Schilddrüsenforum Österreich
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Hoher Puls und Beklemmungsgefühl nach Dosissteigerung?
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Autor:  Luzinella [ 23. Jan 2006 16:54 ]
Betreff des Beitrags:  Hoher Puls und Beklemmungsgefühl nach Dosissteigerung?

Hallo,

will meinen TSH von 2 auf 0.5 senken und habe zuletzt 1/2 Novothyral 50+ genommen. Da ich nach 11 Tagen wieder vermehr Unterfunktionssymptomen mit Wassereinlagerungen, Müdigkeit etc. hatte, erhöhte ich vor 2 Tagen auf 75+. Mein Problem:

Ich habe zwar einen sehr niedrigen Blutdruck von 98 :58 (ist sonst auch niedrig), aber der Puls ist jetzt ziemlich hoch auf 91 und ich habe leichte Beklemmungsgefühle.

Hat das jemand bei Dosissteigerung schon Mal gehabt? Gibt sich das?
Danke

Autor:  VIOLA [ 23. Jan 2006 20:22 ]
Betreff des Beitrags: 

Liebe Luzinella,
ja das gibt sich wieder. Brauchst keine Angst zu haben, vielleicht fällt bei dir die Dosissteigerungs-Reaktion etwas heftiger aus als bei Anderen.
Blutdruck-/Puls-Messen ist schon gut, aber übertreib es nicht und nimm dir noch Zeit für Schönes, Entspannendes, ...

Bussi, Viola

Autor:  mch66 [ 24. Jan 2006 21:39 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Luzinella!

Man sollte nicht zu rasch steigern, weil das kurzfristig zu Überfunktionssymptomen führen kann.

Bei der Schilddrüse braucht man Geduld, Geduld und nochmals Geduld!

Wichtig ist eine Dosierung ca. 4 - 6 Wochen zu halten, damit sich der Körper an die neue Stoffwechsellage gewöhnen kann. Du tust Deinem Körper nichts Gutes, wenn Du zu schnell steigerst!

lg
Maria

Werden Patienten wegen Hypothyreose neu eingestellt, ist es wichtig, immer mit niedrigen Levothyroxin-Dosierungen zu beginnen, die dann langsam gesteigert werden.

Denn durch die Substitutionstherapie wird der Kreislauf belastet. So nehmen durch Hochregulation der adrenergen Rezeptoren am Herzmuskel Herzfrequenz und Kontraktilität zu, was einen vermehrten Sauerstoffbedarf des Myokards bewirkt.

Die Folge: das Risiko für Angina-pectoris-Beschwerden oder Myokardinfarkte ist erhöht. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich bei jüngeren Patienten eine Startdosis von 25 bis 50 µg, die alle zwei bis vier Wochen erhöht wird.

Bei Senioren genügt eine Initialdosierung von nur 12,5 bis 25 µg, die alle vier Wochen erhöht wird. Je älter die Patienten sind, je länger die Hypothyreose besteht, je ausgeprägter die Symptome sind und je mehr Begleiterkrankungen, vor allem eine KHK, vorliegen, um so vorsichtiger muß dosiert werden.

Die Info wurde folgendem Link entnommen:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/0 ... hilddruese

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