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BeitragVerfasst: 19. Jan 2005 19:04 
Es geht mir nun seit einigen Monaten schon nicht gut. Den Sommer 2004 über hatte ich immer mal so kleine SChwächemomente, in denen ich mich plötzlich hinsetzen musste und seit einer starken Erkältung Ende September geht fast nix mehr. Bin nur noch schwach, leistungsunfähig, müde, zwischendrin hatte ich mal eine Phase (ca. 2 - 3 Wochen), in der ich immer sehr schnell aufgedreht war (Hashi??) mit Panikattacken und Schweißausbrüchen und jetzt seit einigen Wochen bin ich nur noch absolut schwach, kann meinen Haushalt nicht mal mehr alleine schmeißen (Muskelschwäche und total schnelle Erschöpfbarkeit), fühle mich schwindelig und depressiv, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, etc.

Zwischendurch hatte ich auch immer wieder mal Schmerzen im Halsbereich für einige Tage (längs am Kehlkopf entlang verlaufend, ausstrahlend Ohren und Kiefer...). Mitte November hatte ein Internist mal gemeint, ich müsste Hormone nehmen (Werte: ft4 0,9 (0,8 - 1,7), TSH 2,61 (0,3 - 4,0), was ich dann auch tat. Jedoch hat mich der gute Mann nicht ausreichend aufgeklärt und mir direkt eine volle Dosis Thyronajod 75 aufgebrummt. Was danach mit mir passiert ist, muss ich nicht näher erklären... (Schwindelanfälle, Panikattacken, Nervosität bis zum Platzen, Herzrasen, etc.) Hab die Tabletten dann vor Schreck nicht mehr eingenommen, zumal der Arzt auf Nachfrage dann noch behauptete, das könne nicht von den Tabletten gekommen sein....

Einige Tage nach der einmaligen Einnahme dieser Dinger bekam ich dann plötzlich einen Panikanfall erster Güte (kannte ich so noch nicht!!), ich dachte wirklich, ich sterbe und der Hausarzt musste mir eine Spritze verpassen... Naja, und seitdem ging·s mir eigentlich jetzt immer schlechter!

Ich hab jetzt jedenfalls mal so meine Werte in den letzten Jahren verfolgt (wurde öfter mal kontrolliert, da jedem Arzt immer erst mal mein verdickter Hals auffiel...) und möchte die hier mal preisgeben (PS: habe übrigens auch immer wieder mit Ängsten zu kämpfen, die seit letztem Jahr ebenfalls immer schlimmer werden...). 1997: ft3: 2,3 (1,9 - 4) ft4: 6,7 (7 - 19) TSH basal: 2,55 (0,25 - 4) TCTU: Rechts 0,8%, links 0,5%, gesamt-uptake 1,3% (nach einem Nordseeurlaub gemacht worden, indem ich einen plötzlichen Hyperventilationsanfall bekommen hatte) Beurteilung damals: leicht vergrößerte SD, Nuklidaufnahme etwas inhomogen, insgesondere links basal kann ein 0,8 cm großer kalter Bezirk nicht ausgeschlossen werden. Mir wurde damals allerdings nur eine Jodprophylaxe empfohlen...

2000: ft3: 3,0 (1,9 - 4) ft4: 9,3 (7 - 19) TSH: 2,3 (0,25 - 4) Juli 2002: TSH 3,48 (keine weiteren Werte vorhanden) November 2002: ft3: 4,9 (3,0 - 10) ft4: 12,4 (13 - 28) TSH: 2,55 (0,2 - 3,5) TG-AK: 27 (- 100) TSH-Rezeptor-AK: 4 (- 15) November 2004: tf4: 0,9 (0,8 - 1,7) TSH: 2,61 (0,3 - 4) Januar 2005: ft4: 1,31 (0,85 - 1,92) ft3: 3,96 (3,4 - 7,2) TSH: 1,96 (0,33 - 3,5)

Nach einem Szintigramm letzte Woche (Kontrastmittel), hatte ich plötzlich 2 Tage lang starke Schmerzen in der Schilddrüse (beidseitig gleich ausgeprägt). Könnte das auch auf irgendwas hindeuten??

Wie gesagt, es geht mir nach wie vor absolut mies und ich hoffe wirklich auf Hilfe. Derzeit steht mir noch ein Endo-Besuch bevor (Termin noch nicht fest), bei dem auch alle meine anderen Hormone untersucht werden sollen, da der Nuklearmed. eine Medikation wieder mal (außer Jodprophylaxe) nicht für nötig hält. Was meint Ihr bzw. Sie (Praxisteam) zu meinen Werten??? Wäre super, wenn mir irgendjemand weiterhelfen könnte, bin einfach kein Mensch mehr und so langsam kurz vorm Verzweifeln!!! Vielen vielen Dank im Voraus!!!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Jan 2005 17:36 
Hallo, ob Du Hashi hast, kann man (noch) nicht sagen. Es gibt wohl einen Hinweis. Einmal steht im Befund "Nuklidaufnahme inhomogen". Dies kann auf Hashi hindeuten. Die Antikörperbestimmung ist nicht vollständig. Es fehlen die bei Hashi am häufigsten vorkommenden Anti-TPO (MAK). Wäre gut, wenn Dein Arzt diese mal bestimmt. Ansonsten deutet Deine heftige Reaktion auf Jod auch auf eine Unverträglichkeit hin.

Fang erst gar nicht mit Jodprophylaxe an, wenn nicht wirklich alles geklärt ist. Dein TSH ist auch jetzt schon ziemlich hoch und Deine FT4Werte sind vergleichsweise niedrig. Meiner Meinung nach benötigst Du unbedingt Thyroxin und KEIN Jod.

Alles Gute


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28. Jan 2005 1:21 
Hallo

Also deine Werte sind ähnlich derer mit denen ich sehr lange rumgelaufen bin. Allerdings habe ich, wie ich seit kurzem erst weiss, eine zu kleine SD (7ml). Bei der Interpretation der Werte sind einige Dinge zu berücksichtigen. Zunächst mal gibt es Einflussfaktoren die TSH senken können (Rauchen, kein Nachtschlaf etc..), zum andren dürfte TSH bei lange bestehender UF sich von selbst ein wenig "normalisieren". Bekanntlich wird seit mehreren Jahren ein TSH Grenzwert von 2,5 empfohlen, was leider aber bisher wenig Resonanz in der Praxis gefunden hat.

Hilfreich ist daher die Relation t3 / t4. Bei einer UF ist der t4 Wert typischerweise relativ niedrig während t3 relativ normal bleibt. Deuten beide Aspekte in die selbe Richtung, liefert das schon einen mehr als dezenten Hinweis.

Wichtig ist auch die Grösse der SD. Eine zu kleine SD kann nicht genügend Hormone produzieren, die Gabe von Jod kann ihr aber die Arbeit "erleichtern". Bei einer Vergrösserung der SD, die aufgrund entzündlicher Prozesse in ihrer Tätigkeit behindert wird, birgt Jod aber die Gefahr eine überschiessenden Hormonproduktion. Hier sollte auf Jod also unbedingt verzichtet und allein mit t4 behandelt werden.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28. Jan 2005 16:19 
Bei einer zu kleinen SD, verursacht durch Hashimoto, verschlimmert Jod sie Sache nur, deshalb wird in den Fall reines Thyroxin gegeben.

LG Bettina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28. Jan 2005 22:28 
das ist falsch


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Jan 2005 12:24 
Nein, das ist richtig!
Informiere Dich ruhig in der Fachliteratur.

LG Bettina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30. Jan 2005 17:57 
Gast hat geschrieben:
Nein, das ist richtig!
Informiere Dich ruhig in der Fachliteratur.

LG Bettina


Genau dem stimme ich zu. Bettina hat recht. Und der unbekannte Gast ist falsch informiert.

Monika


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