hallo andrea,
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ist es üblich, ratsam die dosierung einfach selbständig zu verändern? inwieweit sollte dies in absprache mit dem arzt in der schilddrüsenpraxis passieren?
ich denke, wenn man sich lang genug damit auseinandergesetzt hat, kann man die dosis selbst erhöhen bzw. senken - vorausgesetzt man agiert verantwortungsvoll, hört/achtet auf den eigenen körper und macht regelmässig blutkontrollen. in der ersten zeit würde ich es allerdings einem arzt überlassen, die dosierung festzulegen. später, wenn man mehr überlick hat, und sich auch über die konsequenzen einer zu hohen/niedrigen dosierung im klaren ist, kann man selbst vorsichtig erhöhen bzw. senken.
ich lege meine dosis selbst fest, und ich mache regelmässig vor und nach dosiserhöhungen/-senkungen blutkontrollen und achte in dieser zeit besonders auf veränderungen meines befindens. und ich gehe auch mind. 1x im jahr zum sd-spezialisten.
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mein arzt hat auf eine neuerliche anfrage meinerseits, ob ich bereits in 6 wochen zur nächsten blutabnahme kommen kann, anstatt in 3 monaten, geantwortet, das dies nicht erforderlich ist. wie komm ich zu einem früheren termin -muß ich den arzt wechseln um zu einer überweisung zu kommen?
ja, dann musst du wohl den arzt wechseln, wenn er auf dein verlangen nach einem früheren blutabnahmetermin nicht nachkommt. allerdings weiss ich auch nicht, ob diese blutabnahmen, dem arzt etwas kosten - bei einer ht-diagnose ist die blutkontolle durch die krankenkasse gedeckt (zumindest bei der wgkk) - ob es dem arzt in diesem fall etwas kostet, weiss ich nicht. bist du bei einem spezialisten oder warst du beim hausarzt? meine üblichen kontrollen lasse ich beim hausarzt durchführen - immer mit den werten: tsh, ft3 und ft4. aber speziell in der einstellungszeit ist es nötig, öfters kontrollen zu machen (immer nach ca. 4-6 wochen).
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das ihr beide sagt, meine anfangsdosierung ist wohl zu hoch, schreckt mich sehr. bin den umgang mit medikamenten (fremd- körpern) nicht gewohnt, vielleicht beschäftige ich mich auch zu sehr mit der aktuellen situation...
nein, das ist ganz normal(und auch sinnvoll), wenn man eine diagnose bekommt, und sich danach damit und den konsequenzen auseinandersetzt. es gibt aber sicher auch genug menschen, die sich nicht damit auseinandersetzten(ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei dahingestellt). ich habe mich sicher ein jahr lang intensiv damit auseinandergesetzt - ich hab schon alleine mind. 1/2 jahr benötigt, um zu akzeptieren, dass ich nicht mehr pumperlgsund bin und nun ein leben lang tabl nehmen muss. mittlerweile 'arbeite' ich mich an die ursachen heran...
ich würde die dosisierung (75µg) jetzt einmal beibehalten, wenn du schon so hoch bist, denn dann bist du deine uf schneller los - würde aber nach 4 wochen eine blutkontrolle machen lassen, denn es besteht die gefahr, dass du überfunktionssymptome bekommst (deshalb schon nach 4 wochen, denn falls die dosierung für dich zu hoch ist - tsh hat sich wahrscheinlich schon angepasst - dann kannst schnell reagieren, wenn die werte zu hoch sind und die dosis wieder senken). vielleicht brauchst du auch die verordnete dosis - das ist individuell verschieden.
lg,
patrizia