Schilddrüsenforum Österreich
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Schilddrüsenunterfunktion und Medikamentation
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Seite 1 von 1

Autor:  Sonja DH [ 23. Mai 2006 14:37 ]
Betreff des Beitrags:  Schilddrüsenunterfunktion und Medikamentation

Da ich den Eindruck bekomemn habe, dass es in diesem Forum ein paar Leute gibt, die sich mit dieser Erkrankung (Störung) recht gut auskennen, hier eine Frage. Nachdem sich drei Ärzte geweigert hatten mich auf eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion untersuchen zu lassen (Argument, "sie haben bestimmt keine, schaun sie halt, dass sie weniger essen") hat nun vor 3 Jahren ein Gynekologe von sich aus den Verdacht geäußert, der dann auch bestätigt wurde. Ursache: eine zu kleine Schilddrüse, die nicht ausreichend Hormone produzieren kann. Nun habe ich zwei Fragen:

1.) ich habe beiher unterschiedliche Aussagen fdarüber gehört, wie sich die Einnahme von Thyrex auf das Gewicht auswirkt: offensichtlich speichert der Körper dann vermehrt Wasser, stimmt das?

2.) Nachdem ich das Medikament mehr oder weniger regelmäßig eingenommen habe, hatte ich eine Phase, in der ich häufig erhöhte Temperatur hatte und an Unruhezuständen litt. Ein Arzt äußerte die Vermutung, dass es an einer Überdosierung liegen könnte, ich setzte Thyrex (Dosierung 0,1 g 1/2 Tablette pro Tag) ab und ging einige Wochen später zur Untersuchung: die Werte waren normal.

Seither nehme ich die Tabletten 2-5 Tage, wenn ich mich wieder schlapp fühle, ansonsten nehme ich sie nicht. Bisher bekam ich keine eindeutige Rückmeldung von den Ärzten, ob das schlecht sei oder nicht.

Hat jemand damit Erfahrung?

Bei meinem Hund wurde gestern ebenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, deshalb ist das Thema für mich wieder aktuell.

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe

Sonja

Autor:  gracia [ 24. Mai 2006 15:16 ]
Betreff des Beitrags:  Ich versuchs einmal

1.) ich habe beiher unterschiedliche Aussagen fdarüber gehört, wie sich die Einnahme von Thyrex auf das Gewicht auswirkt: offensichtlich speichert der Körper dann vermehrt Wasser, stimmt das?
*** Meines Erachtens wird nicht durch das Thyrex vermehrt Wasser gespeichert, sondern durch die vorhandene UF. Dies gibt sich erst wieder, wenn man gut eingestellt ist und das kann ein langer Weg sein. *****

2.) Nachdem ich das Medikament mehr oder weniger regelmäßig eingenommen habe, hatte ich eine Phase, in der ich häufig erhöhte Temperatur hatte und an Unruhezuständen litt. Ein Arzt äußerte die Vermutung, dass es an einer Überdosierung liegen könnte, ich setzte Thyrex (Dosierung 0,1 g 1/2 Tablette pro Tag) ab und ging einige Wochen später zur Untersuchung: die Werte waren normal.
*** Welches Medikament hast du genommen, Thyrex. Welche Menge davon und warum nur mehr oder weniger regelmäßig? Thyrex ist jenes Medikament, welches die Hormone, welche unsere Schilddrüse zu wenig erzeugt ersetzen soll. Davon die richtige Menge zu finden ist sehr schwer. Vorraussetzung für eine gute Einstellung ist immer, Thyrex REGELMÄßIG !!!
Seither nehme ich die Tabletten 2-5 Tage, wenn ich mich wieder schlapp fühle, ansonsten nehme ich sie nicht. Bisher bekam ich keine eindeutige Rückmeldung von den Ärzten, ob das schlecht sei oder nicht.

Hat jemand damit Erfahrung?

Bei meinem Hund wurde gestern ebenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert, deshalb ist das Thema für mich wieder aktuell.

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe

Sonja

Autor:  gracia [ 24. Mai 2006 15:32 ]
Betreff des Beitrags:  Ich versuchs einmal

1.) ich habe beiher unterschiedliche Aussagen fdarüber gehört, wie sich die Einnahme von Thyrex auf das Gewicht auswirkt: offensichtlich speichert der Körper dann vermehrt Wasser, stimmt das?
*** ***********************Meines Erachtens wird nicht durch das Thyrex vermehrt Wasser gespeichert, sondern durch die vorhandene UF. Dies gibt sich erst wieder, wenn man gut eingestellt ist und das kann ein langer Weg werden. *************************** *****

2.) Nachdem ich das Medikament mehr oder weniger regelmäßig eingenommen habe, hatte ich eine Phase, in der ich häufig erhöhte Temperatur hatte und an Unruhezuständen litt. Ein Arzt äußerte die Vermutung, dass es an einer Überdosierung liegen könnte, ich setzte Thyrex (Dosierung 0,1 g 1/2 Tablette pro Tag) ab und ging einige Wochen später zur Untersuchung: die Werte waren normal.
*** ***********************Welches Medikament hast du genommen, Thyrex? Welche Menge davon und warum nur mehr oder weniger regelmäßig? Thyrex ist jenes Medikament, das die Hormone, welche unsere Schilddrüse zu wenig erzeugt, ersetzen soll. Davon die richtige Menge zu finden ist sehr schwer. Vorraussetzung für eine gute Einstellung ist immer, Thyrex REGELMÄßIG !!! d.h. nüchtern mindestens 1/2 - 1 Std. vor dem Frühstück einzunehmen. Die Wirkung ist sehr träge und zeigt sich erst nach ca. 4-6 Wochen. Daher sollte man dann wieder zum Bluttest gehen (ohne vorher das Thyrex zu nehmen!) und schauen ob die Menge reicht. Wenn die UF noch immer besteht (sieht man am besten am TSH-Wert) dann braucht man mehr Thyrex und das ganze beginnt von vorne. Du schreibst die Werte waren normal, was ist normal - da haben die Ärzte eine große Bandbreite. In der Regel muss jeder seine Idealwerte selber finden. Unruhezustände sind normal und können am Anfang, durch das Thyrex entstehen, daher sollte man nur in ganz kleinen Schritten einsteigen bzw. erhöhen. Mit der Zeit gibt sich dass, und der Körper gewöhnt sich an das Medikament. Die Unruhe vergeht leider auch erst nach guter Einstellung. ************************************
Seither nehme ich die Tabletten 2-5 Tage, wenn ich mich wieder schlapp fühle, ansonsten nehme ich sie nicht. Bisher bekam ich keine eindeutige Rückmeldung von den Ärzten, ob das schlecht sei oder nicht.
***************************Wie gesagt, die Wirkung von Thyrex dauert 4 bis 6 Wochen, daher nützt es nichts, sie fallweise wie eine Kopfwehpulver zu nehmen. Das wäre natürlich super, geht aber nicht. Du wirst das ganze nur hinbekommen, wenn du die für dich richtige Thyrexmenge gefunden hast und dann musst du diese dein ganzes Leben lang täglich nehmen, sonst hat's überhaupt keinen Sinn. Im Gegenteil, du verwirrst nur deine Schilddrüse und deinen Körper und dadurch verschlechtert sich alles noch. ******************************

Hat jemand damit Erfahrung?
**********************Leider habe ich die Erfahrung, mir wäre es auch lieber, wenn ich von der ganzen Schilddrüsengeschichte nichts wüsste. Ich kann dir nur raten, dir einen guten Arzt zu suchen der dir hilft. Ich habe mich selber informiert und fast alleine eingestellt. Zum Glück hatte ich einen Arzt, der zwar keine Ahnung hatte, aber wenigstens jederzeit die Bluttests gemacht hat und mir so sehr geholfen hat.************************
Liebe Grüße Gracia

Autor:  Sonja DH [ 02. Jun 2006 11:48 ]
Betreff des Beitrags:  Danke für die Info

Hallo Grazia

Danke für die Information. Ich habe anfangs die Sache ersnt geommen ,wei les mir so schlecht ging- ich wa rvöllig lethargisch, bereits um 16.00 h so müde, dass ich nichts mehr arbeiten konnte. Leider bin ich - was Medikamenete betriftt - sehr inkonsequent. Das das für den Körper nicht so gut sein kann, dachte ich schon, nur ich hab einfach darauf vergessen, wei lich das Medikament nicht in den Urlaub mitgenommen hatte und dann ganz verzichtet. Einen guten Arzt zu finden ist nicht leicht, derjenige aber, der mich zur Kontrolle geschickt hat, hat aber einen guten Eindruck gemacht. Einen richtigen Befund bzw. Erklärung darüber, weshalb meine Schilddrüse zu klein ist, habe ich nicht. Eine Kontrolle wurde im Krankenhaus abgelehnt - nicht nötig, hieß es. Und interessanterweiose waren die Werte ja in Ordnung, zwar im unteren Drittel, aber immerhin. Und das obwohl ich lange Zeit kein Thyrex (0,1 mg 1/2 Tablette/Tag) genommen hatte, nur unmittelbar davor. Die Sache mit meinem Hund hat mich wieder nachdenklich gemacht und mir klar gemacht, dass ich meine Erkrankung vielleicht auch wahrnehmen und nicht so auf die leichte Schulter nehmen sollte. Ich frage mich nur: woher kommt eine zu kleine Schilddrüse?

Sonja

Autor:  mch66 [ 13. Jun 2006 21:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Danke für die Info

Sonja DH hat geschrieben:
Und interessanterweiose waren die Werte ja in Ordnung, zwar im unteren Drittel, aber immerhin. Und das obwohl ich lange Zeit kein Thyrex (0,1 mg 1/2 Tablette/Tag) genommen hatte, nur unmittelbar davor.

Ich frage mich nur: woher kommt eine zu kleine Schilddrüse?


Hallo Sonja!

Wenn Du die Hormone vor der Blutabnahme genommen hast, dann erklärt das, warum die Werte einigermaßen gut waren, denn dann hattest Du die Medikamente im Blut.

Ich kann Dir nur empfehlen, die Sache ernst(er) zu nehmen, die Medikamente gut einzustellen und regelmäßig zu nehmen.

Auch eine Abklärung der Ursache ist wichtig, wenn Du eine zu kleine SD hast, dann könnte es sich um Hashimoto handeln. Bei dieser Erkrankung wird die SD durch die SD-Antikörper (TPO-AK) langsam zerstört, wodurch es langsam zu einer Unterfunktion kommt.

Ich würde an Deiner Stelle als erstes bei einem Spezialisten abklären, woher die Unterfunktion kommt, ob es sich um Hashimoto handelt, und versuchen, langsam die richtige Dosis für das SD-Hormon-Medikament zu finden.

Nachdem Du beim ersten Mal schlechte Erfahrungen gemacht hast mit einer zu hohen Dosierung wäre es sicher wichtig, wenn Du alles genau mit dem Arzt besprichst, die alten Befunde mitbringst, genau sagst, was Du bis jetzt genommen hast, wie viel wovon und mit einer vorsichtigen Dosierung Dich langsam an Deine Dosierung "anpirscht"

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne auch über unsere HP http://members.aon.at/shg.schilddruese/ kontaktieren!

lg
Maria

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