Schilddrüsenforum Österreich
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Frage an alle Schilddrüsenerkrankten!
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Autor:  Gast [ 16. Mär 2006 12:33 ]
Betreff des Beitrags:  Frage an alle Schilddrüsenerkrankten!

Vor 3 Jahren hatte ich, weiblich, 39, eine Halsentzündung. Im Anschluss ein massives Globusgefühl. Mein Hausarzt meinte, das käme noch von der Infektion. Da es auch in den folgenden Wochen nicht besser wurde, machte ich unzählige Untersuchungen: Refluxröntgen (Verdacht auf Zwerchfellbruch), Halswirbelröntgen, Allergietest, EKG, Kehlkopfspiegelung, Kieferröntgen, Halsultraschall (Schilddrüse normal groß lt. Befund), doch niemand empfahl mir, die Schilddrüse zu untersuchen. Gleichzeitig hatte ich einen unwahrscheinlich schnellen Puls und seit damals fühle ich mich nie mehr richtig gut. Jetzt ist der Puls oft viel zu langsam (geht runter bis 50, obwohl der Blutdruck leicht gestiegen ist (öfters um die 145/95), ich bin so depressiv (hab dadurch das Globusgefühl immer als psychosomatische Erscheinung abgetan), unreine Haut, Angst- und Panikattacken, in letzter Zeit schlafe ich schlecht, habe stets das Gefühl einer inneren Anspannung (das ist mein Hauptproblem, nie mehr entspannen zu können ist ganz furchtbar schlimm), Druck-Kopfschmerzen, immer noch anfallsweise das Globusgefühl (bei Belastung, oft auch wenn ich in einer bestimmten Lage im Bett liege), unregelmäßige Menstruation (obwohl in letzter Zeit besser, aber manchmal bleibt sie auch 3 Monate weg, wir verhüten seit 16 Jahren nicht und trotzdem wurde ich nie mehr schwanger), ich würde dauernd zunehmen (passe so auf, wenn ich nur einmal abends etwas esse, habe ich nächsten Tag gleich 1-2 kg mehr), manchmal leicht geschwollene Beine und das Gefühl, Halsschmerzen zu haben und und und. Jetzt wurde bei meiner Schwester das Hashimoto-Syndrom festgestellt nach einer massiven Schilddrüsenentzündung. Und jetzt meine Frage (traue mich ja kaum mehr zu einem Arzt, fühle mich wie ein Hypochonder): Wäre es möglich, dass so etwas vererbt ist und es sich bei mir auch um eine Schilddrüsenerkrankung handelt?

Autor:  Gast [ 16. Mär 2006 12:43 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo!

Ja, bei Schilddüsenerkrankungen kann es meines Wissens nach oft vorkommen, dass mehrere in der Familie davon betroffen sind, da sie u.a. von den Erbanlagen abhängig sind. Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall die Schilddrüse untersuchen lassen, deine Symptome hören sich ja auch sehr nach Hashimoto an. Und hab keine Angst davor, dass etwas festgestellt wird - falls du dann Tabletten bekommen solltest werden die Symptome viel besser!

LG

Autor:  Uschi [ 16. Mär 2006 13:43 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Namenloser !

Also in meiner Familie hat meine Großmutter, meine Mutter und ich eine Schilddrüsenerkrankung. Großmutter und ich haben Hashi, Mutter MB.

Das zum Thema Vererbung.

Lass deine SD checken, dann hast du Klarheit und bist beruhigter.

LG
Uschi

Autor:  Gast [ 16. Mär 2006 15:43 ]
Betreff des Beitrags: 

Na aber sicher!
Deine Symptome klingen ja sehr verdächtig...geh zu einem Internist, oder besser ins Elisabethspital - vergiß nicht zu erwähnen, dass das in deiner Familie schon vorgekommenist...Du bist kein Hypochonder!!!
LG
Lilli

Autor:  Gast [ 16. Mär 2006 16:53 ]
Betreff des Beitrags: 

hi,

deine symptome klingen sehr nach einer sd-unterfunktion(vielleicht oder anzunehmen: hervorgerufen durch hashimoto). die veranlagung für sd-erkrankungen kann vererbt werden, es muss aber nicht ausbrechen. verdacht besteht natürlich, wenn bei deiner schwester ht festgestellt wurde und deine symptome klingen ebenfalls sehr danach. und ich nehme auch an, dass auch du vor 3 jahren eine sd-entzündung hattest und nicht nur eine halsentzündung.
du schreibst nach deiner halsenzündung hattest du schnellen puls - das wäre ein überfunktionssymptom. das würde passen, ht beginnt nämlich mit einer überfunktion, da durch das zerstören des sd-gewebes zuviel hormon auf einmal freigesetzt wird - wie auch jeder schub so beginnt. danach ist etwas sd-gewebe zerstört und nicht mehr funktionstüchtig -deine sd schafft es immer weniger, genügend hormon selbst herzustellen - so landest du schön langsam in einer uf. solange deine sd auf vollen touren läuft, um die fehlende hormonmenge zu erzeugen, ist sie verstärkt gefährdet vom autoimmungeschehen angegriffen zu werden. erst wenn du sd-hormone einnimmst, entlastest du deine sd, sie muss nicht soviel hormon selbst herstellen, da du es ja von aussen zuführst, und autoimmunprozess wird nachlassen. das zerstörte gewebe bildet sich zwar nicht nach oder regeneriert sich, aber du stoppst damit die schnelle weiterzerstörung von sd-zellen.

zu abklärung: am besten ab zur blutabnahme
wo: sd-ambulanz oder überweisung ins labor mit folgenden werten, die wichtig sind, um eine sd-erkrankung festzustellen:

hormone: tsh, ft3, ft4
und antikörper: tpo-ak, tg-ak und trak
(für diese werte brauchst du nicht nüchtern sein).

und gleich einen termin bei einem nuklearmediziner ausmachen (in sd-ambulanz wird das sd-us gleich mitgemacht).

lg,
patrizia

Autor:  Gast [ 17. Mär 2006 14:39 ]
Betreff des Beitrags: 

Vielen vielen Dank euch allen. Hab mir schon einen Termin im KH ausgemacht zur Untersuchung. Muss aber bis Mai warten!
Liebe Grüße

Autor:  Gast [ 17. Mär 2006 15:47 ]
Betreff des Beitrags: 

hi,

bis mai dauert es mind. noch 1 1/2 monate. das ist eine lange zeit, kannst nicht vorher schon blutabnehmen gehen (du brauchst ja nur eine überweisung in ein labor mit o.a. werten) - denn je länger du wartest, bis du tabletten bekommst, umso länger dauert die einstellungphase und umso mehr wird von der sd zerstört.

lg,
patrizia

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