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 Betreff des Beitrags: Resorptionsproblem von Euthyrex???
BeitragVerfasst: 05. Aug 2009 1:30 
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Registriert: 22. Aug 2007 9:30
Beiträge: 6
Wohnort: Wien
Hallo an alle,

ich glaube, ich muss meinen Frust einmal loswerden…
Wahrscheinlich kennt Ihr ja das Gefühl, sich im Kreis zu bewegen. So geht es mir zumindest seit einigen Monaten. Ich habe schon vor ein paar Monaten mal gepostet und meine Werte reingestellt, weil mein TSH-Wert total verrückt gespielt hat. Nach einer routinemäßigen Untersuchung Ende letzten Jahres ist er nach Dosiserhöhung/anpassung dann plötzlich von ca. 14 auf über 50 in die Höhe geschossen. Daraufhin hat mein HA ein MRT veranlasst, weil er gemeint hat, dass evtl. ein Problem mit der Hypophyse besteht. Es wurde dann tatsächlich ein Hypophysenadenom gefunden; ich war im AKH auf der Endokrinolog. Ambulanz zwecks Abklärung und konnte vorerst aufatmen. Aufgrund der anderen Werte im Normbereich liegt (noch) keine weitere Erkrankung (Prolaktinom, Morbus Cushing etc.) vor. Wahrscheinlich ein Zufallsbefund, doch es muss beobachtet werden. Ich war schon sehr erleichtert, dass sich da nicht noch eine Erkrankung dazugesellt hat, doch bei meinem SD-Problem hat’s mir nicht wirklich weitergeholfen: die allgm bekannten Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Abgeschlagenheit etc. Langsam hat sich mein TSH dann wieder beruhigt und die Werte sahen wie folgt aus:

27.11.08 (Dosis ca. 151 mg Euthyrex)
TSH 14,84 (0,27 – 4,2)
T4 6,8 (5,1 – 14,1)
T3 87,1 (80 – 200)

12.2.09 (175 mg)
TSH 54,58
T4 5,5
T3 84,3

25.3.09 (175 mg)
TSH 3,89
T4 7,3
T3 81,7

Ich weiß, keine freien Werte und sie könnten besser sein; doch mein HA ist sehr kooperativ und sagt selbst, dass er kein Spezialist ist. Er selbst hat gemeint, dass ich einen zu Rate ziehen sollte. Das habe ich dann auch gemacht und war Ende Mai bei einer weiteren Kontrolle, nachdem ich mich noch nicht wirklich toll gefühlt habe. Dazu kam noch, dass ich mir gerade eine Kehlkopfentzündung eingefangen hatte, d.h. anfangs glaubte ich, dass es sich um das typische „Kloßgefühl“ im Hals handelte, wenn die SD-Werte einfach nicht passen, bis ich ziemliche Schmerzen und kaum noch Stimme hatte. Ich hab dann auch die Bestätigung vom HNO bekommen… und leider auch einige Medikamente, die scheinbar meinem Magen nicht gut getan haben….. Folge davon eine Gastritis……
Von dieser wusste ich allerdings noch nichts, als ich meine SD checken ließ. Es wurde auch ein Ultraschall gemacht; Ergebnis: sie hat sich schon ziemlich verabschiedet („Sieht aus wie schlecht operiert.“, O-Ton Arzt!)
25.5.09
fT4 1,4 (0,8 – 1,85)
TSH 0,2 (0,4 – 3)
Tg-Ak 12,1 (< 60)
TPO-AK 156,5 (< 60)
fT3 wurde nicht erhoben. Aufgrund dieser Werte hat er mir empfohlen, wieder auf 150 mg zu reduzieren, damit ich nicht zu sehr in ÜF rutsche. UND er hat gemeint, dass ich möglicherweise ein Magen/Darmproblem hätte und das Thyroxin nicht richtig resorbiert wird (zumindest zeitweise). Wie gesagt, dass mit der Gastritis hat sich erst zwei Wochen später herausgestellt. Wobei mir andere Ärzte sagten, dass schlechte Resorption eher ein Darm als ein Magenproblem sei….. Nur im Moment reicht es mir wirklich, schon wieder zu einem Arzt zu laufen, um meinen Darm checken zu lassen. Nächste SD-Kontrolle ist am 18.8. Ein paar Wochen hab ich mich ja ganz gut gefühlt, was die SD betrifft (Kehlkopf und Gastritis waren Ärger genug), doch seit ein paar Tagen, hab ich wieder so ein paar bekannte Symptome (müde, Schwindel etc.),die ich wohl der SD zuordnen muss. Doch wer weiß……
Der HNO hat inzwischen auch eingestanden, nachdem ich die Kehlkopfentzündung einfach nicht los werde, dass es zumindest indirekt mit der SD zusammenhängen könnte….. Das Problem hatte ich schon mal vor ein paar Jahren: monatelang Kehlkopfentzündung scheinbar nicht therapierbar, kaum waren die SD-Werte wieder OK, verschwand auch die Kehlkopfentzündung…… seltsam Außerdem habe ich gelesen, dass zwischen Hashi und Magenproblemen durchaus ein Zusammenhag besteht. Ist neu für mich, aber würde ja passen…
Sorry, dass das so lang geworden ist, doch im Moment bin ich ziemlich frustriert. Mir ging’s schon viel schlechter, doch ich hab echt geglaubt, nach 11 Jahren Hashi hat man das „Gröbste“ überstanden und muss nicht fast wieder von vorne beginnen…… seufz
Gibt es eigentlich jemanden, der ähnliche Probleme hat, d.h. scheinbar schlechte Resorption von LT???? Mag eigentlich nicht schon wieder nach einer „anderen Krankheit“ suchen….
Danke für die Geduld!
Lg
mapa


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BeitragVerfasst: 09. Aug 2009 14:15 
Offline

Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
hallo mapa!

mapa hat geschrieben:

ich glaube, ich muss meinen Frust einmal loswerden…
Wahrscheinlich kennt Ihr ja das Gefühl, sich im Kreis zu bewegen.


willkommen im club.... ;-)


mapa hat geschrieben:
Es wurde dann tatsächlich ein Hypophysenadenom gefunden; ich war im AKH auf der Endokrinolog. Ambulanz zwecks Abklärung und konnte vorerst aufatmen.


und was bedeutet das nun in therapeutischer hinsicht für dich? welche behandlungsstrategie gibt es nun in diesem fall für dich? musst du für das hypophysenadenom zusätzlich medikamente nehmen?


mapa hat geschrieben:
Aufgrund der anderen Werte im Normbereich liegt (noch) keine weitere Erkrankung (Prolaktinom, Morbus Cushing etc.) vor.


aufgrund welcher anderen werte? meinst du die nebennierenhormone? (cortisol usw.)?


mapa hat geschrieben:
Es wurde auch ein Ultraschall gemacht; Ergebnis: sie hat sich schon ziemlich verabschiedet („Sieht aus wie schlecht operiert.“, O-Ton Arzt!)


wieviel ml restvolumen ist denn überhaupt noch vorhanden? denn wenn (fast) nichts mehr vorhanden ist, ist es ja völlig logisch, dass deine werte so abgesackt sind, weil dein bedarf an hormonen einfach gestiegen ist.


mapa hat geschrieben:
25.5.09
fT4 1,4 (0,8 – 1,85)
TSH 0,2 (0,4 – 3)
Tg-Ak 12,1 (< 60)
TPO-AK 156,5 (< 60)
fT3 wurde nicht erhoben.

Aufgrund dieser Werte hat er mir empfohlen, wieder auf 150 mg zu reduzieren, damit ich nicht zu sehr in ÜF rutsche.


von einer (drohenden) überfunktion ist hier aber nichts zu erkennen. dein ft4 liegt bei 57 %, das lässt durchaus noch platz zum steigern offen. ein ft3 sollte auch immer gemacht werden, um etwaige konversionsstörungen zu erkennen. und gerade in deinem fall kann man sich ja erstens auf den TSH nicht wirklich verlassen, denke ich (aufgrund der hypophysenanomalie) und zweitens müsste geklärt werden, ob überhaupt noch genügend T3 produziert wird, wenn du kaum mehr schilddrüsengewebe hast. zwar wird nicht alles von der sd selbst umgewandelt, aber doch ein gewisser teil. und dann müsstest du klären, ob du evtl. zusätzlich auch noch ein T3- oder kombipräparat brauchst.



mapa hat geschrieben:
UND er hat gemeint, dass ich möglicherweise ein Magen/Darmproblem hätte und das Thyroxin nicht richtig resorbiert wird (zumindest zeitweise).


möglich wäre es schon, ja. ich würde das internistisch abklären lassen. ich glaube aber, dass du schlichtweg noch nicht deine (für dich) optimale dosis (wohlfühldosis) erreicht hast bzw schreibst du ja, dass von deiner schilddrüse fast nichts mehr vorhanden ist. häufig bessern sich verdauungsprobleme nach dem steigern der dosis oder verschwinden völlig. ich hatte zuvor monatelang sodbrennen, jetzt schon lange nicht mehr, seitdem ich thyroxin gesteigert habe.


mapa hat geschrieben:
Der HNO hat inzwischen auch eingestanden, nachdem ich die Kehlkopfentzündung einfach nicht los werde, dass es zumindest indirekt mit der SD zusammenhängen könnte….. Das Problem hatte ich schon mal vor ein paar Jahren: monatelang Kehlkopfentzündung scheinbar nicht therapierbar, kaum waren die SD-Werte wieder OK, verschwand auch die Kehlkopfentzündung…… seltsam


eine dosiserhöhung kann wundersames bewirken. und schmerzen im hals-/kehlkopfbereich sind häufig begleitsymptome einer schilddrüsenproblematik. ich hatte ständig starke halsschmerzen, bevor man entdeckte, dass mit meiner sd etwas nicht stimmte - und dann später auch jedes mal, wenn wieder ein schub auftrat.



mapa hat geschrieben:
Außerdem habe ich gelesen, dass zwischen Hashi und Magenproblemen durchaus ein Zusammenhag besteht. Ist neu für mich, aber würde ja passen…
Sorry, dass das so lang geworden ist, doch im Moment bin ich ziemlich frustriert. Mir ging’s schon viel schlechter, doch ich hab echt geglaubt, nach 11 Jahren Hashi hat man das „Gröbste“ überstanden und muss nicht fast wieder von vorne beginnen…… seufz


ich versteh dich gut... nehme zwar erst seit knapp 1 jahr hormone, hatte aber auch schon mehrere schübe und muss im prinzip nach jedem schub wieder beinahe von vorn anfangen mit der einstellerei... :-(


mapa hat geschrieben:
Gibt es eigentlich jemanden, der ähnliche Probleme hat, d.h. scheinbar schlechte Resorption von LT????


ja, mich... ich war auch schon bei deiner dosis von 175 µg angelangt.... wobei ich es (in meinem fall) nicht als schlechte resorption seitens des verdauungstraktes betrachten würde, sondern andere ursachen entdeckt habe: progesteronmangel beispielsweise erzeugt verschlechterte resorption von sd-hormonen. dann käme natürlich als naheliegendster grund schlichtweg ein schub in frage (von deiner schilddrüse ist ja offenbar fast nichts mehr da, insofern würde ich das mal als primären grund annehmen). und natürlich kann die ursache, wie du selbst auch vermutest, im verdauungstrakt selbst liegen (schlechte resorption durch beeinträchtigten magen-/darmtrakt).

würde das alles mal genau abklären lassen....

liebe grüße
maerchen


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BeitragVerfasst: 10. Aug 2009 17:53 
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Registriert: 22. Aug 2007 9:30
Beiträge: 6
Wohnort: Wien
maerchen hat geschrieben:
hallo mapa!

hallo märchen,
und danke für die Antwort!


willkommen im club.... ;-)
da bin ich ja schon länger Mitglied...... ;-)



und was bedeutet das nun in therapeutischer hinsicht für dich? welche behandlungsstrategie gibt es nun in diesem fall für dich? musst du für das hypophysenadenom zusätzlich medikamente nehmen?

nein, muss ich nicht; alle Werte sind im Moment im Normbereich. Sie müssen nur beobachtet werden bzw. das Adenom, ob es wächst.



aufgrund welcher anderen werte? meinst du die nebennierenhormone? (cortisol usw.)?
Ja u. a. auch die (sowie FSH, hCt, LH etc.)



wieviel ml restvolumen ist denn überhaupt noch vorhanden? denn wenn (fast) nichts mehr vorhanden ist, ist es ja völlig logisch, dass deine werte so abgesackt sind, weil dein bedarf an hormonen einfach gestiegen ist.

Der letzte US ergab rechts 1,2 ml, links 0,4 ml(vor ein paar Jahren zu Beginn meiner Hashi-Karriere waren es noch rechts 9 ml, links 7ml).



von einer (drohenden) überfunktion ist hier aber nichts zu erkennen. dein ft4 liegt bei 57 %, das lässt durchaus noch platz zum steigern offen. ein ft3 sollte auch immer gemacht werden, um etwaige konversionsstörungen zu erkennen. und gerade in deinem fall kann man sich ja erstens auf den TSH nicht wirklich verlassen, denke ich (aufgrund der hypophysenanomalie) und zweitens müsste geklärt werden, ob überhaupt noch genügend T3 produziert wird, wenn du kaum mehr schilddrüsengewebe hast. zwar wird nicht alles von der sd selbst umgewandelt, aber doch ein gewisser teil. und dann müsstest du klären, ob du evtl. zusätzlich auch noch ein T3- oder kombipräparat brauchst.

Ja, das sind genau die Punkte, die ich nächste Woche bei meinem Konrolltermin ansprechen werde.


möglich wäre es schon, ja. ich würde das internistisch abklären lassen. ich glaube aber, dass du schlichtweg noch nicht deine (für dich) optimale dosis (wohlfühldosis) erreicht hast bzw schreibst du ja, dass von deiner schilddrüse fast nichts mehr vorhanden ist. häufig bessern sich verdauungsprobleme nach dem steigern der dosis oder verschwinden völlig. ich hatte zuvor monatelang sodbrennen, jetzt schon lange nicht mehr, seitdem ich thyroxin gesteigert habe.

Ja, ich fürchte, das bleibt mir nicht erspart. Ich habe gehofft, der Urlaub bringt Besserung. Zumindest die Gastritis ist fast weg.



eine dosiserhöhung kann wundersames bewirken. und schmerzen im hals-/kehlkopfbereich sind häufig begleitsymptome einer schilddrüsenproblematik. ich hatte ständig starke halsschmerzen, bevor man entdeckte, dass mit meiner sd etwas nicht stimmte - und dann später auch jedes mal, wenn wieder ein schub auftrat.

Diesmal war's definitiv eine Kehlkopfentzündung! Doch ich kenne diese Halsschmerzen. War einmal beim HNO und der hat gemeint, der Kehlkopf sei OK und mich wahrscheinlich für einen Hypochonder gehalten...... Diese Kehlkopfentzündung fällt wahrscheinlich unter die Kategorie "lästige Infekte, die man einfach nicht los wird, wenn man gerade einen Hashi-Schub hat"


ich versteh dich gut... nehme zwar erst seit knapp 1 jahr hormone, hatte aber auch schon mehrere schübe und muss im prinzip nach jedem schub wieder beinahe von vorn anfangen mit der einstellerei... :-(

..... doch so schnell lassen wir uns nicht unterkriegen!!!!



ja, mich... ich war auch schon bei deiner dosis von 175 µg angelangt.... wobei ich es (in meinem fall) nicht als schlechte resorption seitens des verdauungstraktes betrachten würde, sondern andere ursachen entdeckt habe: progesteronmangel beispielsweise erzeugt verschlechterte resorption von sd-hormonen. dann käme natürlich als naheliegendster grund schlichtweg ein schub in frage (von deiner schilddrüse ist ja offenbar fast nichts mehr da, insofern würde ich das mal als primären grund annehmen). und natürlich kann die ursache, wie du selbst auch vermutest, im verdauungstrakt selbst liegen (schlechte resorption durch beeinträchtigten magen-/darmtrakt).

würde das alles mal genau abklären lassen....
ja, muss wohl sein....

liebe grüße
maerchen


ebenfalls lg und nochmals danke
mapa


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