Liebe Mitglieder,
2008 wurde bei mir eine stark echoarme, inhomogene SD diagnostiziert. Hashimoto sollte es aber nicht sein – wohl wegen fehlender Antikörper. TSH war zu hoch (um die 5,5), freie Werte in der Norm.
2010 dann erhielt ich dann doch die Diagnose Hashimoto, weil ich sicher war das etwas nicht stimmt - als der (neue, andere) Radiologe meinen Ultraschall sah meinte er klarer geht es nicht mehr, auch ohne Antikörper.
Seit einem Jahr also nehme ich Thyroxin. Ein Wohlbefinden habe ich damit nicht erreicht, im Gegenteil. Ich bin nun bei 106,25, fühle mich aber sehr schlecht, schlechter als vorher- obwohl meine Werte sich unter LT verbessert haben. Sie sind nun im Normbereich während ich bei Diagnose schon sehr in UF war:
09.07.2010 DIAGNOSE
TSH 6,861 (0.4 – 3,0 IE/ml)
FT3 2.6 (2.2 – 5.5 pg/ml)
FT4 0.5 (0.6 – 2.3 ng/dl)
24.05.2011 unter 106,25 LETZTE WERTE DIE VORLIEGEN
TSH 0,667 (0.550-4.780)
FT3 2,76 (2,3-4,2)
FT4 1,22 (0,89-1,76)
Weil es mir immer noch so mies ging ging ich nochmal zum Hausarzt und dann zu meinem Radiologen, nur mal zum Ultraschall um eine Verkleinerung/Schub sehen zu können. Ich war sicher meine SD ist nun verschwunden

und schwarz wie die Nacht.
Der Radiologe meinte: Hmmm…ihre SD sieht wieder gesund aus, alles hell, klar, abgrenzbar-keine Anzeichen von Hashimoto. Sie können evtl. alles absetzen.
Da er auch die Diagnose gestellt hatte zeigte er mir die Bilder im Vergleich. Es stimmte….Für das echoarme Bild hatte ich ja nun sozusagen schon zwei Meinungen (aus 2008 und 2010) – aber dass nun alles OK sein sollte???? Ich war verunsichert ohne Ende.
Ich forderte daher eine Zweitmeinung, von einem anderen Radiologen -die ich gestern erhielt.
Es wurde umfangreich untersucht und zig Bilder von meiner SD gemacht. Der Arzt bestätigte: Alles ist wieder vollkommen abgrenzbar, homogen, hell – ein ganz normales Bild, ich konnte es selbst sehen. Die SD hat eine Größe von ca. 10 ml.
Nun weiss ich dass Hashimoto zumindest was die AK angeht rückläufig sein kann, die Entzündung schubweise geht –aber dass das Ultraschallbild wieder eine total gesunde SD zeigt?
An eine andere Form der Entzündung kann ich nicht glauben, weil ich nie Enzündungsanzeichen hatte und weil z.B. eine Silent Thyreoiditis nur bis 6 Monate dauert (aber kaum 2008-2011).
Antikörper hatte ich wie gesagt nie, also seronegatives Hashi.
Man rät mir jetzt langsam die Tabletten abzusetzen, aber obwohl ich damit eh nie zurecht kam habe ich doch Angst vor einem Absturz (oder gar Rückfall?).
Müsste man denn anhand der Werte eine ÜF sehen weil die SD wieder "gesund" ist oder bleibt diese trotzdem schön weiter "in ihrer Hängematte liegen" da ja Thyroxin reinkommt?
Andernorts wird mir gesagt „nur weil die SD gesund aussieht muss sie es nicht wieder tun, ich würde alles so lassen“…
Und: "Man kann auch OHNE AK und mit tollem Sonobild Hashi haben. Denn die Zerstörung könnte ja auch unsichtbar verlaufen, das ist oft so oder die Zerstörung ist "hinten" an der Schilddrüse."
Wenn man alles hat und haben kann ohne dass man es sieht...dann weiss ich auch nicht warum man noch zum Arzt gehen sollte. Natürlich war ich im Juli 2010 in UF, aber da hatte ich auch das schlechte Sono-Bild. Ist ja nicht dass ich behaupte dass da nie was war! Und wenn die SD mal entzündet, echoarm, inhomogen und dunkel war, dann "leide" ich wohl nicht unter der Form "wo man es nicht sieht", oder? Oder hat sich das einfach nur gewandelt bei mir und nun habe ich die "unsichtbare Geisterform"?
Der Radiologe meint „warum Tabletten schlucken die Sie vielleicht gar nicht brauchen?“
Vielleicht fällt jemandem etwas hilfreiches dazu ein.