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| Symptome Haschimoto untypisch https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=3&t=1402 |
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| Autor: | Gast [ 13. Jan 2006 9:45 ] |
| Betreff des Beitrags: | Symptome Haschimoto untypisch |
Ich weiß seit 2 Jahren, dass ich Haschimoto habe. Symptome habe ich keine bzw. eher Symptome für Überfunktion: bin sehr schlank und nehme ganz schnell ab, eher neröser getriebener Typ, brauch nicht viel Schlaf und hab eigentlich viel Energie. Ich nehme zur Zeit keine Medikamente, habe Angst, dass ich noch dünner und nervöser werde. Oder dass sich mein Stoffwechsel ändert und Richtung Unterfunktion geht (also müde, Gewichtszunahme). Hat da jemand Erfahrung? LG Sonja |
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| Autor: | Uschi [ 13. Jan 2006 10:49 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Guten Morgen! Also ich habe eigentlich auch eine Hashimoto, vorige Woche jedoch wurde eine Überfunktion festgestellt (seltsam), ich kriege keine Medikamente, weil man nicht weiß was es jetzt ist bzw. wird. Ich habe zwar wahnsinniges Herzrasen und Unruhe sowie Angst, aber was untypisch für die angeblich Überfunktion ist, dass mir schrecklich kalt ist und ich an Gewicht zunehme. Ich bin in Lainz auf der SD-Ambulanz habe aber zusätzlich jetzt einen Termin ausserhalb bei einem Endokrinologen vereinbart. Dort gehe ich in 3 Wochen hin. Mal sehen was der zu meiner Situation sagt. Heute Nacht bin ich übrigens duch "die Hölle" gegangen. Ich konnte einfach nicht einschlafen bin nach Mitternacht noch immer muntergewesen als ich plötzlich Schüttelfrost und Schweissausbrüche gleichzeitig bekam, das Herz raste wie verrückt und die Angst war wieder extrem da. Ich habe dann (da ich seit vielen Jahren an Panikattacken) leide 1/2 Xanor genommen und noch eine Stunde warten müssen, ehe sich die Lage entspannt hat und ich dann durchschlafen konnte. Auch heute bin ich nervös, habe Herzklopfen, hohen Puls ABER mir ist schrecklich kalt und ich kann mich nicht erwärmen, war ungewöhnlich für die UF ist. LG USCHI |
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| Autor: | Gast [ 13. Jan 2006 13:20 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Ihr beiden, auf der Seite www.hashimotothyreoiditis.de ist Hashimoto wirklich gut erklärt. Hier könnt Ihr sehen, dass Überfunktion bei Hashi NICHT seltsam ist. Hashi führt durch die Zerstörung der Schilddrüse zur Unterfunktion, jedoch kommt es gerade zuanfangs der Entzündung immer wieder zu Überfunktionsphasen, nämlich immer dann, wenn durch die Entzündung ein Teil des Schilddrüsengewebes zerstört wird und die darin gespeicherten Hormone unkontrolliert ins Blut abgegeben werden. Diese Phasen treten immer mal wieder auf und werden auch "Schübe" genannt. Wie lange sie dauern, ist individuell. Schilddrüsenhemmer wirken dann nicht. Diese Phase muss man immer aussitzen. Im übrigen möchte ich Euch noch auf was anderes aufmerksam machen: Über- und Unterfunktionssymptome kann man nicht in Schubladen stecken. Überfunktionssymptome könnten bei Unterfunktion auch auftreten, genauso wie Unterfunktionssymptome bei Überfunktion. Was Euch passiert, ist alles andere als seltsam - es ist völlig normal. Gruß Anna-Lena |
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| Autor: | Gast [ 13. Jan 2006 13:24 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Und dies ist noch für Sonja, Bei Deiner Schilderung fällt mir auf, dass Du schreibst, dass Du schon 2 Jahre diagnostizierte Hashimoto hast und dass Du anscheinend seitdem in Überfunktion bist. Dies ist eine ungewöhnlich lange Zeit, so dass ich Dich jetzt mal frage: Wurden bei Dir auch mal die TRAKs (TSH-Rezeptor-Antikörper) bestimmt? Wenn nein - bitte unbedingt nachholen! Mein Gedanke ist nämlich der, dass Du beide Antikörper-Typen hast (also von Hashi UND von Morbus Basedow). Sind die von MB über der Norm, dann ist in der Regel MB dominant - egal, wie hoch der Antikörper-Titer bei hashi ist. Und wenn MB dominant ist, dann ist die Behandlung anders anzusetzen. Nur mal ein Gedanke. Gruß Anna-Lena |
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| Autor: | Uschi [ 13. Jan 2006 13:40 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Gast hat geschrieben: Hallo Ihr beiden,
auf der Seite www.hashimotothyreoiditis.de ist Hashimoto wirklich gut erklärt. Hier könnt Ihr sehen, dass Überfunktion bei Hashi NICHT seltsam ist. Hashi führt durch die Zerstörung der Schilddrüse zur Unterfunktion, jedoch kommt es gerade zuanfangs der Entzündung immer wieder zu Überfunktionsphasen, nämlich immer dann, wenn durch die Entzündung ein Teil des Schilddrüsengewebes zerstört wird und die darin gespeicherten Hormone unkontrolliert ins Blut abgegeben werden. Diese Phasen treten immer mal wieder auf und werden auch "Schübe" genannt. Wie lange sie dauern, ist individuell. Schilddrüsenhemmer wirken dann nicht. Diese Phase muss man immer aussitzen. Im übrigen möchte ich Euch noch auf was anderes aufmerksam machen: Über- und Unterfunktionssymptome kann man nicht in Schubladen stecken. Überfunktionssymptome könnten bei Unterfunktion auch auftreten, genauso wie Unterfunktionssymptome bei Überfunktion. Was Euch passiert, ist alles andere als seltsam - es ist völlig normal. Gruß Anna-Lena Liebe Anna-Lena Danke für deine Information. Meine Ärztin auf der SD-Ambulanz war nur ganz erstaunt, dass ich jetzt eine ÜF habe. Vor einem Jahr wurde die Hashi diagnostiziert, danach waren die Werte bei den Kontrolluntersuchungen immer im Normalbereich (trotz diverser Symptome). Vorige Woche dann der neue Befund der ÜF. LG USCHI |
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| Autor: | Gast [ 13. Jan 2006 16:58 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo Uschi, war diese Ärztin in der Schilddrüsenambulanz etwa neu? Oder eine Vertretung? Hmm, seltsam - dort müssen sie das aber unbedingt wissen, wenn sie da arbeiten und behandeln. Ich meine - ist ja nix passiert, aber was ist, wenn wirklich Handlungsbedarf ist? LG Anna-Lena |
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| Autor: | Gast [ 13. Jan 2006 17:01 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Noch was vergessen, Uschi, Werte im Normbereich heißt nicht, dass sie für Dich passen und Du Dich wohlfühlst. kannst Du die Werte mal besorgen? LG Anna-Lena |
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| Autor: | Gast [ 13. Jan 2006 17:09 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Danke für die Antworten. Ich habe eigentlich auch keine Überfunktionssymptome . Bin schon immer einfach sehr dünn und energetisch (auch als meine Blutwerte noch normal waren). Seit ich die Diagnose habe, hat sich außer Angst vor Symptomen nichts geändert. Da ich auch keine Symptome habe, nehme ich auch keine Medikamente. Aber wie ich schon geschrieben habe ist bei uns der Babywunsch im Anmarsch. Glaube nicht, dass ich Fruchtbarkeitsprobleme habe, denn auch meine Regel ist sehr regenmäßig. Ich bin aus Salzburg und da auch bei einer kompetetnen, netten Ärztin (Fr. Manzel) in Behandlung. Hätte aber gern eine Zweitmeinung. Kann mir jemand eine(n) Artz/Ärztin empfehlen (kann auch weiter weg sein z.B. Linz, Innsbruck). Lg sonja |
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| Autor: | Uschi [ 13. Jan 2006 17:39 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Gast hat geschrieben: Noch was vergessen, Uschi,
Werte im Normbereich heißt nicht, dass sie für Dich passen und Du Dich wohlfühlst. kannst Du die Werte mal besorgen? LG Anna-Lena Hallo Anna-Lena Also wenn die Werte "Normal" waren ist das THS bei diversen Messungen 2.47, 3.33, 2.67 3.00 (0.1-4.8 Referenzbereich) gelegen. Das Problem ist halt auch, dass ich seit 1997 an Panikattacken mit plötzlichen Durchfällen leide. Mehrere Therapien haben keinen Erfolg gebracht und ich gehen manchmal überhaupt nicht aus dem Haus. Psychopharmaka helfen auch nicht wirklich. Von den Ärzten wir einem oft soviel eingeredet, jeder weiß es besser, aber geholfen hat keiner. Erst voriges Jahr wo dann der TSH 7.7 und TOP 1222 war, war ich froh, dass ENDLICH irgendwas gefunden wurde, vorher war ja auch immer alles ok. Und als dann bei den weiteren Kontrollen wieder alles im Normalbereich war, dachte ich das darf es doch nicht gegeben. Vorige Woche dann der TSH von 0.28 !!! Mir geht es seit 1997 eigentlich immer schlecht, meine Lebensqualität hat sich sehr verschlechtert. LG Uschi |
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| Autor: | Gast [ 16. Jan 2006 4:38 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo ihr Oh Gott , ich kenne das Gefühl von Panikattaken - oft mitten im Geschäft , eine Menge Leute und mir kam vor als ob ich kollapieren werde, wenn ich mir nicht so doof vorgekommen wäre , wäre ich davongelaufen . Nur jemand der dies erlebt hat , kennt das. Ich war am liebsten zu Hause, die Arbeit bereitete mir keinen Spaß. Ich konnte meinem Mann und den Kindern nicht sagen, wie es mir ging. Ich habe seit |
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