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Schilddrüsenwerte – Fragen über Fragen
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Autor:  jane [ 02. Dez 2010 23:31 ]
Betreff des Beitrags:  Schilddrüsenwerte – Fragen über Fragen

Hallo!

vor kurzem ist bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion (SD-UF) diagnostiziert worden. Das war eine rießen Erleichterung für mich, weil ich die Hoffnung habe, dass meine depressiven, antriebslosen Phasen evtl. durch die SD-UF kamen und durch das SD-Medikament verschwinden. Seit 8 Jahren habe ich den Eindruck, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmt. Damals (vor 8 Jahren) wurde SD-UF vermutet, per Ultraschall konnte aber nichts Auffälliges an der Schilddrüse gesehen werden, Blutwerte wurden damals komischerweise nicht untersucht. Daher habe ich die Vermutung, dass ich schon seit 8 Jahren SD-UF habe.

Gestern habe ich allerdings von einem (anderen) Arzt erfahren, dass meine Werte darauf schließen lassen, dass ich seit maximal einem halben Jahr eine SD-UF haben kann, da die Werte noch nicht sehr stark vom „Normalen“ abweichen und sich das bei einer länger nicht behandelten SD-UF über die Zeit steigern würde. Jetzt bin ich etwas verwirrt – kann das sein?

Meine Werte:

FT3 = 3.6 (Referenz 2.0-4.2)
FT4 = 1.2 (Referenz 0.8-1.7)
TSH basal = 4.95 (Referenz 0.35-4.50)

Anti-TG = 28 (Referenz bis 60)
Anti-TPO = 25 (Referenz bis 60)
TRAK < 0.3 (Referenz < 1.8)
CEA < 0.5 (Referenz bis 2.5)

So, nun zu meinen beobachteten „Symptomen“:
Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr (seit 8 Jahren) depressive, antriebslose Phasen welche meist zwischen 2Tagen und 2Wochen dauern und echt z.T. schrecklich sind. Ich kann mir nicht erklären woher die kommen und es ist so verzweifelnd dass diese immer wieder kommen. Zudem bin ich extrem Kälteempfindlich, habe Zyklusstörungen (Periode bleibt öfter mal aus) und fühle mich schnell überfordert. Als ich 16 war habe ich scheinbar grundlos plötzlich zugenommen und habe ab da 70-75 kg gewogen. Vor 1.5 Jahren habe ich dann wieder plötzlich und scheinbar grundlos 10 kg abgenommen und wiege seitdem 60-65 kg. Seit 1.5 Jahren ist meine Verdauung viel aktiver. In letzter Zeit hat meine Leistungsfähigkeit nochmals abgenommen und ich habe Gedächtnisprobleme – das hat mir sehr Angst eingejagt, aber evtl. hat das ja auch mit der SD-UF zu tun.

Da es nun hieß, dass ich noch nicht so lange SD-UF haben kann, war meine Idee, dass ich evtl. nur phasenweise SD-UF habe und evtl. auch phasenweise SD-Überfunktion habe – gibt es so etwas? Kann es sein, dass meine Schilddrüse einfach sehr unregelmäßig arbeitet? Schließlich sind die depressiven Phasen bei mir nur Phasen und kein Dauer-Depressiv-Zustand. Ich habe auch Phasen, in denen bin ich gut drauf und antriebsstark.

Hierzu noch eine weitere und letzte Frage:
Ich habe gelesen, dass bei Hashimoto die Schilddrüse sich immer wieder entzündet – hat man dann auch nur phasenweise eine SD-Unterfunktion? Meine Ärztin hat – weil meine Antikörperwerte okay sind und da bei mir zwei Schilddrüsenknoten entdeckt wurden – mir ein Kombi-Präparat mit Iod ( Thyronajod 50) verschrieben. Dieses Präparat wäre aber schädlich, wenn ich doch (trotz normaler Antikörper) Hashimoto habe. Hören sich meine Symptome denn nach Hashimoto an?

Ich wäre sehr, sehr dankbar über eine Einschätzung!!!!!!

Liebe Grüße

Jane

Autor:  hutzl [ 03. Dez 2010 20:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schilddrüsenwerte – Fragen über Fragen

hi,

ja es *hört* sich nach hashi an und du liegst ganz richtig, wenn du vorsichtig bist - auch bei mir waren anfangs die antikörper sehr gering, haben sich aber gesteigert....

verzichte auf zusätzliches jod - das bisserl jod, das in herkömmlichen lebensmitteln sind, sind nicht so schlimm, aber verzichte auf zusätzliches....

dein tsh ist einfach zu hoch, auch wenn du noch keine hormone nimmst - hast du hormone verschrieben bekommen?

alles was du schreibst, passt zu hashi - lass nicht locker und lass dich genau testen und untersuchen.......man braucht nicht jahrelang leiden, wenn man weiss, was los ist......nur leider wissen das ärzte oft nicht.......such dir einen guten arzt.......so schlimm es klingt, aber nicht jeder sd-arzt kennt sich auch aus.........

alles gute
claudia

Autor:  jane [ 04. Dez 2010 1:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schilddrüsenwerte – Fragen über Fragen

Hallo Claudia,

danke für deine Antwort. Ich denke, ich werde wohl nochmal mit meiner Hausärztin sprechen. Vielleicht kann sie neben den Antikörper-Werten auch sonst irgendwie nochmal auf Hashi überprüfen oder vielleicht kann ein Facharzt das machen. Wie wurde denn bei dir Hashi festgestellt wenn du anfangs auch so niedrige Antikörper-Werte hattest?

Ja, seit ein paar Tagen nehme ich Schilddrüsenhormone als Kombipräparat mit Jod - deshalb will ich sicher gehen, dass ich kein Hashi habe.

Was hatte sich für dich bei meiner Schilderung nach Hashi angehört? - Es wäre ja gut, dass ich das dann auch meiner Hausärztin schildere damit sie die Sache ernst nimmt und nochmals überprüft...

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße
Jane

Autor:  Silvia65 [ 06. Dez 2010 22:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schilddrüsenwerte – Fragen über Fragen

Hallo!

Dein TSH ist sehr hoch.
Ich habe auch hashi. Mir haben sie damals im AKH gesagt, dass am Anfang einer Hasimotho auch eine ÜF vorhanden sein kann, die sich dann aber zur UF entwickelt.
Meine Antikörper waren am Anfang sehr hoch, das lag aber daran, dass bei mir Hashi direkt während eines Schubs diagnostiziert wurde. Ich wünsch dir eine schnelle und komplikationlose Einstellungszeit!

LG Silvia

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