hi,
bei dir wurde vor 2 monaten eine latente hypothyreose festgestellt oder waren vor 2 monaten alle werte noch i.o.?!.
tsh ist zu hoch; tsh zeigt der sd an, dass sie mehr sd-hormone(t3 und t4) produzieren soll. ist der tsh hoch, heisst das: produziere mehr sd- hormon, wie bei dir. t3 und t4 liegen noch in der norm, die sd-unterfunktion steht bei dir scheinbar noch am anfang - aber gut, dass es jetzt schon entdeckt wurde!
t3, t4 und ak-werte wären interessant(samt angabe der normwerte). sind tg-ak und tpo-ak schon über der norm? wenn tg-ak und tpo-ak über grenzwert, dann besteht starker verdacht auf autoimmun-erkrankung der sd (=hashimoto). bei hashimoto wird ganz langsam(über jahre hinweg), aber stetig, die funktiontionsfähigkeit der sd-zellen zerstört. die sd kann nicht mehr im vollen umfang die sd-hormone selbst erzeugen, eine sd-unterfunktion entsteht(=hypothyreose) und man muss die fehlenden sd-hormone von aussen 'zuführen' (sprich sd-hormone nehmen). leider kann die volle funktionsfähigkeit der sd nicht mehr hergestellt werden. aufgrund des langsam voranschreitenden funktionsverlusts sollte man jährlich bzw. halbjährlich zur blutkontrolle. wenn der funktionsverlust seit der letzten untersuchung weiter fortgeschritten ist, muss man die dosierung der sd-hormone erhöhen, damit alle stoffwechselprozesse des körpers einwandfrei funtkionieren.
bevor bei mir hashimoto entdeckt wurde, wusst ich grad mal, dass ich sowas wie eine sd habe, aber nicht für welche wichtige funktionen die sd überhaupt zuständig ist. ich empfehle dir auf jeden fall die sd-hormone zu nehmen. noch merkst du vielleicht keine auswirkungen, da T3 noch in der norm ist, aber je eher du deine sd unterstützt, umso früher kannst du den zerstörungsprozess aufhalten - denn je mehr die sd arbeitet (dein tsh sagt bereits der sd: arbeite mehr, erzeuge mehr hormon, der körper ist mit sd-hormon unterversorgt), umso stärker ist das autoimmungeschehen(d.h. die zerstörung der sd-zellen). unterstützt du nun mit medis die dzt. auf vollen touren laufende sd, muss sie weniger arbeiten und der autoimmunprozess wird schwächer.
ein sd-ultraschall wäre auch sinnvoll, um die sd-erkrankung komplett abzuklären. hier sieht man, welche bereiche gut arbeiten und welche nicht mehr, und man kann auch das funktionierende volumen der sd bestimmen. hashimoto ist im us gut erkennbar, wenn es bereits etwas fortgeschritten ist. von einer standard-szintigrafie rate ich ab, ich denke, beim ultraschall sieht man genug - die szinti ist nur ausnahmefällen notwendig. vielleicht noch hypophyse vorsichtshalber ansehen lassen, jodhältige nahrungsmittel meiden, v.a. in nahrungergänzungsmitteln.
bgzl erhöhte trak: arzt drauf ansprechen - kann eine augenbeteiligung bedeuten (druckerhöhung,...).
zum nachlesen:
http://www.hashimotothyreoiditis.de/Index.html
http://www.medizinfo.de/endokrinologie/ ... druese.htm
http://www.schilddruesenpraxis.de/z_fset.html (unter lexikon/einzelthemen sd/ ...)
alles gute,
lg,
patrizia