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BeitragVerfasst: 22. Feb 2007 21:40 
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Registriert: 22. Feb 2007 21:08
Beiträge: 9
Hallo und guten Abend,

seit Monaten kämpfe ich (28 Jahre) mit ständiger Müdigkeit und bin kaum belastbar.

Ich habe mich zu einer Blutuntersuchung bei einer Heilpraktikerin entschieden, weil ich sehr Gutes von ihr gehört und keinen "Hausarzt des Vertrauens" mehr in der Nähe habe (durch Umzug).

Anhand der Blutwerte kam jetzt heraus, dass ich an einer Hypothyreose leide. Es besteht kein Nachweis von Autoantikörper gegen Schilddrüsengewebe. Ferner liegt kein Hinweis auf ein Autoimmungeschehen bei mir vor.

Hier ein paar Daten:

TSH war bei mir 7.6 (Ref-Bereich 0.27-4.20)
Triglyceride: 68 (Ref.-Bereich <200)
Cholesterin: 165 (Ref.-Bereich 130-200)
T3 frei 4,4 ng/L (Ref.-Werte 1.80-4.60)
T4 frei 13.2 ng/L (Ref.-Werte 9.30-17.0)
TPO-Ak 13,5 (Ref.-Werte <60)

Die Heilpraktikerin hat mir jetzt Glandula thyreoidea GI D30 verschrieben und dieses sollte ich anhand eines Adapplicator´s zweimal wöchentlich einnehmen. Eigentlich sollte das Medikament gespritzt werden, was ich jedoch abgelehnt habe. (Habe Angst vor Spritzen!)

Meine Frage ist jetzt, in meinem Bekanntenkreis leiden auch einige an einer Schilddrüsenunterfunktion, sie bekommen jedoch alle das L-Thyroxin von ihrem Arzt verschrieben. Die Heilpraktikerin hat mir selbstverständlich anheim gestellt, einen Arzt aufzusuchen.

Jedoch würde er mir ein Medikament aufschreiben, wo die Schilddrüse "lahm" gelegt wird und nicht mehr selbstständig arbeiten würde. Bei meinem "Präparat" würde die Schilddrüse weiterhin ihre Arbeit verrichten und bekäme nur dass, was sie bräuchte.

Ich bin etwas verunsichert und suche daher nach einem Rat.

Liebe Grüße
Wilma


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2007 9:31 
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Registriert: 05. Aug 2005 12:31
Beiträge: 103
Liebe Wilma!

Ich möchte hier auf keinen Fall eine Grundsatzdiskussion über Alternativmedizin lostreten - auch ich beschäftige mich viel mit natürlichen Heilmitteln und versuche sie wo immer es geht anzuwenden.
Aber: L-Thyroxin legt die Schilddrüse nicht lahm, sondern führt ihr die Hormone zu, die sie alleine nicht mehr produzieren kann. Ich würde an deiner Stelle zusätzlich die Meinung einer Schulmedizinerin einholen und unbedingt einen Ultraschall der Schilddrüse machen lassen. Vielleicht kannst du ja beide Richtungen kombinieren!

Alles Liebe,

Lisa


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2007 12:49 
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Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo wilma,
Zitat:
Anhand der Blutwerte kam jetzt heraus, dass ich an einer Hypothyreose leide. Es besteht kein Nachweis von Autoantikörper gegen Schilddrüsengewebe. Ferner liegt kein Hinweis auf ein Autoimmungeschehen bei mir vor.

TSH 7.6 (Ref-Bereich 0.27-4.20)
T3 frei 4,4 ng/L (Ref.-Werte 1.80-4.60)
T4 frei 13.2 ng/L (Ref.-Werte 9.30-17.0)
TPO-Ak 13,5 (Ref.-Werte <60)

das stimmt nicht so ganz, dass du keinerlei nachweis von ak hast: zunächst müssen auch die tg-ak überprüft werden - wobei es auch sein kann, dass ein autoimmungeschehen vorliegt, aber die ak nicht messbar sind! und wie lisa schon geschrieben hat, der eindeutigste nachweis liegt im ultraschall der schilddrüse - den würde ich dir auch ganz dringend empfehlen.
ich habe selbst schon von einer kinesiologin, nach vorherigen austesten, glandula thyreoidea - ampullen verschrieben bekommen. die sollte ich spritzen, das war aber nur eine gewisse anzahl (10x oder 20x, weiss ich nicht mehr) und das sollte kein 'hormonersatz' sein. das hab ich gemacht und mein gesamtzustand hat sich insgesamt verbessert. ich habe zu diesem zeitpunkt bereits thyrex genommen, und die sollte ich auch weiternehmen.
deine diagnose steht noch nicht fest - ich würde dir empfehlen, einen schilddrüsen-spezialisten aufzusuchen.

lg,
patrizia


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2007 21:38 
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Registriert: 22. Feb 2007 21:08
Beiträge: 9
Hallo Lisa & Patrizia,

vielen Dank für eure Hilfe.

Ich werde gleich am Montag einen Arzt aufsuchen, der weiteres veranlassen kann / wird.

Die Ultraschalluntersuchung erfolgt diese mittels Kontrastmittel / Spritze? Oder ist diese eine ganz normale Untersuchung - wie ich sie bei anderen Untersuchungen bereits kenne?

Gibt es Nebenwirkungen bei L-Thyroxin die mir "Kopfschmerzen" bereiten sollten? Wie wird die Dosis genau ermittelt?

Ferner möchte ich noch gerne wissen, gibt es andere Alternativen, die SD-Unterfunktion zu behandeln?

Liebe Grüße!

Wilma


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BeitragVerfasst: 26. Feb 2007 13:18 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo wilma,

die ultraschalluntersuchung erfolgt komplett ohne kontrastmittel bzw. spritze - es wird lediglich ein gel auf die halsregion aufgetragen, die mittels ultraschall untersucht wird.
es gibt noch die szinitgrafie - die würde ich persönlich aber nur bei begründetem verdacht machen lassen - nicht nur einfach als standarduntersuchung. dabei wird radioaktives material verwendet, um die sd-aktivität (zb. bei knoten) festzustellen.

nebenwirkungen bei L-Thyroxin: nein, kenn ich keine. es muss das fehlende sd-hormon zugeführt werden, um den stoffwechsel usw. optimal aufrecht zu erhalten. ich habe damals selber mit der hormoneinnahme gezögert, da ich noch nie ein fan von medikamenten war - aber auf thyrex möchte ich nicht mehr verzichten.

auf deine frage: Wie wird die Dosis genau ermittelt? zunächt einmal muss/sollte das medikament eingeschlichen werden - sonst reagiert der körper mit überfunktionssymtomen (ähnlich zu unterfunktionssymtomen), wobei der stoffwechsel (im gegensatz zur unterfuntion) auf vollen touren läuft. der körper muss sich erst an die hormongabe von aussen gewöhnen und das dauert ein bisschen. meistens wird anhand des gewichts die dosis bestimmt (grobe bestimmung). die feinabstimmung kann man erst dann in angriff nehmen, wenn man die verordnete dosis zumindest 4-6 wochen genommen hat - dann sollte sich der körper darauf eingestellt haben. dann eine blutabnahme mit den werten: tsh, ft3 und ft4 (freie werte) - es gibt auch die gebundenen t3 und t4 (sind aber angeblich nicht so aussagekräftig wie die freien, deshalb werden die freien zur abnahme empfohlen). passt der tsh (sollte unter homonsubstition zw. 0,5 - 1,5 liegen) und liegen die ft3-/ft4-werte nicht ausserhalb der norm - wird man sagen, dass du gut eingestellt bist. wichtig ist aber genauso wie du dich fühlst - wenn du dich noch nicht gut fühlst, wäre es gut, wenn du die dosierung minimal änderst (wenn du dir das zutraust allein, sonst nach rücksprache mit deinem arzt).
ich würde tippen: anfangsdosis bei dir (ich gehe nur nach der tsh-höhe, da ich nicht mehr von dir weiss): 50 µg t4-hormon (möglich vielleicht auch 75µg). anfangen würde ich mit 25 µg und nach ca. einer woche auf 50µg steigern - achte auf dein befinden: in den ersten tagen nach dosissteigerung(bzw. einstieg) wirst du wahrscheinlich ganz leichte üf-symptome haben, die sich schnell legen werden - danach darauf achten, ob du etwas weniger müde, antriebslos, ... bist. nach ca. 1 woche (kannst auch länger warten; oder kürzer, wenn du keine probleme hattest) steigerung um 25µg. dann wieder auf dein befinden achten. wenn du dich gut fühlst, diese dosis für 4-6-wo. beibehalten und eine neuerliche blutabnahme machen. bist du weiterhin müde&co würde ich noch einmal um 25µg erhöhen - aber dann nicht mehr höher gehen, sonst kommst du ziemlich sicher in überfunktion!! dosis wieder 4-6- wo. beibehalten und blutabnahme - werte kontrollieren. du kannst die werte hier posten, wenn du magst. alternative zur blutabnahme gibt es leider keine (wegen deiner angst vor spritzen) - und leider ist zu beginn eine engmaschige blutkontrolle notwendig, wenn die werte passen und du dich gut fühlst reichen 1-2x jährlich.
bei der nä. blutabnahme würde ich zusätzlich noch einmal (und das nur einmalig) folgende antikörper abnehmen lassen: tpo-ak, tg-ak und trak. und sicherheitshalber nä. mal zusätzlich: t3, t4 und tbg - am besten gleich einen kompletten hormonstatus machen lassen.

alternativen um ein sd-uf zu behandlen?
ich hab kinesiologie und homöopathie ausprobiert - beides half mir insofern, dass ich mich insgesamt besser fühle. ich habe hashimoto - und dagegen gibt es kein mittel, das das autoimmungeschen unterdrücken könnte - zumindest kenn ich es nicht. bei dir wäre zu klären, warum du eine sd-uf hast (und ob sie nicht doch aufgrund von hashimoto bedingt ist). ich gehe auch zu einer craniosacraltherapeutin - das kann ich sehr empfehlen. schüsslersalze habe ich ebenfalls probiert - haben sicher einiges verbessert, aber die einnahme war mir zu umständlich (zuviele tabl. über den tag verteilt). interessant wären sicher noch orthomolekulare medizin (unterstützend) und tcm.

deine werte sind interessant, denn dein tsh liegt hoch (zeigt uf an), aber ft3 und t4 zeigen keine uf. aber nachdem der tsh hoch ist, könnte das der beginn einer uf sein. und speziell der ft3 liegt sehr hoch und nun ist es für mich verwunderlich, warum du dauernd müde bist, wenn das ft3 so hoch ist. das t3 ist nämlich das aktive hormon - theoretisch müsstest du ziemlich fit sein. normalerweise befinden sich bei einer bereits länger andauernden uf zumindest einer
der beiden ft-werte an der unteren normgrenze - das deutet dann draufhin, das die sd bereits auf hochtouren arbeitet, um das erforderliche hormon herzustellen. bei dir scheint das aber nicht der fall zu sein. eine weitere möglichkeit wäre: hashimoto. wenn man einen schub hat und sich zellen 'verabschieden', geben diese das gespeicherte hormon t4 frei, dass wiederum -wie im normalfall auch- in t3 umgewandelt wird, nur wird diesmal sehr viel t4 in entsprechend t3 umgewandelt. dadurch würde sich der hohe ft3 erklären. gegen eine längerandauernde uf (wie durch hashimoto) spricht allerdings, dass dein cholesterinwert nicht hoch ist. noch eine weitere möglichkeit wäre die hypophyse, die aus irgendeinem grund zuviel tsh produziert und damit die sd anregt, mehr hormon zu erzeugen allerdings (und deshalb hast du vielleicht einen hohen ft3 wert).
es gibt sicher noch etliche andere erklärungen - wahrscheinlich wird bei dir ein trh-test gemacht werden, um die funktionsstörung der sd abzuklären, da sie nicht eindeutig ist. trh muss hier nicht gespritzt werden, es kann auch oral oder über die nase verabreicht werden.

viel glück,
patrizia


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 Betreff des Beitrags: an Patrizia
BeitragVerfasst: 26. Feb 2007 16:41 
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Hallo Patrizia !

Bewundernswert wie toll du wieder einmal einem Neuling alles genau erklärt hast.

So sollte halt auch so manches Arztgespräch geführt werden um dem Patienten über seine Erkrankung aufzuklären und ihm erste Angst zu nehmen.

Ich danke dir für die Mühe die du dir immer machst.

Schönen Tag
USCHI


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BeitragVerfasst: 03. Mär 2007 20:44 
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Registriert: 22. Feb 2007 21:08
Beiträge: 9
Hallo Patrizia,

herzlichen Dank für deine Aussage!!!!!!!

Ich war zwischenzeitlich beim Hausarzt, dieser hat durch abtasten bereits bemerkt, dass meine Schilddrüse ein wenig vergrössert ist.

Am Montag habe ich einen Termin zur Szinitgrafie - in der Hoffnung das ist das "Mittelchen" nicht gespritzt bekomme, sondern oral einnehmen darf.

:-(

Liebe Grüße

Wilma


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Mär 2007 17:41 
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Registriert: 30. Sep 2006 18:03
Beiträge: 189
Wohnort: Wien
Ich hatte schon mehrmals eine Szintigraphie - mir wurde "das Mittelchen" aber jedes mal gespritzt.
Nach einer Wartezeit von ca. 25 min wurde dann die Szinti gemacht.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Mär 2007 18:01 
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Registriert: 22. Feb 2007 21:08
Beiträge: 9
Hallo Hermine,

ich habe gelesen, dass man dieses auch Oral einnehmen kann.

Die Spritze ist für mich ausgeschlossen. :-)

Liebe Grüße

Wilma


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BeitragVerfasst: 05. Mär 2007 13:57 
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Registriert: 22. Feb 2007 21:08
Beiträge: 9
Hallo zusammen,

ich war heute beim Facharzt für Nuklearmedizin. Dort hat er mittels Ultraschall meine Schilddrüse untersucht. Soweit keine grosen Veränderungen.

Er verschrieb mir heute L-Thyroxin 100 mg.
Ich soll ab morgen mit 1/2 Tablette anfangen und diese 10 Tage nehmen, danach 3/4 10 Tage lang und danach 1 Tablette einnehmen. Nach 4 Wochen solle ich zur Laboruntersuchung.

Er sagte mir, dass ich sie morgens vor dem Frühstücken mind. 1/2 Stunde vorher einnehmen soll. Ferner sollte ich auf mein Wohlbefinden achten. Es dürften soweit keine Nebenwirkungen auftreten, weil die Symtome / Werte bei mir eindeutig sind.

Ist dagegen etwas einzuwenden? Worauf muss ich jetzt achten?

Liebe Grüße

Wilma

P.S.: Eine Szintigraphie war nicht notwending gewesen. :-)


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