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 Betreff des Beitrags: Fibromyalgie oder Hashimoto?
BeitragVerfasst: 30. Mär 2006 11:41 
Hallo!
Ich bin Sandra, 30 Jahre alt. Ich habe 3 Kinder und bin mittlerweile froh das ich kündigen musste (in der KArenz) denn ich bin mir gar nicht sicher ob ich meinen Job noch "normal" weiter ausüben hätte können.
Meine Geschichte beginnt etwa 1999, zirka ein Jahr bevor ich aus meiner zweiten Karenz wieder ins Arbeitsleben zurückkam.
Nach einer Angina und einem Umbau im Kinderzimmer (ausmalen und Kastenraum bau) begannen meine "suspekten Zustände" wie ich sie nenne.
Alles begann damit das ich einen seltsamen Druck am Kehlkopf hatte (so als würde mich permanent jeman würgen) schmerzen in den Armen- beklemmungsgefühle Herzrasen vor panik. Es kam und ging manchmal oder meißtens im Auto- oder im Sitzen irgendwo. Die Schmerzen (oder auch das "unangenehm störende Gefühl) breiteten sich dann bis zur Schulter, Nacken uns zwischen den Schulterblättern/ Rippen aus. Zwischendurch kippte ich in verschiedensten Lebenslagen dann auch mal um. (beim Warten auf den Schlepplift usw.) Gut- das führte ich auf meinen MIESEN Kreislauf und viel zu niedrigen Blutdruck zurück, machte mir deshalb nicht sonderliche Sorgen. Diese Anfälle mit Atemnot und Beklemmungsgefühlen machten mich jedoch immer unruhiger und als am Ende dann noch ein Druck (komischer Gefühl) zu Brustbei kam, da reichte es mir dann.
Ich besuchte meinen langjährigen Hausarzt und der tippte auf mein Herz- nach der Untersuchung meinte er- "ok, dann ist es die Wirbelsäule!" Danach meinte er- vielleicht etwas psychisches..... etwas Neurologisches?....blablabla.
Mir wurde es zu blöd- denn als die Rheumauntersuchung auch kein Ergebnis zeigte tippte ich auf Sterbenskrank und "pfiff" auf weitere Arztbesuche um nicht noch blöder dazustehn.
Gut nun wares soweit das ich zeitweise im Gesicht taubheit verspürte dann mal das linke dann mal das rechte bein - manchmal konnte ich nicht mehr Stiegen steigen. Doch es kam und ging. Ich arbeitete am Telefon in einer Bank- mir gings oft sehr schlecht und meiner Chefin viel auch auf das meine Stimme sich verändert hatte (das würgen am Kehlkopf??). Ich wurde mit meiner dritten Tochter schwanger- während der Schwangerschaft war mehr oder weniger alles ok- die "Zustände" waren weniger schlimm wenn manchmal sogar ganz weg. Eine PAuse also.
Mittlerweilen ist meine Tochter 2 JAhre alt und seit sie auf der Welt ist, renne ich wieder von einem MAsseur zum anderen- die bemerken nichts tragisches- nichts was diese Zustände rechtfertigen würde. Ich sitze in keinem Büro ich bin sicher nicht mehr als jede andere Mutter gestreßt. Die Schmerzen wandern nun aber auch schon zu Hüfte und ziehen mal ins rechte mal ins linke Bein. Beim Skifahren zB. hatte ich letzte Woche während dem Fahren keine Troubles, aber sobald ich stehen blieb dachte ich man hackt mir gerade ab der Hüfte die Beine ab. Auch die Hände und Schultern taten weh.
AUf meiner HAlswirbelsäule habe ich oft richtig dicke Knoten- ich dachte bzw. denke oft das ich ihrgend eine krasse Krankheit habe- und trau mich nichtmal mehr ein Blutbild machen. Meine Müdigkeit und meine Panikatacken habe ich noch vergessen. Einmal war auch die Rettung hier- weil mir im Auto meines Lebensgefährten so schwindlich und übel wurde das ich zuhause angekommen, das Auto selbst zu fuß nicht mehr verlassen konnte. Die Rettung und der NOtarzt kammen beide zugleich und mein Blutdruck war wunderschön (obwohl er normal sehr niedrig ist 90/60ist schon hoch für mich) das einzige was seltsam war, ich hatte viel zu viel Sauerstoff im Blut- ich Hyperventilierte ohne das es mir oder jemand vom Rettungsdienst "optisch" aufgefallen wäre. Klar hatte ich Panik als die kamen- ich dachte ich hätte einen Herzinfarkt! Aber Hyperventiliert hatte ich das letzte mal bei der Geburt meiner mittleren Tochter!!
Ok- sie meinten PAnikattacke- das sei psychisch und sie gingen.
Gestern war ich dann beim Orthopäden (der einzge Arzt bei dem ich keine Horrornachricht vermutete)- meine Wirbelsäule hat GAR NICHTS_ meinte er nach ein paar mal drauf rum drücken- als ich ihm meine story im schnelldurchlauf erzählte, sagte er *Fibromyalgie*
NAja- jetzt steh ich da mit einem Flyer über diese "Krankheit" und einer ÜBerweisung ins Labor.
Ich habe keine Ahnung was ich jetzt tuns soll- vor allem weil ich mittlerweilen nach sieben Jahren der Meinung bin das ich sicher eine schlummernde schlimme Kranheit habe, die nur wartet darauf entdeckt zu werden. Ich denke wenn ich nicht zum Arzt geh, dann kann er auch nichts finden. Klingt blöd- aber mittlerweilen ist es so- meine Angst raubt mir die Ruhe die ich für meine Kinder brauche, sie raubt mir den Schlaf (wasd auch der Schmerz ohne der Angst schon tut) und ich möchte wissen ob mein extremex Krankheitsbild zur Fibromyalgie
eigentlich passt, oder ob der Orthopäde mich einfach nur loswerden wollte.
Gestern hab ich diesen Beitrag in einem Fibromyalgie (weichteilrheuma) Forum gepostet- eine nette Userin meinte das es sich eher nach Hashimoto anhören würde- das heißt ich sollte nun vielleicht im Labor auf Schilddrüse testen lassen- was meint ihr?

So, jetzt hab ich Euch voll zugetextet und hoffe jemand versteht mich ein bisschen!?

Liebe Grüße
Sandra


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Mär 2006 13:06 
Ja Sandra, dann gibt es nur eines, entweder zum Hausarzt Blut abnehmen lassen (für die Schilddrüsenwerte) oder direkt zu einem Nuklearmediziner, der Blut abnimmt und allenfalls eine Szintigraphie etc. anordnet.
Ohne eine gezielte Laboruntersuchung wirst du keine Klarheit haben.
Alles Gute GudrunW


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Mär 2006 17:44 
Klingt wirklich verdächtig nach Hashimoto.
Laß dir die Werte:
TSH
ft3
ft4
TPO-AK ... wenn dieser Wert über den Ref.wert gehen, hast Du Hashimoto
Tg-Ak ... wenn dieser Wert über den Ref.wert gehen, hast Du Hashimoto
Tg-Ak
ev. TRAK
beim Blutabnehmen testen, dann hast du Klarheit!
LG
Lilli


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Mär 2006 20:08 
hallo,
bei fibromyalgie gibt es gewisse druckpunkte (tender points), dass sind druckpunkte, die vor allem an den sehnenansätzen in der nähe von gelenken und rumpf zu finden sind. wenn diese länger als 3 monate unter druck schmerzhaft sind, so deutet dass auf diese krankheit hin. wenn dein orthopäde diese druckpunkte untersucht hat, hat er wahrscheinlich zuerst die tender points überprüft, eine schilddrüsenunterfunktion könnte die krankheit jedoch noch verstärken, lass mal alle befunde machen, seitentipp im net
http://members.aon.at/fibromyalgie/fibromyalgie.htm
viel glück!lg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Mär 2006 23:11 
DAnke für Eure Antworten :-)
JA ich weiß über diese Tender Points bescheid- jedoch wirklich untersucht hat er mich ja nicht! Er hat auf meiner Wirbelsäule herumgedrückt und gemeint die hat noch nichts- und dann meinte er, das es Fibro sein wird- aus schluss! DAs fand ich etwas krass- und so hab ich gegoogelt und dabei entdeckt das das krankheitsbild nicht wirklich dazu passt. Danke für die Tipps bezügl. Blutuntersuchung. BAld werd ichs wohl wissen!
Liebe Grüße
Sandra


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. Dez 2006 18:30 
Offline

Registriert: 31. Dez 2006 18:10
Beiträge: 2
Wohnort: Spanien
Hallo Sandra:

Irre nicht noch lange herum, du bist nicht die allein oder die Einzige die eine Rheumatische oder Schmerzhafte Hashimoto Thyreoiditis hast, schaue bitte in diesem Link http://www.schilddruesenguide.de/anhalt ... erden.html

Dieser Satz schildert sehr gut unsere Situation:

„Nehmen Sie Ihre Hormone und dann ist alles gut !?“

Es wäre sehr schön, wenn es denn immer so einfach wäre, wie viele Ärzte es ihren Patienten bei der Diagnose erzählen. Aber die Realität sieht später leider oft ganz anders aus. Ein Teil der Hashimoto-Thyreoiditis- und auch Morbus-Basedow-Erkrankten (genaue Zahlen sind nicht bekannt) leidet trotz einer durch die Behandlung mit Schilddrüsenhormonpräparaten euthyreoten Stoffwechsellage an anhaltenden Beschwerden wie ausgeprägten Lokalsymptomen, einem Grippegefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen, Erschöpfungszuständen und Konzentrationsstörungen…….

„Leider wird vielen Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen aus Unkenntnis über die ohnehin wenig erforschten Zusammenhänge heutzutage ähnliches Unrecht zugefügt.“


Ich lebe in Spanien und mache leider die gleiche Erfahrung wie du in Österreich oder andere Menschen in Deutschland, USA, Mexico, Argentinien oder andere Länder.

Dieses Unverständnis finden wir leider nicht nur bei Menschen die uns nah sind, Familien Ärzte oder Endokrinen, sondern auch unter die die selbst an eine Hashimoto Thyreoiditis leiden aber nicht so starke Schmerzen leiden. Viele siehen folgende Schlussfolgerung: Ich habe Hashimoto aber kaum Schmerzen, demzufolge muss du etwas anderes habe al ich!

Im Grunde glaube ich auch dass wir an „Fibromyalgie“ leiden wenn wir davon ausgehen, dass unsere Schmerzen jetzt chronisch geworden sind und nicht mehr eine Alarm vom Körper ist, sondern der Schmerz selbst zur Krankheit geworden ist.

Mich würde interessiere, wie viele Menschen die an „Fibromyalgie“ leiden an Hashimoto Thyreoiditis, Morbus-Basedow, Gisch oder ähnliche Krankheit leiden.

Unser Problem ist auch dass unserer Leiden noch keinen Namen hat und wir deshalb herum irren weil kein Arzt uns sagt: Sie haben………………….

¡Vielleicht sollten wir deshalb langsam nach einen Namen suchen der unserem Leiden einer Identität gibt!

Schöne Grüsse aus Spanien und Froh neues Jahr 2007

Rafa

PD: Verzeiht bitte mein schlechtes Deutsch!


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