die ebenfalls immer mitbestimmt werden sollten. der tsh alleine ist nicht aussagekräftig genug. bei vielen ist der tsh noch im normalbereich und die freien werten schon sehr niedrig und zeigen bereits eine UF an.

ich kann die nur das buch "leben mit hashimoto empfehlen", da man darin sehr viele infos bzgl der erkrankung findet. hier noch ein link:

http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm

alles gute und kopf hoch
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 05. Sep 2011 8:58 
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Registriert: 26. Apr 2005 9:27
Beiträge: 50
Wohnort: Graz
Maus hat geschrieben :
> > ist bei mir in solchen situationen noch plötzlicher durchfall dazugekommen,
> was natürlich schrecklich ist, wenn man kein wc in der nähe hat. leider ist
> es mir 2x passiert, dass ist nicht mehr rechtzeitig aufs wc kam - kannst du
> dir vorstellen wie peinlich das war. mir kommen noch heute die tränen wenn
> ich daran denke.
>
Hallo Maus!
Es ist dreist, dass ich mich bei einem Beitrag von Amy an dich wende. Aber diese Situationen, die niemand ausspricht, passieren doch viel, viel öfter. Langsam verstehe ich was meine Mutter mitgemacht hat bzw. was alles übersehen wurde. Diese plötzlichen Durchfälle an einer Supermarktkasse sind mir von meiner Mutter gut bekannt. Ich hab sie nur anschaun müssen und wusste was jetzt sein wird. Da ich noch sehr jung, selbst kein oder zuwenig Geld, hat sie mir oft nur wortlos die Geldbörse in die Hand gedrückt und ist gesaust.
Meine Mutter verstarb vor mehr als ca 35 Jahren. Eine Schilddrüsenerkrankung wurde bei ihr nie diagnostiziert.
Edith


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 05. Sep 2011 15:53 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
liebe edith !
oh nein, es ist keinesfalls dreist, wenn du auf meinen beitrag antwortest und ich freue mich wenn immer wieder fälle auftauchen, denen es sowie mir oder eben amy geht. letzte woche war auch in der kronenzeitung ein bericht über angsterkrankungen und panikattacken - welche natürlich verschiedene ursachen haben können zu denen u.u. auch schilddrüsenerkrankungen über- und unterfunktion zählen können und auch andere sd-erkrankungen wie knoten.

es ist eben nicht immer nur die psyche, der stress und 100 andere gründe welche die ärzte vermuten. deswegen sollte es einfach standard von den ärzten sein hie und da auch die schilddrüsenwerte (TSH fT3 und fT4) überprüfen zu lassen, wenn unerklärliche symptome vorhanden sind.

so manchen könnte dann schon viel früher geholfen, wenn es nötig ist hormone einzunehmen um die sd zu entlasten.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashi zerstört mein Leben
BeitragVerfasst: 06. Sep 2011 22:29 
Offline

Registriert: 22. Aug 2011 13:17
Beiträge: 8
Amy hat geschrieben :
> Hi Ihr,
>
> danke für die Antworten.
>
> Hier erstmal meine aktuellen Werte:
>
> Mein TSH war Ende März bei 5,7 (0,2-4,2)
> wurde daraufhin mit 75 Euthyrox eingestellt,
>
> TSH Anfang Juni bei 3,2
> keine Dosiserhöhung, Wert sei "gut" und es ging mir tatsächlich
> ein wenig besser.
>
> TSH jetzt Mitte August bei 6,3 (!)
> trotz täglicher Einnahme v. Euthyrox 75
> jetzt lt. Hausarzt Dosiserhöhung auf 125 Euthyrox
> auf meine Frage, warum der Wert wieder schlechter wäre, meinte der
> Hausarzt, es wäre ein Schub und es wäre wahrscheinlich wieder
> SChilddrüsengewebe zu Grunde gegangen. Bin daraufhin ziemlich geschockt
> gewesen, was der Arzt bemerkte und meinte, ich soll mich beruhigen, das
> wäre eine Autoimmunerkrankung und ja schließlich keine Krebserkrankung.
> Warum, wenn diese Krankheit nach Meinung der Ärzte so harmlos ist, warum
> macht sie dann, dass es einem so schlecht geht???????????????
>
> Über T3 T4 Werte weiß ich nicht Bescheid...
>
> @Freude 23:
> Wie geht es dir mit M.Basedow, kannst du momentan arbeiten?
> Ein Kuraufenthalt in einer psychosomatischen Klinik wurde mir vom
> Psychiater empfohlen und auch Antidepressiva, damit ich
> "stabil"dafür werde.
> Antidepressiva zu nehmen, wenn man ohne schon nicht schafft die Augen offen
> zu halten, führten dazu, dass ich fast 1 Woche durchgeschlafen habe, habe
> sie dann selbstständig wieder abgesetzt, hatte aber schon oft den Gedanken
> wirklich mal in eine Kur zu gehen, nur an Mut fehlt es noch...
>
> Auch an eine öffentliche Beratungsstelle habe ich mich schon gewandt, was
> zuerst sehr gut getan hat, weil einem einfach jemand zuhört.Es wurde viel
> nach der Ursache der Erkrankung z. B. durch die Kindheit (speziell bei dem
> Symptom Schwindel)gesucht und das hat mir leider nicht viel weitergeholfen.
>
> Ich denke du hast Recht, dass ich erstmal die Krankheit selbst erstmal
> annehmen muß und ich weiß, dass hier auch mein größtes Problem liegt. Ich
> verstehe es selbst nicht, warum es mir so schwer fällt Schwäche zu zeigen
> und zuzugeben, dass ich krank bin, danke für deine treffenden Worte.
>
> @Maus:
> Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht ging. Nur wer sowas erlebt
> hat, weiß wie schrecklich man sich fühlt.
>
> Als ich die Diagnose Hashi noch nicht hatte, war ich mir zu 100% sicher:
> Wirklich ich werde verrückt. Ich hatte so unbeschreibliche Angst, dass ich
> eine psychische Erkrankung habe und wollte, dass es niemand mitbekommt.
>
> Ich traute mich nicht, es meinem Freund zu erzählen, dass man nach 5
> Jahren, in denen man immer alleinen einkaufen ging, plötzlich nicht mehr
> alleine kann und so begab ich mich immer wieder in meine
> Angstsituationen,saß manchmal 10min im Auto auf dem Parkplatz des
> Supermarktes und habe überlegt, ob ich es schaffe reinzugehen, oder nicht.
> Zu Hause geblieben bin ich nicht. Ich habe eigentlich nie eine solche
> Angstsituation gemieden, weil ich wußte, dass sie dann noch schlimmer
> werden. Also habe ich mich immer wieder in eine solche Situation begeben,
> z. B. Supermarkt, Nachtdienst gemacht, aber es wurde trotzdem immer
> schlimmer, sodass ich sogar in meiner allerschlimmsten Zeit(vor 1/2 Jahr)
> schon Magenschmerzen beim Autofahren bekam, Angst vor einem Unfall und ich
> könnte Durchfall bekommen, nicht schnell genug dort wegkommen...

Hallo!
Infos über mich findest Du auf der Seite von Morbus Basedow. Da tut sich aber nicht viel, drum schau ich gerne bei Hashi rein :wink:
Arbeiten geh ich nach 14 Tagen Krankenstand seit gestern wieder. Ist zwar mühsam, aber der Chef und die KollegInnen unterstützen mich. Vorallem machen mir Schweißausbrüche, Müdigkeit, Ängste und Haarausfall zu schaffen.... und nächste Woche fahr ich auf Kur. Dort bekomme ich lt. Diätassistentin jodfreies, bzw jodarmes Essen. Freu mich schon darauf. Alles Liebe Andrea


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