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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13. Feb 2004 14:25 
Hallo liebe MitstreiterInnen!
Also ich habe wahrscheinlich Hashi, weil bei meiner Mutter in der schwangerschaft "was nicht mit den SD-Hormonen gestimmt hat". Meine Ärzte haben sogar empfohlen, dass sich meine Brüder testen lassen, obwohl männer eher weniger betroffen sind (auf 9 Frauen kommt nur 1 mann). Die Ergebnisse stehen noch aus.
Mein Gewicht ist in den letzten 2 Wochen um 5 Kilo gesunken (JUHUUUU).
Das war überwiegend das belastende für mich, weil ich bis zu Pubertät relativ schlank war und dann plötzlich 20 Kilo zugenommen habe. Obwohl ich sehr auf meine Ernährung geachtet habe ist es immer weiter gestiegen. Als ich Hormone wegen einer Unterfunktion bekam, hab ich zwar etwas abgenommen, aber jetzt da ich Hormone für (oder gegen) Hashi bekomm gehts mir relativ gut. Hatte seither keinen großen Migräneanfall und bin vorallem nicht mehr ständig müde

Wegen deiner Kinder solltest du dir keine sorgen machen, nur beobachten, ob sie sich irgendwie verändern (träger werden, Gewichtszunahmen, Depressionen,....) dann kannst du rechtzeitig reagieren.

Wünsche dir/ euch alles Gute

Edith


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13. Feb 2004 22:23 
Liebe Leute!
Habe von meinem Hausarzt eine genaue Aufklärung über meine Werte gefordert und ihn auch gefragt, wozu man mit Patienten spricht, wenn dann ohnehin nur der Blutwert zählt - endlich war ich einmal so richtig lästig. Habe dann auch verlangt, dass er mir wieder Thyrex verschreibt, was er schließlich sehr bereitwillig gemacht hat. Auf meine Frage, warum bei mir kein FT3 Wert gemessen wurde, meinte er meine Hashimoto sei nicht aktiv.
Was nun meine Werte betrifft, sehen sie eigentlich gar nicht nach Unterfunktion aus - oder?
THS 0,3
FT4 1,7
TPO 26,4
Ich habe aber eindeutig Unterfunktion-Symptome - das werde ich mir doch nicht einbilden, wenn es mir bis zum Herbst sehr gut gegangen ist.
Kann mir vielleicht noch jemand etwas zu meinen Werten sagen?
liebe Grüße
Dani


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27. Jul 2004 10:27 
Gast hat geschrieben:
hallo dani,

ich stell hier mal den text meiner "hashi-story" rein; ich hab das vor einiger zeit mal zusammengeschrieben. hoffentlich ist es nicht zu viel, aber ich schaff es nicht, die datei hier reinzukopieren.

----------------------
Eckdaten:
weiblich
geb 10.5.1962
HT-Anfänge in 1992


Meine Mutter hatte eine SD-Unterfunktion; ob nun HT oder „normal“, kann nicht mehr festgestellt werden, weil meine Mutter verstorben ist. Zum Zeitpunkt der Feststellung bei meiner Mutter hat auch keiner gewusst, dass es so was wie HT überhaupt gibt – wir haben zur Kenntnis genommen, dass sie eine Unterfunktion der SD hat und nachdem die Hormongaben bei ihr bestens angeschlagen haben, auch keine Veranlassung gehabt, uns in irgendeiner Richtung schlau zu machen.

Im Jahre 1992 (Gewicht: 66 kg, ansonsten immer zwischen 59 und 61 bei 1,68m) zeigte ich erstmals Erscheinungen, die ich von meiner Mutter her kannte (ständige Müdigkeit [lästig !!!], eben unerklärliche Gewichtszunahme, Gelenksschmerzen, Kopfschmerzen,......) . Mit diesem Wissen ausgerüstet rückte ich ins KH ein und es wurde eine leichte UF festgestellt. Irgendjemand faselte auch nebenbei etwas von „Antikörpern“ – eine weitere Erklärung erhielt ich nicht und ich selber hielt es damals auch nicht für nötig, hier weiterzuforschen.

So zog ich mit meinem Hormonrezept ab und nahm brav die mir verordnete Dosis über ein Jahr lang – mit ausbleibendem Erfolg. (Mittlerweile ist mir klar, dass bei HT nicht die Blutwerte [die innerhalb kürzester Zeit OK waren] im Vordergrund stehen sollten, sondern die Befindlichkeit des Patienten. Jetzt nehme ich eine „Wohlfühldosis“, die allerdings jenseits aller von den Ärzten empfohlenen Höchstgrenzen ist.) Weil sich meine Befindlichkeit in keiner Weise besserte, kam ich zu dem Schluss, dass dann eben etwas anderes mit mir nicht stimmt und setzte die SD-Hormone ersatzlos ab (was mit dem Wissen von heute ein eklatanter Fehler war. Allerdings hat mich auch niemand darauf hingewiesen, „....auch wenn Sie keine subjektive Besserung verspüren, nehmen Sie Ihre Hormone, um eine Verschlechterung zu verhindern ......“.)

In den Folgejahren ging es mir nicht gut, aber auch nicht eklatant schlecht. Im Jahre 1993 schaffte ich es sogar, in relativ kurzer Zeit von 69 auf 61 kg abzuspecken – heute ein Ding der Unmöglichkeit. Müde war ich immer, mein Standardsatz seit vielen Jahren „Ich war noch nie ausgeschlafen, ich bin immer nur aufgestanden“ wurde damals erschaffen. Sport habe ich nie betrieben (das Sportlichste an mir ist der Eisprung....), außer Fahrradtouren im Sommer und Schifahren im Winter; bergauf gehen wurde allerdings immer schwieriger (Atemnot, Herzrasen, und das auch mit einem Gewicht von unter 70 kg). In der Ebene allerdings gehe ich nach wie vor schneller als andere.

Im Jahr 1998 wog ich knapp 80 kg, war zwar nach wie vor müde, aber nicht erschöpft und hatte außer den schon bekannten Kopf- und Gliederschmerzen keine weiteren Unannehmlichkeiten. Aufgrund des erschreckenden Erlebnisses auf der Waage unterzog ich mich einer Radikalkur („Friß´ein Sechzehntel“), die überraschend gut anschlug; von Mai bis August nahm ich 10 kg ab. Ich denke mir, dass damals meine SD mit einem letzten Aufbäumen SD-Hormone überproduzierte und daher diese Kur so gut anschlug, denn in weiterer Folge gelang das mit weniger Essen (obwohl ich nie viel gegessen habe; einige meiner Freunde empfehlen mir als Menüwahl ein paar Frankfurter, damit ich exakt in der Mitte aufhören kann zu essen und ich damit das, was ich sowieso auf dem Teller lasse, auch genau messen kann) nie mehr.
Die im Sommer 1998 erreichten 70kg hielt ich bis zum nächsten Sommer; ab dann begann ein kontinuierlicher Anstieg des Gewichts und ein kontinuierlicher Abstieg meiner Gesundheit.

Anfang 2000 war ich endgültig am Boden; ich war schwerst erschöpft, hatte Angst, meinen Job (der auch seit Ende 1998 immer stressiger wurde; in der Endphase sollte ich 2,5 Arbeitsplätze alleine bearbeiten) zu verlieren. Ich hatte Dauerschmerzen im Kopf und in den Gelenken und Muskeln, grippeähnliche Zustände, Haarausfall; ich hatte schwere Verdauungsstörungen, Gastritis, Reflux, Übelkeit, Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen. Ich hatte „Watte im Kopf“, Drehschwindel und eine verlangsamte Auffassung. Ich vergaß viel, was aber Gottseidank im Job nicht auffiel, die Routine war groß genug, um dieses Manko wettzumachen. Hätte ich damals einen neuen Job antreten sollen, ich wäre nach der Probezeit grußlos nach Hause geschickt worden. Ich war bereits übergewichtig (84 kg, also in ca 6 Monaten 14 kg plus, ohne irgendwelche Fressorgien), was mich zusätzlich deprimierte. Ich war ein liebgewordenes Ziel für jedes herrenlose Bakterium. Wäre ich bei jeder Grippe, die ich hatte, zu Hause geblieben, man hätte mich rausgeworfen. So versuchte ich, meine „Grippen“ am Wochenende zu haben und ein paar Tage mit Urlaub und Zeitausgleich dazuzukriegen.

Was ich nicht hatte: Ich fror nicht, ganz im Gegenteil! Mir war immer heiß, sogar im Winter ging ich unter dem Mantel mit kurzen Ärmeln und oft hatte ich den Mantel auch noch offen. Ich litt! Mir war es überall viel zu heiß. Restaurantbesuch um Winter? Besser nicht, und wenn schon, dann was Kaltes essen ....... Das passt eher zu Morbus Basedow, aber ich bin nicht die einzige „Hashi“, der heiß war, weiß ich mittlerweile.

Bezüglich der Angstzustände und der Depressionen dachte ich mir, dass dies von dem Wahnsinnsstress käme und auch von der noch nicht aufgearbeiteten Trauer um meine Eltern. Meine Eltern waren 1995 kurz nacheinander an Krebs verstorben; meine Trauer habe ich lange unterdrückt und sie holte mich erst Jahre später ein.

Ebenfalls frustrierend war nicht nur mein eigener Blick in den Spiegel, sondern auch die Blicke der anderen; es hat mich zwar keiner meiner Freunde negativ darauf angesprochen, aber ich konnte das Entsetzen bemerken, wenn ich nach vier Wochen zu einem Treffen kam und schon wieder 3 kg mehr hatte .....
Ebenfalls schockiert war ich, als ich auf meine durchschimmernde Kopfhaut angesprochen wurde. Ich hatte zwar selber schon bemerkt, dass das so war, allerdings dachte ich, dass ich das kaschieren konnte.

In dieser Zeit habe ich mich sehr versteckt gehalten; ich bin nur zu Freunden gegangen, die mich kontinuierlich sahen, den Anblick gewohnt waren und daher nicht über die Maßen schockiert. Ein Klassentreffen habe ich ohne Zögern abgesagt – die hatten mich alle das letzte Mal um 20 kg leichter gesehen, das wollte ich mir nicht antun. Zusätzlich kam meine ewige Erschöpfung; auch Feiern mit meinen guten Freunden musste ich kurzfristig immer wieder absagen. Und wenn ich hinging, war das eine charakterliche Meisterleistung und kein Vergnügen.

Und trotz der Erschöpfung hatte ich Schlafstörungen ohne Ende. Wenn ich mal einschlief, war ich nach kurzer Zeit wieder munter und wähnte ein Gespenst im Kasten oder sonst wo. Ich konnte nur bei Licht schlafen, weil ich Angst hatte (als einmal die Glühbirne mitten in der Nacht kaputt wurde, hatte ich den extremsten Angstanfall meines Lebens).

Wenn es mir dann einmal gelang, zu schlafen, dann aber heftig! Einmal übernachtete ich bei einer Freundin, die mich nach 18 Stunden (durchgeschlafen!) weckte, um festzustellen, ob ich jetzt schliefe oder bewusstlos sei.

Im März 2000 trug ich meinen wieder aufgekeimten Verdacht auf SD-Unterfunktion zum Hausarzt, der mir eine Überweisung mit dem Verdacht „Immunthyreoditis“ für die Nuklearmedizin verpasste. Durch dunkle Kanäle erreichte ich einen Untersuchungstermin für die darauffolgende Woche (normale Wartezeit bei Kassenpatienten: 3 Monate).

Ergebnis: Antikörper >8000, das weiß ich noch genau (weiter ging die Skala nicht). TSH viel zu hoch, T4 und T3 viel zu niedrig, also klassische HT.
Ich erhielt eine Einstiegsdosis von ½ Thyrex 0,1.

Dann ging es aber erst richtig los! Die gleiche Dosis vom gleichen Präparat, welches 1992 ungefähr soviel unmittelbare Auswirkungen auf mich hatte wie der Genuss eines Gummibärlis, verursachte mir zusätzlich zu den Symptomen, von denen sowieso keines verschwand, auch im Ruhezustand schwere Herzrhythmusstörungen und Tachykardien. Ich hatte das Gefühl, zuwenig Luft zu bekommen, selbst im Liegen und Sitzen. An Krankenstand war nicht zu denken, ganz im Gegenteil, ich hatte in dieser Zeit mehr Arbeit als je zuvor und außerdem noch Schulungen zu halten. Aber wenigstens meine Schüler bemerkten, dass es mir nicht gut ging, meine Vorgesetzten nicht (oder konnten sich es nicht leisten, es zu bemerken).

So nahm ich nun meine Hormone, obwohl keinerlei Besserung der Ausgangsbeschwerden eintrat. Was etwas besser wurde, aber auch nicht verschwand, waren die Herz- und Luftprobleme.

Ich versuchte mit Sport dagegen anzugehen. Die von mir gelaufenen (eher: getappten) Kilometer sind Legion, besser wurde nichts. Ich baute auch keinerlei Kondition auf und plagte mich aber trotz meines mehr als gemäßigten Tempos fast bis zur Bewußstlosigkeit. Am Schluss dieses „verlaufenen“ Sommers 2000 konnte ich keinen Meter mehr und keine Sekunde schneller laufen als am Anfang – und viel war das sowieso nie.

Alle übrigen Widrigkeiten blieben; einzig die Gastritis und den Reflux kriegte ich halbwegs in den Griff – hauptsächlich über die Ernährung. Die Magenkrämpfe aber blieben.

Das Jahr 2001 verging; besser wurde kaum etwas. Kurzfristige Erleichterungen brachten Shiatzu-Massagen und Cranio-Sacrale Osteopathie. Was ich allerdings schon Ende 2000 begann und so fortführte, waren die Recherchen im Internet. Nicht nur, dass ich dort erfuhr, dass ich nicht 99 verschiedene Krankheiten hatte, sondern nur eine einzige (was eine unglaubliche Erleichterung war, ich wurde schon überall als Hypochonder angesehen), fand ich dort auch Diskussionsforen, in denen meine LeidensgenossInnen sich austauschten. Ich tauschte eifrig mit und muss sagen, dass ich das, was ich bis zu diesem Zeitpunkt über diese Krankheit wußte, ausschließlich dort gefunden habe und nicht bei den so zahlreich bis dahin schon von mir konsultierten Ärzten.

2001 machte ich noch einen sportlichen Anlauf: Ich ging Bauchtanzen. Es machte mir viel Spaß, doch beim dritten Kurs musste ich abbrechen – mein Herz spielte wieder einmal nicht mit und ich bekam keine Luft (allerdings nur bei Belastung). Außerdem machte sich ein neues Phänomen breit: Ich zeichnete mich durch übermäßiges Schwitzen (vor allem am Kopf) aus. Das ist mir bis heute geblieben und ein nicht unerheblicher Grund, warum ich keinen Sport mehr in Anwesenheit anderer betreiben möchte. Es ist eklig.

Mitte 2002 war ich endgültig am Ende. Ich wünschte mir, irgendwo öffentlich umzufallen, damit ich endlich einen weithin sichtbaren Grund für eine Auszeit haben könnte (ich muss dazusagen, dass damals der letzte länger als ein paar Tage dauernde Urlaub zwei Jahre zurücklag und durchgearbeitete Wochenenden obligat waren). Denn: Wer würde mir glauben, dass ich krank sei? Wie sah ich für die anderen aus: Vollgefressen mit 89 kg, schnaufend, unsportlich – tja, die Dicke braucht doch nur weniger fressen und sich mehr bewegen, dann ist sie nicht krank! Ich beneidete jeden um ein gebrochenes Bein, ich wollte so gerne einmal ein paar Wochen Ruhe.

Im August 2002 erinnerte ich mich dann an einen Arzt aus meinen KH-Aufenthalt 10 Jahre davor, der mir damals sehr kompetent erschien. Ich zückte also die Geldbörse (= Privatarzt) und konsultierte ihn.

Und das war sicher keine schlechte Idee. Das erste, was er mir in die Hand drückte, war ein Röhrchen für eine Stuhlprobe. Befragt, warum: 80% seiner SD-Patienten hätten einen Darmpilz, der zum großen Teil deckungsgleiche Symptome verursache wie die HT.
Zur selben Zeit flammte in meinem Diskussionsforum das Thema „Nahrungsmittelintoleranzen“ auf. Ich entschloss mich, auch diesen Test zu machen. Ich brachte daher zeitgleich meine Stuhl- und meine Blutprobe zur Post.

Ergebnis:
Stuhl: Einen Wert von 10 hoch 9 Candida
Nahrungsmittel: Auf 36 Stück hat mein Blut mit einer Abwehrreaktion geantwortet

Ich begann also gleichzeitig eine Pilzkur (Myotika und Colon-Hydrotherapie) und eine Umstellung meiner Ernährung unter strengster Umschiffung dieser 36 Lebensmittel.

Das war zwar zum ersten peinlich und zum zweiten fad; allerdings wirkte es!!!!!!

Erschöpfung: Weg; Müdigkeit allerdings geblieben

Kopfschmerz: Weg bis fast weg

Gelenks- Muskelschmerz: Weg bis fast weg

Herz: Bestens in Ordnung (außer bei stärkerer Belastung, wie zB Sport)

Luft: Noch nicht genug aber viiiiiiiiiieeeeel mehr

Magen: Was sind bitte Magenkrämpfe?

Verdauung: Schön, wenn man wieder unter Menschen gehen kann, weil die Blähungen weg sind..................

Schlaf: Wunderschön!

Angst: Fast weg, und in der Lade vom Nachtkästchen liegt eine Reservebirne

Depressionen: Weg bist fast weg

Wallungen: Schön ist so ein Rollkragenpullover und ein Heizlüfter unterm Hintern im Winter. Und im Sommer ist ein Sonnenbad auch nicht zu verachten ..

Haarausfall: Weg und Verluste aufgeholt

Gewicht: Von 89 kg auf 79 kg in sieben Monaten, ohne Hungern

Derzeit:
Ich pendle zwischen 81 und 77 kg, möchte aber gerne auf 70 kg kommen. Leider dürfte mein Körper beschlossen haben, dass er rund 80kg haben will. Auch bei Einhaltung der Diät und nach einer weiteren Pilzkur (allerdings ohne Darmwäschen) bewegt sich nichts.
Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen halten sich im Rahmen wie oben beschrieben. Sportliche Betätigung muss sich im Rahmen halten; bei Anstrengung habe ich Herzprobleme, Luftprobleme und eben dieses ordinäre Schwitzen.
Wo jetzt doch etwas weitergegangen ist, ist die Umstellung in der Einnahme meiner Hormone.
Hier die Zusammenfassung vom 19.1.2004:
ich habe mir die in combithyrex beinhalteten hormone t4 und t3 einzeln verschreiben lassen ("thyrex" = t4 und "trijodthyronin t3" = t3). anfangs habe ich die tabletten exakt so ins verhältnis gesetzt, wie sie im combithyrex drin waren.
es war ganz kurios: obwohl ich die gleiche menge t4 und t3 auf einmal einnahm, hat allein das aufteilen auf zwei verschiedene tabletten eine leichte besserung bewirkt. möglicherweise liegt das aber auch an den trägerstoffen.
in weiterer folge habe ich dann den t3-anteil sukzessive erhöht, was wirklich eine echte besserung brachte.
derzeit bin ich bei einer jenseits von den ärzten empfohlenen höchstdosis: ich nehme t4 und t3 1:1 ein.
anfang jänner habe ich mich noch mal schlau gemacht, weil das mit dem gewicht (was aber schon besser geworden war; d.h. abgenommen) nunmehr stagnierte.
folgende theorie: die sd gibt grundsätzlich kontinuierlich sd-hormone ab und schüttet zusätzlich aus, wenn ein vorübergehender mehrbedarf des körpers besteht.
unsereins wirft sich die gesamte dosis in der früh ein; möglicherweise ist es dann aber so, dass der körper diese menge an hormonen nicht auf einmal aufnehmen kann und daher einen teil der hormone ungenützt ausscheidet.
ich habe daher vor zwei wochen wie folgt umgestellt: morgens 1 thyrex zu 0,1 und 1 trijodthyronin t3 zu 0,05, am späteren nachmittag 1 trijodthyronin t3 zu 0,05.
was ich sofort gemerkt habe: ich hatte, genau so wie ganz am beginn der hormoneinnahme die bekannten probleme: herzstolpern, herzklopfen und gelenksschmerzen (allerdings nur ganz leicht, kein vergleich mit dem einstieg).
das ist mittlerweile weg. was mich freut: heute morgen auf der waage hatte ich 1,4 kg weniger als vor 14 tagen.
möglicherweise ist an dieser theorie ja was dran.
mein TSH-wert ist sehr supprimiert: 0,03. allerdings hat mein arzt (internist in wien, beschäftigt sich sicher schon 15 jahre mit sd-erkrankungen, zu empfehlen, wenn du einen gscheiten brauchst, allerdings privat) das im zusammenhang mit meinem verbesserten zustand als ganz normal betrachtet

-----------------------------

wenn du noch was wissen willst: eligun4@hotmail.com

liebe grüße aus wien
gundi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06. Mär 2005 15:29 
Gast hat geschrieben:
hallo dani,

ich stell hier mal den text meiner "hashi-story" rein; ich hab das vor einiger zeit mal zusammengeschrieben. hoffentlich ist es nicht zu viel, aber ich schaff es nicht, die datei hier reinzukopieren.

----------------------
Eckdaten:
weiblich
geb 10.5.1962
HT-Anfänge in 1992


Meine Mutter hatte eine SD-Unterfunktion; ob nun HT oder „normal“, kann nicht mehr festgestellt werden, weil meine Mutter verstorben ist. Zum Zeitpunkt der Feststellung bei meiner Mutter hat auch keiner gewusst, dass es so was wie HT überhaupt gibt – wir haben zur Kenntnis genommen, dass sie eine Unterfunktion der SD hat und nachdem die Hormongaben bei ihr bestens angeschlagen haben, auch keine Veranlassung gehabt, uns in irgendeiner Richtung schlau zu machen.

Im Jahre 1992 (Gewicht: 66 kg, ansonsten immer zwischen 59 und 61 bei 1,68m) zeigte ich erstmals Erscheinungen, die ich von meiner Mutter her kannte (ständige Müdigkeit [lästig !!!], eben unerklärliche Gewichtszunahme, Gelenksschmerzen, Kopfschmerzen,......) . Mit diesem Wissen ausgerüstet rückte ich ins KH ein und es wurde eine leichte UF festgestellt. Irgendjemand faselte auch nebenbei etwas von „Antikörpern“ – eine weitere Erklärung erhielt ich nicht und ich selber hielt es damals auch nicht für nötig, hier weiterzuforschen.

So zog ich mit meinem Hormonrezept ab und nahm brav die mir verordnete Dosis über ein Jahr lang – mit ausbleibendem Erfolg. (Mittlerweile ist mir klar, dass bei HT nicht die Blutwerte [die innerhalb kürzester Zeit OK waren] im Vordergrund stehen sollten, sondern die Befindlichkeit des Patienten. Jetzt nehme ich eine „Wohlfühldosis“, die allerdings jenseits aller von den Ärzten empfohlenen Höchstgrenzen ist.) Weil sich meine Befindlichkeit in keiner Weise besserte, kam ich zu dem Schluss, dass dann eben etwas anderes mit mir nicht stimmt und setzte die SD-Hormone ersatzlos ab (was mit dem Wissen von heute ein eklatanter Fehler war. Allerdings hat mich auch niemand darauf hingewiesen, „....auch wenn Sie keine subjektive Besserung verspüren, nehmen Sie Ihre Hormone, um eine Verschlechterung zu verhindern ......“.)

In den Folgejahren ging es mir nicht gut, aber auch nicht eklatant schlecht. Im Jahre 1993 schaffte ich es sogar, in relativ kurzer Zeit von 69 auf 61 kg abzuspecken – heute ein Ding der Unmöglichkeit. Müde war ich immer, mein Standardsatz seit vielen Jahren „Ich war noch nie ausgeschlafen, ich bin immer nur aufgestanden“ wurde damals erschaffen. Sport habe ich nie betrieben (das Sportlichste an mir ist der Eisprung....), außer Fahrradtouren im Sommer und Schifahren im Winter; bergauf gehen wurde allerdings immer schwieriger (Atemnot, Herzrasen, und das auch mit einem Gewicht von unter 70 kg). In der Ebene allerdings gehe ich nach wie vor schneller als andere.

Im Jahr 1998 wog ich knapp 80 kg, war zwar nach wie vor müde, aber nicht erschöpft und hatte außer den schon bekannten Kopf- und Gliederschmerzen keine weiteren Unannehmlichkeiten. Aufgrund des erschreckenden Erlebnisses auf der Waage unterzog ich mich einer Radikalkur („Friß´ein Sechzehntel“), die überraschend gut anschlug; von Mai bis August nahm ich 10 kg ab. Ich denke mir, dass damals meine SD mit einem letzten Aufbäumen SD-Hormone überproduzierte und daher diese Kur so gut anschlug, denn in weiterer Folge gelang das mit weniger Essen (obwohl ich nie viel gegessen habe; einige meiner Freunde empfehlen mir als Menüwahl ein paar Frankfurter, damit ich exakt in der Mitte aufhören kann zu essen und ich damit das, was ich sowieso auf dem Teller lasse, auch genau messen kann) nie mehr.
Die im Sommer 1998 erreichten 70kg hielt ich bis zum nächsten Sommer; ab dann begann ein kontinuierlicher Anstieg des Gewichts und ein kontinuierlicher Abstieg meiner Gesundheit.

Anfang 2000 war ich endgültig am Boden; ich war schwerst erschöpft, hatte Angst, meinen Job (der auch seit Ende 1998 immer stressiger wurde; in der Endphase sollte ich 2,5 Arbeitsplätze alleine bearbeiten) zu verlieren. Ich hatte Dauerschmerzen im Kopf und in den Gelenken und Muskeln, grippeähnliche Zustände, Haarausfall; ich hatte schwere Verdauungsstörungen, Gastritis, Reflux, Übelkeit, Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen. Ich hatte „Watte im Kopf“, Drehschwindel und eine verlangsamte Auffassung. Ich vergaß viel, was aber Gottseidank im Job nicht auffiel, die Routine war groß genug, um dieses Manko wettzumachen. Hätte ich damals einen neuen Job antreten sollen, ich wäre nach der Probezeit grußlos nach Hause geschickt worden. Ich war bereits übergewichtig (84 kg, also in ca 6 Monaten 14 kg plus, ohne irgendwelche Fressorgien), was mich zusätzlich deprimierte. Ich war ein liebgewordenes Ziel für jedes herrenlose Bakterium. Wäre ich bei jeder Grippe, die ich hatte, zu Hause geblieben, man hätte mich rausgeworfen. So versuchte ich, meine „Grippen“ am Wochenende zu haben und ein paar Tage mit Urlaub und Zeitausgleich dazuzukriegen.

Was ich nicht hatte: Ich fror nicht, ganz im Gegenteil! Mir war immer heiß, sogar im Winter ging ich unter dem Mantel mit kurzen Ärmeln und oft hatte ich den Mantel auch noch offen. Ich litt! Mir war es überall viel zu heiß. Restaurantbesuch um Winter? Besser nicht, und wenn schon, dann was Kaltes essen ....... Das passt eher zu Morbus Basedow, aber ich bin nicht die einzige „Hashi“, der heiß war, weiß ich mittlerweile.

Bezüglich der Angstzustände und der Depressionen dachte ich mir, dass dies von dem Wahnsinnsstress käme und auch von der noch nicht aufgearbeiteten Trauer um meine Eltern. Meine Eltern waren 1995 kurz nacheinander an Krebs verstorben; meine Trauer habe ich lange unterdrückt und sie holte mich erst Jahre später ein.

Ebenfalls frustrierend war nicht nur mein eigener Blick in den Spiegel, sondern auch die Blicke der anderen; es hat mich zwar keiner meiner Freunde negativ darauf angesprochen, aber ich konnte das Entsetzen bemerken, wenn ich nach vier Wochen zu einem Treffen kam und schon wieder 3 kg mehr hatte .....
Ebenfalls schockiert war ich, als ich auf meine durchschimmernde Kopfhaut angesprochen wurde. Ich hatte zwar selber schon bemerkt, dass das so war, allerdings dachte ich, dass ich das kaschieren konnte.

In dieser Zeit habe ich mich sehr versteckt gehalten; ich bin nur zu Freunden gegangen, die mich kontinuierlich sahen, den Anblick gewohnt waren und daher nicht über die Maßen schockiert. Ein Klassentreffen habe ich ohne Zögern abgesagt – die hatten mich alle das letzte Mal um 20 kg leichter gesehen, das wollte ich mir nicht antun. Zusätzlich kam meine ewige Erschöpfung; auch Feiern mit meinen guten Freunden musste ich kurzfristig immer wieder absagen. Und wenn ich hinging, war das eine charakterliche Meisterleistung und kein Vergnügen.

Und trotz der Erschöpfung hatte ich Schlafstörungen ohne Ende. Wenn ich mal einschlief, war ich nach kurzer Zeit wieder munter und wähnte ein Gespenst im Kasten oder sonst wo. Ich konnte nur bei Licht schlafen, weil ich Angst hatte (als einmal die Glühbirne mitten in der Nacht kaputt wurde, hatte ich den extremsten Angstanfall meines Lebens).

Wenn es mir dann einmal gelang, zu schlafen, dann aber heftig! Einmal übernachtete ich bei einer Freundin, die mich nach 18 Stunden (durchgeschlafen!) weckte, um festzustellen, ob ich jetzt schliefe oder bewusstlos sei.

Im März 2000 trug ich meinen wieder aufgekeimten Verdacht auf SD-Unterfunktion zum Hausarzt, der mir eine Überweisung mit dem Verdacht „Immunthyreoditis“ für die Nuklearmedizin verpasste. Durch dunkle Kanäle erreichte ich einen Untersuchungstermin für die darauffolgende Woche (normale Wartezeit bei Kassenpatienten: 3 Monate).

Ergebnis: Antikörper >8000, das weiß ich noch genau (weiter ging die Skala nicht). TSH viel zu hoch, T4 und T3 viel zu niedrig, also klassische HT.
Ich erhielt eine Einstiegsdosis von ½ Thyrex 0,1.

Dann ging es aber erst richtig los! Die gleiche Dosis vom gleichen Präparat, welches 1992 ungefähr soviel unmittelbare Auswirkungen auf mich hatte wie der Genuss eines Gummibärlis, verursachte mir zusätzlich zu den Symptomen, von denen sowieso keines verschwand, auch im Ruhezustand schwere Herzrhythmusstörungen und Tachykardien. Ich hatte das Gefühl, zuwenig Luft zu bekommen, selbst im Liegen und Sitzen. An Krankenstand war nicht zu denken, ganz im Gegenteil, ich hatte in dieser Zeit mehr Arbeit als je zuvor und außerdem noch Schulungen zu halten. Aber wenigstens meine Schüler bemerkten, dass es mir nicht gut ging, meine Vorgesetzten nicht (oder konnten sich es nicht leisten, es zu bemerken).

So nahm ich nun meine Hormone, obwohl keinerlei Besserung der Ausgangsbeschwerden eintrat. Was etwas besser wurde, aber auch nicht verschwand, waren die Herz- und Luftprobleme.

Ich versuchte mit Sport dagegen anzugehen. Die von mir gelaufenen (eher: getappten) Kilometer sind Legion, besser wurde nichts. Ich baute auch keinerlei Kondition auf und plagte mich aber trotz meines mehr als gemäßigten Tempos fast bis zur Bewußstlosigkeit. Am Schluss dieses „verlaufenen“ Sommers 2000 konnte ich keinen Meter mehr und keine Sekunde schneller laufen als am Anfang – und viel war das sowieso nie.

Alle übrigen Widrigkeiten blieben; einzig die Gastritis und den Reflux kriegte ich halbwegs in den Griff – hauptsächlich über die Ernährung. Die Magenkrämpfe aber blieben.

Das Jahr 2001 verging; besser wurde kaum etwas. Kurzfristige Erleichterungen brachten Shiatzu-Massagen und Cranio-Sacrale Osteopathie. Was ich allerdings schon Ende 2000 begann und so fortführte, waren die Recherchen im Internet. Nicht nur, dass ich dort erfuhr, dass ich nicht 99 verschiedene Krankheiten hatte, sondern nur eine einzige (was eine unglaubliche Erleichterung war, ich wurde schon überall als Hypochonder angesehen), fand ich dort auch Diskussionsforen, in denen meine LeidensgenossInnen sich austauschten. Ich tauschte eifrig mit und muss sagen, dass ich das, was ich bis zu diesem Zeitpunkt über diese Krankheit wußte, ausschließlich dort gefunden habe und nicht bei den so zahlreich bis dahin schon von mir konsultierten Ärzten.

2001 machte ich noch einen sportlichen Anlauf: Ich ging Bauchtanzen. Es machte mir viel Spaß, doch beim dritten Kurs musste ich abbrechen – mein Herz spielte wieder einmal nicht mit und ich bekam keine Luft (allerdings nur bei Belastung). Außerdem machte sich ein neues Phänomen breit: Ich zeichnete mich durch übermäßiges Schwitzen (vor allem am Kopf) aus. Das ist mir bis heute geblieben und ein nicht unerheblicher Grund, warum ich keinen Sport mehr in Anwesenheit anderer betreiben möchte. Es ist eklig.

Mitte 2002 war ich endgültig am Ende. Ich wünschte mir, irgendwo öffentlich umzufallen, damit ich endlich einen weithin sichtbaren Grund für eine Auszeit haben könnte (ich muss dazusagen, dass damals der letzte länger als ein paar Tage dauernde Urlaub zwei Jahre zurücklag und durchgearbeitete Wochenenden obligat waren). Denn: Wer würde mir glauben, dass ich krank sei? Wie sah ich für die anderen aus: Vollgefressen mit 89 kg, schnaufend, unsportlich – tja, die Dicke braucht doch nur weniger fressen und sich mehr bewegen, dann ist sie nicht krank! Ich beneidete jeden um ein gebrochenes Bein, ich wollte so gerne einmal ein paar Wochen Ruhe.

Im August 2002 erinnerte ich mich dann an einen Arzt aus meinen KH-Aufenthalt 10 Jahre davor, der mir damals sehr kompetent erschien. Ich zückte also die Geldbörse (= Privatarzt) und konsultierte ihn.

Und das war sicher keine schlechte Idee. Das erste, was er mir in die Hand drückte, war ein Röhrchen für eine Stuhlprobe. Befragt, warum: 80% seiner SD-Patienten hätten einen Darmpilz, der zum großen Teil deckungsgleiche Symptome verursache wie die HT.
Zur selben Zeit flammte in meinem Diskussionsforum das Thema „Nahrungsmittelintoleranzen“ auf. Ich entschloss mich, auch diesen Test zu machen. Ich brachte daher zeitgleich meine Stuhl- und meine Blutprobe zur Post.

Ergebnis:
Stuhl: Einen Wert von 10 hoch 9 Candida
Nahrungsmittel: Auf 36 Stück hat mein Blut mit einer Abwehrreaktion geantwortet

Ich begann also gleichzeitig eine Pilzkur (Myotika und Colon-Hydrotherapie) und eine Umstellung meiner Ernährung unter strengster Umschiffung dieser 36 Lebensmittel.

Das war zwar zum ersten peinlich und zum zweiten fad; allerdings wirkte es!!!!!!

Erschöpfung: Weg; Müdigkeit allerdings geblieben

Kopfschmerz: Weg bis fast weg

Gelenks- Muskelschmerz: Weg bis fast weg

Herz: Bestens in Ordnung (außer bei stärkerer Belastung, wie zB Sport)

Luft: Noch nicht genug aber viiiiiiiiiieeeeel mehr

Magen: Was sind bitte Magenkrämpfe?

Verdauung: Schön, wenn man wieder unter Menschen gehen kann, weil die Blähungen weg sind..................

Schlaf: Wunderschön!

Angst: Fast weg, und in der Lade vom Nachtkästchen liegt eine Reservebirne

Depressionen: Weg bist fast weg

Wallungen: Schön ist so ein Rollkragenpullover und ein Heizlüfter unterm Hintern im Winter. Und im Sommer ist ein Sonnenbad auch nicht zu verachten ..

Haarausfall: Weg und Verluste aufgeholt

Gewicht: Von 89 kg auf 79 kg in sieben Monaten, ohne Hungern

Derzeit:
Ich pendle zwischen 81 und 77 kg, möchte aber gerne auf 70 kg kommen. Leider dürfte mein Körper beschlossen haben, dass er rund 80kg haben will. Auch bei Einhaltung der Diät und nach einer weiteren Pilzkur (allerdings ohne Darmwäschen) bewegt sich nichts.
Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen halten sich im Rahmen wie oben beschrieben. Sportliche Betätigung muss sich im Rahmen halten; bei Anstrengung habe ich Herzprobleme, Luftprobleme und eben dieses ordinäre Schwitzen.
Wo jetzt doch etwas weitergegangen ist, ist die Umstellung in der Einnahme meiner Hormone.
Hier die Zusammenfassung vom 19.1.2004:
ich habe mir die in combithyrex beinhalteten hormone t4 und t3 einzeln verschreiben lassen ("thyrex" = t4 und "trijodthyronin t3" = t3). anfangs habe ich die tabletten exakt so ins verhältnis gesetzt, wie sie im combithyrex drin waren.
es war ganz kurios: obwohl ich die gleiche menge t4 und t3 auf einmal einnahm, hat allein das aufteilen auf zwei verschiedene tabletten eine leichte besserung bewirkt. möglicherweise liegt das aber auch an den trägerstoffen.
in weiterer folge habe ich dann den t3-anteil sukzessive erhöht, was wirklich eine echte besserung brachte.
derzeit bin ich bei einer jenseits von den ärzten empfohlenen höchstdosis: ich nehme t4 und t3 1:1 ein.
anfang jänner habe ich mich noch mal schlau gemacht, weil das mit dem gewicht (was aber schon besser geworden war; d.h. abgenommen) nunmehr stagnierte.
folgende theorie: die sd gibt grundsätzlich kontinuierlich sd-hormone ab und schüttet zusätzlich aus, wenn ein vorübergehender mehrbedarf des körpers besteht.
unsereins wirft sich die gesamte dosis in der früh ein; möglicherweise ist es dann aber so, dass der körper diese menge an hormonen nicht auf einmal aufnehmen kann und daher einen teil der hormone ungenützt ausscheidet.
ich habe daher vor zwei wochen wie folgt umgestellt: morgens 1 thyrex zu 0,1 und 1 trijodthyronin t3 zu 0,05, am späteren nachmittag 1 trijodthyronin t3 zu 0,05.
was ich sofort gemerkt habe: ich hatte, genau so wie ganz am beginn der hormoneinnahme die bekannten probleme: herzstolpern, herzklopfen und gelenksschmerzen (allerdings nur ganz leicht, kein vergleich mit dem einstieg).
das ist mittlerweile weg. was mich freut: heute morgen auf der waage hatte ich 1,4 kg weniger als vor 14 tagen.
möglicherweise ist an dieser theorie ja was dran.
mein TSH-wert ist sehr supprimiert: 0,03. allerdings hat mein arzt (internist in wien, beschäftigt sich sicher schon 15 jahre mit sd-erkrankungen, zu empfehlen, wenn du einen gscheiten brauchst, allerdings privat) das im zusammenhang mit meinem verbesserten zustand als ganz normal betrachtet

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wenn du noch was wissen willst: eligun4@hotmail.com

liebe grüße aus wien
gundi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Mär 2005 9:20 
Hallo ihr lieben!

Erst Mal vielen vielen Dank an Gundi und ihre aufschlussreiche Geschichte! Ich fühle mich (auch wenn es für Dich sicherlich nicht so angenehm ist) wirklich beruhigt, aus einfachem Grund:
Bei mir wurde vor fast 2 Jahren HT festgestellt und ich bin erst 22. Die SD ist fast nicht mehr vorhanden, meine Werte weiß ich allerdings nicht auswendig. Ich nehme täglich eine L-Thyrox 100 und bin damit bis jetzt ganz gut gefahren. Ich bin relativ sportlich, aber in den letzten Wochen sackt bei mir auch die Kondition, ohne Grund. Ich leide unter immer stärker werdenden Schwindelanfällen, Waden- und Nackenkrämpfen, Kopf- und Gelenkschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit,...
Letzte Woche habe ich beim Hausarzt Blut nehmen lassen. Ich habe die Werte noch nicht gesehen aber telefonisch bekam ich gesagt der TSH sei nur minimal zu hoch und ich soll auf L-Thyrox 125 erhöhen. Der Eisenwert sei nur minimal zu niedrig, aber nicht erwähnensert. Ich hab das Gefühl mein Hausarzt sieht das alles etwas einspurig. Seitdem es mir so schlecht geht informiere ich mich im Internet über die Krankheit und erfahre Sachen, die ich mir nie zu träumen gewagt hätte! Kann es doch sein, dass alle meine Leiden nur mit HT zu tun haben?
Jedenfalls hat mich Gundis Geschichte sehr beruhigt, so traurig es auch ist. Ich weiß jetzt, dass ich nicht alleine mit meinen Leiden bin und dass es wohl doch an der Zeit ist die Sache selbst in die Hand zu nehmen und sich einen Profi zu suchen.
Vielen vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25. Aug 2005 20:26 
habe seit langer Zeit rheumatische Beschwerden und bei uns in der Familie liegt eine Häufigkeit von einer Hashimoto Thyreoiditis vor, könnte da ein Zusammenhang bestehen?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Aug 2005 7:30 
Ich möchte Gundi aus Graz Grüßen!
Bin durch den gestrigen Beitrag auf Gundis Bericht gestossen. Mein Weg als Hashi ist zwar etwas anders, (Diagnose erst im Juli 2005) aber insgesamt sehr langwierig.
Durch das Internet bin ich draufgekommen dass meine Karriere wahrscheinlich im Alter Zwischen 20 u. 30 begonnen haben dürfte. Jetzt bin ich über 50.
Gundi kannst Du bitte kurz berichten wie es Dir momentan geht.
LG
Gudrun


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