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BeitragVerfasst: 21. Jan 2011 23:00 
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Registriert: 16. Jan 2011 13:20
Beiträge: 7
Hallo!
Ich werde dann auch mal um euren Rat bitten :) Ende September wurde bei mir mit Zufall (Nebenbeibemerkung bei der Frauenärztin, dass mir verdammt viele Haare ausfallen zur zeit..) eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt.

Werte September:
TSH 6,64 (0,10 - 4,50)
FT4 9 (7-19)
FT3 2,8 (1,6-4,2)
(TGAK wird auf dem befund nur mit "<280" angegeben. kein grenzwert und gar nix. wurde das dann überhaupt getestet? kann jemand damit was anfangen?)

Symptome wie übermässige Müdigkeit, Haarausfall, sofortige Erschöpfung/keine Luft bei kleinsten Anstrengungen, Vergesslichkeit, Kopfschmerzen, Verstopfung waren damals war alle schon vorhanden, nur zuordnen konnte ich es eben nicht.

Erstmal mit Euthyrox 50µg angefangen (von einschleichen war nie die rede..). daraufhin fuehlte ich mich noch unwohler, mir wurde schlecht und mein blick wurde vollkommen verschleiert. fortan nahm ich dann nur noch 25 ohne es zu erhöhen. Abermals kontrolle anfang november ergaben TSH 2,81, FT3 von 2,8 und FT4 von 13. Laut Hausarzt "perfekte Werte", von Erhöhung war keine Rede mehr, 25µg und fertig.

Dann gings abwärts. so richtig angefangen hat es (blöderweise zeitgleich) mit meiner Grippeimpfung, als ich plötzlich das allseits bekannte "globusgefühl" bekam, die Pharmazeutin wies mich an den Doktor weiter, der meinte ich hätte wohl ne Eiweissallergie (aaaaahja...) und verschrieb mir Antihistamine. Blödsinn, die Schilddrüse wars.

globusgefühl/fremdkörpergefühl im hals kam und ging, nach lust und laune, zucken in der schulter/schulterblätter, kribbeln in den fingern und fuessen, eiskalte zehen trotz doppelten socken und heizlüfter, spontanes herzrasen das genauso schnell wieder vorbei ging, die unglaubliche müdigkeit, das 3 uhr tief, null bock auf gar nix, ständig trockener mund, meine adern sind plötzlich gut sichtbar (nicht verdickt, nur gut sichtbar eben) und das was mir momentan am meisten sorgen macht: mein linker fuß (manchmal auch ein bisschen der rechts).

erst war er nur kalt und kribbelig, dann wieder warm, dann hatte ich das gefühl, dass er unglaublich warm ist, obwohl er normal temperiert ist (ich habe es auch beschrieben, als haette ich einen sonnenbrand, der aber natürlich keiner ist). seit gestern immer wieder leichte "vibrationen", als wuerde mein fuss unter strom stehen. muskelzucken. kennt das wer?

meine mum äußerte schon den verdacht von venenerkrankung, aber ich denke das kann ich (hoffentlich) ausschließen, da ich weder krampfadern habe, noch sonstige auftret-schmerzen oder druck-schmerzen habe..

verdacht also, dass wieder was nicht in ordnung ist, erstes mal hier in UK (ich zog vor einem jahr nach england, die ersten beiden tests habe ich allerdings daheim in AT gemacht..) zum arzt und blutabnahme erkämpft, ergebnis: TSH mit 4,8 wieder so schlecht wie nie, T4 bei 18,4 (T3 wird hier nicht gestestet, ebenfalls hat sie mir die Grenzwerte nicht mitgeteilt). Auf Antikörper ergebnisse warte ich noch. Dosis wird jedenfalls auf 50µg erhöht.

Generell komm ich mir schon wie ein wahnsinniger Hypochonder vor, zum Fuß meinte meine Ärztin am Telefon nur, dass es sich "komisch anhört", ich soll Paracetamol nehmen.. Persönlich hin bin ich deswegen noch nicht, weil man 1. nichts sehen kann und 2. ich nicht mal beschreiben kann, was genau da in meinem fuss passiert (und 3. ich nicht glaub, dass sie mir helfen können..)

Wie handhabt ihr denn das? Es kann ja viel von der Schilddrüse kommen, aber alles muss ja auch nicht SD sein.. Wann zum Arzt? Wenn ihr wisst, dass ihr in einer UF steckt, ignoriert ihr das ganze dann einfach?

übrigens, gibt es denn mittlerweile eine ultimative antwort darauf, ob man vor der blutabnahme die tablette nehmen soll oder nicht? meine beiden ärzte haben bisher immer mit "ja" geantwortet...

hui, langer text. aber es tut gut, von anderen zu lesen, hoeren dass man nicht der einzige ist, der so halb daran verzweifelt :twisted:

Sodala, danke fürs Zuhören, und vielleicht hat ja der eine oder andere nen kommentar zu meinen werten.. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2011 10:12 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
guten morgen !

bitte such einen anderen arzt auf, denn sowie du schreibst, dürfte er sehr wenig ahnung von einer sd-erkrankung und einer hormoneinstellung haben.

bitte die blutabnahme immer ohne hormone machen lassen - die werte sind sonst verfälscht. am besten immer im selben labor und in etwas die gleiche uhrzeit - da der tsh tagesabhängig ist und sehr schwanken kann.

eine uf sollte niemals einfach übergangen werden, sondern behoben werden, da der ganze körper und seine organe darunter leidet. umso früher eine uf erkannt und behoben wird, umso eher werden die meisten symptome wieder verschwinden oder sich bessern.

leider kommt es gerade in der einstellungszeit meistens zu einer erstverschlimmerung, gerade wenn mit einer zu hohen dosis begonnen wird. ausserdem muss sich der körper erst an die hormone gewöhnen und spilt dadurch umso mehr verrückt. bitte lass dich nicht entmutigen - das braucht geduld, gedult, gedult. bei mir hat es 1 1/2 jahre gedauert, bis meine werte stabil waren und mich auch wirklich wieder gut gefühlt hatte. anfangs fährt man mit den symptomen oft achterbahn. einmal fühlt man sich super, dann wieder schlecht, diese phasen des wohlbefindens werden aber mit der zeit länger und beständiger - aber wie gesagt, das kann dauern.

kauf dir das buch leben mit hashimoto - da wird ebenfalls alles sehr gut verständlich beschrieben.

ausserdem immer 4-6 wochen die gleiche dosis nehmen, ehe man eine neuerliche kontrolle machen lassen sollte. der tsh sollte um 1 liegen und die freien werte im oberen drittel - wovon du noch weit entfernt bist !!! viele ärzte richten sich überhaupt nur nach dem tsh und wenn der mal gesunken ist, dann sollten wir eigentlich wieder ohne beschwerden sein - das stimmt jedoch nicht.

gerade schluckbeschwerden lassen bei mir immer darauf schließen, dass die dosis noch nicht ausreichend ist bzw es sich um einen neuerlichen schub handeln könnte.

alles gute maus


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2011 13:52 
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Registriert: 16. Jan 2011 13:20
Beiträge: 7
hallo maus!
danke für deine antwort.
ich sehe gerade, mein erster wert war nicht 6,64 sondern 4,64. tippfehler, sorry.

dass die beiden ärzte in österreich keine ahnung haben, hab ich schon bemerkt.. nun bin ich aber hier in UK versichert, und muss noch schauen, wie ich mich hier durchkämpfen kann, und wie sehr sie auch auf mein wohlbefinden eingehen. zu einem spezialisten kann man generell nur mit überweisung. leider hab ich aber auch scon von bekannten in österreich gehört, dass sie die suche nach dem "richtigen arzt" schon aufgegeben haben, die bluttests zwar regelmässig machen lassen, die einstellung aber selbst nach wohlbefinden vornehmen - und gut damit leben! man lernt auf jeden fall, mehr auf seinen körper zu hören..

ich werde jetzt erstmal auf 50 steigern, die ärztin hier hat mir schon einen nächsten termin zur blutabnahme gebucht, also ganz unwissend scheint sie doch nicht sein.

mein ft4 war ja dieses mal bei 18,4 (vermutlich wegen der hormoneinnahme?). was passiert denn nun, wenn ich die dosis erhöhe? wird dann der FT4 zu hoch während der TSH sinkt?

ich bin immer wieder (positiv und negativ) fasziniert, was dieses kleine Organ, das bei dem Großteil der bevölkerung unbeachtet bleibt, mit unserem Körper anstellen kann...

das buch werde ich mir mal ansehn, danke!

ich wünsch einen schönen samstag! :)


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BeitragVerfasst: 22. Jan 2011 18:18 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
vikster hat geschrieben :
> hallo maus!
> ich sehe gerade, mein erster wert war nicht 6,64 sondern 4,64. tippfehler,
> sorry.

***egal wie auch immer, der TSH ist viel zu hoch, die normwerte sind leider in den laboren viel zu hoch angesetzt***

>
> dass die beiden ärzte in österreich keine ahnung haben, hab ich schon
> bemerkt.. nun bin ich aber hier in UK versichert, und muss noch schauen,
> wie ich mich hier durchkämpfen kann, und wie sehr sie auch auf mein
> wohlbefinden eingehen. zu einem spezialisten kann man generell nur mit
> überweisung. leider hab ich aber auch scon von bekannten in österreich
> gehört, dass sie die suche nach dem "richtigen arzt" schon
> aufgegeben haben, die bluttests zwar regelmässig machen lassen, die
> einstellung aber selbst nach wohlbefinden vornehmen - und gut damit leben!
> man lernt auf jeden fall, mehr auf seinen körper zu hören..

***du kannst zu einem wahlarzt gehen, dazu brauchst du keine überweisung***

>
> ich werde jetzt erstmal auf 50 steigern, die ärztin hier hat mir schon
> einen nächsten termin zur blutabnahme gebucht, also ganz unwissend scheint
> sie doch nicht sein.

*** wie gesagt, die nächste blutabnahme sollte frühestens 4-6 wochen nach der erhöhung bei einer gleichgebliebenen dosis erfolgen***


>
> mein ft4 war ja dieses mal bei 18,4 (vermutlich wegen der hormoneinnahme?).
> was passiert denn nun, wenn ich die dosis erhöhe? wird dann der FT4 zu hoch
> während der TSH sinkt?

***kannst dir wie eine waage vorstellen - auf der einen seite tsh auf der anderen fT3 und fT4. wenn hormone genommen werden, sollte der tsh sinken und die freien werte steigen - leider klappt das nicht immer so wie erwünscht und dauert seine zeit***
>
> ich wünsch einen schönen samstag! :)

***ebenfalls schönes wochenende MAUS***


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BeitragVerfasst: 25. Jan 2011 19:54 
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Registriert: 04. Apr 2007 16:39
Beiträge: 35
Wohnort: Liezen
Hallo vikster
ich bin in der UF nach der OP meines SD Krebs, deine Symtome kenne ich nur zu gut und das mit denn Hypochonder auch, ich hatte zum Glück einen hervoragenden SD Arzt der auch mit meinen Hausarzt gut zusammen arbeitet, es dauert eine Zeit bis man halbwegs eingestellt ist und man darf die Kontrollen nicht versäumen, die blutabnahme mach ich immer ohne Hormone und der gleichen Zeit
aber damit meine Antwort nicht zu lang wird, alles im allen "Maus" hat mir aus der Seele geschrieben und diese Ratschläge würde ich befolgen

ich wünsche dir alles gute und viel Erfolg bei den Ärzten
Christine


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2011 9:01 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
Chris1 hat geschrieben :
> ich bin in der UF nach der OP meines SD Krebs, deine Symtome kenne ich nur
> zu gut und das mit denn Hypochonder auch, ich hatte zum Glück einen
> hervoragenden SD Arzt der auch mit meinen Hausarzt gut zusammen arbeitet,
> es dauert eine Zeit bis man halbwegs eingestellt ist und man darf die
> Kontrollen nicht versäumen, die blutabnahme mach ich immer ohne Hormone
> und der gleichen Zeit
>
> Christine

liebe christine !

leider ist es bei uns hashi´s halt immer noch so, dass man hashi nicht als krankheit anerkennt. viele ärzte meinen, wenn wir hormone nehmen ist wieder alles bestens, was aber leider nicht stimmt.

ich habe die erfahrung gemacht, dass wenn man "zumindest" knoten hat die sache schon etwas anders liegt und man sich mehr um den patienten bemüht. naja und bei krebs wäre es eine schande, wenn man da den ärzten gleichgültig wäre, da müssen sie reagieren.

ich wünsche dir alles gute

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2011 20:28 
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Registriert: 04. Apr 2007 16:39
Beiträge: 35
Wohnort: Liezen
Hallo Maus,
ich bin verwundert, hashi wird nicht als Krankheit anerkannt, wieso das ?????? hashi ist doch kein Ringelspiel, meine Schwester hat hashi und ich weiß was sie durchgemacht hat bis sie halbwegs eingestellt war, muß auch Hormone nehmen und immer zur Kontrolle gehen,

meine Krebsgeschichte hat auch noch einen bitteren Beigeschmack, ich habe eine beidseitige Stimmbandlämmung, 4mm Restbeweglichkeit reicht nicht lange bei Belastungen. mein SD Krebs strahlte an denn Lungen und denn Beckenknochen sowie an der 2LW, die machen mir große Schmerzen, deshalb bin ich froh bei meinen Ärzten gut aufgehoben zu sein, aber hashi nicht als Krankheit anzuerkennen finde ich nicht richtig, ist ja auch eine SD Erkrankung,

lg.Christine


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2011 9:19 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
ich sage mal so, dass viele ärzte uns und unsere symptome nicht ernst nehmen und alles auf die psyche schieben. sie sind der meinung, dass man sobald man hormone nimmt, eh die stoffwechsellage ausgeglichen wird und alles gut sein sollte.

das hashi aber den ganzen körper samt seine funktionen betrifft - vorallem wenn ein schub auch noch dazu kommt, davon wollen die meisten nichts hören.

ist leider so

lg
MAUS


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