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BeitragVerfasst: 03. Mär 2007 11:46 
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Registriert: 03. Jun 2006 9:36
Beiträge: 38
Wohnort: Pinkafeld
Hallo,

nach einer Unterfunktion und meiner SD-OP Ende Jänner habe ich nun eine 5wöchige Thyrex-Einnahme (1-0-0) hinter mir.
Gestern bekam ich meine ersten postoperativen Blutwerte.

TSH: 1.240 (0.27 - 4.2)

Lt. meinem HA sind meine Werte jetzt ok, die Meinung meines SD-Chirurgen erfahre ich erst Montag.

Meine Fragen:

Die Zahlen in der Klammer sind die Referenzwerte, sprich Normwerte. Ich habe schon so oft gelesen, dass die Obergrenze auf 2.5 runtergesetzt ist. Warum steht noch immer 4.2 da?

Ich las, dass unter Hormonsubstitution TSH bei 1 oder niedriger liegen soll.
Ist nun mein TSH-Wert ok? Oder bin ich noch in der UF?

Auf meine Frage, warum fT3 und fT4 nicht gemacht wurden, meinte er, die würden nur gemacht, wenn der TSH-Wert nicht stimmt. Stimmt TSH, sind auch die freien Werte im Normbereich.
Ist das richtig so?

Ich bin verwirrt, komme mir auch komisch vor, wenn ich meinen Arzt drauf anspreche... immerhin ist ER der Arzt, nicht ich.

Hoffe auf Antworten. Danke!
Gudrun


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 Betreff des Beitrags: TSH und andere Fragen.......
BeitragVerfasst: 03. Mär 2007 15:22 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Hallo Gudrun,

gehe wieder einmal im Hashi-Forum fremd, da Deine Frage keine ausschließliche Hashi-Frage ist.

ad 1) TSH. Also unter Hormonsubstitution sollte bei guter Einstellung der TSH im Bereich von 1,00 sein. +/- 0,3. Also ist Dein TSH-Wert von 1,230 genau richtig. Wobei der TSH-Wert einer starken Schwankung (sogar während des Tages) unterworfen sein kann. Mit Hormonen weniger, aber trotzdem.
Wegen der anderen Werte hier jetzt mein ganz persönlicher Tip, nicht nur Dir sondern auch allen Anderen da im Forum:

"Liebe Leute, horcht einfach wieder mehr auf euren Körper und weniger auf Befundwerte, Referenzzahlen, Höchstempfehlungen, da Werte, dort Werte, usw................... bla, bla."

Wichtig ist nur, wie's mir persönlich geht. Mal angenommen, ein Mensch hat lt. Befund ein TSH von 15,00, und alle anderen SD-Werte stimmen auch nicht, die Person wird Zwangstherapiert und fühlt sich seitdem Schei......e,
was hat das Ganze gebracht ?

ad 2) Wer ist der Arzt? Leider ist es im Medizinstudium so, dass auf die SD nicht wirklich im Detail eingegangen wird. Es gibt sie zwar, und man weiss wozu sie da ist, aber das wars im großen und ganzen auch schon. Als Allgemeinmediziner (Praktischer od. Hausarzt) wird im Turnus auch nicht wirklich im Detail die SD behandelt. Außer man hat das Glück auf einer Endokrinologie zu landen. Dann kennt man sich auch mit der SD besser aus.
Erst in der Facharztausbildung (Chirurgie od. Interne Medizin) kann man sich als Schwerpunktgebiet die SD-Chirurgie bzw. die Endokrinologie aussuchen, wenn man das Glück hat in einer Klinik oder Spital mit diesen Schwerpunkten zu arbeiten bzw. einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Daher wissen die meisten "Hausärzte" zwar, dass es eine SD gibt, wie sie im groben funktioniert, aber das war's dann auch schon. Aber dafür gibt's ja dann ohnehin die "Spezialisten".

Hoffe, Deine Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben.

GlG. -Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags: Nachtrag zu Frage 2
BeitragVerfasst: 03. Mär 2007 15:28 
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Registriert: 25. Okt 2006 20:10
Beiträge: 272
Wohnort: Wiener Neustadt
Deine Frage betreffend SD-Problematik bei Ärzten ein interessanter Beitrag unserer germanischen Nachbarn, die offenbar auf dieses Problem schon reagiert haben.

Interdisziplinäre Behandlung von Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenerkrankungen

Das Universitätsklinikum Heidelberg bietet Patienten, die an einer Erkrankung der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen leiden, eine umfassende interdisziplinäre Behandlung Spezialisten an. "Die Patienten werden gemeinsam von den Spezialisten gesehen. Damit wird eine tragfähige Basis für eine Entscheidung über die Behandlung geschaffen", erklärt Professor Dr. Peter Nawroth, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin und Klinische Chemie der der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, der gemeinsam mit Professor Dr. Dr. h.c. mult. Markus W. Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, das neue Zentrum leitet.
Das neue Heidelberger Schilddrüsenzentrum wird am Mittwoch, dem 8. November 2006, eingeweiht und niedergelassenen Ärzte bei einer Fortbildungsveranstaltung um 17.15 Uhr in der Medizinischen Universitätsklinik vorgestellt.
Bei Erkrankungen der Schilddrüse sind vor allem drei medizinischen Disziplinen gefordert: Chirurgen entfernen störendes oder bösartiges Gewebe, Nuklearmediziner liefern wichtige diagnostische Ergebnisse und führen Bestrahlung mit radioaktivem Material durch, internistische Endokrinologen untersuchen den gestörten Hormonhaushalt, behandeln ihn mit Medikamenten und überwachen seine Stabilität. Behandlungsschwerpunkte sind bösartige Tumoren und Erkrankungen der Schilddrüse
"Erkrankungen der Schilddrüse sind eine Volkskrankheit, bleiben aber oft unbemerkt", erklärt Privatdozent Dr. Tobias Schilling, Oberarzt der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Jeder Dritte hat Veränderungen in dem Organ; am häufigsten ist der Kropf, eine Vergrößerung aufgrund von Jodmangel. Schwerpunkt des neuen Zentrums sind jedoch vor allem bösartige Erkrankungen der Schilddrüse. In Deutschland erkranken jährlich rund 3.000 Menschen an diesem Tumorleiden - Frauen dreimal häufiger als Männer. Mit einer zügigen Diagnostik werden im Heidelberger Schilddrüsenzentrum Tumoren aus den zahlreichen gutartigen Veränderungen herausgefiltert und der Tumor wird entfernt.
Weiterer Schwerpunkt des Zentrums sind Erkrankungen der Nebenschilddrüse. Die kleinen Drüsenorgane befinden sich in der Nachbarschaft der Schilddrüse und regulieren den Stoffwechsel von Calcium und Phosphat. Eine Überproduktion ihrer Hormone kann zu Knochenschwund und chronischer Erschöpfung führen, eine Unterproduktion kann sich in Krampfanfällen und psychischen Veränderungen äußern.
Medizinische Ansprechpartner im Heidelberger Schilddrüsen-Zentrum sind Oberarzt Privatdozent Dr. Jörg Köninger (Chirurgie), Oberärztin Dr. Sabine Haufe (Nuklearmedizin) und Oberarzt Privatdozent Dr. Tobias Schilling (Endokrinologie).
Die Spezialsprechstunde im Heidelberger Schilddrüsenzentrum findet jeden Mittwoch von 13.30 bis 15 Uhr in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 410, statt. Für Terminabsprachen mit Carolin Galm:
E-Mail: carolin.galm@med.uni-heidelberg.de
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

In diesem Sinne einen schönen Tag noch
-Ernst-

"Es ist nicht nötig sein Leben zu ändern, es ist nur nötig anders zu denken...."


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 Betreff des Beitrags: @ Ernesto
BeitragVerfasst: 03. Mär 2007 19:45 
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Registriert: 03. Jun 2006 9:36
Beiträge: 38
Wohnort: Pinkafeld
Hallo Ernesto,

danke für deine Antworten.

Ich bin ganz deiner Meinung, dass wir alle auch wieder mehr auf unseren Körper "hören" sollten.
Ich tu zur Zeit nichts anderes. Die Müdigkeit und vor allem zunahme der letzten Jahre sind mir jetzt erklärbarer, machen aber noch immer sehr zu schaffen. Ich weiß, dass 5 Wochen Hormoneinnahme keine lange Zeit sind und übe mich daher auch in Geduld. Aber einfach ist es nicht. Starte jetzt langsam wieder mehr Bewegung und hoffe, dass sich damit das Problem löst.

Dass mein HA (praktischer Arzt) die freien Werte nicht vom Labor bestimmen ließ, ärgerte mich besonders deshalb, weil mein SD-Chirurg, Dr. Manfred Prager, sie für die Nachkontrolle am Montag sehr wohl angeordnet hatte. Bin ja mal gespannt, was der dann am Montag dazu sagt.

Naja, nach der Kontrolle am Montag habe ich eh für ein halbes Jahr Ruhe.

Alles Liebe dir!
glg,
Gudrun


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 Betreff des Beitrags: @ Ernesto
BeitragVerfasst: 03. Mär 2007 19:46 
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Registriert: 03. Jun 2006 9:36
Beiträge: 38
Wohnort: Pinkafeld
Sollte "Müdigkeit und Gewichts-zunahme" heißen.

:-)


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