Hallo Zusammen!
Ich bin 33, männlich (!!!

), neu in diesem Forum - und so wie's aussieht auch total richtig hier!
Ich dachte all die Jahre ich bin entweder verrückt, oder ich leide an einer noch nicht entdeckten, schweren und tödlichen Krankheit!
Aber mal von vorne...
Meine Symptome:
Müdigkeit, Abgeschlagenheit
dicke, manchmal brennende Zunge
"schwere" Zunge
Halsschmerzen
Kloß im Hals
tiefe Stimme, oft kratzig und heiser
bleierne Augenlider
heißer Kopf, rote Backen
tw. Muskelschwäche, "weiche Knie", Kraftlosigkeit
tw. Muskelschmerzen in den Beinen (wie vor Grippe)
manchmal zittern der Hände
manchmal starkes Herzklopfen
Schwindel
Gangunsicherheit
das Gefühl, neben mir zu stehen, Mißempfinden
"komisches" Sehen (nicht definierbar und auch nicht arg, aber irgendwie anders)
Ohrensausen
unregelmäßiger Stuhlgang (oft 4-6 Tage kein Stuhl)
manchmal Atemgeräusche in der Kehle
manchmal extrem trockene Schleimhäute (Mund, Nase)
manchmal das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, kurzatmig
Körpertemperatur immer unter 36!
manchmal an den Fingern komische Bläschen, die dann zu schuppen beginnen
seit Jahren einen tastbaren, ca. 1cm großen Kropf (?) an der linken Seite, der sich allerdings nicht merklich verändert
ständig Verspannungen im Nacken/Schulter-Bereich
eher "fester" gebaut (ich nehme eher zu als ab - allerdings nicht extrem)
Die meisten Symptome treten schubweise auf. Mir geht's also wochen- oder sogar monatelang gut, und dann kommt wieder ein Schub, bei dem es mir einige Tage wirklich sehr schlecht geht, und dann weitere 1-3 Wochen so lala.
Zu meiner Geschichte:
Mit 17 hatte ich meine erste Panikattacke (und diese Attacken hatte ich eine Zeit lang sehr häufig). Lt. Internisten damals aber alles o.B.
Mit ca. 25 hatte ich das erste Mal diese "Mißempfindungen" (extreme Müdigkeit, Schwindel, das komische Gefühl nicht belastbar zu sein) - aber meist nur für ein paar Stunden bis max. 2 Tage. Und auch nur vielleicht 2x im Jahr).
Mit ca. 28 hab ich das erste Mal einen Kropf ertastet, weil ich über Wochen so ein extremes Engegefühl im Hals hatte. Da machte ich auch eine Gesundenuntersuchung - o.B., alles ok.
Seit meinem 30. Lebensjahr häufen sich diese "Schübe" - ich fühl mich oft abgeschlagen, kraftlos, und habe in den unterschiedlichsten Konstellationen o.a. Symptome. Mit 31 hatte ich wieder eine Gesundenuntersuchung, bei der aufgrund der geschilderten Symptome auch der TSH-Wert bestimmt wurde. Dieser lag bei 2,78 und da der Grenzwert bei 4,1 lag, schenkte die Ärztin dem auch keine Bedeutung.
Vor wenigen Wochen (mittlerweile bin ich 33) hatte ich wieder eine Gesundenuntersuchung, bei der zwar keine Schilddrüsenwerte ermittelt wurden, aber sonst alles ok war.
So. Und jetzt hab ich grad wieder einen Schub und meine Symptome haben sich erweitert - nämlich um eine tiefe, kratzige Stimme, dicke pelzige Zunge, komische Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden und einen Kloß im Hals.
Nachdem ich diese Symptome gegoogelt hab schien dann plötzlich alles total klar - eine Schilddrüsenerkrankung würde einiges, wenn nicht sogar ALLES erklären!
Jetzt stellen sich natürlich tausend Fragen - vor allem, warum da bis jetzt kein Arzt draufgekommen ist!!!!
Darum meine Fragen an euch:
- Wonach klingt das für euch?
- Kann sich eine SD-Erkrankung über so viele Jahre "einschleichen"?
- Kann ich die Symptome akut eindämmen, indem ich mich z.B. anders ernähre?
- und vor allem: wie gehe ich die ganze Sache jetzt am Besten an?
Ich wohne in Wien und meiner Hausärztin (so lieb und nett sie bei einer Erkältung auch ist) traue ich nicht so wirklich 100%...
Sollte ich die ersten Schritte (Blutuntersuchung, Überweisungen, etc.) trotzdem über sie machen, oder gleich in eine KH-Ambulanz gehen?
Eine weitere Sache die mich beschäftigt (eben weils mir grad nicht so gut geht): Ich flieg in 1 1/2 Wochen auf Urlaub und habe irgendwie schon Bedenken, dass mich meine Symptome "übermannen" könnten. Kann man z.B. bei einer UF einen "kritischen" und lebensbedrohlichen Zustand erreichen?
Ich freu mich auf euer Feedback und eure Empfehlungen!
LG Michael