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| Autor: | Marietta [ 19. Mai 2010 17:06 ] |
| Betreff des Beitrags: | Hoher Antikörperwert? |
Hallo! Ich bin Marietta, 56 Jahre und ganz neu hier angemeldet. Seit längerer Zeit lese ich mich hier durch das Forum, in der Hoffnung, Anwort auf meine Frage zu finden! Ich habe nämlich eine normale Schilddrüsenfunktion, aber einen sehr hohen anti- PTO-Wert. Ich möchte meinen Befund in Kurzfassung hier hereinstellen! aTG 0 U/ml, ( < 100 ) anti TPO 2424 U/ml ( < 50 ) TSH basal 1,64 mIE/1 ( 0,35 - 4,00) FT3 5,3 pmol/1 ( 3,0 - 7,6 ) FT4 16 pmol ( 10 - 28 ) SD-Szintigramm: Bd.SD-lappen grenzwertig groß,weitgehend homog.Aktivitätsmuster mit kühlem Areal links caudal. SD-Sonographie: Volumen re. SDL:9 ml,li. SDL:8 ml, li. caudal ein echoarmes Knötchen (12x10x6mm) Meine Frage dazu wäre, fällt dieser Befund schon in den Bereich von Hashimoto, obwohl meine SDW sonst im Normbereich sind? Wie komme ich zu diesem TPO-Wert von 2424? Bei mir ist außerdem seit 20 Jahren eine Sarkoidose Grad II mit jahrelangen Schüben bekannt. (Die Sarkoidose ist auch wie Hashimoto eine Autoimmunerkrankung). Könnte da ein Zusammenhang bestehen?? Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar. Marietta |
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| Autor: | Marietta [ 06. Jun 2010 21:38 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Hoher Antikörperwert? |
Hallo! Ich schubse einmal mein Anfrage nochmals hoch! Kann mir wirklich niemand eine Antwort geben auf meine Frage? Ich bin total unsicher und kenn mich absolut nicht aus mit den Schilddrüsenwerten. Ich habe zwar mittlerweile schon sehr viel gelesen und habe jetzt Angst, was da noch auf mich zukommen wird?? LG Marietta |
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| Autor: | Maus [ 07. Jun 2010 7:32 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Hoher Antikörperwert? |
Liebe Marietta ! Anhand der doch sehr stark erhöhten Antikörper kann von Hashimoto ausgegangen werden. Deine freien Werten sind bereits herabgesetzt, fT4 ist schon sehr niedrig mit 33 %. Ob es sich nun um die Athrophische Form handelt oder die hyperthropische - kann ich so nicht sagen. Derzeit hast du noch eine grenzwertig große SD. Vielleicht ist bei dir Hashi erst ausgebrochen und die SD beginnt sich erst zu verkleinern bzw. reduziert langsam ihre Hormonproduktion. Es wird immer wieder erwähnt, dass Hashi oft in Verbindung einer anderen Autoimmunerkrankung auftreten kann bzw sich im Laufe der Zeit eine 2. AI-Erkrankung entwickeln kann (ich, sowie meine Oma haben auch 2 AI). Du schreibst aber nicht von Beschwerden oder irgendwelchen Symptomen. Wie geht es dir ? Was hat der Arzt gesagt - gibt es in absehbarer Zeit neuerliche Kontrollen? Solltest du noch keine Symptome haben würde ich alle 3-6 Monate neuerliche Blutwerte machen lassen, um zu sehen ob du schon Hormone brauchst. LG MAUS |
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| Autor: | Marietta [ 07. Jun 2010 17:47 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Hoher Antikörperwert? |
Hallo Maus! Vielen Dank für Deine Antwort, ich freue mich sehr darüber. Ich habe schon Probleme, habe aber alles auf etwas anderes geschoben, nur nicht auf die Schilddrüse (wußte bis vor kurzem ja nichts davon). Da ich 56 Jahre bin schiebe ich meine Schweißausbrüche auf Wechselerscheinungen. Einen erholsamen Schlaf habe ich sicher schon seit mind. 1 Jahr nicht mehr, da ich vor 1 Uhr kaum einschlafe und dann mind. 15 mal aufwache. Tagsüber bin ich z.T. so müde und z.T. bei meiner streßigen Arbeit (Rö.Facharzt seit 22 Jahren) so erschöpft, daß ich alles nur mit allerletzter Kraft schaffe. Beta-Blocker nehme ich wegen hohem Ruhepuls (100 bis 140)täglich seit 24 Jahren, ohne jemals die Ursache dafür gefunden zu haben. Die letzten 4 Wochen hatte ich mich mit Durchfall und Bauchkrämpfen geplagt, ebenfall ohne zu wissen warum. Allmählich denke ich, wird das etwas besser. Die Sarkoidose (Morbus Boeck) die mir vor genau 20 Jahren den ersten (von vielen) massiven Schub beschert hat, ist ja auch eine Autoimmunerkrankung. Vielleicht ist da ein Zusammenhang? Mein Hausarzt hat dzt. noch nicht viel dazu gesagt, außer daß ich die empfohlene Kontrolle in einem halben Jahr machen soll (im Oktober). Meine 2 Chefs (wir haben eine Ordinationsgemeinschaft) konnten mir auch nicht wirklich was dazu sagen. Ich habe ein bißchen Angst vor dem Ungewissen, was da auf mich zukommt, vor allem, wenn ich von diesen vielen Problemen der Forummitglieder lese! Grüße aus dem Mühlviertel Marietta |
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| Autor: | Maus [ 07. Jun 2010 18:29 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Hoher Antikörperwert? |
Hallo Marietta ! Du brauchst absolut keine Angst zu haben. Du darfst nicht vergessen, dass sich hier im Forum hauptsächlich Leute bewegen, denen es "momentan" schlecht geht. Meistens bevor oder wenn sie die Diagnose erhalten haben. Man ist meist verusichert und ängstlich, aber sobald man gut eingestellt ist führt man eigentlich ein ganz normales Leben wie früher auch. Man muss sich nur selbst Grenzen setzen, weil man vielleicht nichtmehr so belastbar ist. Klar kann auch aufgrund von deinem Alter ( der Wechsel) Beschwerden machen. Viele Betroffe sind nur kurz im Forum bis es ihnen besser geht und schauen dann nurmehr hie und da vorbei. So hat man doch eine Anlaufstelle wo nicht ganz alleine mit seinen Sorgen und Ängsten ist. Nur diejenigen die selbst betroffen sind, können auch wirklich nachempfinden wie es einem mit Hashi oder einer anderen SD-Erkrankung geht. Ich denke, dies tifft aber auch auf andere Erkranungen zu, oder??? Vielleicht kannst du mit einer geringen Hormondosis beginnen und mal schauen wie es dir damit geht. Ich hoffe, du findest einen verständnisvollen Arzt, der nicht nur deine Werte sondern auch dein Befinden berücksichtigt. Auf jedenfall musst du aber deine SD im auge behalten und immer wieder Kontrollen machen lassen. Alles Gute MAUS |
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