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 Betreff des Beitrags: Neu bei hashimoto
BeitragVerfasst: 29. Jun 2009 11:23 
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Registriert: 28. Jun 2009 9:33
Beiträge: 3
Hallo,

ich kämpfe noch mit der Annahme der Diagnose und habe viele Fragen.

Ich fahr z.B. am Samstag an mein heißgeliebtes Meer, wurde aber noch nicht auf medikamente eingestellt. Momentan fühle ich mich schlechter bzw. bin halt aufmerksamer, spüre, dass das in den letzten Wochen und Monaten schon alles von der SD kam und nicht Halsweh in dem Sinne war.
Vor der Abreise auf eine Kleinstdosis einsteigen? Ratsam?

Und, worauf im Urlaub achten? Fisch ist jetzt wohl gestrichen, aber auf mein meer will ich nicht verzichten. ich liebe es.

Und, was ich noch nicht wusste, ich dachte, mit den Medikamenten geht`s einem besser? Nein??? Gewicht schraubt sich weiter höher, ich bin weiterhin müde und noch müder? Undundund. Ich kann die Liste der Symptome ja mittlerweile fast durchgehend abhaken. Nur, privat geschah viel Schlimmes. ich dachte eher an "alles too much" und nie an Schilddrüsenprobleme.

Was noch - medikamente generell? Darf ich jetzt auch kein Aspro mehr nehmen? Worauf achten?? Auch beim Einkauf, Lebensmittel? Was ist tabu?

Ich hab einen stressigen Job - sind die Schübe dann so schlimm, dass ich da krankheitsbedingt quasi ausfalle und kann man eine Kur wg. Hashimoto beantragen?

Anfangs war ich ja erleichtert, hatte Angst, dass Schlimmeres rauskommt, aber mittlerweile macht mir Hashimoto genug Angst und Sorge. Ich hab zwei Kinder und steh vor der Scheidung. Eigentlich ein guter Zeitpunkt, neu anzufangen - aber, Verständnis finde ich in meinem Umfeld nicht. Meinem Mann war egal, dass keine Knoten gefunden wurden und meine Mädels, mal sind sie verständnisvoller, dann kapieren sie wieder gar nicht, dass ich "zurückschalten" muss. Auch jetzt im Urlaub habe ich natürlich Bedenken. Muss nach Kroatien wie gewohnt allein runterfahren, auf mich achten, nichts übertreiben - und mich dennoch erholen.

Ihr seht, in meinem Kopf geht`s kreuz und quer. Der genaue Befund kommt in den nächsten Tagen - ich wäre ohne ganz Bescheid zu wissen nicht gern weggefahren. Andererseits... wer weiß, was da rauskommt.

Wie lange dauert es eigentlich, bis die Schilddrüse sich da so mal eben selbst zerstört? Momentan hieß es bei mir nur, die Schilddrüse sehe gut aus, keine Knoten. Aber, fühlen tu ich mich nicht gut. ich bin zwar erleichtert, dass ich offenbar vieles nun Hashimoto zuschreiben kann, aber ich spüre doch auch seit dem ersten Befund eine Verschlechterung.

Sorry, dass ich so viel auf einmal. Es haben sicher viele und ich bin sicher in den nächsten Monaten auch wieder ruhiger geworden.

ciao
Hashimanu


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Jun 2009 12:04 
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Registriert: 02. Mär 2009 0:06
Beiträge: 80
Wohnort: Wien
hallo hashimanu!
ich bin bei dem thema auch relativ neu, darum kann ich nur ein bisschen helfen.

ich würde dir raten, fahr vorher in den urlaub und fang dann mit den medis an. bei einigen tritt eine erstverschlechterung auf, und die könnte dir den urlaub vermiesen. außerdem ist es sicher ein gutes gefühl bei der zeit einen arzt jederzeit aufsuchen zu können ;]

mit meidkamenten gehts einem auch besser, wenn man gut eingestellt ist. gewichtsabnahme kann aber trotzdem ein problem sein und auch so können immer mal wieder symptome auftreten. bei manchen ist auch das präparat das falsche, da gibts ja so viele verschiedene. den meisten gehts aber allgemein viel besser mit medis als ohne.
aber der autoimmungprozess schreitet trotzdem weiter voran, darum kann es zu schüben kommen und somit muss die dosis vielleicht hin und wieder angepasst werden.

dass jetzt die symptome schlimmer werden kenne ich. vorher hab ich mir zbsp nicht erlaubt zu sagen "ich bin müde, ich kann jetzt dies und das nicht machen" weil ich dachte es ist normal für mich so müde zu sein. jetzt wo ich weiß woran es liegt erlaube ich mir irgendwie mich gehen zu lassen, was auch nciht gut ist. aber jetzt bin ich halt in so einem tief.

kopf hoch, das wird schon :] genieße auf jeden fall deinen urlaub!


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BeitragVerfasst: 29. Jun 2009 12:13 
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Registriert: 11. Feb 2009 12:48
Beiträge: 41
Ich bin auch noch nicht so lange an Hashi erkrankt. Ich hab auch eine Reise geplant gehabt, als ich die Diagnose bekam. Da es sich um eine Weitwanderung von 1000 km handelte, haben die Ärzte geraten, es zumindest zu verschieben. Ich hab´s trotzdem gemacht und mir ging´s so gut wie nie. Ich denke, man/frau soll vor allem der Seele etwas gutes tun. Das hilft dann immer.
Natürlich kann es sein, dass du dich in der ungewohnten Umgebung dann nicht wohl fühlst. Kann aber auch sein, dass dir ein Tapetenwechsel gut tut. Ich war in Spanien, hab auf Fisch und Meeresfrüchte verzichtet, ansonsten (Meeresluft) hat mir nichts geschadet. Ich war dort 2 Monate (obwohl die meiste Zeit nicht am Meer) und interessanterweise bekam ich erst dann wieder Symptome, als ich wieder zu Hause war.
Alles gute und schönen Urlaub


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Jun 2009 12:22 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Mahlzeit !

Habe Hashi schon 15-20 Jahre - Therapie allerdings erst 2 1/2 Jahre. Ich fahre wenn es mir möglich ist jedes Jahr ans Meer und geniese diese wunderbare Zeit. Habe keinerlei Probleme mit Meerwasser oder salzhaltiger Luft, bin aber auch keine Fischesserin.

Ich würde dir raten erst danach mit den Hormonen zu beginnen, wäre schade, wenn du eventuell eine Erstverschimmerung verspürst und es dir noch schlechter geht. Übrigens meine Einstellungszeit dauerte knapp 1 1/2 Jahre - anfangs mit arger Erstverschlimmerung, die sich Monat für Monat besserte.

Die SD wird nicht innerhalb von einer kurzen Zeit zerstört, es dauert oft viele Jahre, bis sie endgültig "ausgebrannt" ist und man auch für länger bei einer gleichbleibenden Dosis bleiben kann.

Meine Schübe verlaufen zwar auch meistens recht heftig, aber ich weiß es geht dann wieder bergauf und das Leben ist viel lebenswerter als ohne Hormone.

http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm

Alles Gute und einen schönen Urlaub
MAUS


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 Betreff des Beitrags: Danke!
BeitragVerfasst: 29. Jun 2009 20:04 
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Registriert: 28. Jun 2009 9:33
Beiträge: 3
Hallo!

Danke, dass ihr so rasch geantwortet habt. Ja, ich glaube, ich muss mich mal von der Diagnose erholen und versuchen, den Urlaub mal zu genießen.

Wie "heftig" muss ich mir denn nun schlimmstensfalls solche Schübe vorstellen? Dass man gleich daheim gestreckt im Bett liegt? Und, kündigt sich das bei euch irgendwie an? habt ihr da mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt, wanns Stufe 4 oder Stufe 8 ist sozusagen?

Schönen Abend!

Hashimanu


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 Betreff des Beitrags: Re: Danke!
BeitragVerfasst: 30. Jun 2009 7:02 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Hashimanu hat geschrieben:
Wie "heftig" muss ich mir denn nun schlimmstensfalls solche Schübe vorstellen? Dass man gleich daheim gestreckt im Bett liegt? Und, kündigt sich das bei euch irgendwie an? habt ihr da mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt, wanns Stufe 4 oder Stufe 8 ist sozusagen?


guten morgen !

mach dir den kopf nicht unnötig voll, hashi ist ja kein todesurteil, geniese deinen urlaub und sei froh, dass du endlich eine diagnose bekommen hast.

die schübe können unterschiedlich heftig sein und auch in der dauer schwanken. manche spüren garnichts oder nur eine leichte befindlichkeitsstörung, andere haben wieder starke symptome die auch von den tagen her extrem unterschiedlich sein können.

darum ist eine gute einstellung wichtig und auch die einnahme von selen und zink erforderlich. meine mutter hat z.b. ebenfalls seit vielen jahren hashi - die werte sind aber ok, nur das us und die antikörper haben es gezeigt - sie braucht keine hormone und fühlt sich bestens im gegensatz zu mir - bzw. wenn ich halt wieder mal meine "hashitage" habe.

also im bett brauchst du sicherlich nicht zu bleiben - wird wohl auch als mutter und hausfrau schwer möglich sein. du wirst dich vielleicht an manchen tagen schlechter fühlen, weniger belastbar oder gereizt sein. vielleicht noch schlafstörungen haben, schwitzen oder frieren und eventuell das gefühl haben, ein knödl verschluckt zu haben (so empfinde ich es). wenn die sd- dann mal ausgebrannt ist, sollten die schübe kaum mehr auftreten und auch eine konstante hormondosis möglich sein.

also kopf hoch - du bist nicht alleine - hier im forum sind wir jederzeit für dich da.

lg
MAUS


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Jul 2009 14:49 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1116649


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 Betreff des Beitrags: Re: Danke!
BeitragVerfasst: 21. Jul 2009 17:06 
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Registriert: 20. Jul 2009 15:58
Beiträge: 6
Hashimanu hat geschrieben:
Wie "heftig" muss ich mir denn nun schlimmstensfalls solche Schübe vorstellen?


Hashimanu


es kann durchaus sein, dass du gar keine schübe mehr hast... lass dich nicht verrückt machen. bei mir wars wie grippe. 1x und danach nie wieder, das ist jetzt 6 Jahre her. Entzündungshemmer und Cortison haben schnell Linderung gebracht.

Heute gehts mir total gut, also nicht entmutigen lassen!

lg
nats


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 14:04 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Hashimoto verläuft in Schüben, wovon man einige sehr intensiv, andere wieder kaum spüren wird - aber was man nicht vermeiden kann ist, der Zerstörungsprozess der immer weiter fortschreitet, bis die SD "ausgebrannt" ist.

Ich denke, verrückt machen uns die vielen Ärzte, die uns z.Teil unsere Symptome und Beschwerden nicht glauben oder uns auf die Psychoschiene schieben oder mit Medikamenten vollstopfen - obwohl die Sache so einfach wäre, wenn man rechtzeitig mit Hormonen zu substituieren beginnt. Viele von uns haben eine wahre Odyssee hinter sich und sind oft froh, wenn es auch eine wirkliche Ursache für all die Beschwerden gibt.

Wünschenswert wäre für mich, wenn sich die Ärzte (Allgem.Med, Internisten, NUK, Endos, Gyn) noch viel mehr auf diesem Gebiet fortbilden würden um auf dem neuesten Stand zu sein. Viele kennen nicht die inoffizielle Normhöchstgrenze vom TSH, die wenigsten wissen etwas von Jod vermeiden, Selen, Zinkeinnahme oder einer regelmäßiger Wertekontrolle. 1x jährlich ist bei den meisten Standardkontrolle - und damit reicht es, egal wie man sich fühlt.

LG
MAUS

http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Danke!
BeitragVerfasst: 22. Jul 2009 14:55 
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Registriert: 10. Sep 2008 21:44
Beiträge: 397
Wohnort: wien
hallo!

nats hat geschrieben:
es kann durchaus sein, dass du gar keine schübe mehr hast...


es kann auch sein, dass übermorgen ein grünes alien mit einem raumschiff in meinem wohnzimmer landet.

die wahrscheinlichkeit, dass eine autoimmunkrankheit wie beispielsweise hashi ohne weitere schübe verläuft, ist äußerst gering! einzig bei einem sehr geringen prozentsatz gibt es spontanremissionen, und auch das nur im anfangsstadium der krankheit - daher bitte keine falschen hoffnungen verbreiten.


nats hat geschrieben:
lass dich nicht verrückt machen. bei mir wars wie grippe. 1x und danach nie wieder, das ist jetzt 6 Jahre her.



hashi kann man mit grippe gewiss nicht vergleichen! grippe ist eine akute erkrankung, die bei entsprechendem verhalten nach kurzer zeit folgenlos wieder ausheilt.

hashi ist eine chronische erkrankung (um genau zu sein: eine autoimmunerkrankung), die nicht heilbar ist und häufig weitere autoimmunerkrankungen nach sich ziehen kann. (allein hier im forum findest du bestimmt mehrere mitglieder, die 2 oder mehr autoimmunerkrankungen mit sich herumschleppen). und von den restlichen beschwerden und symptomen will ich gar nicht reden, die findet man hier in fast jedem beitrag.

und, nein: wir lassen uns durchaus nicht verrückt machen, wir sind bloß chronisch krank und versuchen, die krankheit so gut wie möglich in unser leben zu integrieren - immerhin läuft der alltag ja weiter.

du hast offenbar glück, dass du zu jenem prozentsatz gehörst, bei dem die krankheit in milder form verläuft (oder erst später in vollem umfang ausbricht).


nats hat geschrieben:
Entzündungshemmer und Cortison haben schnell Linderung gebracht.


cortison bei hashi? interessante behandlungsstrategie.

entzündungshemmer? also den entzündungshemmer, der eine chronische, durch eine autoimmunerkrankung verursachte entzündung dauerhaft (und vor allem ohne nebenwirkungen) zum verschwinden bringt, würd ich gern mal sehen... was hast du denn da genommen? und vor allem wie lange?

und was mich am meisten interessiert: wie sahen deine werte damals und heute aus?

lg
maerchen


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