Hallo!
vor kurzem ist bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion (SD-UF) diagnostiziert worden. Das war eine rießen Erleichterung für mich, weil ich die Hoffnung habe, dass meine depressiven, antriebslosen Phasen evtl. durch die SD-UF kamen und durch das SD-Medikament verschwinden. Seit 8 Jahren habe ich den Eindruck, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmt. Damals (vor 8 Jahren) wurde SD-UF vermutet, per Ultraschall konnte aber nichts Auffälliges an der Schilddrüse gesehen werden, Blutwerte wurden damals komischerweise nicht untersucht. Daher habe ich die Vermutung, dass ich schon seit 8 Jahren SD-UF habe.
Gestern habe ich allerdings von einem (anderen) Arzt erfahren, dass meine Werte darauf schließen lassen, dass ich seit maximal einem halben Jahr eine SD-UF haben kann, da die Werte noch nicht sehr stark vom „Normalen“ abweichen und sich das bei einer länger nicht behandelten SD-UF über die Zeit steigern würde. Jetzt bin ich etwas verwirrt – kann das sein?
Meine Werte:
FT3 = 3.6 (Referenz 2.0-4.2)
FT4 = 1.2 (Referenz 0.8-1.7)
TSH basal = 4.95 (Referenz 0.35-4.50)
Anti-TG = 28 (Referenz bis 60)
Anti-TPO = 25 (Referenz bis 60)
TRAK < 0.3 (Referenz < 1.

CEA < 0.5 (Referenz bis 2.5)
So, nun zu meinen beobachteten „Symptomen“:
Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr (seit 8 Jahren) depressive, antriebslose Phasen welche meist zwischen 2Tagen und 2Wochen dauern und echt z.T. schrecklich sind. Ich kann mir nicht erklären woher die kommen und es ist so verzweifelnd dass diese immer wieder kommen. Zudem bin ich extrem Kälteempfindlich, habe Zyklusstörungen (Periode bleibt öfter mal aus) und fühle mich schnell überfordert. Als ich 16 war habe ich scheinbar grundlos plötzlich zugenommen und habe ab da 70-75 kg gewogen. Vor 1.5 Jahren habe ich dann wieder plötzlich und scheinbar grundlos 10 kg abgenommen und wiege seitdem 60-65 kg. Seit 1.5 Jahren ist meine Verdauung viel aktiver. In letzter Zeit hat meine Leistungsfähigkeit nochmals abgenommen und ich habe Gedächtnisprobleme – das hat mir sehr Angst eingejagt, aber evtl. hat das ja auch mit der SD-UF zu tun.
Da es nun hieß, dass ich noch nicht so lange SD-UF haben kann, war meine Idee, dass ich evtl. nur phasenweise SD-UF habe und evtl. auch phasenweise SD-Überfunktion habe – gibt es so etwas? Kann es sein, dass meine Schilddrüse einfach sehr unregelmäßig arbeitet? Schließlich sind die depressiven Phasen bei mir nur Phasen und kein Dauer-Depressiv-Zustand. Ich habe auch Phasen, in denen bin ich gut drauf und antriebsstark.
Hierzu noch eine weitere und letzte Frage:
Ich habe gelesen, dass bei Hashimoto die Schilddrüse sich immer wieder entzündet – hat man dann auch nur phasenweise eine SD-Unterfunktion? Meine Ärztin hat – weil meine Antikörperwerte okay sind und da bei mir zwei Schilddrüsenknoten entdeckt wurden – mir ein Kombi-Präparat mit Iod ( Thyronajod 50) verschrieben. Dieses Präparat wäre aber schädlich, wenn ich doch (trotz normaler Antikörper) Hashimoto habe. Hören sich meine Symptome denn nach Hashimoto an?
Ich wäre sehr, sehr dankbar über eine Einschätzung!!!!!!
Liebe Grüße
Jane