Max1980 hat geschrieben :
> Hallo alle zusammen.
> Ich habe nun den Mut aufgebracht mich auch mal zu Wort zu melden und nicht
> nur Erfahrungsberichte anderer zu lesen. In der Hoffnung hier Hilfe und
> guten Rat zu finden möchte ich nun kurz zusammen fassen was mich seit gut
> einem halben Jahr quält.
> Es fing alles an mit (merkwürdigen) Halsschmerzen vor ca. 6 Monaten, ein
> stechender Schmerz im Bereich des Kehlkopfs bzw. etwas darunter (wandert
> immer wieder etwas). Also ging ich zum Arzt und dachte mir nicht sonderlich
> viel dabei, schließlich war ich noch nie sonderlich krank und immer
> kerngesund gewesen. Mein Hausarzt meinte es gehe gerade ein Grippe Virus um
> und das es eine schleichende Form der Grippe sei und gab mir Antibiotika.
> Ich nahm diese wie verordnet, besser ging es mir jedoch nicht, im Gegenteil
> die Nebenwirkungen waren, Magenkrämpfe, Schweissausbrüche, Durchfall und
> Fieber. Also spazierte ich wieder zum Arzt und erzählte ihm davon.
> Daraufhin bekamm ich andere Antibitika die ich dann auch besser vertragen
> habe, geholfen haben dann aber auch diese nicht.
> Gut 3 Wochen waren vergangen… die Schmerzen waren nach wie vor da. Über die
> Inkompetenz meines Arztes verärgert ging ich zum HNO. Dieser machte einen
> Blick in den Hals (Kehlkopfspiegelung) und fand die wahre Ursache. An
> meinem Kehlkopf hatte sich ein Candida Pilz gebildet (höchstwahrscheinlich
> durch die Antibiotika). Also bekam ich ein Pilz Medikament
> (Lutschtabletten). 5 Tage später waren diese aufgebraucht und tatsächlich
> ging es mir besser. Der Schmerz war größtenteils verschwunden und das
> reichte mir auch.
> Leider war dieser Zustand nicht von langer Dauer und sollte erst der Anfang
> meines Leidensweges sein. Nur 10 Tage danach waren die Schmerzen wieder da,
> diesmal noch stärker. Ich bekam die Panik, was war denn jetzt schon wieder
> Wie bereits erwähnt war ich in meinem Leben nie sonderlich lange krank,
> das schlimmste war bis dahin 4 Wochen wegen einer
> Magenschleimhautentzündung gewesen. Ich fing also an mir Gedanken zu machen
> und Sorgen und googelte viel. In erster Linie hatte ich Panik es könnte
> Krebs sein. Ich ging wieder zum HNO. Bekam erneut Pilz Medikamente, nach 1
> Woche waren die schmerzen unverändert aber es kamen immer mehr Symptome
> dazu. Mein Magen spielte nicht mehr mit bei den ständigen Medikamenten und
> ich bekam enorme Verdauungsstörungen und Durchfall sowie schwarzen Stuhl
> und auch Schleim im Stuhl.
> Also rannte ich zum Internisten, da wurde ich komplett durchgecheckt (blut,
> stuhl, Harn, usw) und musste eine Magenspiegelung machen. Es stellte sich
> raus das ich Helicobacter habe, eine chronische Entzündung durch Bakterien.
> Also bekam ich die Tripple Therapie die man dafür vorgesehen hat, bestehend
> aus 2 Antibiotika und 1 Magenschutz. Tatsächlich ging es mir dannach kurz
> wieder besser, der Stuhl wurde einigermaßen normal und auch die Verdauung
> normalisierte sich wieder.
> Alles in allem waren nun gut 2 Monate Leidensweg hinter mir… aber noch
> lange nicht das Ende. Die Halsschmerzen kamen wieder, diesmal in
> Begleitung von Zahnschmerzen. Also ab zum Zahnarzt und auch nochmal zum
> HNO. Zähne ok, im Hals auch nichts zu sehen.
> Mein Hno meinte dann ich sollte mal die SD untersuchen lassen und gab mir
> eine Überweisung zum Ultraschall. Beim Ultraschall bekam ich den Befund,
> grenzwertig große Schilddrüse mit 2 kleinen echoarmen Herden unter 1cm (4mm
> und 9mm), sonst homogene Struktur. Und der Arzt meinte dies müsse weiter
> untersucht werden in einer Schilddrüsen Ambulanz
> Da die Halsschmerzen nicht aufhörten ging die Panik weiter. Was könne das
> nur sein, warum hörte es nicht endlich auch. Es waren nur schon über 2
> Monate. Ich war noch nie so lange krank und bekam es nun massiv mit der
> Angst zu tun das es unter Umständen Krebs sein könnte. Ich stöberte wie
> verrückt im Internet während ich weitere 3 Monate warten musste auf die
> Untersuchung in der SD Ambulanz und es kamen immer weitere Symptome hinzu.
> Kalter Schweiss, Panik Attacken, Schlafstörungen, Kribbeln auf der Haut,
> meine Stirn und mein Hals waren Eiskalt und meine Körpertemperatur lag bei
> 35 bis maximal 36 Grad, starke Kopfschmerzen, Depressionen, Angst,
> Durchfall, Sodbrennen, …
>
> Meine Lebensqualität ist in nur einem halben Jahr auf unter 0 gesunken,
> wenn meine Freundin nicht wäre hätte ich mir eventuell schon etwas angetan.
> Auf jeden Fall kam dann endlich der langersehnte Tag und meine SD
> Untersuchung. Es gab auch diesmal ein Ultraschall, diesmal zeigte sich die
> SD aber komplett anders. Bei der Untersuchung 3 Monate davor war die SD
> homogen und grenzwertig gewesen, diesmal war sie SEHR INHOMOGEN und
> vergrößert und auch die Knoten sind etwas grösser von 4 und 9 mm auf 6 und
> 11,5 mm.
> Blutwerte:
> TSH basal: 1,34 (0,35-5,50)
> Freies T4 0,94 (0,78-1,54)
> Freies T3 3,32 (2,30-4,20)
> TPO (MAK) –AK 65 (0-60)
> TG AK 39 (0-60)
> TG 20,6 (0,0-55,0)
> Calcitonin 3,0 (0,0-30)
> Kalzium 2,43 (2,10-2,65)
>
> Diagnose: Euthyreote Stoffwechsellage in einer Struma diffusa et nodosa bei
> Autoimmunthyreopathie.
> Therapievorschlag: Vorerst keine SD spezifische Medikation.
> Kontrolle in ½ Jahr.
> Den Termin hab ich natürlich sofort vereinbart. In gewisser Weise fühlte
> ich mich doch sehr erleichtert dass es kein Krebs war. Ich ging dann zu
> meinem Hausarzt mit diesem Befund den ich per Post erhalten habe und fragte
> ich ob er mir irgendwie helfen könne gegen die Symptome die mich nun seit
> einem halben Jahr quälen in aller erster Linie dieses stechen im Hals das
> immer wieder kehrt.
> Wie erwartet wurde ich nicht ernst genommen, Hashimoto ist ja keine
> Krankheit die behandelt werden müsse, lediglich die SD Unterfunktion die im
> Endstadion auftritt müsse mit Hormonen behandelt werden.
> Das ich langsam den Verstand verliere vor Schmerzen und mir kein Mensch
> glaubt kümmert auch keinen Arzt und auch nicht meine Freunde, noch nicht
> mal meine Mutter glaubt mir, das sie selbst Hashi hat und meint sie habe
> nie irgendwelche Beschwerden gehabt deswegen.
>
> Ich bin 29 Jahre alt und kann und will mir ein Leben in der Form in der ich
> es die letzten 6 Monate geführt habe nicht vorstellen.
>
> Meine Mutter meinte ich soll zu einem Psychologen gehen, da diese „Leiden“
> nicht von Hashimoto sein können. Die Ärztin die mich in der SD Ambulanz
> untersucht hatte nahm mich ebenfalls nicht ernst und meinte mein stechen im
> Hals sei kein SD spezifischer Schmerz und tat es einfach damit ab das es
> unter Umständen entzündete Lymphknoten sein könnten (vom kalten trinken,
> was ich aber nicht sonderlich oft tue).
>
> Wie auch immer ich weiss wirklich nicht mehr weiter, gestern erst bekam ich
> wieder einen Schub der mich aus der Bahn geworfen hat, ich fühle mich immer
> wieder schwer krank, schwitze, zittere, habe Angst und die Halsschmerzen
> werden wohl nie wieder weg gehen.
> Manchmal geht es mir kurz besser für ein paar Tage aber die Symptome gehen
> nie ganz weg sie werden nur „leiser“ und schlagen dann wieder zu.
>
> Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen hier Hilfe zu finden, Tips was ich tun
> kann und vielleicht den Namen eines guten Arztes der hilft und einen nicht
> einfach als Psychopathen hin stellt. Ich hatte 29 Jahre lang so gut wie nie
> irgendwelche Beschwerden… also weiss ich wie man sich fühlt wenn man gesund
> ist und das bin ich definitiv nicht (mehr). Und ich bilde mir das Ganze
> auch nicht, es ist wirklich furchtbar wenn man nicht ernst genommen ist und
> vollkommen allein und verlassen ist mit seinem Schmerz
>
> vlg
>
> max
Hallo Max,
ich habe aufmerksam Dein Beitrag gelessen.
Ich habe ungefähr 3 Monaten die gleiche Symptomen.
Es ist ein dringende Verdacht auf Bakterien.
Ich habe am Mitte eine Teleskop Prothese für Oberkiefer bekommen.
Und ein von drei Teleskopen, ist im jedem Fall schwer entzündet.
Meine Prothetik ist schlecht gemacht und ich erwartete ein Gerichts Termin und darf zu keinem anderem Zahnarzt gehen.....
Im jedem Fall, ich habe auch schon 2x Antibiotika von HNO Ärztin bekommen und gehe am Dienstag zum Ultraschalt diese Schilddrüse.
Ich hatte auch niemals Probleme damit. Es ist gekommen, ein Monat nach einsetzen diese Prothetik. Ich bin überzeugt, es ist von die Bakterien.
Ich jedem Fall - ich habe dazu noch was "TOLLES" und zwar ich habe fast Stimme verloren. Ich verstehe es nicht. Laut sprechen kann ich sowieso nicht, und wenn ich so 10 Minuten spreche - habe ich stimme wie eine RABE!
Hat vielleicht jemand auch so Erfahrung, vielleicht konnte mir auch jemand helfen.
Der Zahnarzt hat mir am März etwas im Oberkiefer reingehammert, was da gemacht hat, weiss kein Mensch, weil er will die Patientenakten nicht rausgeben.....
Also, Max, ich führe diese Halsschmerz, diese Schweisausfälle auf was anderes als diese Schliddrüse..... - abgesehen davon, dass ich auch keine Erfahrung mit Bakterien habe.....
Vielleicht kann sich jemand kompetente auch dazu äussern.
Ich bin für Alle Beiträge Dankbar und froh!
Ich bin erst seit gestern bei Euch!
Grüsse
Merlik2010
