Logog Schilddrüsenforum


Das Diskussionsforum für Schilddrüsenfragen
Erfahrungsaustausch zwischen Patienten,
Angehörigen und Interessierten


Ratschläge können nie einen Arztbesuch ersetzen!!

Initiatoren:
Initiatoren
Willkommen Forum Initiatoren Links Impressum Haftungsausschluß Home


Aktuelle Zeit: 26. Apr 2026 4:41

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: SU?? Ich werde noch ,,verrückt''!
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 13:18 
Offline

Registriert: 23. Sep 2011 16:43
Beiträge: 3
Hallo liebe ,,Gemeinde'',

Ich muss euch einmal ein paar fragen stellen zu meinem befinden.
Ich fang dann mal an:

Diagnose: latente Schilddrüsen-UF mit Jodmangel.
Behandlung: Jodetten 200

Werte der SU hab ich momentan net hoffe ist jetzt nicht tragisch ;-)




und jetzt zu den symptomen:

Mir geht es hin und wieder ziemlich schlecht, schlecht im sinne von:

- urplötzliche (ohne ankündigung!!) extreme Müdigkeit/Schlappheit mit einhergehender Benommenheit und gereitztheit (bin dann etxrem genervt und will nur noch schlafen/meine ruhe) das hält ziemlich lange bis ich mich hinlege!!!
- plötzliches Kribbeln im Körper (Oberschenkel/Bauch/Oberarme-Innenseite) welches von jetzt auf gleich kommt (hält eine weile an)
- Teilweise daraus resultierender Appetitmangel
- Unkonzentriert sein/kann mich schlecht auf mein Gegenüber konzentrieren (Gespräche/Lesen)
- Durch ersteres (Müdigkeit/Benommenheit) bekomme ich Depressionen und Ängste was wohl los sei, ob ich verrückt bin? oder ,,gestört'' sei....:-( beobachte dann natürlich mein befinden...was leider dann in den Vordergrund rückt
- Schlafe Nachts nicht sonderlich gut, vorallem dann nicht wenn ich arbeiten muss...??!!

Trotz der UF nehme ich kein Gramm zu....ich halte nur gewicht...ist das manchmal normal??

Muss dazu auch sagen, das ich nicht mehr rauche (aber das erst NACH der Diagnose latente SU mit Jodmangel). Trägt das zu bei??? Ich will wieder rauchen, geht es mir vtl. dadurch dann wieder etwas besser??? Kommt dadurch diese ANgst/Depression???





Bitte helft mir!! Ich weiß nicht mehr weiter.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 14:37 
Offline

Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo !

zu dem thema jod möchte ich mich nicht näher äussern, da dies ein heikles thema ist.
norbert nehring hat sich damit sehr intensiv auseinandergesetzt.
http://www.norbertnehring.de/Jodprophyl ... ettel.html

ich würde auf jedenfall noch eine 2.arztmeinung einholen und alle sd-werte samt ultraschall, antikörper usw machen lassen um sicher zugehen ob du auch wirklich jod in form von tabletten brauchst.....

lg
MAUS


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 15:28 
Offline

Registriert: 23. Sep 2011 16:43
Beiträge: 3
hmm danke ersteinmal für deine auskunft.
leider kann ich nicht viel damit anfangen ;-)

ultraschall, blut, etc. wurde alles gemacht


das mit dem jod macht mir schon angst!!! das problem dabei jedoch ist, wenn ich jetz wieder zum arzt gehe und ich ihm sage das ich mir sorgen mache wegen jod und nebenwirkungen etc., das ich dann als psychisch krasnk angesehen werde!

und weiterhin würde ich mich freun wenn jemand versuchen könnte auf meine symptome einzugehen bzw. das des rauchens....


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 17:02 
Offline

Registriert: 20. Aug 2011 13:29
Beiträge: 15
Wohnort: Wien
rico2011 hat geschrieben :

> - Schlafe Nachts nicht sonderlich gut, vorallem dann nicht wenn ich
> arbeiten muss...??!!



Servus, rico,

vor allem das oben von mir zitierte Symptom könnte natürlich schon auf eine leichte, depressive Verstimmung hindeuten. Vor allem, weil du es im Zusammenhang mit dem Arbeiten nennst. Das ist schon sehr weit verbreitet, dieses Nicht-Abschalten-Können beim Wissen, man bräuchte am nächsten Tag erst recht die Kraft einer gut durchschlafenen Nacht.

Hast du denn Stress in der Arbeit? Manchmal ist einem das gar nicht so bewusst.

Auf jeden Fall hilft da zum Einschlafen autogenes Training. Manchmal auch einfach nur der Gedanke "Sch... drauf, wenn ich morgen unausgeschlafen bin. Wird auch so gehen". Da fällt diese innere Verkrampfung weg, sich so sehr aufs Endlich-Schlafen-Müssen zu versteifen. War zumindest bei mir so. Ich hatte lange Zeit Probleme vor allem von Sonntag auf Montag einzuschlafen, im Wissen, ich muss am Montag besonders früh aufstehen und einen langen Tag Arbeit hinter mich bringen. Als ich dann aufgehört habe, mich ums Einschlafen zu bemühen, wurde es besser. Das kann schon auch ein Selbstläufer werden, wenn man da zu sehr ein Thema draus macht.

Das wirklich fiese ist ja, dass die Symptome einer leichten Depression viele Überschneidungen mit denen von Hashimoto bzw. SD-UF haben. Wie man heute weiß, durchlebt jeder in seinem Leben ein paar (leichtere) depressive Phasen, ohne sich dessen oft überhaupt bewusst zu sein. Wäre also nichts Außergewöhnliches oder Schlimmes, so gesehen. Und ev. mit Entspannungstechniken oder dem Versuch einer leichten Entlastung bezüglich eines Stressfaktors auch auszuschalten.

Auf jeden Fall sind depressive Verstimmungen keine Schande und man sollte sich dadurch nicht gleich als "verrückt" oder "nicht funktionierend" abgestempelt sehen. Manchmal wird einfach etwas zu viel und dann darf man schon mal schwächeln. Dann auf die Signale des Körpers zu hören, ist nie falsch. Auch die Müdigkeit und die Unkonzentriertheit wären passende Symptome.

Du hast ja zu dir nicht mehr geschrieben als die kurze Diagnose deiner latenten SD-UF mit Jodmangel. Das muss ja in diesem Fall nicht Ursache für dein Befinden sein.

Meist ist es ja eine Mischung. Dich da aber jetzt verrückt zu machen, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil.
Vielleicht hilft es ja, dir mal anzusehen - abseits vom SD-Thema - ob du mit deinem Leben grad zufrieden bist oder sich da ev. eine Störquelle findet, die dir Stress verursacht (und das eben schon zu lang und daher kippt deine Befindlichkeit nun). Das wäre nämlich auch eine Möglichkeit für dein Befinden.


Alles Gute,

Claudia


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 18:35 
Offline

Registriert: 23. Sep 2011 16:43
Beiträge: 3
hey Claudia,

danke für dein sehr langes schreiben, für die mühe!
Ich kann mir das schon denken mit den Depressionen, welche ich auch wohl habe und die anspannung am nächsten tag auf arbeit funktionieren zu müssen ist da auch da...ist ne richtige angst, weil wenn ich ehrlich bin und ich auf arbeit müde werde- werd ich benommen und das also DIESER Zustand macht mir angst!

Das Gefühl ,,neben-sich-zu-stehen'' also nicht wirklich ,,da-zu-sein''. Wenn du weißt was ich meine. Ich weiß nicht ob das von der Müdigkeit kommt, ich hoffe es zumindest.

Ich kann auch sagen das ich in Psychologischer Behandlung bin, aber KEINE Medikamente haben je geholfen auch nicht nach einem Monat, einem Halben jahr - GAR NICHT! Und das waren von Leicht bis Schwere Medis. zb. Cipralex - Mirtazapin (Remergil) - Trevilor (Venlafaxin). Nicht ein Medi hat geholfen, eher STumpf gemacht in der Zeit der einnahme. Mach VH (Verhaltenstherapie) läuft gut nur die Zustände gehen nicht!!

Heute bin ich wieder ,,Sauber'' von dem Zeug also gut 6-7Monate.

Wie gesagt, es ist eigenartig...ich denk depressionen hat der ein oder andere mal mehr mal weniger...stimmungsschwankungen demnach auch, sind ja fast tagtäglich bei jedem und wenn es für 5 minuten sind ;-) aber wenn ich überleg...es kann nicht sein das ich diese bleiernde Müdigkeit/benommenheit so lange/so oft habe und es nicht wirklich besser geht.

Die Symptome oben stehen eben im Mittelpunkt und naja, wie soll man damit umgehen???


Und dann noch die letzte Frage:

Sollte ich wieder anfangen mit Rauchen (was eigentlich net gesund ist ;-)) um eine schwere Depression abzuwenden? Weil auch durch den Rauchstopp können Depressionen und Ängste ausgelöst werden und Müdigkeit etc. Rauche seid 4 wochen nicht mehr....


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 19:12 
Offline

Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
rico2011 hat geschrieben :
> hey Claudia,
>
> Ich kann auch sagen das ich in Psychologischer Behandlung bin, aber KEINE
> Medikamente haben je geholfen auch nicht nach einem Monat, einem Halben
> jahr - GAR NICHT! Und das waren von Leicht bis Schwere Medis. zb. Cipralex
> - Mirtazapin (Remergil) - Trevilor (Venlafaxin). Nicht ein Medi hat
> geholfen, eher STumpf gemacht in der Zeit der einnahme. Mach VH
> (Verhaltenstherapie) läuft gut nur die Zustände gehen nicht!!


hallo nochmal !

ich habe jahrelang dieses ganze zeug geschluckt und auch gesprächstherapien gemacht alles ohne erfolg,ehe durch eine plötzliche lidlähmung hashimoto bzw eine UF diagnostiziert wurde. erst durch die verordnung der hormone gings mir langsam wieder besser - es ist bis heute, das einzige mittel was mir hilft - vorausgesetzt die dosis passt.

es ist allgemein bekannt, dass depressionen mit der sd im zusammenhang stehen können. gerade bei hashimoto ist es so, dass nicht nur die sd von dieser erkrankung betroffen ist, sondern der gasnze körper und all seine organe in mitleidenschaft gezogen werden kann.

http://www.schilddruesenpraxis.de/ratge ... unktionen/
http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm


lg
MAUS


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27. Sep 2011 22:11 
Offline

Registriert: 20. Aug 2011 13:29
Beiträge: 15
Wohnort: Wien
Lieber rico, liebe Maus,


ich kenne dann wohl inzwischen beides:

echte Depressionen, gegen die auch tatsächlich eine damals systemische Therapie und leichte Antidepressiva halfen. Einige Jahre später eine Episode mit burn-out. Auch da schlug die Behandlung mit Antidepressiva gut an.

Jedoch die vermeintliche "Depression danach" fühlte sich - bei genauerer Betrachtung - anders an. Ich merkte zwar, dass ich durch die Medikamente weniger "verzweifelt" war, weil auch gedämpfter. Dieses gewisse, entspannende "Wurschtigkeits-Gefühl". Was ja nicht schlecht war. Aber ich fühlte mich nicht lebendiger, nicht "wacher" - so, wie es bei den anderen zuvor gelaufen war.

Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass die letzte "Depression" sicherlich - auch, wenn da genug äußere Faktoren waren, die Grund genug für Depressionen und Angststörungen waren - auch schon mit Hashimoto-Einfluss gewesen sein muss - also keine "echte". Ich habe dann auch selbstständig die Antidepressiva ausgeschlichen. Mit dem Erfolg, wieder wacher meine Umwelt wahrzunehmen. Wieder zu fühlen. Wenn auch eben nicht nur die schöneren Gefühle wieder - sondern eben auch diese Phasen des Zagens und Zweifelns, der inneren Gelähmtheit - die irgendwie aus dem Nichts kamen. In so Wellenbewegungen. Völlig unabhängig von äußeren Gegebenheiten.

Damals wusste ich noch nicht, warum das so war. Dachte, ich hätte mir durch meine fast dreijährige Schmerz-Zahn-Horror-Phase einen Knacks geholt, der wohl erst langsam wieder heilen würde. Wenn überhaupt.

Jetzt, wo ich den Befund Hashimoto habe und mich ein wenig informiert, WAS da alles an Symptomen sein kann (wenn auch nicht muss), bin ich diesbezüglich entspannter. Bin auch erst in der Einstellungsphase - kann also noch nicht sagen, wie gut das bei mir in den Griff zu bekommen ist. Dennoch: ich kann diese Phasen nun besser akzeptieren. Vor allem, weil ich ja davor die viel größere Angst hatte, vom Leben sozusagen schon so mitgenommen worden zu sein, dass ich wirklich einen psychischen Defekt habe. Zu wissen, dass der Hormonhaushalt das (auch wenn vielleicht nur zum Teil) hervorruft und man dagegen etwas unternehmen kann, ohne sich ständig fragen zu müssen, ob das eigene Wesen irgendwie fürs normale Leben nicht geschaffen ist und man ein psychisches Wrack ist, ist für mich schon eine große Erleichterung. Es ist eben alles relativ. Wie überall.

Vermutlich ist eine Kombination aus beidem hilfreich: hormonelle Einstellung UND sich ab und zu mal ein paar Stunden bei einem systemischen Therapeuten zu gönnen (und wenns nur dazu da ist, sich wieder ein wenig zu erden und zu ordnen innerlich). (Verhaltenstherapie muss nicht immer für einen passen. Auch da kommt es auf den Typ an, der man ist. Systemisch hab ich persönlich die besten Erfahrungen gemacht. Auch auf psychosomatischer Ebene. Man sollte nicht glauben, was da alles geht!).

Und letztlich ist egal, ob die Depression von Hashimoto kommt oder anders bedingt ist: anfühlen tut sie sich immer gleich anstrengend und zermürbend und zum verzweifeln.

Fies ist, dass Hashis immer dieses Rätselraten haben werden: sinds diesmal die Hormone oder hab ich tatsächlich grad eine Krise und bin mir dessen nur nicht bewusst? Abgesehen davon, dass da ja auch ein Teufelskreis entstehen kann, wenn man sich mit einer Krankheit herumschlägt, die ein derartiges Eigenleben führt... irgendwann weiß man nicht mehr, was zuerst da war: die Beschwerden und daher die Depression samt innerer und äußerer "Lähmung" oder das Gefühl einer Depression wegen der hormonellen Lähmung.

DAS ist m.E. das wirklich fiese an der Sache.

Alles Gute daher euch allen!

Claudia


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
design by webcompany
Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de