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BeitragVerfasst: 22. Jul 2005 8:09 
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Registriert: 22. Jul 2005 7:47
Beiträge: 4
Hallo!

Ich leide seit letztem Jahr unter so netten Sachen wie Müdigkeit, Verstopfung (die jetzt in weichen Stuhl umgeschlagen ist), Konzentrationsstörungen und trockenen Händen - und seit einer Ewigkeit an Regelschmerzen und einem unregelmäßigen Zyklus (einmal kommt die Regel planmäßig, einmal nach 5 Wochen, einmal noch später, dann wieder planmäßig).

Dieses Jahr kamen nach der Pilleneinnahme (hab sie genau einen Monat ausprobiert wegen meinem unregelmäßigen Zyklus), wahrscheinlich auf das darauffolgende Hormonchaos, schlimme Panikattacken, Gereiztheit (wobei sich diese wieder gebessert hat), Hyperventilationsanfälle, Schwindel, Magenprobleme (hab 3 Kilo abgenommen) und das Gefühl, mir steckt ein Kloß im Hals und schnürt mir die Luft ab, hinzu. Hab außerdem oft, besonders abends, Zittern an den Händen und Schmerzen in den Armen.

Die Pille hab ich mittlerweile seit 3 Monaten abgesetzt, die Gerzeit und der Schwindel sind fast weg, aber Panikattacken und den Kloß im Hals und Atemprobleme hab ich noch immer (oft stundenlang). Ich habe schon alle möglichen Untersuchungen machen lassen. Lungenröntgen okay, Lungenfunktionstest weist Probleme beim Einatmen auf (weist auf Hyperventilation hin), sonst einwandfrei, also kein Asthma, habe außerdem erniedrigtes CO2 im Blut (auch Hyperventilation). Beim Herzultraschall kam ein Mitralklappenprolaps mit Mitralinsuffizienz I heraus. War im Juni bei der Augenärztin wegen einem Druck im linken Auge und Sehstörungen. Mein Sehvermögen ist von -1,25 auf -3 geschrumpft, obwohl ich die Jahre davor immer -1,25 bzw. - 1,5 auf dem anderen Auge hatte. :(


An Medikamenten nehm ich derzeit 360 mg Magnesium täglich und ca. einmal pro Woche, wenn's mir besonders dreckig geht mit dem Zittern und den Panikattacken, Psychopax Tropfen in geringer Dosis.

Diese Woche bekam ich die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung (schreibe nur das, was nicht in der Norm ist):

Blutbild:
Differentiale Zählung:
segm. neutroph. rel L 37.0% sollte sein 50.0 - 70.0
Lymphozyten H 46% sollte sein 20-40
segm. neutroph. abs. L 1.57 sollte sein 2.0 - 7.0

Chemischer Befund:
Bilirubin gesamt H 1.2 mg/dl sollte kleiner als 1.1 sein
SGOT (AST) H 32 U/L sollte kleiner als 31 sein

Schilddrüse
TSH-S H 4.38 uU/ml normal ist: 0.27-4.20 (laut dem Labor, bei dem ich war)

Meiner Meinung nach weisen der TSH von 4,38 (die amerikanische Norm geht nur bis 2,5), das erhöhte Bilirubin und das Immunsystem (Hinweis auf Infektion oder Entzündung) eindeutig auf eine UF hin. War gestern bei meiner Hausärztin, und die hat gemeint, das wär grenzwertig und harmlos, meine Beschwerden können nicht davon kommen. Sie hatte übrigens auch keine Ahnung vom Zusammenhang Müdigkeit-Panikattacken-Mitralklappenprolaps, bis ich sie darauf hingewiesen habe. Ihrer Meinung nach wäre, da ich ein schüchterner Mensch bin und Stress im Studium hatte, eine psychosomatische Klinik das Richtige, die Schilddrüse und der MKP sind nicht dafür verantwortlich.

Irgendwie komme ich mir von ihr ein bisschen verarscht vor ...

Was meint ihr?

Das ist doch eindeutig UF und abklärungsbedürftig, oder?

Kann der TSH Wert auch von der Pille kommen, obwohl ich sie seit 3 Monaten nicht mehr nehme?

Ich lasse mir in der Schilddrüsenpraxis Josefsstadt (bei Dr. Zettinig) einen Termin geben. Mir ist die Sache nicht ganz geheuer. Kennt jemand diesen Arzt und hat Erfahrung mit ihm?


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2005 12:08 
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Registriert: 30. Mär 2005 12:16
Beiträge: 33
Wohnort: wien
hallo manu,

sind die (f)t3- und (f)t4-werte auch abgenommen worden? wie sehen die aus und wie die antikörpern? klingt aber insgesamt sehr nach sd-uf (tsh 4,38 ist zu hoch). bei mir war auch nur der tsh erhöht, aber die ft3 und ft4 werte noch in der norm - trotzdem sd-uf/hashimoto.
ich bin kein arzt, aber ich denke, dass es die pille nicht mehr sein kann - hast du die geschlechtshormone schon mal abnehmen lassen? obwohl: bei einnahme der antibabypille oder anderen medikamenten mit weiblichen hormonen kann es zu einem höheren bedarf an schilddrüsen-hormonen kommen(aber nach 3 monaten?!). der kloss im hals klingt auch stark nach sd-uf/hashimoto, ebenso panickattacken.
wie du schon geschrieben hast: die erhöhte lymphozytenanzahl weist auf eine entzündung im körper hin (immunsystem aktiver).
wie siehts mit den eisenwerten aus - da du relativ viel magnesium nimmst?
ich kann gut mit dr. zettinig, man kriegt schnell einen termin und er ist sehr genau bei der sonografie. mach dir selbst ein bild, wenn er für dich nicht der richtige ist (nach erstuntersuchung), kannst du immer noch wechseln. dr. rudolph (gleiche praxis) soll auch gut sein.

lg,
martina


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2005 13:36 
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Registriert: 22. Jul 2005 7:47
Beiträge: 4
Die Geschlechtshormone hab ich noch nicht abnehmen lassen, war aber erst dieses Jahr bei der Gynäkologin, da war so weit alles in Ordnung.

Wobei ... es kann schon auch irgendwie mit den Hormonen zusammenhängen. In der 2. Zyklushälfte geht es mir schlecht, während der Regel wird es etwas weniger, und in der 1. Zyklushälfte fühle ich mich besser (hab trotzdem Panikattacken, Kloß im Hals und Zittern, aber wenn die Regel im Anmarsch ist, zittere ich den ganzen Tag).

Nach 3 Monaten noch erhöhte Schilddrüsenwerte wegen der Pille kommt mir auch seltsam vor. Außerdem habe ich sie nur einen Monat genommen, und es war eine der leichtesten Pillen (die Loette) ...

Wahrscheinlich waren die Werte während der Pille (da ist es mir ja wirklich bescheiden gegangen, hab gar nicht mehr gewusst wohin vor lauter Schwindel und Panikattacken) etwas erhöht (noch mehr als meine 4,3, und 4,38 ist sozusagen jetzt mein "Normalwert". Ist nur eine Mutmaßung meinerseits ...

Eisen ist 94. Norm geht von 40-150, also nicht schlecht, oder?

Ferritin ist etwas im Eimer (23, Norm geht von 10 - 120).

Das Magnesium hab ich von meiner Hausärztin. Die hat mir empfohlen zwischenzeitlich sogar 700 mg Magnesium zu nehmen wegen meiner Zittrigkeit, hab aber mittlerweile auf 360 reduziert ...

fT3 und fT4 sind noch nicht genommen worden, genausowenig wie die Antikörper. Hab bisher nur das TSH, das auffällig ist (und die ganzen anderen Sachen, die auf eine Schilddrüsengeschichte hinweisen).

Ich hab Mittwoch um 18 Uhr meinen Termin in der Schilddrüsenpraxis. Ich glaub, das ist doch nicht bei Zettining, sondern bei Dr. Rudolph (laut Internseite hat sie am Mittwoch Ordination). Von meiner Hausärztin lass ich mir die Schilddrüse auf jeden Fall nicht mehr untersuchen ...


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BeitragVerfasst: 22. Jul 2005 17:12 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Manu79 hat geschrieben:
Schilddrüse
TSH-S H 4.38 uU/ml normal ist: 0.27-4.20 (laut dem Labor, bei dem ich war)


Nach dem letzten Stand sollte der TSH-B nicht über 2,5% liegen, ein höherer TSH würde - genau so wie Du schreibst - auf eine UF hinweisen.

lg
Maria


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BeitragVerfasst: 12. Dez 2005 12:42 
Manu79 hat geschrieben:
Hallo!

Ich leide seit letztem Jahr unter so netten Sachen wie Müdigkeit, Verstopfung (die jetzt in weichen Stuhl umgeschlagen ist), Konzentrationsstörungen und trockenen Händen - und seit einer Ewigkeit an Regelschmerzen und einem unregelmäßigen Zyklus (einmal kommt die Regel planmäßig, einmal nach 5 Wochen, einmal noch später, dann wieder planmäßig).

Dieses Jahr kamen nach der Pilleneinnahme (hab sie genau einen Monat ausprobiert wegen meinem unregelmäßigen Zyklus), wahrscheinlich auf das darauffolgende Hormonchaos, schlimme Panikattacken, Gereiztheit (wobei sich diese wieder gebessert hat), Hyperventilationsanfälle, Schwindel, Magenprobleme (hab 3 Kilo abgenommen) und das Gefühl, mir steckt ein Kloß im Hals und schnürt mir die Luft ab, hinzu. Hab außerdem oft, besonders abends, Zittern an den Händen und Schmerzen in den Armen.

Die Pille hab ich mittlerweile seit 3 Monaten abgesetzt, die Gerzeit und der Schwindel sind fast weg, aber Panikattacken und den Kloß im Hals und Atemprobleme hab ich noch immer (oft stundenlang). Ich habe schon alle möglichen Untersuchungen machen lassen. Lungenröntgen okay, Lungenfunktionstest weist Probleme beim Einatmen auf (weist auf Hyperventilation hin), sonst einwandfrei, also kein Asthma, habe außerdem erniedrigtes CO2 im Blut (auch Hyperventilation). Beim Herzultraschall kam ein Mitralklappenprolaps mit Mitralinsuffizienz I heraus. War im Juni bei der Augenärztin wegen einem Druck im linken Auge und Sehstörungen. Mein Sehvermögen ist von -1,25 auf -3 geschrumpft, obwohl ich die Jahre davor immer -1,25 bzw. - 1,5 auf dem anderen Auge hatte. :(


An Medikamenten nehm ich derzeit 360 mg Magnesium täglich und ca. einmal pro Woche, wenn's mir besonders dreckig geht mit dem Zittern und den Panikattacken, Psychopax Tropfen in geringer Dosis.

Diese Woche bekam ich die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung (schreibe nur das, was nicht in der Norm ist):

Blutbild:
Differentiale Zählung:
segm. neutroph. rel L 37.0% sollte sein 50.0 - 70.0
Lymphozyten H 46% sollte sein 20-40
segm. neutroph. abs. L 1.57 sollte sein 2.0 - 7.0

Chemischer Befund:
Bilirubin gesamt H 1.2 mg/dl sollte kleiner als 1.1 sein
SGOT (AST) H 32 U/L sollte kleiner als 31 sein

Schilddrüse
TSH-S H 4.38 uU/ml normal ist: 0.27-4.20 (laut dem Labor, bei dem ich war)

Meiner Meinung nach weisen der TSH von 4,38 (die amerikanische Norm geht nur bis 2,5), das erhöhte Bilirubin und das Immunsystem (Hinweis auf Infektion oder Entzündung) eindeutig auf eine UF hin. War gestern bei meiner Hausärztin, und die hat gemeint, das wär grenzwertig und harmlos, meine Beschwerden können nicht davon kommen. Sie hatte übrigens auch keine Ahnung vom Zusammenhang Müdigkeit-Panikattacken-Mitralklappenprolaps, bis ich sie darauf hingewiesen habe. Ihrer Meinung nach wäre, da ich ein schüchterner Mensch bin und Stress im Studium hatte, eine psychosomatische Klinik das Richtige, die Schilddrüse und der MKP sind nicht dafür verantwortlich.

Irgendwie komme ich mir von ihr ein bisschen verarscht vor ...

Was meint ihr?

Das ist doch eindeutig UF und abklärungsbedürftig, oder?

Kann der TSH Wert auch von der Pille kommen, obwohl ich sie seit 3 Monaten nicht mehr nehme?

Ich lasse mir in der Schilddrüsenpraxis Josefsstadt (bei Dr. Zettinig) einen Termin geben. Mir ist die Sache nicht ganz geheuer. Kennt jemand diesen Arzt und hat Erfahrung mit ihm?


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