Schilddrüsenforum Österreich
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Immunstimulanz (Echinacea) und Hashimoto
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Seite 1 von 2

Autor:  Gast [ 21. Nov 2005 21:43 ]
Betreff des Beitrags:  Immunstimulanz (Echinacea) und Hashimoto

Viele Menschen, die häufiger unter Infektionen leiden, möchten ihre Immunabwehr durch pflanzliche Präparate stärken. Einige dieser
Meine Ärztin will morgen eine 7 - wöchige Echinaceakur starten (Injektionen) um mein Immunsystem zu stärken.
Nun habe ich aber folgendes gelese:

Eine derartige Stimulation des Immunsystems ist bei der Hashimoto-Thyreoiditis allerdings nicht sinnvoll, da dadurch auch die Aktivität des Autoimmunprozesses verstärkt würde.
Es besteht die Gefahr eines Krankheitsschubs mit erhöhter Bildung von Antikörpern und damit ein beschleunigtes Fortschreiten des Zerstörungsprozesses der Schilddrüse.

Ist dem wirklich so?

Autor:  Gast [ 22. Nov 2005 11:54 ]
Betreff des Beitrags: 

Ja, dem ist wirklich so !


Wenn Du mal in einem Beipackzettel von Echinacea-Produkte nachschaust, dann steht das extra als Gegenanzeige drin.

Deine Ärztin soll sich da mal bitte unbedingt schlau machen.

Mach diese Kur nicht!

Um ein besseres Immunsystem zu erhalten, ohne dass es Hashi fördert, solltest Du besser zu ganz bekannten einfachen Sachen greifen:


Viel Obst und Gemüse, vor allem als Rohkost.
Viel Salat

Bewegung an der frischen Luft (täglich!)

Gruß

Anna-Lena

Autor:  Gast [ 22. Nov 2005 11:59 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo xy,

da ich ht habe, traue ich mich auch nicht echinacea zu nehmen. es gibt ja neben pflanzenwirkstoffen und homöopatika auch etliche vitamine, mineralstoffe und spurenelemente, die die abwehrkräfte stärken - selbst bei letzteren bin ich mir nie sicher, ob das jetzt gut oder doch schlecht für mich ist - dafür habe ich zuwenig medizinisches wissen, da für mich als medizinlaie das immunsystem sehr komplex ist. ich weiss nur, die immunabwehr erfolgt entweder spezifisch oder unspezifisch - und ich glaube irgendwo mal gelesen oder gehört zu haben, dass echinacea auf unspezifische abwehr wirkt - aber was das jetzt genau bedeutet, weiss ich leider nicht. ich kann dir diesbezüglich leider nicht weiterhelfen - für mich wäre es auch eine sehr grosse hilfe, wenn ich mehr über die genaue wirkweise dieser immunstärkenden stoffe bescheid wüsste. wäre ein immunolge oder orthomolkularmediziner der richtige ansprechpartner?

eine weitere frage meinerseits wäre: impfungen - ja oder nein?!
ich bin eigentlich kein freund von impfungen und ich möchte hiermit auch keine generelle diskussion über impfen - pro und contra - heraufbeschwören - ich würde einfach nur gerne meinungen anderer ht-betroffener erfahren, wie ihr mit impfungen umgeht. vielleicht gibt's schon erfahrungen mit grippe-, zeckenimpfung u.a. ich selbst habe z.b. noch nie eine zeckenimpfung vertragen und selbst als ich mich vor jahren (als ht noch nicht ausgebrochen oder zumind. mir bekannt war) grippeimpfen ließ, war ich jenen winter öfter mit grippalen infekten zuhause als ohne grippeimpfung. richtige grippe hatte ich, solange ich mich erinnern kann, sowieso noch nie *dreimalholzklopf.

ich würde mich sehr über antworten freuen!

lg,
patrizia

Autor:  Büchermaus [ 22. Nov 2005 13:14 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich lasse mich regelmäßig gegen Zecken impfen, bin vor zwei Jahren gegen Tollwut geimpft worden und hatte noch nie irgendwelche Folgeprobleme. Allerdings ist HT bei mir erst Ende September 2005 diagnostiziert worden und ich weiß nicht, wie lange ich diese Krankheit schon habe. Gegen Grippe lasse ich mich nicht impfen, da ich sie noch nie gehabt habe.

lg. Büchermaus

Autor:  roswitha [ 22. Nov 2005 13:44 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo,

Also bei mir wurde HT auch erst im Sept. diagnostiziert und ich habe alle Impfungen vorher gut vertragen.

Vor einigen Wochen habe ich mich nach langem Überlegen und Hin und Her auch gegen Grippe impfen lassen. Ausschlaggebend für mich war die Aussage, dass eine Gippeimpfung den Körper vielleicht doch nicht sooo durcheinander bringt wie eine echte Grippe. Die hatte ich mal vor vieeelen Jahren und das war der Horror. Ich war in der ersten Woche nicht einmal fähig irgendwie meine Kinder zu versorgen (waren damals so 6 und 10 Jahre). Eigentlich war es mir egal, was um mich geschieht, ich konnte nur in verdunkelten und leisen Zimmer liegen, hatte endlos hohes Fieber und Kopfschmerzen ohne Ende und wollte nur Ruhe. Meine Tochter und die Enkel hatte im Vorjahr die Grippe erwischt und denen ist es nicht viel anders ergangen.

Ja - und mir hat die Impfung eigentlich keine wesentlichen Probleme bereitet, gottseidank.

Was ich damit sagen will ist, dass jeder für sich selbst entscheiden muss was er tun will.

Ich glaube auch, dass viel Obst und Gemüse und Bewegung in frischer Luft das Immunsystem stärkt aber leider hatte ich diesen Herbst 3 x eine ordentliche Erkältung und ich ernähre mich fast ausschließlich von Obst, Gemüse, VK-Produkten und magerem Eiweiss (aber ich kann auch nichts abnehmen, obwohl ich das nach fast jedem Diät- bzw. Ernährungsführer eigentlich sollte).

Wie dem auch sei, mit HT ist anscheinend alles anders.

Noch einen schönen Tag
Roswitha

Autor:  Gast [ 22. Nov 2005 14:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Halle Ihr Lieben!
Zur Zeckenimpfung gehe ich in regelmäßigen Abständen und hatte noch nie eine Impfreaktion.
Was mich aber aufhorchen läßt, vielleicht ist das doch Hashi-spezifisch, ich hatte auch noch nie eine echte Grippe. Grippale Infekte ja.
Also ich fiebere nie so hoch hinauf. Da mein Hashi erst vor kurzem festgestellt wurde und noch nicht so lange die Schilddrüseerkrankung weiß, frage ich mich jetzt ob das Hashi-Schübe gewesen sein könnten.
LG
Gudrun

Autor:  Büchermaus [ 22. Nov 2005 14:57 ]
Betreff des Beitrags: 

Zu meinem Leidwesen bekomme ich auch nie richtig Fieber. Grippale Infekte dauern immer eine Ewigkeit, bis sie halbwegs ausgeheilt sind. Meine normale Morgentemperatur liegt bei 36,1 - 3. Mir ist auch ständig zu kalt. Morgen lasse ich mir Blut abzapfen, um zu sehen, ob ich das Euthyrox vielleicht noch erhöhen muss ...

Autor:  Gast [ 22. Nov 2005 16:57 ]
Betreff des Beitrags: 

hi,

@büchermaus
ich habe auch nie richtig fieber und somit dauert jede erkältung länger. einzige ausnahme vorigen winter (ca. 2 monate bevor man bei mir ht feststellte): da hatte ich dann zum ersten mal in meinem leben eine bronchitis - und da stieg das fieber ein paar tage lang immer auf 39,8°C. ich glaube, das letzte mal, dass ich wirklich fieber hatte, war als ich mit 7 jahren masern hatte.
mir ist auch immer kalt - ich habe immer mehr an, als alle anderen. zuhause fühle ich mich unter 24°C überhaupt nicht wohl (ausser ich habe noch einen vliespulli an). ich hoffte auch, dass mir mit der richtigen dosis thyrex endlich auch wärmer ist - ich bin derzeit einigermassen gut eingestellt, aber viel wärmer ist mir auch nicht. leider *seufz

@gudrun
hashischübe sind bei mir ohne fieber, husten und schnupfen, aber mit allen anderen erkältungssymptomen (halsweh, kopfweh, druck in den augen, muskelschmerzen, abgeschlagenheit, müde usw). im deutschen forum wurde auch schon öfters gefragt wie sich die schübe äussern - das ist scheinbar bei den meisten ähnlich, nur fiebern manche und manche widerum nicht.

@roswitha
durch mitlesen im dt. forum, hab ich mitbekommen, dass das abnehmen erst dann einfacher geht, wenn du aus der uf draussen bist und bei manchen erst, wenn sie gut eingestellt sind. bei einer uf werden die nährstoffe nicht so gut verwertet, da der stoffwechsel verlangsamt ist.

lg,
patrizia

Autor:  Gast [ 23. Nov 2005 8:01 ]
Betreff des Beitrags: 

um die freien radikalen abzufangen, hat mir meine ärztin selen empfohlen, ebenso die vitamine a c e.
seit jahren schon nehm ich magnesium diasporal.
fieber bekomm ich auch schon seit jahrzehnten nicht.

EINEN WUNDERSCHÖNEN GLITZERTAG
ilse

Autor:  Norbert Nehring [ 11. Dez 2005 0:11 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo,

seit 25 Jahren habe ich MS und seit diesem Jahr grenzwertige TPO's und schwankende TG-AK. Ich muss also schon aus neurologischer Sicht Immunstimulanzien grundsätzlich vermeiden.

Von Echinacea möchte ich aus eigenem Erleben dringend abraten, da nicht nur Autoimmunprozesse angeregt, sondern auch heftigste allergische Reaktionen davon ausgelöst werden können. Den gleichen Effekt können - und ich betone "können" - auch "aktive" Impfungen haben. Hohes Fieber über 39,5 ° übrigens ebenso.

Zink dagegen wirkt zwar stärkend auf das Immunsystem, aber offenbar eher moderierend und scheint daher bei AIT und anderen Autoimmunkrankheiten sinnvoller zu sein. Mit Viatamin C - max. 2 x 250 mg/Tag - habe ich auch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Allerdings sollte man bei längerer Einnahme vorsichtig sein, denn bei bestimmter Veranlagung könnte zuviel Fe als Ferritin eingelagert werden, da Vit. C die Eisenaufnahme fördert. Und das könnte auch wiederum kontraproduktiv sein.

Stress fördert ebenfalls die Infektanfälligkeit, daher mache ich hier Schluss und wünsche allen "grippefrei" zu werden oder zu bleiben!

LG - Norbert

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