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 Betreff des Beitrags: Depressisonen und Panikattacken
BeitragVerfasst: 03. Nov 2006 16:07 
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Registriert: 03. Nov 2006 15:34
Beiträge: 2
Hallo, ich lese seit längerer Zeit im Forum und habe mich jetzt entschlossen, einmal zu schreiben. Seit längerem merke ich, dass mit mir etwas nicht stimmt. In mir ist eine unendlich große Traurigkeit und ich fühle mich so, als würde ich beständig auf der Stelle treten. Und ich habe so entsetzliche Panikattacken, die es mir fast schon unmöglich machen, am normalen Leben teilzuhaben. Also, das ist so: RR ist oft erhöht, so ca. 140/95, aber Puls ist niedrig, oft nur 55. Tja, und da ich das weiß, steigt der RR automatisch bei allen Dingen, die mich aufregen und das ist mittlerweile schon fast der normale Alltag. Es ist schwierig zu beschreiben, alleine schon der Gedanke ich muss jetzt zur Arbeit fahren, lässt mich schon alles anspannen, da presse ich dann richtig das Kiefer aufeinander oder ich merke, dass ich die Schulter nach oben gezogen habe oder...., nicht einmal beim Liegen wird es besser. Ich habe so eine Unruhe und trotzdem bin ich saft- und kraftlos. Wir sind z.B. in Urlaub gefahren, und weil ich wusste, jetzt gehts ab ins Ausland, weg von zu Hause, fing das sofort an. Und gleichzeitig mit dem hohen RR, der dann Werte von über 200 erreicht, bekomme ich immer Schmerzen am Hals und im Nacken und ich massiere dann dort ständig und es fühlt sich so an, als würde die ganze Anspannung von dort ausgehen. Und ich fange an zu schwitzen und bekomme ganz toll Herzklopfen und spür das am ganzen Körper obwohl sonst der Puls immer niedrig ist, oder das Herz stolpert, das ist auch ein ganz eigenartiges Gefühl. Zu Hause ist es besser, überhaupt dann, wenn ich weiß, ich habe in den nächsten Tagen nichts vor, dann ist auch der RR ok, der Puls ist aber fast immer zu niedrig. Meine Schwester hat Hashimoto, vor einem halben Jahr diagnostiziert, da war es leicht, sie hatte eine Schilddrüsenentzündung und der Hausarzt hat sie sofort ins KH geschickt. Aber ich weiß nicht, wie ich meinem Hausarzt meinen Zustand beschreiben soll, habe Angst, dass er mich nicht versteht. Ich bin oder war immer ein sehr lustiger Mensch, voller Energie und Tatendrang, und jetzt habe ich beständig im Hinterkopf 1000e Ängste und bin ständig am Weinen und ich weiß genau: IRGENDETWAS STIMMT NICHT MIT MIR. Dauernd ist mir kalt, auch das ist früher niemals vorgekommen, dann ist mir wieder übel, habe ständig Kopfschmerzen. Alles ist für mich soo mühsam. Die Lebensfreude ist einfach futsch und wenn mir mal was richtig Spaß macht, ist mein nächster Gedanke, hoffentlich ist der RR nicht zu hoch (z. B. beim Schifahren) und im selben Moment steigt er auch schon und steigt und steigt - ein Teufelskreis. Am liebsten würde ich liegenbleiben unter meiner Decke und nicht mehr aufstehen. Außerdem sind wir kinderlos geblieben und bisher hat mich das auch nicht gestört, aber in letzter Zeit bin ich auch deswegen ständig von der Rolle, vielleicht auch, weil meine biologische Uhr abläuft. Mein Mann ist wirklich sehr lieb, aber er versteht nicht meine Angst, nicht das dauernde RR-Messen, nicht diese Panik. Ich weiß schon, dass ich die Schilddrüse abklären lassen muss, aber ich kann nicht, weil ich nicht weiß: Was sage ich meinem Arzt. Für mich ist es sehr schwierig, über Gefühle zu sprechen, bei anderen spiele ich immer nur herunter und beim Arzt fühle ich mich wie ein Tachinierer. Einmal, vor 2 Jahren war ich bei ihm, weil ich so einen Kloß im Hals hatte, der mind. 2 Monate nicht verschwand. Alles mögliche wurde damals untersucht, vom EKG bis zum Refluxröntgen, dauernd bin ich damals zum Arzt, mit RR-Werten von 250/150 weil ich so panisch war wegen des Gefühls, ich müsste ersticken. Doch mehr als ein paar Beruhigungstropfen war nicht drin, von der Schilddrüse war nicht einmal die Rede, achja schon, ein Ultraschall wurde gemacht, da ist nichts dabei rausgekommen und das wars dann schon. Meine Frage eigentlich ist die: Reicht so eine Untersuchung wirklich aus, kann man infolge Ultraschall schon genau abklären, ob eine Unterfunktion vorliegt? Ich weiß auch, ihr könnt mir nicht helfen, das kann nur ich allein, indem ich zum Arzt gehe, aber jetzt habe ich mir wenigstens mal ein klein wenig von der Seele geschrieben. Danke, Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03. Nov 2006 23:46 
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Registriert: 06. Apr 2006 8:45
Beiträge: 34
Wohnort: Deutschland
Hallo Maria,

Gegenfrage:

Du siehst ein Auto auf der Straße und stellst fest - es hat vier Räder, eine Karosserie und Sitze drin.
Weißt du ob dieses Anscheins, ob das Auto fährt?

Natürlich nein.

Genauso ist es mit der Schilddrüse.

Ein Ultraschall kann schon Hinweise geben, aber gibt keinerlei Aufschluss, ob sie richtig arbeitet oder nicht.

Ohne Blutwerte kommst du nicht weiter.

Laß dir mal von deinem Arzt die letzten Blutwerte und den Befund des Ultraschalls in Kopie geben.

Stelle hier die Werte mal rein - bitte mit den Referenzbereichen des Labors (meistens in Klammern dahinter).

Es geht hier um:

TSH
FT3
FT4
Anti-TPO
Anti-TG
TRAK

Gehe zur Arzthelferin am Tresen und verlange eine Kopie. Sie steht dir zu und einen Grund musst du nicht angeben.

Danach schauen wir weiter.

Liebe Grüße

Anna-Lena (die eine große Bitte an dich hat beim nächsten Beitrag. Bitte mache Absätze. Soviel Text ohne Absätze sind total schwer zu lesen! Danke)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Nov 2006 12:49 
Hallo Maria,
Anna-Lena hat vollkommen Recht!

Nur zur Ergänzung: wenn Du Angst hast, von Deinem Arzt eine Untersuchung zu VERLANGEN, oder wenn Dein Arzt Dich als Hypochonder oder sonstiges bezeichnet, dann ist er der falsche für Dich. Dann solltest Du schnell zu einem anderen gehen.

Meiner Erfahrung nach ist es besser, zu Ärzten zu gehen, die sich neben der Schulmedizin auch mit Alternativen beschäftigen, die nehmen sich dann auch meistens mehr Zeit für ein Gespräch, um Deine Ängste und Sorgen abzuklären. Ein Arzt, zu dem Du kein Vertrauen hast, kann Dir nicht wirklich helfen.

Peter


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 Betreff des Beitrags: an Maria
BeitragVerfasst: 04. Nov 2006 17:59 
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Registriert: 11. Jan 2006 12:07
Beiträge: 353
Wohnort: Wien
Hallo Maria !

Anna-Lena hat natürlich ganz recht und es ist wirklich dringend an der Zeit, dass du endlich deine SD-Werte bestimmen läßt.

Als ich deinen Bericht gelesen habe musste ich schmunzeln, denn genauso erging es mir. (Panikattacken, Kältegefühl usw) und vor allem zu merken, es stimmt etwas nicht.

Nachdem du ja auch weißt, dass deine Schwester Hashimoto hat, ist es durchaus möglich auch an dieser Erkrankung zu leiden. Bei mir liegt es ebenfalls in der Famlie (Oma, Mama).

Wenn du zu deinem Arzt kein Vertrauen hast, dann geh doch einfach zu einem anderen. Wo bist du daheim ? Der Dr.Zettinig (Privat), der dieses Forum leitet ist ein Spezialist und wenn du es dir leisten kannst, könntest du ja auch zu ihm gehen. Man bekommt ja auch einen Teil der Kosten von der Krankenkasse retouniert.

Also raff dich auf, und lass endlich dein Blut auf obenstehende Werte kontrollieren. Nur so kannst du wissen, ob deine SD die Ursache für deine Beschwerden ist.

Ich musste 9 Jahre warten, ehe man endlich auf die SD tippte und meine Werte über der Norm waren. Seit Jänner werde ich mit Hormonen behandelt.

LG
Uschi


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 Betreff des Beitrags: DANKE!!!
BeitragVerfasst: 06. Nov 2006 17:43 
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Registriert: 03. Nov 2006 15:34
Beiträge: 2
Vielen vielen Dank für eure Antworten!! LG, Maria


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