Hallo,
ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Susanne, ich bin 32.
Bei der jährlichen Gesundenuntersuchung habe ich meine Hausärztin gebeten, auch meine Schilddrüsenwerte zu untersuchen, weil meine beiden Eltern Probleme mit der Schilddrüse haben (meine Mutter hat Knoten in der Schilddrüse und muss Hormone nehmen, mein Vater leidet an einer Autoimmunerkrankung). Dazu kommt, dass ich mich bei sehr vielen Symptomen, die für eine Unterfunktion immer wieder aufgelistet werden, wiederfinde, ich leide wiederkehrend an Depressionen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit. Ich schlafe manchmal sehr viel. Ich kämpfe sehr, um im normalen Gewichtsbereich zu bleiben und es gelingt mir derzeit nicht, trotz einer sehr restriktiven Ernährung und mindestens einer Stunde Sport am Tag (73 kg bei einer Größe von 164). Ich habe in Gesprächen oft das Gefühl, dass Leute/Ärzte denken, ich wüde nach einer einfachen Lösung für mein Gewichtsproblem suchen, aber obwohl das ein angenehmer Nebeneffekt wäre sich nicht mehr so quälen zu müssen, ist dies nicht der Fall.
Die Daten zu meinen Hormonen auf dem Ausdruck den ich nach der Untersuchung erhalten habe sind:
TSH
3.680 (Normbereich 0,27 - 4,20 uU/ml)
Meine Hausärztin sagte mir, dieser Wert wäre im Normbereich und alles völlig in Ordnung.
Ich lese aber immer wieder, dass ein Wert nicht ausreicht, um eine Aussage über eine Schilddrüsenerkrankung machen zu können. Ausserdem habe ich auch zum TSH Wert gegenteilige Aussagen gelesen (dass ein Wert von 3,6 nicht normal wäre).
Ich bin mir unsicher, was ich glauben soll. Ich will mir auch keine Krankheit "einbilden" und bin froh wenn alles in Ordnung ist, andererseits fände ich es schade, wenn meine Probleme relativ "einfach" zu behandeln wären und dies aufgrund einer falschen Untersuchung nicht passiert.
Das Problem ist auch, dass ich für eine genauere Untersuchung zB. auf der Schilddrüsenambulanz eine Überweisung bräuchte, die ich aber nicht bekomme, da meine Ärztin ja meinte, dass alles in Ordnung sei.
Was soll ich tun - es dabei belassen, hat meine Ärztin recht? Soll ich entgegen ihrer ärztlichen Meinung weiter versuchen eine genauere Untersuchung zu bekommen? Wenn ja, wie könnte ich da vorgehen?
Ich freue mich sehr über eure Meinungen und Tips

Susanne