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Liebe Karin!
Ich bin die Sabine und 41 Jahre alt. Mit 34 wurde bei mir der "japanische Untermieter" entdeckt (war bei einer internistischen Voruntersuchung wegen Krampfadern-OP); ich hatte schon einige Zeit vorher Gewichtsverlust und Körperzittern, ein Würgen (besonders beim Schlafengehen). Wegen dieser Symptome meinten die Ärzte anfangs, ich hätte Basedow, jedoch erfolgte die erste Blutabnahme mitten in einem Schub vom Hashimoto. Anscheinend ist es am Anfang schwierig zu bestimmen, ob Basedow oder Hashimoto...! Bekam am Anfang "Favistan" (wenn ich mich richtig erinnern kann) zum "Einbremsen" der ÜF. Das war vielleicht was! Ich mutierte zum "Zombie", meine Bewegungen waren wie in "slow motion", ich hatte kein Gedächtnis, meine Haare fielen aus etc., also alles Anzeichen einer grandiosen Unterfunktion. Dann erst entdeckte man, dass es Hashimoto war und ich bekam "Euthyrox" 50 ug; die ersten drei, vier Jahre waren sehr "zäh", denn ich hatte einen sehr sprunghaften Hashimoto und die raschen Schübe waren sehr mühsam. Innerhalb weniger Tage verlor ich einige Kilos; das glaubt wohl keiner, der nicht selber diese Krankheit erlebt! Zwischendurch kamen die "Zeiten der Unterfunktion" und die Kilos kamen wieder "dahergeflogen", ohne dass ich meine Essgewohnheiten geändert hätte. Dann und wann saß ich da und weinte vor mich hin, einfach so (zum Glück nie bei der Arbeit). Mit der Zeit wurden die Abstände zwischen den Schüben immer größer und die permanente Unterfunktion stellte sich ein. Nun nehme ich von den Euthyroxtabletten die Dosis von 175 ug! Meine Konfektionsgröße hat sich seit Beginn von damals 40 auf 44/46 vergrößert, was sagst du dazu! Ich bin nicht gerade fett, aber ich hatte anfangs gerade 65 kg bei 175 cm, nun habe ich aber fast 20 kg mehr! Schmerzen habe ich manchmal; meine Schilddrüse ist ziemlich "echoarm", d.h. sie hat sich fast aufgelöst. Das Würgen ist noch immer da, muss immer einen "freien Hals" haben. Ich bin auch jetzt nicht mehr so leicht aus der Ruhe zu bringen wie am Anfang, das ist wohl einer der Anzeichen der Unterfunktion, besser so als wenn man immer hypernervös durch die Gegend schießt! Denke, es ist wohl genetisch bedingt; bei meiner Mutter brach der Hashimoto jedoch erst mit ca. 50 Jahren aus. Es ist wohl mit jeder Autoimmunkrankheit so, dass es bei einem Träger die Krankheit nicht zum Ausbruch kommen muss. Habe drei Kinder im Alter von 18, 14 und 12, aber z.B. bei keiner Schwangerschaft hatte ich damals irgendwie SD-Probleme. Man sagt ja, dass u.a. seelischer Stress der Auslöser sein kann für diese Krankheit; wenn ich für mich sprechen darf, so glaube ich das schon (= stressige Ehe).
Ich wünsche dir für die weitere Zukunft alles Liebe!
Alles Gute von Sabine Gasser aus Jenbach
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