Schilddrüsenforum Österreich
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Bewusstseinsveränderung
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Autor:  Gast [ 24. Jan 2006 16:19 ]
Betreff des Beitrags:  Bewusstseinsveränderung

Meiner Frau wurde vor 3 Jahren die Schilddrüse entfernt (Krebs) und muss seitdem Medikamente nehmen. Seit der letzten Untersuchung vor ca. 3 Monaten (Medikamentendosis wurde geändert) hat sie sich im Wesen komplett verändert - ist nicht mehr möglich mir ihr normal zu sprechen, ist Nächtelang unterwegs, redet von Trennung (wir sind seit 15 Jahren verheiratet, haben 3 Kinder und sind glücklich verheiratet) - Kinder und diverse Haushaltsarbeiten werden vernachlässigt, - ausserdem hat sie immer wieder unreglmässige Regelblutungen. Einen zusätzlichen Kontrolltermin beim Arzt hat sie verweigert...

Eine ähnliche Verhaltensweise hat sie in den ersten Wochen nach der Operation gezeigt.

Kann dies an einer falschen Einstellung der Medikamente liegen ? Bitte um Info.

Autor:  Gast [ 24. Jan 2006 18:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Es ist möglich, dass die Dosierung noch nicht stimmt.

Sie muss regelmäßig überprüft werden und angepaßt werden.

Du musst sie überzeugen, zum Arzt zu gehen.

Autor:  Uschi [ 24. Jan 2006 18:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich sehe das auch so. Es ist wichtig deine Frau zum Arzt zu bringen. Vieles kann sich durch falsche Medikamenteneinnahme im Körper verändern bzw. bemerkbar machen.

Autor:  mch66 [ 24. Jan 2006 21:42 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo!

Es wäre gut, wenn man ein neues Blutbild mit den SD-Werten macht. Die SD hat so viel Einfluss auf den ganzen Menschen, wie man kaum annehmen mag! Dazu gehört leider auch die Psyche.

lg
Maria

Autor:  Gast [ 01. Feb 2006 18:20 ]
Betreff des Beitrags: 

BEWUSSTSEINSVERÄNDERUNG:

Bitte unterstützen Sie Ihre Frau, sie hat es jetzt am nötigsten.
Man muß sich daran gewöhnen, daß man ein Leben lang auf Medikamente angewiesen ist und sich drastisch umstellen muß.
Sicher ist der Partner von der Umstellung mitbetroffen.

Allein dies ist schon ein ungewohnter, neuer Aspekt für beide im Leben.

Man muß sich nach so einem Schicksal gemeinsam wieder fangen, Kraft tanken und viel Verständnis für den Partner aufbringen.
Als Betroffene fühlt man sich eben schrecklich und der Prozeß kann eben langwieriger sein.
ALSO:
Machen Sie Ihrer Frau das Leben so schön wie möglich.
Es ist das Beste was Sie tun können. Kümmern Sie sich weiter um Ihre Medikamenteneinnahme, schauen Sie was sie zu sich nimmt.
Allein schon deswegen, damit sich Ihre Familie rundum gesund ernährt.
Anderenfalls könnte Ihre Frau sich unbewußt Vorwürfe machen, was die Sache verkomplizieren würde.
Aber es kann ja wirklich jeden treffen.
Ich finde es schön, daß Sie sich Sorgen um Ihre Frau machen,
ich kenne auch Partnerschaften, wo sich Partner der Betroffenen kaum drumkümmert. Die wissen nicht mal was eine Schilddrüse ist.

Alles Liebe für Ihre Frau,
weiter so, und nur Mut - das brauchen wir alle!

Autor:  Uschi [ 01. Feb 2006 18:33 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich habe auch im Bekanntenkreis ein älteres Ehepaar. Der Mann hat große Probleme mit der Schilddrüse, sollte regelmäßig zu den Untersuchungen gehen auch wegen der richtigen Dosiseinstellung, hat dies aber immer verweigert.

Sein Wesen veränderte sich enorm. Früher war er ein gutmütiger Mensch, mit der Zeit wurde er ein Tyrann. Den ganzen Tag lag er im Bett, war zu nichts mehr zu gebrauchen, hatte schwere Depressionen und sämtliche Symptome die zu einer falschen Einstellung gehören. Seine Frau versuchte mit viel Liebe und Geduld diese Partnerschaft weiter zu ertragen, wurde dabei selbst seelisch krank und war verzweifelt. Trotzdem war sie immer für diesen Menschen da. Das ganze Leid zog sich über mehrere Jahre.

Vor 1 Monat verstarb dieser Mensch an einem Schlaganfall. Ich hoffe, dass seine Frau nun die Kraft hat, sich wieder ihrem eigenen Leben zu widmen und gesund wird.

Aber es hilft alles nichts, wenn der Partner keine ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt. Leider sind durch diese Krankheit nicht nur diese Menschen betroffen sondern auch die Partner als Angehörige.

Danke an alle verständnisvollen Partner und viel Kraft solche Situationen gut zu meistern.

LG
USCHI

Autor:  mch66 [ 04. Feb 2006 11:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Uschi hat geschrieben:
Sein Wesen veränderte sich enorm. Früher war er ein gutmütiger Mensch, mit der Zeit wurde er ein Tyrann. Den ganzen Tag lag er im Bett, war zu nichts mehr zu gebrauchen, hatte schwere Depressionen und sämtliche Symptome die zu einer falschen Einstellung gehören.


Hallo!

Genau darin liegt der Schlüssel, nämlich nicht hinzunehmen, wenn man falsch eingestellt ist sondern einen Arzt zu suchen, der einem weiterhilft so lange, bis es einem wieder gut geht!

Untersützt von alternativen Heilmethoden kann man auch mit einer sehr schweren SD-Erkrankung wieder ein gutes Leben führen und muss nicht dahinsiechen.

Umso schöner, wenn man auf seinem Weg von seinem Partner dabei unterstützt wird.

Wichtig ist einen guten Arzt zu finden, regelmäßig Werte zu machen und so lange zu kämpfen, bis man die richtige Hormoneinstellung hat um sich wieder wohl zu fühlen. Es ist ein weiter Weg, der viel, viel Geduld erfordert.

Ich kämpfe jetzt schon seite vielen, vielen Jahren. Einige Jahre unerkannt, da konnte man dann natürlich auch nichts dagegen tun (oder zumindest nicht das richtige!) und seit fast genau einem Jahr jetzt akut. Zum Glück geht es langsam aber beständig aufwärts.

Ich möchte damit allen Mut machen, dass man diese Erkrankung nicht als Schicksal betrachtet, gegen das man nichts machen kann.

lg
Maria

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