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 Betreff des Beitrags: ein herzliches hallo
BeitragVerfasst: 17. Aug 2007 13:40 
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Registriert: 08. Aug 2007 23:44
Beiträge: 5
Wohnort: Wien
dies ist mein erstes mal in langen 34 jahren, das ich gebrauch mache von einem forum überhaupt, fühlt sich eigenartig an genauso wie vieles in letzter zeit. die gesamtbeurteilung in meinem schilddrüsenbefund lautet: funktionell besteht eine latent hypothyreote stoffwechsellage bei negativem antikörperstatus, sonomorphologisch und szintigraphisch unauffällige darstellung der schilddrüse. schilddrüsenhormombefund:
fT3: 2,55 pg/ml (norm 2,00-4,50)
fT4: 1,22 ng/dl (norm 0,90-1,70)
TSH: 4,76 iU/ml (norm 0,20-3,70)
TSH: 45,93 45 min.nach Stimulation mit TRH-Relefact
Anti-Tgn 13,13 iU/ml (norm 0-115)
Anti-TPO 9,13 iU/ml (norm 0-34)

therapievorschlag euthyrox abwechselnd 1x50, 1x100 täglich und das mach ich seit gut einer woche, ungern, und das ist auch schon meine hauptsorge...ich lese seit meiner gesundenuntersuchung bei der ich auf die mögliche unterfunktion aufmerksam gemacht wurde alles was ich zum thema in die finger kriegen kann.ich bin ein enorm körperbewußter mensch und hatte bis dato nie wirkliche beschwerden, glaubte ich zumindest.meine berufliche instabile situation als freischaffende tänzerin,tanzpädagogin, sog.neue selbständige war immer grund für meine stimmungsschwankungen, depressiven verstimmungen von zeit zu zeit, zukunftsängste, antriebslosigkeit und plötzlichen extreme höhenflüge ...mein cholesterin ist erhöht obwohl ich sehr auf meine ernährung achte.mein zyklus war immer schon unregelmäßig...ich wünsche mir nichts sehnlicher als eine gewisse ausgeglichenheit und stabilität - ist all das auf meine unterfunktion zurüchzuführen.ich fürchte mich gerade sehr vor der zeit in der ich "eingestellt" werde, allein das wort ist schrecklich.alternativmedizinisch geht da wohl garnichts? prinzipiell mag ich keine medikamente nehmen, mir ist aber die notwendigkeit einer substitution mit euthyrox verständlich und ich versuche mich darauf einzulassen. ich hab das gefühl, das ich irgendwie "anschwelle",meine füße ziehen und sind schwer, ich geh regelmäßig laufen und seit den tabletten geht mir voll schnell die puste aus, ich bin supermüde und träge, langsamer im kopf und all das ist in meinem beruf natürlich fatal (zumal ich derzeit viel tanze und auf tournee bin). Ich soll in drei monaten erst zur nächsten untersuchung - ist das nicht viel zu lange? ich bin nicht sehr geduldig,vorallem weil ich das gefühl habe die tabletten, die mein befinden eigentlich verbessern sollten, bremsen mich noch mehr herunter, mein stoffwechsel macht völlig schlapp.
verzweiflung macht sich breit und ich bitte um hilfe!!!!
war bei einer akkupunktur, es hat mich voll "herumgewirbelt".ist es vielleicht besser in nächster zeit weniger zu essen, oder inwieweit kann ich meine ernährung umstellen um nicht aus dem leim zu gehen - das geht einfach nicht in meinem beruf!
ich grüß euch alle und freu mich über antwort! please !!!
hug


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Aug 2007 20:07 
Hallo,
dein TSH war viel zu hoch. Du bist also auf jeden Fall in einer Unterfunktion. Antikörper können nicht immer nachgewiesen werden. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du Hashimoto hast. Deine Beschwerden passen auch dazu.
Hormone soll man einschleichen. Eine Anfangsdosis von 50 µg ist für viele schon zu viel... Der Wechsel von 50 und 100 ist erst recht ungünstig....

Du schreibst, dass dir erst seit der Tabletteneinnahme oft die Puste ausgeht und du extrem müde bist. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Einstiegsdosis für dich zu hoch ist.

Mit Hashi treten auch gleichzeitig häufig Nährstoffmängel auf. Eisen, Zink, Magnesium, Selen... und anscheinend kommen diese Mängel erst so richtig zum Tragen, wenn man anfängt Hormone zu nehmen.

Du schreibst auch noch, dass dein cholesterin erhöht ist. Das kommt häufig vor, wenn man in UF ist und bessert sich durch die Hormoneinnahme.

Ein unregelmäßiger Zyklus könnte ein Hinweis auf ein Ungleichgewicht der weibl. Hormone sein. Evtl. bessert sich das schon durch die Einnahme der SD-Hormone. Ansonsten müsstest du mal einen Hormonspiegel machen lassen.

Sylvia


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 Betreff des Beitrags: hallo sylvia
BeitragVerfasst: 20. Aug 2007 10:02 
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Registriert: 08. Aug 2007 23:44
Beiträge: 5
Wohnort: Wien
danke für dein schreiben!
mein behandelnder arzt spricht in meinem fall von einer unterfunktion, als ich die frage nach möglichem hashimoto stellte hat er ungeduldig abgewinkt. worin liegt jetzt eigentlich der unterschid zwischen "nur" einer unterfunktion und hashimoto? ist die behandlung unterschiedlich? ich hab das gefühl, meine fragen nerven ihn und ich werde "serienmäßig" eingestellt, über mein befinden seit der einnahme will er nichts wissen. ich hab meinen nächsten termin zur überprüfung der werte in 3 monaten - mir kommt das reichlich spät vor. ich könnt die ganze zeit nur schlafen, mein kopf fühl sich an als wäre er in watte gepackt, und ständig unter druck, auch hab ich das gefühl irgendwie verschwommen zu sehen, druck auf den augen - und so soll das jetzt 3 monate weitergehen? du meinst das der wechsel 50 und 100 ungünstig ist - wie soll ich weiter vorgehen. ob ich eine andere schilddrüsenpraxis aufsuchen soll?
bei meiner gesundenuntersuchung wurden keine nährstoffmängel festgestellt - ich hab jetzt echt angst das durch die euthyrox eine kettenreaktion ausgelöst wird und es mir statt besser plötzlich schlechter geht. genau deshalb habe ich eine abneigung gegen die einnahme von medikamenten, ich bin echt verzweifelt...
hab kürzlich einen hormonspiegel machen lassen, meine werte liegen zwar eher im unteren bereich, sind aber in ordnung.
was kann ich tun außer beobachten und drei monate abwarten?

liebe grüße
andrea


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Aug 2007 12:35 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo andrea,

lt. trh-test ist eindeutig die sd an deinen beschwerden schuld und wahrscheinlich ist die ursache hashimoto(wie sylvia schon geschrieben). bei hashimoto gibt es bestimmte antikörper (tg-ak und tpo-ak, die aber nicht immer nachgewiesen werden können), die die sd 'angreifen' und ganz langsam sd-gewebe funktionsunfähig machen, sodass die sd nicht mehr selbst in der lage ist ausreichend hormon herzustellen und damit in eine unterfunktion rutscht. im gegensatz zur 'normalen' unterfuntion, ist bei hashimoto die ursache der uf klar. meiner meinung nach ist hashimoto die häufigste ursache einer unterfunktion - lt. ärzten allerdings nicht. ist halt auch die frage, ob tatsächlich jeder arzt bei einem uf-patienten antikörper bestimmen lässt oder einfach eine uf feststellt und keine weiteren untersuchungen (z.b. sono) anordnet.
ich hatte bevor ht bei mir festgestellt wurde, die gleiche ansicht über medikamenteneinnahme wie du (nicht mal kopfschmerztabl hab ich genommen) - mittlerweile hab ich meine einstellung dazu geändert, da es erstens keine alternative dazu gibt und zweitens mir viel besser geht (abgesehen davon sind die sd-homon tabl notwendig, da mein körper nicht mehr in der lage ist, selbst ausreichend hormon zu erzeugen. ich nehme sie, um meinen körper, das zuzuführen, das fehlt - das würde ich mit vit/min/spe auch so machen).
ja, deine einstiegsdosis war ziemlich hoch, und ich würde dir empfehlen, die dosis einheitlich auf tgl 75µg festzulegen (ich weiss, dass ist eine bröselei, denke aber dass die einheitliche dosis zur gewöhnugn besser ist). dass dein cholesterin erhöht ist, ist normal, wenn man eine unterfunktion hat, dass wird sich von selbst wieder legen. ich hatte auch immer einen unregelmässigen zyklus, doch seit ich mit den sd-hormonen gut eingestellt bin, ist mein zyklus regelmässig. die einstellungszeit ist ehrlichgesagt nicht besonders rosig, da wird es auf und abs geben - das wirst du besonders merken, wenn du sehr auf deinen körper achtest (was übrigens auch bei hashimoto sehr wichtig ist, um weitere verschlechterungen zu bemerken und entsprechend zu reagieren)

wenn du 4-6 wochen tgl 75 µg genommen hast, kannst du zur ersten kontrolle gehen, meistens hat sich der körper in diser zeit bereits darauf eingestellt. ich weiss, die einstellungsphase erfordert viel geduld und es geht einem z.t. noch schlechter als ohne tabl., wenn du diese phase allerdings hinter dir hast, geht es aufwärts, .. wirst sehen.
dein stoffwechsel wird durch die tabl enorm angekurbelt, du wirst wahrscheinlich in der ersten zeit mehr hunger haben, das legt sich aber auch wieder.
ich würde mir an deiner stelle nochmals die beiden antikörperwerte abnehmen lassen(bei der kontrolle in 4-6-wochen), obwohl das normalerweise nicht notwendig ist - aber nachdem bei dir sonst nichts auf ht schliessen lässt, vielelicht zeigt sich dann etwas (das sind halt 'momentaufnahmen'..)

ich bin mir bei deinen werten (blut, sono, szinti) ehrlichgesagt nicht sicher, dass es sich tatsächlich um hashimoto handelt(obwohl es wahrscheinlich ist). es könnte hashimoto im anfangsstadium sein, denn deine sd zeigt lt. ultraschall keine inhomogene, echoarme struktur. und ich bin mir nicht sicher, ob die dosis von 75µg (die dir dein arzt verordnet hat), nicht möglicherweise zu hoch ist (ob nicht auch 50 - 67,5 µg reichen), aber das wird dir nä. blutabnahme zeigen. wichtig, am tag der blutabnahme: KEINE tabl. davor einnehmen - das verfälscht z.t. die werte (speziell ft4 ist dann falsch hoch!)

warum willst du deine ernährung umstellen? ich denke, wenn du körperbewusst bist, ernährst du dich auch gesund, oder?! oder isst du viel soja bzw. jodhältige lebensmittel. soja sollte man bei einer sd-uf meiden, denn es hemmt die sd-hormonbildung.

lg,
patrizia


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 Betreff des Beitrags: dank und neue fragen...
BeitragVerfasst: 21. Aug 2007 18:45 
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Registriert: 08. Aug 2007 23:44
Beiträge: 5
Wohnort: Wien
danke für eure antworten, ihr seid ungemein kompetent und ich bin froh den schritt in dieses forum gewagt zu haben.habe versucht zu verdauen was ihr mir an infos zukommen habt lassen, dabei sind neue fragen aufgetaucht.
- ist es üblich, ratsam die dosierung einfach selbständig zu verändern?
- inwieweit sollte dies in absprache mit dem arzt in der schilddrüsenpraxis passieren?
- mein arzt hat auf eine neuerliche anfrage meinerseits, ob ich bereits in 6 wochen zur nächsten blutabnahme kommen kann, anstatt in 3 monaten, geantwortet, das dies nicht erforderlich ist. wie komm ich zu einem früheren termin -muß ich den arzt wechseln um zu einer überweisung zu kommen?
- das ihr beide sagt, meine anfangsdosierung ist wohl zu hoch, schreckt mich sehr. bin den umgang mit medikamenten (fremd- körpern) nicht gewohnt, vielleicht beschäftige ich mich auch zu sehr mit der aktuellen situation...
liebe grüße
andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: dank und neue fragen...
BeitragVerfasst: 22. Aug 2007 11:39 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo andrea,
Zitat:
ist es üblich, ratsam die dosierung einfach selbständig zu verändern? inwieweit sollte dies in absprache mit dem arzt in der schilddrüsenpraxis passieren?

ich denke, wenn man sich lang genug damit auseinandergesetzt hat, kann man die dosis selbst erhöhen bzw. senken - vorausgesetzt man agiert verantwortungsvoll, hört/achtet auf den eigenen körper und macht regelmässig blutkontrollen. in der ersten zeit würde ich es allerdings einem arzt überlassen, die dosierung festzulegen. später, wenn man mehr überlick hat, und sich auch über die konsequenzen einer zu hohen/niedrigen dosierung im klaren ist, kann man selbst vorsichtig erhöhen bzw. senken.
ich lege meine dosis selbst fest, und ich mache regelmässig vor und nach dosiserhöhungen/-senkungen blutkontrollen und achte in dieser zeit besonders auf veränderungen meines befindens. und ich gehe auch mind. 1x im jahr zum sd-spezialisten.
Zitat:
mein arzt hat auf eine neuerliche anfrage meinerseits, ob ich bereits in 6 wochen zur nächsten blutabnahme kommen kann, anstatt in 3 monaten, geantwortet, das dies nicht erforderlich ist. wie komm ich zu einem früheren termin -muß ich den arzt wechseln um zu einer überweisung zu kommen?
ja, dann musst du wohl den arzt wechseln, wenn er auf dein verlangen nach einem früheren blutabnahmetermin nicht nachkommt. allerdings weiss ich auch nicht, ob diese blutabnahmen, dem arzt etwas kosten - bei einer ht-diagnose ist die blutkontolle durch die krankenkasse gedeckt (zumindest bei der wgkk) - ob es dem arzt in diesem fall etwas kostet, weiss ich nicht. bist du bei einem spezialisten oder warst du beim hausarzt? meine üblichen kontrollen lasse ich beim hausarzt durchführen - immer mit den werten: tsh, ft3 und ft4. aber speziell in der einstellungszeit ist es nötig, öfters kontrollen zu machen (immer nach ca. 4-6 wochen).
Zitat:
das ihr beide sagt, meine anfangsdosierung ist wohl zu hoch, schreckt mich sehr. bin den umgang mit medikamenten (fremd- körpern) nicht gewohnt, vielleicht beschäftige ich mich auch zu sehr mit der aktuellen situation...
nein, das ist ganz normal(und auch sinnvoll), wenn man eine diagnose bekommt, und sich danach damit und den konsequenzen auseinandersetzt. es gibt aber sicher auch genug menschen, die sich nicht damit auseinandersetzten(ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei dahingestellt). ich habe mich sicher ein jahr lang intensiv damit auseinandergesetzt - ich hab schon alleine mind. 1/2 jahr benötigt, um zu akzeptieren, dass ich nicht mehr pumperlgsund bin und nun ein leben lang tabl nehmen muss. mittlerweile 'arbeite' ich mich an die ursachen heran...

ich würde die dosisierung (75µg) jetzt einmal beibehalten, wenn du schon so hoch bist, denn dann bist du deine uf schneller los - würde aber nach 4 wochen eine blutkontrolle machen lassen, denn es besteht die gefahr, dass du überfunktionssymptome bekommst (deshalb schon nach 4 wochen, denn falls die dosierung für dich zu hoch ist - tsh hat sich wahrscheinlich schon angepasst - dann kannst schnell reagieren, wenn die werte zu hoch sind und die dosis wieder senken). vielleicht brauchst du auch die verordnete dosis - das ist individuell verschieden.

lg,
patrizia


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