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 Betreff des Beitrags: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 07. Sep 2011 21:22 
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Registriert: 06. Dez 2010 11:50
Beiträge: 9
Hallo! Ich bin neu hier! Bin 25Jahre alt und habe nun folgenden Befund:
Der Erste beim Röntgeninstitut:
Struma multinodosa dextra

der zweite dann auf der nuklearambulanz:
Struma nodosa parva mit gering erhöhten TG Antikörper titer - Euthreose

Nun war ich dann noch bei einer Ärztin auf dem Feld und die schickt mich nun mit befund Hashi zur Szintigraphie morgen.

Werte wurden heute wieder abgenommen, vor 8monaten waren sie folgendermaßen:

Mir geht es phasenweise sehr schlecht. Müdigkeit, keinen Antireb. sogar Haushalt.!! und das bin nicht ich. Es gibt dann Tage da macht es mir spaß, da habe ich alles in griff. mich! und dann überhaupt nicht. Ich habe Panikatacken (hauptsächlich abends wenn mein Mann nciht zuhause ist, das ist leider dem öfteren, beruflich) Ich habe eine herzrhytmus erkrankung. hin und wieder richtige depriphasen.


Es ist einfach wirklich anstrengend derzeit. und ich bin so glücklich das es auch hin und wieder gute tage gibt.


TSH: 1,7 (0,25-4,0)
f T4: 1,0 (0,8-1,8)
f T3: 4,1 (1,8-4,2)
TG- AK: 50 (1-40)
TPO- AK: 11 (1-35)

Befund 3.12: Beide lappen sind normalgroß, re Lappen misst 1,6x2 , 1x2,7 linker Lappen: 1,7x2 , 2x2,4
im rechten Lappen mehrere bis knapp 1cm messende rundliche echoarme knoten.

beidseits etwas inhomogene Binnenstruktur, gut abgrenzbar, rechts 2Adenome mit 5 und 6 mm


Laut Ärztin sind die knoten sogar nun mehr links als rechts. (wandern?), Kann das sein?



danke!!!!! Ich bin über jede antwort glücklich. Heute hatte ich die Szinti. Befund habe ich keinen, nur die bilder, und die schauen angeblich ok aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 08. Sep 2011 9:53 
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Registriert: 20. Aug 2011 13:29
Beiträge: 15
Wohnort: Wien
Zynoc hat geschrieben :
> Müdigkeit, keinen Antireb. sogar
> Haushalt.!! und das bin nicht ich. Es gibt dann Tage da macht es mir spaß,
> da habe ich alles in griff. mich! und dann überhaupt nicht. Ich habe
> Panikatacken (hauptsächlich abends wenn mein Mann nciht zuhause ist, das
> ist leider dem öfteren, beruflich) Ich habe eine herzrhytmus erkrankung.
> hin und wieder richtige depriphasen.
>
>
> Es ist einfach wirklich anstrengend derzeit.


Servus, Zynoc!

Zu deinen konkreten Befunden kann ich leider nichts beitragen. Dazu hab ich nicht ausreichend Know-How oder Erfahrung.
Ich kann aber sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlst.

Dieses "Das bin nicht ich"-Gefühl kann wohl nur jemand nachvollziehen, der das auch selbst so erlebt hat. Ich hatte schon jahrelang - mich dabei auch ein wenig selbst rügend - gesagt "Aber so war ich doch früher nicht" oder eben "Das bin doch gar nicht ich". Da wusste ich noch gar nicht über mein Hashi Bescheid. Heut weiß ich, dass ich mit diesen Aussagen viel richtiger lag, als ich damals dachte....

Meist ist es die Summe all dessen, in dem man sich nicht wiedererkennt und wo man dem alten Ich nachtrauert. Sich frägt, warum man "so" nicht mehr ist oder zu sein schafft. Was das Leben mit einem angestellt hat, dass man sich so gar nicht auf die Reihe kriegt und dabei selbst zusieht.

Wo doch "eigentlich" gar nichts sooo schlimmes mit einem los ist (scheinbar). So ein wenig "Antriebslosigkeit" - das muss doch zu überwinden sein. (=Ironie).

Noch dazu, wo man innerlich spürt, man würde auch wirklich gerne. Aber man rafft sich nicht hoch. Und sieht sich dabei zu. DAS ist m.E. das, was so ver-zweifeln lässt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zweifeln an sich selbst. Zweifeln an den Zweifeln. Vielleicht denkt man ja nur in die falsche Richtung und hat so einen "blinden Fleck", der einem nicht möglich macht, das eigentliche Problem zu erkennen??? Zweifel über Zweifel...

WAS ist nun eigenes "Verschulden" bzw. mangelnde Selbstdisziplin und WAS geht grade wirklich nicht? Und WAS ginge, wenn... ja, wenn was? Es ist so wenig greifbar, so diffus. Keine Erkrankung zum Anfassen oder die äußerlich sichtbar wird. Auch für einen selbst nicht immer fassbar, weil man ja anerzogen bekommt, dass das Handeln immer dem eigenen Willen unterworfen ist. Will man also nicht oder warum diese innere Lähmung? Warum schafft man es nicht, sich zusammenzunehmen und wieder in die Gänge zu kommen? Das selbst zu akzeptieren und richtig einzuordnen ist keine leichte Übung. Auch ein Balanceakt, sich im richtigen Maß seinen momentanen körpereigenen Möglichkeiten anzupassen, anstatt zu versuchen, sich zu stressen - weil man sich selbst so gar nicht sehen mag und kann. Man war doch mal so leistungsfähig und auch -willig.

DAS finde ich eins der fiesesten Begleiterscheinungen an Hashi. Weil dieser Seiltanz nie ganz aufhört. Man kann nur stabilere Phasen von wackeligeren unterscheiden. Sich im Griff haben - das war einmal ein Gefühl, das Sicherheit gab. Und Halt. Genau DAS verliert man in diesen Phasen total. Man wird sich so erstaunlich fremd - und doch spürt man das alte Ich noch innendrin. Ein sehr zerrissener Zustand - zumindest erlebe ich das so. Jetzt, nach Stellung der Diagnose fällt es mir etwas leichter, damit umzugehen.

Manchmal frag ich mich, ob auch diese Angstzustände (ich hab sie gottlob nur kurz durchmachen müssen) nicht auch von dieser Haltlosigkeit noch verstärkt werden.

Ich wünsche dir, dass du nicht aufgibst und nicht mürbe machen lässt! Vielleicht wäre es hilfreicher zu versuchen, anstatt dich "in den Griff zu bekommen" lieber "freundschaftlich in den eigenen Arm zu nehmen". Das erste klingt nach dem, was es ist: Zwang. Auch Anstrengung. Das zweite würde bedeuten, du greifst nach dem, was gerade da ist und lernst es zu schätzen. So, wie es ist. DAS bist jetzt du. Vielleicht wirst du dich noch ein wenig in Richtung "altes Ich" (vor Ausbruch der Erkrankung) bewegen. Aber es hat keinen Sinn an der Vergangenheit festzuhalten. Das lähmt nur zusätzlich. Nimm dich so, wie du gerade bist. Sei auch nicht dankbar (das hieße ja, dir würde von außen etwas zuteil, das du selbst nicht steuerst), sondern mit dir zufrieden und liebevoll. Das macht die Sache etwas weniger anstrengend, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Es ist allerdings ein Prozess, der etwas dauert und auch ein wenig traurig sein kann. Denn man muss sich auch von so einigem verabschieden.

Aber es ist ein Fehler zu glauben, es gäbe keinen Ersatz dafür. Finde heraus, was dir guttut. Genieße, anstatt zu kämpfen. Irgendwie hab ich in deinen Zeilen denselben Kampf mit derselben Strenge zu dir selbst herausgelesen, wie auch ich ihn lange gekämpft habe. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen und er kostet soviel Energie, die du viel nötiger für den Erhalt deiner Gelassenheit brauchst.

Der Haushalt ist nicht mehr so blitzeblank wie früher? Ist das wirklich so schlimm? Die Wäsche liegt mal zwei Tage länger im Korb? Geht davon die Welt unter?
Stell dir vor, was du mit der Zeit Schönes anfangen könntest, die du dir jetzt nicht dafür zugestehst, indem du dich selbst ermahnst für die Dinge, die du nicht mehr so leistest wie zuvor? Ein gutes Buch lesen? Wandern? Im Garten werkeln? ....

Sei nicht so streng zu dir selbst. DAS wünsche ich dir ganz besonders. Mich hat meine eigene Unzufriedenheit mit mir selbst viele Tränen und vergeudete Momente für Wohltuendes gekostet.

Wie du sicher schon im Forum gelesen hast, finden viele bei der richtigen Einstellung ihrer Medikamente nahezu zu alter Form zurück. Dann kann dir das mit der nötigen Geduld auch gelingen. Gib nicht auf. Alles wird gut!


Liebe Grüße,

Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 08. Sep 2011 10:28 
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Registriert: 06. Dez 2010 11:50
Beiträge: 9
Liebe Claudia!

Deine Zeilen haben mich gerührt und auch getroffen. Es ist tatsächlich so wie du es schreibst. Ich Will einfach an machen tagen nciht mehr so wie es ist. Es drückt mich richtig runter.

Nun einen Grund gefunden zuhaben für das ganze ist natürlich super für mich. Ich kannte mich bislang nicht aus, endlich weiss ich das es hormonell bedingt ist - von der Schilddrüse.

Nur noch weiss ich nicht wie es weiter geht. Lange habe ich auf eine erklärung gewartet und nun kann ich erst recht nichts damit anfangen. = ( Ich hoffe so sher mich selbst wieder so akzeptieren zu können. Und mich wieder wohl zu fühlen.



Danke dir sehr für die Aufbauenden Worte!

Lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 08. Sep 2011 14:20 
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Registriert: 20. Aug 2011 13:29
Beiträge: 15
Wohnort: Wien
Zynoc hat geschrieben :
> Lange habe ich auf eine
> erklärung gewartet und nun kann ich erst recht nichts damit anfangen. = (
> Ich hoffe so sher mich selbst wieder so akzeptieren zu können. Und mich
> wieder wohl zu fühlen.


Nichts zu danken, liebe Z. ,

mich haben deine Zeilen - oder vor allem das, was ich zwischen den Zeilen so wiedererkannt habe - sehr berührt. Daher auch meine so ausführliche Reaktion.

Tja - da hat man endlich eine Diagnose, die sooo vieles erklärt. Und dann weiß man nicht, wohin einen das führen wird. Das ist ein fieser Zustand, ich weiß. So kurz nach der ersten "Erleichterung" dann dieses Gewahrwerden einer großen Unbekannten, die man nicht so recht kontrollieren kann... die sogar eher umgekehrt einen kontrolliert und in Bahnen zwingt, die eben nicht den alten entsprechen. Das gruselt schon gewaltig.

Ich hab das ja auch noch nicht so lang hinter mir.
Wie war ich erleichtert, dass es doch nicht an meinem "Willen" (bzw. anscheinenden Un-Willen) lag, sondern tatsächlich etwas in mir, das ich nicht steuern konnte, nicht funktionierte.
So konnte ich mich endlich von den Selbstvorwürfen frei machen, die ich mir schon so viele Jahre gemacht habe. (Ich hatte nämlich vor einigen Jahren ein burn-out und mir danach immer gedacht, ich hab mich von DEM nicht mehr richtig erholt. Kein sehr tolles Gefühl fürs Ego, wenn man von sich annehmen muss, dass man einfach nicht so leistungsfähig oder zu sensibel oder wasauchimmer ist für den "normalen Alltag", den doch die anderen auch schaffen... nicht?)
Ja - ich hab mich auch fertig gemacht für den liegengebliebenen Haushalt, den verweigerten und früher so geliebten Sport etc. etc.

Dann kam die Angst vor dem, was es für die Zukunft für mich bedeutet.

Für mich wurde der Zustand erst erträglich, als ich es hinbekommen habe, mir zu sagen "Du bist jetzt, seit Ausbruch dieser Erkrankung, anders als vorher. Immer noch du selbst - nur eben mit anderen Möglichkeiten." Dann fühlt sich nämlich das Nicht-mehr-können dessen, was man früher so alles mit links geschupft hat, eher nach einem "Ab heute mach ich die Dinge anders. Nämlich so, wie sie mir jetzt gut tun. Ich bin in einem neuen Lebensabschnitt angekommen" an.

Das klingt weniger harsch und viel positiver.
Oft zwingen einen solche Krisen ja auch dazu, alte Verhaltensmuster neu zu überdenken. Und oft, sehr oft sogar, treten an die Stellen aufgegebener Verhaltensmuster neue, die womöglich viel besser zu einem passen. Die vielleicht sogar immer schon viel besser zu einem gepasst hätten - man war nur so sehr in den alten gefangen (weil z.bsp. anerzogen oder eben angewöhnt und eintrainiert).

Krise ist immer auch Chance zur Veränderung im positiven Sinn. Man muss es nur so sehen und handhaben WOLLEN...


Wichtig ist, dass du dich nicht dafür verurteilst, krank zu sein. Das sucht man sich nämlich nicht aus. Genau das tut man aber, wenn man sich nicht verzeiht, wenn man nicht mehr so "funktioniert" wie man "sollte". Und genau DAS ist, wie sich Hashi auswirkt.
Manchmal wäre es einfacher, man hätte eine äußere Verletzung, die sicht- und messbar anzeigen würde, warum und dass man nicht anders/rascher/mehr/besser kann. Nicht so kann wie gesunde. Man hat aber keine äußere Beeinträchtigung - genau so geht man aber anfangs mit sich um. Als gelte nur etwas, das man sehen/anfassen kann als Entschuldigung für ein "Minderleisten". Weil einen ja auch die Umwelt so behandelt.

Und dann ist es umso wichtiger, dass wenigstens man selbst sich "gerecht" behandelt. Sich gerecht wird. Indem man sich als nicht-gesund akzeptiert. Gottlob auch nicht todkrank - aber eben auch nicht ganz gesund. Man funktioniert einfach anders als der große Rest.

Sei also gerecht zu dir anstatt dich unangemessen für etwas zu verurteilen, das du nicht willentlich herbeigeführt hast. Werde dir, so wie du jetzt bist, gerecht. Du bist immer noch ein wertvoller Mensch. Nicht weniger wert als zuvor!!!

Vielleicht ist das ja die Formulierung, die dir guttut.

Und warte erst mal ein wenig ab, wie es sich mit der passenden Medikation für dich entwickelt. Womöglich geht es viel rascher und "schmerzloser" als du gerade befürchtest!


Alles Liebe,

Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 09. Sep 2011 14:50 
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Registriert: 18. Jan 2011 11:57
Beiträge: 56
Hallo Ihr Zwei!

Ich möchte mich Euch anschließen, denn mir geht es haargenau so.

Im Moment habe ich wieder ein Tief und weiß von einer Sekunde auf die andere nicht, was ich eigentlich schreiben wollte - es ist nur so, wenn ich die Beiträge lese - ich nicke ständig vor mich hin, weil mir alles so bekannt vorkommt.

Und auch ich hab dieses Gefühl - ich will ja, aber es geht nicht. Manchmal geht es besser, dann bin ich gleich total euphorisch und erzähle jedem, wie gut es mir jetzt geht und dass ich am Weg der Besserung bin - meist kurz danach kommt dann der Tiefschlag und es geht mir wieder total mies. Es ist zum Heulen, aber ich weiß, wir müssen alle Geduld haben.

Meine Hashi-Diagnose ist nun ein gutes halbes Jahr her - nein, falsch - im Februar hab ich mit den Medis begonnen, der Verdacht lag nahe, aber mein Arzt hat es mir erst gesagt, als er Anfang April den Befund mit den Antikörpern gesehen hat.

In diesem halben Jahr gab es wirklich Höhen und Tiefen - und so "lala"-Zeiten - es gab Zeiten, da hab ich wirklich gedacht "So, jetzt wirds was" - und dann wieder der tiefe Fall, so wie im Moment - das gibts ja nicht, es ist kurz nach Mittag und ich bin so hundemüde, als wäre es 2 Uhr morgens. Die Konzentraktion - alles weg - vor 10 Tagen war alles noch ganz anders.

Es ist so schwer, Geduld zu haben - obwohl wir es immer wieder lesen, dass es auch 1 1/2 Jahre dauern kann. Was nützt es - wir müssen da durch!

Auch ich war früher genau das Gegenteil - ich habe oft von 6 Uhr früh bis 20 Uhr abends fast durchgearbeitet, nie habe ich auch nur ein Wort vergessen, viele Leute in meinem Umfeld haben oft zu mir gesagt "mein Gott, Du merkst Dir ja alles" - und jetzt??? Naja, ich bin froh, dass ich wenigstens die Dinge nicht vergessen habe, die länger zurück liegen - bei mir betrifft es hauptsächlich das Kurzzeitgedächtnis - aber das dafür um so mehr - wie oft am Tag gehe ich von einem Raum in den anderen und stehe dann dort und weiß nicht mehr, was ich hier machen wollte? Wie oft am Tag sage "Was wollte ich jetzt sagen, was wollte ich jetzt machen?" - fürchterlich - wie eine Hundertjährige! Dabei bin ich noch nicht einmal halb so alt.

Von der Gewichtsproblematik will ich gar nicht erst reden.... - das Thema belastet mich zu jeder Tages- und Nachtzeit....

Natürlich war es auch für mich anfangs eine Erleichterund, endlich zu wissen, warum ich mich so verändere - aber da war noch der Gedanke da, mit den Medis wird alles gut....

auf diesen Moment warte ich allerdings noch - und es wird wohl noch ein längerer Weg werden.

Ich wünsche Euch Beiden Alles Gute! Wir dürfen alle die Hoffnung nicht aufgeben!! Auch wenn es manchmal schwer ist.

Liebe Grüße,
Maggy


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 09. Sep 2011 15:41 
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Registriert: 20. Aug 2011 13:29
Beiträge: 15
Wohnort: Wien
Auch dir alles alles Gute, Maggy,


und dass dir die Zuversicht nicht ausgeht!!!

Deine Zeilen haben auch mich sehr berührt. Danke für das "Echo".

Ich sage auch so oft "wie eine Hundert-Jährige!" von mir. Und das grade mal mit Mitte Vierzig? Im Moment scheine ich grade eine gute Phase zu haben und spüre diese Woche zum ersten Mal seit ...seit wie lange eigentlich?..., dass ich körperlich doch wieder in die Gänge komme und nicht schon zu Beginn des Tages das Gefühl habe, ich hätte schon zwölf Stunden durchgeschuftet, gemessen an meinem Erschöpfungsgefühl. Körperlich UND geistig.

Das macht schon Mut. Ich versuche mich auf Rückschläge vorzubereiten, weiß aber von meiner zweidreiviertel-jährigen Zahn-Schmerz-Erkrankung, dass man ab einem gewissen Maß einfach die Kontrolle darüber verliert. Irgendwann ist das Maß voll und der Leidensdruck einfach zu groß, die Hoffnung und alles Positiv-Denken aufgebraucht. Von einem solchen Fall erhol ich mich dann schon wieder. Und das weiß ich auch. Aber es dauert.

Inzwischen versuche ich grade in solchen Zeiten besonders "gütig" mit mir umzugehen. Mich zu verwöhnen. Schließlich kann ich ja nichts für die Umstände, die ich da aushalten muss. Spazierengehen hilft mir da sehr. Schlendern. Frische Luft, im Garten sitzen und einfach atmen. Entspannungstechniken. UND: auszucken, wenns gar nicht mehr geht. Dann darf ich auch mal der unglücklichste, zornigste, unvernünftigste Mensch sein, der ich nur sein kann. Auch DAS muss mal raus, glaub ich. Immer nur vernünftig sein, sich zusammenreißen, sich positiv bekräftigen allein klappt nicht, hab ich gelernt. Mal einen Tag lang ausheulen, rumgranteln hilft den Zorn abzuarbeiten, den man berechtigterweise auch manchmal spürt.

Danach fühlt sich die Luft an wie nach einem Gewitter. Vieles ist leichter und klarer - obwohl sich körperlich ja nicht wirklich innerhalb von einem halben Tag was geändert hat. Ich hab die Vermutung, dass Zorn einfach ein "aktiveres Gefühl" ist als dieses "leise Ertragen und Erdulden". Und Aktivität ist gut - egal, aus welchen Motiven jetzt. Besser als das ewige Stillhalten jedenfalls!


Nochmal alles Gute von mir an dich!

Man liest sich.

Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 13. Sep 2011 8:59 
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Registriert: 18. Jan 2011 11:57
Beiträge: 56
Liebe Claudia!

Danke für Deine Rückantwort - da dürften wir ja im selben Alter sein (ich bin 45).

Also bei mir haben die Beschwerden im Frühjahr 2010 begonnen - zumindest habe ich sie ab diesem Zeitpunkt wahrgenommen und es wurden dann immer mehr - also kämpfe ich nun seit 1 1/2 Jahren - davon 1/2 Jahr mit Medis - okay, ich bin erst spät zum Arzt gegangen, weil ich dachte, das gibts ja nicht, dass man plötzlich alle möglichen Beschwerden hat - ich dachte, ich wäre ein Hypochonder. Wenn ich nicht mit meiner Tochter zum Arzt hätte müssen, ich glaube, ich wäre noch immer nicht dort gewesen..

Im Garten sitzen.... - das war etwas, was ich immer gerne getan habe, aber im heurigen Sommer war das eigentlich nicht möglich. Ich hab noch nie so wenig Zeit im Sommer im Freien verbracht wie heuer - ich war ein einziges Mal in unserem Pool. Im Frühjahr, da war ich öfter draußen und hab die ganze Frühjahrsarbeit erledigt - aber dann, als es wärmer wurde, hab ich mich im kühlen Keller verkrochen.

Ich bin froh, wenn jetzt die kühleren Tage anbrechen, dann werde ich wieder öfter draußen sein - Herbstarbeit im Garten wartet ja auch...

Liebe Grüße,
Maggy


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 14. Sep 2011 9:02 
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Registriert: 06. Dez 2010 11:50
Beiträge: 9
Hallo!

Danke für euere Antworten. Es ist ein gutes Gefühl wenn jemand einem Versteht! Leider hatte ich wieder schlechtere Tage war total antriebslos. Und hatte keinen kopf zum antworten!

Heute habe ich besprechung und bekommen die Blutbefunde bei meiner Ärztin. Ich bin schon richtig nervös.

Ich hoffe es wird nun bergauf gehen!

melde mich dann auch bei euch hier und berichte was meine Ärztin gesagt hat. lg alles gute euch


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 16. Sep 2011 9:36 
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Registriert: 06. Dez 2010 11:50
Beiträge: 9
Hallo! Danke!

Hier meine neuen Werte

Ferritin 8 (15-150)
Calcium 2,4 (2,1-2,6)

F3: 5,8 (3,1-6,8)
F4: 1 (0,7-1,7)

TSH: 1,5 (0,3-4,0)

TG-AK: 351 (<115)
TPO-AK: 11 (<34)

Chronische Immunthreoiditis, Eisenanemie / Eisenmangel


Ich muss nun 2monate Eisentabletten jeden tag nehemen und habe keine Hormone bekommen ?


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