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hallo wilma,
die ultraschalluntersuchung erfolgt komplett ohne kontrastmittel bzw. spritze - es wird lediglich ein gel auf die halsregion aufgetragen, die mittels ultraschall untersucht wird.
es gibt noch die szinitgrafie - die würde ich persönlich aber nur bei begründetem verdacht machen lassen - nicht nur einfach als standarduntersuchung. dabei wird radioaktives material verwendet, um die sd-aktivität (zb. bei knoten) festzustellen.
nebenwirkungen bei L-Thyroxin: nein, kenn ich keine. es muss das fehlende sd-hormon zugeführt werden, um den stoffwechsel usw. optimal aufrecht zu erhalten. ich habe damals selber mit der hormoneinnahme gezögert, da ich noch nie ein fan von medikamenten war - aber auf thyrex möchte ich nicht mehr verzichten.
auf deine frage: Wie wird die Dosis genau ermittelt? zunächt einmal muss/sollte das medikament eingeschlichen werden - sonst reagiert der körper mit überfunktionssymtomen (ähnlich zu unterfunktionssymtomen), wobei der stoffwechsel (im gegensatz zur unterfuntion) auf vollen touren läuft. der körper muss sich erst an die hormongabe von aussen gewöhnen und das dauert ein bisschen. meistens wird anhand des gewichts die dosis bestimmt (grobe bestimmung). die feinabstimmung kann man erst dann in angriff nehmen, wenn man die verordnete dosis zumindest 4-6 wochen genommen hat - dann sollte sich der körper darauf eingestellt haben. dann eine blutabnahme mit den werten: tsh, ft3 und ft4 (freie werte) - es gibt auch die gebundenen t3 und t4 (sind aber angeblich nicht so aussagekräftig wie die freien, deshalb werden die freien zur abnahme empfohlen). passt der tsh (sollte unter homonsubstition zw. 0,5 - 1,5 liegen) und liegen die ft3-/ft4-werte nicht ausserhalb der norm - wird man sagen, dass du gut eingestellt bist. wichtig ist aber genauso wie du dich fühlst - wenn du dich noch nicht gut fühlst, wäre es gut, wenn du die dosierung minimal änderst (wenn du dir das zutraust allein, sonst nach rücksprache mit deinem arzt).
ich würde tippen: anfangsdosis bei dir (ich gehe nur nach der tsh-höhe, da ich nicht mehr von dir weiss): 50 µg t4-hormon (möglich vielleicht auch 75µg). anfangen würde ich mit 25 µg und nach ca. einer woche auf 50µg steigern - achte auf dein befinden: in den ersten tagen nach dosissteigerung(bzw. einstieg) wirst du wahrscheinlich ganz leichte üf-symptome haben, die sich schnell legen werden - danach darauf achten, ob du etwas weniger müde, antriebslos, ... bist. nach ca. 1 woche (kannst auch länger warten; oder kürzer, wenn du keine probleme hattest) steigerung um 25µg. dann wieder auf dein befinden achten. wenn du dich gut fühlst, diese dosis für 4-6-wo. beibehalten und eine neuerliche blutabnahme machen. bist du weiterhin müde&co würde ich noch einmal um 25µg erhöhen - aber dann nicht mehr höher gehen, sonst kommst du ziemlich sicher in überfunktion!! dosis wieder 4-6- wo. beibehalten und blutabnahme - werte kontrollieren. du kannst die werte hier posten, wenn du magst. alternative zur blutabnahme gibt es leider keine (wegen deiner angst vor spritzen) - und leider ist zu beginn eine engmaschige blutkontrolle notwendig, wenn die werte passen und du dich gut fühlst reichen 1-2x jährlich.
bei der nä. blutabnahme würde ich zusätzlich noch einmal (und das nur einmalig) folgende antikörper abnehmen lassen: tpo-ak, tg-ak und trak. und sicherheitshalber nä. mal zusätzlich: t3, t4 und tbg - am besten gleich einen kompletten hormonstatus machen lassen.
alternativen um ein sd-uf zu behandlen?
ich hab kinesiologie und homöopathie ausprobiert - beides half mir insofern, dass ich mich insgesamt besser fühle. ich habe hashimoto - und dagegen gibt es kein mittel, das das autoimmungeschen unterdrücken könnte - zumindest kenn ich es nicht. bei dir wäre zu klären, warum du eine sd-uf hast (und ob sie nicht doch aufgrund von hashimoto bedingt ist). ich gehe auch zu einer craniosacraltherapeutin - das kann ich sehr empfehlen. schüsslersalze habe ich ebenfalls probiert - haben sicher einiges verbessert, aber die einnahme war mir zu umständlich (zuviele tabl. über den tag verteilt). interessant wären sicher noch orthomolekulare medizin (unterstützend) und tcm.
deine werte sind interessant, denn dein tsh liegt hoch (zeigt uf an), aber ft3 und t4 zeigen keine uf. aber nachdem der tsh hoch ist, könnte das der beginn einer uf sein. und speziell der ft3 liegt sehr hoch und nun ist es für mich verwunderlich, warum du dauernd müde bist, wenn das ft3 so hoch ist. das t3 ist nämlich das aktive hormon - theoretisch müsstest du ziemlich fit sein. normalerweise befinden sich bei einer bereits länger andauernden uf zumindest einer
der beiden ft-werte an der unteren normgrenze - das deutet dann draufhin, das die sd bereits auf hochtouren arbeitet, um das erforderliche hormon herzustellen. bei dir scheint das aber nicht der fall zu sein. eine weitere möglichkeit wäre: hashimoto. wenn man einen schub hat und sich zellen 'verabschieden', geben diese das gespeicherte hormon t4 frei, dass wiederum -wie im normalfall auch- in t3 umgewandelt wird, nur wird diesmal sehr viel t4 in entsprechend t3 umgewandelt. dadurch würde sich der hohe ft3 erklären. gegen eine längerandauernde uf (wie durch hashimoto) spricht allerdings, dass dein cholesterinwert nicht hoch ist. noch eine weitere möglichkeit wäre die hypophyse, die aus irgendeinem grund zuviel tsh produziert und damit die sd anregt, mehr hormon zu erzeugen allerdings (und deshalb hast du vielleicht einen hohen ft3 wert).
es gibt sicher noch etliche andere erklärungen - wahrscheinlich wird bei dir ein trh-test gemacht werden, um die funktionsstörung der sd abzuklären, da sie nicht eindeutig ist. trh muss hier nicht gespritzt werden, es kann auch oral oder über die nase verabreicht werden.
viel glück,
patrizia
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