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total müde, sowie extreme Freßanfälle = ist das normal?
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Seite 1 von 2

Autor:  karink [ 28. Jul 2005 17:59 ]
Betreff des Beitrags:  total müde, sowie extreme Freßanfälle = ist das normal?

Hi ihr lieben!
Bei mir wurde vor über 7 Jahren eine SD-Unterfunktion festgestellt. (im Kh-Schwarzach, Isotopenstation) Ich habe brav täglich meine Euthyrox 75 genommen. Mir gings zu Beginn irre gut. Ich konnte endlich wieder einmal "normal essen", ohne sofort wieder zuzunehmen. Jedoch dieser Zustand hielt nicht lange an. Meine Haare wurden immer dünner und struppiger, meine Nägel brachen ständig, das Gewicht stieg stetig und die Müdigkeit war mein Dauerbegleiter. Natürlich bin ich auch jährlich zu den Kontrollen gefahren. Jedes Jahr aufs Neue wurde mir gesagt, dass meine SD-Werte o.k. sind sowie meine Beschwerden nur kosmetischer Natur sind. Auf Empfehlung einer Freundin bin ich dann im Juli zu Prof.Füger nach Graz gefahren. Die Untersuchung war kurz und schmerzlos, der Befund jedoch sehr interessant, d.h. mittlerweile habe ich auch noch eine Hashi.Thyreoid. dazubekommen. Alles recht und schön, endlich gibt es eine Erklärung für meine Beschwerden. Ich nehme seit 2 1/2 Wochen L-Thyroxin Henn. 100, 1 Tabl. täglich. Leider habe ich jetzt ein Problem, ich könnte nur ESSEN und SCHLAFEN.

BITTE IST DAS NORMAL? Legt sich das wieder?


Bitte um kurze Rückmeldungen

Danke & baba
karink

Autor:  ulli [ 29. Jul 2005 12:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Karink! Probier's mit einem Kombipräperat, wie Novothyral, da ist zusätzlich T3 drinnen. T3 ist das aktive Hormon, fördert den Stoffwechsel und die Fettverbrennung und du bist nicht mehr so müde. Musst allerdings einschleichen um eine Überdosierung zu vermeiden, dann kriegst du Herzrasen und Schweißausbrüche. Ich denke, man muss selber die richtige Dosierung finden, wenn man sich nicht wohl fühlt, stimmt die Dosis nicht, egal, was der Arzt sagt, er steckt nicht in deinem Körper.
Noch besser wäre T3 und T4 getrennt zu nehmen, um für sich die Wohlfühldosis zu finden. L.G. Ulli

Autor:  Gast [ 29. Jul 2005 15:43 ]
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DANKE!!!!!!!!

lg
karink

Autor:  germknederl [ 31. Jul 2005 11:22 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo karin,

bevor du t3 dazu nimmst (das nimmt man, wenn der körper eine umwandlungsstörung hat - ansonsten sorgt er selbst für t3, bildet es aus t4=l-thyroxin, welches du eh einnimmst), solltest du auf jeden fall versuchen, dich mit t4 einzustellen. das heißt, aktuelle werte machen, t4 zitzerlweise erhöhen (da du ja eh schon relativ viel nimmst) bzw. reduzieren - nach befinden eben.
hunger und müde sind normal, könnten ein zeichen dafür sein, dass du in unterfunktion steckst und erhöhen solltest.
vor der blutabnahme keine hormone nehmen und ft3, ft4, tsh nehmen lassen. ev. noch ferritin - mangel macht auch seeehr müde...

lg
karin

Autor:  Gast [ 31. Jul 2005 13:56 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo!

Wie findet man heraus, ob man eine Umwandlungsstörung von T4 auf T3 hat und Kombipräparate nehmen sollte?

LG

Lisa

Autor:  germknederl [ 31. Jul 2005 17:29 ]
Betreff des Beitrags: 

hi lisa,

das sieht man an den werten.
erst sollte man mit t4 mal versuchen sich hoch ins obere drittel zu steigern.
viele fühlen sich dann schon gut.
falls nicht, und der t3 ist zb im unteren drittel, dann wäre es möglich, dass eine umwandlungsstörung vorliegt.

karin

Autor:  Gast [ 01. Aug 2005 7:00 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke für die schnelle Antwort!

LG

Lisa

Autor:  Andrea2 [ 10. Aug 2005 10:31 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo,
ich bin neu hier und würde mich sehr über Antworten von euch freuen.Auch ich habe dieselben Probleme wie extreme Freßanfälle etc. Nehme seit 3 Monate eine halbe Tabl.Novothyral. Anfänglich hat sich mein Gewicht einigermaßen wieder normalisiert (nachdem ich einen plötzlich Gewichtsschub von 2kg hatte) u.ich habe mich auch sonst wieder besser gefühlt. Doch jetzt plötzlich habe ich wieder unerklärlich zugenommen,was ich auch mit viel Sport u. Diät nicht wegbringe. Bin zusätzlich wieder extrem müde u.auch wieder depressiv. Könnte andauernd essen u. habe einfach keine Sättigungsgefühl. Leide auch unter immer wiederkehrenden Fressattacken. Bin danach natürlich noch schlechter drauf. Könnte es sein, dass ich Novothyral erhöhen muss? Kann ich das selbst machen (von einer halben auf eine ganze Tablette) oder muss ich wieder eine Blutuntersuchung beim Arzt machen lassen? Ich wäre euch sehr für einige Tipps und Erfahrungsaustausch dankbar.

Autor:  chilli5 [ 10. Aug 2005 15:15 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo andrea,

find ich interessant, dass dir von anfang an novothyral verschrieben wurde und nicht ein reines t4-präparat, denn normalerweise wird nämlich zuerst euthrox,thyrex&co verschrieben und erst wenn der (F)t3-wert dann noch immer nicht ok ist - die kombipräparate.
nach 3 monaten konstanter dosis sollte sich dein körper darauf eingestellt haben und der tsh-wert ist aussagekräftig (meistens schon nach 4-6 wochen, aber 3 monate sind optimal). wie meine dosis (nehme nur t4)noch zu wenig war, war ich auch noch immer müde, depressiv,...das übliche halt. für mich sieht es so auch aus, als solltest du steigern: aber nicht ohne vorherigen blutbefund (ohne tablette in der früh, sonst fälschlich hohe werte!). du kannst es selbst machen, wenn du vorsichtig steigerst (max. viertel tabl!!). bei t4-präpataten steigert man um 12,5-25µg - manche vertragen auch nur weniger. bei t4/t3-kombipräparaten, weiss ich nicht es nicht, aber würde ebenfalls um 12,5-25 µg steigern. viele, die t4 und t3 nehmen, nehmen es getrennt, und die t3 dosis aufgeteilt auf 2 bis mehrmals täglich (z.b. t4-gesamtdosis und hälfte von tagesdosis t3 in der früh und dann am nachmittag die 2. hälfte von t3-dosis), da t3 innerhalb von ein paar stunden wieder ausgeschieden wird. vielleicht hilft es dir, wenn du ein t4-medikament und t3-medikament nimmst, wie oben schon beschrieben - dafür würde ich aber zum arzt gehen, denn du bräuchtest dann andere sd-medikamente, aber du könntest besser regulieren.
kannst du bitte deine letzten werte angeben (vor 3 mon.?), samt normalwerten, die in klammern neben den gemessenen werten stehen - danke.
lass dir aber auf jeden fall, bevor du mit novothyral steigerst, vorher nochmals tsh-, (f)t3- und (f)t4-werte abnehmen. du kannst ja versuchen, wenn sich herausstellt, deine werte sind noch nicht optimal, zunächst einmal um eine viertel tab. novothyral zu steigern, dann auf dein befinden achten, wird es besser - bleibt es verbessert oder verschlechtert es sich wieder. die dosis solltest du dann mind. 4-6 wochen konstant halten, und dann wieder eine kontrolle machen. bei mir war es folgendermassen: je niedriger noch die dosis war (beim anfänglichen steigern) - desto schneller gings mir nach anfänglicher kurzer hoch-phase wieder schlechter. je näher ich meiner 'wohlfühl'-dosis kam umso länger hielten die 'guten' phasen an (hoffe, ich hab mich einigermassen verständlich ausgedrückt).

lg,
martina

Autor:  Gast [ 11. Aug 2005 7:56 ]
Betreff des Beitrags: 

Liebe Martina,
ich danke dir für die ausführliche und kompetente Antwort. Du kennst dich ja wirklich perfekt auf diesem Gebiet aus. Ich bin ja noch ziemlich unerfahren u.habe auch von meinem Arzt überhaupt nichts bekommen, was die Werte betrifft. Ich werde diese aber bei meiner nächsten Blutabnahme verlangen. Lebst du schon lange mit einer Schilddrüsen UF und hat sich dadurch viel für dich geändert? Ist etwas Wahres daran, dass sich das Körpergewicht trotz Medikamenteneinnahme im Laufe der Zeit konstant steigert? Entschuldige, dass ich dich gleich weiterhin mit Fragen belästige, aber du scheinst mir so erfahren, dass ich echt froh über weitere Erfahrungen von dir wäre. Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße. Sobald ich meine Werte habe, werde ich diese nochmals hier angeben. LG Andrea

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