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| Frage:TSH basal 1.5, T4 18.87, Jod im Harn zu gering... https://www.schilddruesenforum.at/viewtopic.php?f=3&t=1330 |
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| Autor: | Gast [ 11. Dez 2005 16:09 ] |
| Betreff des Beitrags: | Frage:TSH basal 1.5, T4 18.87, Jod im Harn zu gering... |
Hallo, seit einem Jahr habe ich Beschwerden angefangen von Wassereinlagerungen in den Beinen über vermehrte Akne und Antriebslosigkeit bis hin zu Stimmungsschwankungen und ausbleiben der Regel . Eigentlich dachte ich, daß die Probleme von dem Mikroadenom kommen (4mm), daß man vor etwa 2 Minaten endeckt hat) aber womöglich ist das nun nur die Wurzel allen Übels. Es wurde mir gesagt, daß meine Schilddrüse zwar etwas kleiner wäre aber nicht auffälloig bei meinem Körperbau, dér TRH Test wäre negativ, daher könne man keine Unterfunktion oder Überfunktion feststellen...aber..und jetzt kommts: Die Ärztin meinte, es könnte sich eine Immunerkrankung ankündigen, da mit den Eiweisskörpern was nicht stimmt, wenn mich nicht alles täuscht, meinte sie, sie wären zu niedrig. Zudem sei das Jod im Harn zu niedrig, T4 liegt wie ich weiß bei 18.87....mehr steht noch nicht fest. Man hat mir gesagt, mein TSH-Wert müsse erst über 2 sein, damit man überhaupt was machen könnte...versteh gar nichts mehr. Ist denn nun alles OK mit den Werten oder nicht? ich sollte dazusagen, daß 3 aus meiner Verwandtschaft eine Unterfunktion der SD haben... Danke |
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| Autor: | mch66 [ 12. Dez 2005 20:11 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo! Wenn mit dem Harn sehr wenig Jod ausgeschieden wird deutet das entweder auf eine Unterversorgung mit Jod oder auf eine Unterfunktion der SD hin. Wenn es eine familiäre Disposition gibt - wovon Du ja schreibst - wäre es gut, wenn Du Dich von einem Spezialisten mal ganz genau untersuchen lassen würdest. Folgende Untersuchungen wären wichtig: TSH fT3 fT4 TPO-AK TG-AK TRAK zusätzlich Ultraschall und Szinitigrafie Nach TRH-Test schon gemacht wurde, wärst Du dann ziemlich durch und eine genaue Diagnose müsste möglich sein. Wenn Du Fragen hast, kannst Du gerne noch mal posten, auch wenn Du neue Werte hast und Dir bei Deinen Befunden etwas nicht klar ist! lg Maria www.members.aon.at/shg.schilddruese |
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| Autor: | Norbert Nehring [ 13. Dez 2005 23:41 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo, auf alle wichtigen Untersuchungen hat Maria ja bereits hingewiesen. Aus eigenem Interesse würde ich gerne auf 2 Punkte eingehen: 1. Wassereinlagerungen: Erfolgte hierzu eine internistische Abklärung und wurde die Nierenfunktion (u. a. Kreatininwert im Blut) überprüft? 2. Jodausscheidung über den Urin zu gering: Wie wurde dieser Wert bestimmt? Erfolgte eine einmalige Urinabgabe oder eine Sammlung des Urins über 24 h? Wie hoch war der ermittelte Wert und war dieser auf Kreatinin bezogen? Wenn die Ermittlung über die ausgeschiedene Kreatininmenge erfolgte, sind weitere Einflüsse zu berücksichtigen – z. B. Körpergewicht (Muskelmasse) Fleischverzehr (wenig => weniger Kreatinin => weniger Jod im Urin). Erfasst wird weiterhin nur Jodid (Jodat und evtl. andere organische Jodverbindungen nur bedingt). Wasseransammlungen können auch Ausdruck einer gestörten Nierenleistung sein und in diesem Fall würde auch nur in geringerem Umfang Jod über die Nieren ausgeschieden (Prof. Hengstmann – KH am Urban Berlin), was zu einem höheren Jodspiegel im Blut und einem entsprechend höherem Jodangebot für die SD-Zellen führt (Ärztliche Praxis 03.02.2005). Dazu als Hintergrundinformation: Ca. 70 % der Jodexkretion erfolgen über die Niere und ca. 30 % über den Darm. Auch über Schweiß und Muttermilch wird Jod ausgeschieden. Als den Bedarf deckende Zufuhr werden 1- 2 µg Jod/kg Körpergewicht und Tag u. a. vom BfR in Berlin angesehen. Ich möchte bitte aber keine Mühe oder Unannehmlichkeiten verursachen. Die Informationen wären für mich und vielleicht auch für andere Betroffene im Zusammenhang mit den von Maria genannten Werten interessant. Danke und lG – Norbert PS: Meine Beweggründe habe ich in meiner HP dargestellt >>> siehe Profil |
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| Autor: | Gast [ 16. Dez 2005 19:10 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo:) mittlerweile weiß ich, daß meine TPO-Antikörper leicht erhöht sind, ich steh bei 94.5, sein sollte das Ganze unter 60, laut Ärztin ist der verdacht auf Hashimoto gegeben. @Norbert: Bin bei Ärzten ein und ausgegangen, habe von A-z alles durchchecken lassen, von Kreatinin über CT der Nieren und Nebennieren, Überprüfung der Harnausscheidung etc...alles OB Habe auch ACTH und IGF1 bzw. hGh-Mangel, hier im Forum gibt es ja einen threat von einer Ärztin, die den Zusammenhang zwischen Antikörpern, die gegen die Schilddrüse gerichtet sind und Verminderung des ACTH uintersuchen will... LG |
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| Autor: | Gast [ 16. Dez 2005 19:17 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Nachtrag zum Jod: Jod wurde einmalig abgenommen, vormittags, Wert <50. Esse mehr als genug Fleisch und salze immer ordentlich, Unterversorgung kaum Zu den Werten: Korrigierte TRH-Werte: 20.64 (oberer Referenzbereich 20) GLG |
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| Autor: | mch66 [ 18. Dez 2005 8:56 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Gast hat geschrieben: Korrigierte TRH-Werte: 20.64 (oberer Referenzbereich 20)
Hallo! Ein TRH-Ergebnis von 20,64 weist auf eine unterschwellige Hypothyreose hin. Siehe auch http://www.medizinfo.de/endokrinologie/ ... rhtest.htm lg Maria |
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| Autor: | Norbert Nehring [ 18. Dez 2005 18:43 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Gast hat geschrieben: Nachtrag zum Jod:
Jod wurde einmalig abgenommen, vormittags, Wert <50. Esse mehr als genug Fleisch und salze immer ordentlich, Unterversorgung kaum Zu den Werten: Korrigierte TRH-Werte: 20.64 (oberer Referenzbereich 20) GLG Hallo, zunächst vielen Dank für die Infos! Meine TPO’s waren vor einigen Monaten in gleicher Höhe wie bei Dir, die Tg-AK’s nur grenzwertig. Im Moment sind beide Werte wieder gesunken, wobei ich sagen muss, dass ich Jod strikt – so gut es geht - meide. Medikamente nehme ich nicht. Allerdings scheint die HT bei mir als sog. assoziierte Erkrankung zur (benignen) MS entstanden zu sein, an der ich seit 25 Jahren „leide“. Ich würde Dir raten, TPO’s und Tg-AK’s (evtl. auch TRAK) TSH sowie fT3/fT4 so im Abstand von 2 – 3 Monaten noch mal überprüfen zu lassen. Zumindest Jodsalz und alles stark Jodhaltige würde ich aber – sofern keine Schwangerschaft besteht – rigoros meiden. Zu Deiner Jod-Info: Der Wert für die Jod(id)-Ausscheidung scheint mir nach der von Dir vorgenommenen Einschätzung Deines Salzkonsums ziemlich fragwürdig zu sein, zumal Du ja sagst, Du würdest auch mehr als genug Fleisch essen (vermutlich auch Fleischprodukte und Wurst). Erklärungsversuch: In Österreich wird „Vollsalz jodiert“ mit 20 mg Kaliumjodid/kg Salz angereichert. Fast alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs, insbesondere Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichte, Konserven werden mit diesem Salz hergestellt. Auch in Kantinen und Restaurants bekommt man nichts Unjodiertes. Wenn Du nun die in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks genannten Salzmengen mit 20 µg Jodid/g Salz hochrechnest, dann würdest Du alleine damit schon Mengen aufnehmen, die bei bis zu 400 µg Jodid/Tag liegen könnten: http://www.br-online.de/umwelt-gesundhe ... 0905.shtml Einer einmaligen „Spontanurin-Abnahme“ am Vormittag messe nicht nur ich keine Aussagekraft zu, denn die Jodexkretion (und der Mineraliengehalt des Urins) unterliegt tageszeitlichen Schwankungen und dürfte wohl gerade am Vormittag nach Entleerung der Blase am Morgen (nach dem Aufstehen) geringer sein. Insofern ist auch die „Proklamation“ eines drohenden Jodmangels bei der gesamten österreichischen Bevölkerung auf dem Grazer Hormonsymposium 2005 aufgrund einer einzigen, von einigen Hundert „Probanden“ genommenen Urinprobe nicht nachvollziehbar. Der Einfachheit halber verweise ich hierzu auf folgenden Threat zum Thema „Jod in Österreich“: http://www.ht-mb.de/forum/showthread.ph ... ge=1&pp=10 In „Der Transport des Jods in der Nahrungskette“ - M. Anke, 1993 wird zumindest eine 24h-Urinsammlung gefordert, um einen halbwegs gesicherten Wert zu erhalten. Und um die ganze Verwirrung noch zu steigern: Es gibt auch veritable Unsicherheiten bei der Analytik zur Ermittlung des Jodgehalts (Ernährungs-Umschau 04/2004 und 11/2004). Was die Wassereinlagerungen betrifft, kann ich Dir leider keine „gesicherte“ Empfehlung geben, aber versuch doch mal, den Salzkonsum drastisch zu reduzieren und schau, wie sich das nach ca. 3 Tagen auf Dein Befinden insgesamt auswirkt. Liebe Grüße Norbert |
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