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 Betreff des Beitrags: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 9:17 
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Registriert: 20. Aug 2010 8:12
Beiträge: 5
Hallo alle zusammen.
Ich habe nun den Mut aufgebracht mich auch mal zu Wort zu melden und nicht nur Erfahrungsberichte anderer zu lesen. In der Hoffnung hier Hilfe und guten Rat zu finden möchte ich nun kurz zusammen fassen was mich seit gut einem halben Jahr quält.
Es fing alles an mit (merkwürdigen) Halsschmerzen vor ca. 6 Monaten, ein stechender Schmerz im Bereich des Kehlkopfs bzw. etwas darunter (wandert immer wieder etwas). Also ging ich zum Arzt und dachte mir nicht sonderlich viel dabei, schließlich war ich noch nie sonderlich krank und immer kerngesund gewesen. Mein Hausarzt meinte es gehe gerade ein Grippe Virus um und das es eine schleichende Form der Grippe sei und gab mir Antibiotika. Ich nahm diese wie verordnet, besser ging es mir jedoch nicht, im Gegenteil die Nebenwirkungen waren, Magenkrämpfe, Schweissausbrüche, Durchfall und Fieber. Also spazierte ich wieder zum Arzt und erzählte ihm davon. Daraufhin bekamm ich andere Antibitika die ich dann auch besser vertragen habe, geholfen haben dann aber auch diese nicht.
Gut 3 Wochen waren vergangen… die Schmerzen waren nach wie vor da. Über die Inkompetenz meines Arztes verärgert ging ich zum HNO. Dieser machte einen Blick in den Hals (Kehlkopfspiegelung) und fand die wahre Ursache. An meinem Kehlkopf hatte sich ein Candida Pilz gebildet (höchstwahrscheinlich durch die Antibiotika). Also bekam ich ein Pilz Medikament (Lutschtabletten). 5 Tage später waren diese aufgebraucht und tatsächlich ging es mir besser. Der Schmerz war größtenteils verschwunden und das reichte mir auch.
Leider war dieser Zustand nicht von langer Dauer und sollte erst der Anfang meines Leidensweges sein. Nur 10 Tage danach waren die Schmerzen wieder da, diesmal noch stärker. Ich bekam die Panik, was war denn jetzt schon wieder  Wie bereits erwähnt war ich in meinem Leben nie sonderlich lange krank, das schlimmste war bis dahin 4 Wochen wegen einer Magenschleimhautentzündung gewesen. Ich fing also an mir Gedanken zu machen und Sorgen und googelte viel. In erster Linie hatte ich Panik es könnte Krebs sein. Ich ging wieder zum HNO. Bekam erneut Pilz Medikamente, nach 1 Woche waren die schmerzen unverändert aber es kamen immer mehr Symptome dazu. Mein Magen spielte nicht mehr mit bei den ständigen Medikamenten und ich bekam enorme Verdauungsstörungen und Durchfall sowie schwarzen Stuhl und auch Schleim im Stuhl.
Also rannte ich zum Internisten, da wurde ich komplett durchgecheckt (blut, stuhl, Harn, usw) und musste eine Magenspiegelung machen. Es stellte sich raus das ich Helicobacter habe, eine chronische Entzündung durch Bakterien. Also bekam ich die Tripple Therapie die man dafür vorgesehen hat, bestehend aus 2 Antibiotika und 1 Magenschutz. Tatsächlich ging es mir dannach kurz wieder besser, der Stuhl wurde einigermaßen normal und auch die Verdauung normalisierte sich wieder.
Alles in allem waren nun gut 2 Monate Leidensweg hinter mir… aber noch lange nicht das Ende. Die Halsschmerzen kamen wieder, diesmal in Begleitung von Zahnschmerzen. Also ab zum Zahnarzt und auch nochmal zum HNO. Zähne ok, im Hals auch nichts zu sehen.
Mein Hno meinte dann ich sollte mal die SD untersuchen lassen und gab mir eine Überweisung zum Ultraschall. Beim Ultraschall bekam ich den Befund, grenzwertig große Schilddrüse mit 2 kleinen echoarmen Herden unter 1cm (4mm und 9mm), sonst homogene Struktur. Und der Arzt meinte dies müsse weiter untersucht werden in einer Schilddrüsen Ambulanz
Da die Halsschmerzen nicht aufhörten ging die Panik weiter. Was könne das nur sein, warum hörte es nicht endlich auch. Es waren nur schon über 2 Monate. Ich war noch nie so lange krank und bekam es nun massiv mit der Angst zu tun das es unter Umständen Krebs sein könnte. Ich stöberte wie verrückt im Internet während ich weitere 3 Monate warten musste auf die Untersuchung in der SD Ambulanz und es kamen immer weitere Symptome hinzu. Kalter Schweiss, Panik Attacken, Schlafstörungen, Kribbeln auf der Haut, meine Stirn und mein Hals waren Eiskalt und meine Körpertemperatur lag bei 35 bis maximal 36 Grad, starke Kopfschmerzen, Depressionen, Angst, Durchfall, Sodbrennen, …

Meine Lebensqualität ist in nur einem halben Jahr auf unter 0 gesunken, wenn meine Freundin nicht wäre hätte ich mir eventuell schon etwas angetan. Auf jeden Fall kam dann endlich der langersehnte Tag und meine SD Untersuchung. Es gab auch diesmal ein Ultraschall, diesmal zeigte sich die SD aber komplett anders. Bei der Untersuchung 3 Monate davor war die SD homogen und grenzwertig gewesen, diesmal war sie SEHR INHOMOGEN und vergrößert und auch die Knoten sind etwas grösser von 4 und 9 mm auf 6 und 11,5 mm.
Blutwerte:
TSH basal: 1,34 (0,35-5,50)
Freies T4 0,94 (0,78-1,54)
Freies T3 3,32 (2,30-4,20)
TPO (MAK) –AK 65 (0-60)
TG AK 39 (0-60)
TG 20,6 (0,0-55,0)
Calcitonin 3,0 (0,0-30)
Kalzium 2,43 (2,10-2,65)

Diagnose: Euthyreote Stoffwechsellage in einer Struma diffusa et nodosa bei Autoimmunthyreopathie.
Therapievorschlag: Vorerst keine SD spezifische Medikation.
Kontrolle in ½ Jahr.
Den Termin hab ich natürlich sofort vereinbart. In gewisser Weise fühlte ich mich doch sehr erleichtert dass es kein Krebs war. Ich ging dann zu meinem Hausarzt mit diesem Befund den ich per Post erhalten habe und fragte ich ob er mir irgendwie helfen könne gegen die Symptome die mich nun seit einem halben Jahr quälen in aller erster Linie dieses stechen im Hals das immer wieder kehrt.
Wie erwartet wurde ich nicht ernst genommen, Hashimoto ist ja keine Krankheit die behandelt werden müsse, lediglich die SD Unterfunktion die im Endstadion auftritt müsse mit Hormonen behandelt werden.
Das ich langsam den Verstand verliere vor Schmerzen und mir kein Mensch glaubt kümmert auch keinen Arzt und auch nicht meine Freunde, noch nicht mal meine Mutter glaubt mir, das sie selbst Hashi hat und meint sie habe nie irgendwelche Beschwerden gehabt deswegen.

Ich bin 29 Jahre alt und kann und will mir ein Leben in der Form in der ich es die letzten 6 Monate geführt habe nicht vorstellen.

Meine Mutter meinte ich soll zu einem Psychologen gehen, da diese „Leiden“ nicht von Hashimoto sein können. Die Ärztin die mich in der SD Ambulanz untersucht hatte nahm mich ebenfalls nicht ernst und meinte mein stechen im Hals sei kein SD spezifischer Schmerz und tat es einfach damit ab das es unter Umständen entzündete Lymphknoten sein könnten (vom kalten trinken, was ich aber nicht sonderlich oft tue).

Wie auch immer ich weiss wirklich nicht mehr weiter, gestern erst bekam ich wieder einen Schub der mich aus der Bahn geworfen hat, ich fühle mich immer wieder schwer krank, schwitze, zittere, habe Angst und die Halsschmerzen werden wohl nie wieder weg gehen.
Manchmal geht es mir kurz besser für ein paar Tage aber die Symptome gehen nie ganz weg sie werden nur „leiser“ und schlagen dann wieder zu.

Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen hier Hilfe zu finden, Tips was ich tun kann und vielleicht den Namen eines guten Arztes der hilft und einen nicht einfach als Psychopathen hin stellt. Ich hatte 29 Jahre lang so gut wie nie irgendwelche Beschwerden… also weiss ich wie man sich fühlt wenn man gesund ist und das bin ich definitiv nicht (mehr). Und ich bilde mir das Ganze auch nicht, es ist wirklich furchtbar wenn man nicht ernst genommen ist und vollkommen allein und verlassen ist mit seinem Schmerz

vlg

max


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 9:23 
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Registriert: 28. Jul 2004 12:16
Beiträge: 9
Wohnort: Niederösterreich
Lieber Max,

ich kann dir nicht wirklich helfen. Kann nur die SD-Ambulanz im Krankenhaus Tulln und Frau Dr. Pfleger http://www.schilddruese-noe.at/ empfehlen.

Wünsch dir Alles Gute.

Liebe Grüße

Renata


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 11:59 
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Registriert: 20. Aug 2010 8:12
Beiträge: 5
Hallo Renata,

danke für den Link. Wenn ich keinen guten Endokrinologen in Wien finde, werde ich mich dort mal melden.

Ich hatte gehofft ein paar tipps zu bekommen was ich bei hashi tun kann um die Symptome zu lindern, bzw was ich nicht tun sollte.

So viel hab ich schon selbst in Erfahrung bringen können.

Jod und Jodhaltige Lebensmittel meiden
Zink und Selen sollen hilfreich sein die Symptome zu lindern
Omega 3 Fette (leinöl) und Vitamin D sollen auch hilfreich sein

Und ich hab in manchen Erfahrungsberichten gelesen, dass man auch Hormone nehmen sollte auch wenn die SD laut Blutbefund noch funktionsfähig ist (meine Werte im ersten Beitrag), dazu müsste ich aber einen Arzt finden der mich ernst nimmt und mir helfen will statt mich einfach nur vor die tür zu setzen mit so meldungen wie. Hashimoto ist keine Krankheit, damit kann man 100 Jahre alt werden... die frage ist nur, wer will bei den Syntomen auch nur halb so alt werden.

Würde mich sehr über ein paar Ratschläge und Tips freuen.

Viele liebe Grüsse

Max


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 13:29 
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Registriert: 01. Mai 2010 19:39
Beiträge: 14
hallo max!

Vielleicht hab ich es überlesen, aber wurde bei dir auch eine Szintigrafie gemacht um zu schauen, ob die Knoten kalt oder heiß sind.

Ich will dich nicht beunruhigen, aber SD-Krebs kann man nicht über Blutwerte feststellen (außer die medulläre Form).
Und mich würde schon dieses Wachstum der Knoten und diese Schmerzen beunruhigen.

Ich würde zu einem wirklichen Spezialisten gehen; ich bin z.B. aus Linz und war damals in Wien beim Dr. Zettinig und kann ihn sehr weiterempfehlen.
Es kommt ja auch drauf an, wie sich die Knoten im Ultraschall darstellen - echoarm ist eben nicht so gut, heißt aber noch nix; da gäbe es noch andere Merkmale.
Wirklich ausschließen, dass es Krebs ist, kann man nur, wenn man sich einer Op unterzieht.
Und bei deinen vielen Beschwerden wär das wirklich überlegenswert; so eine OP ist nicht schlimm und falls die Knoten bösartig wären, wär das sehr gut zu behandeln.

lg herkulessa


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 14:20 
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Registriert: 20. Aug 2010 8:12
Beiträge: 5
Hallo herkulessa,

SD-Szintigraphie wurde auch gemacht, hatte ich oben nicht extra dazu geschrieben. Die Knoten dürften kalte Knoten sein (laut Ultraschall, echoarme), auch wenn ich das nicht direkt heraus lesen kann. Allerdings steht beim Befund vom Ultraschall das die knoten abgrenzbar sind. Bei Krebs wären sie unscharf begrenzt soweit ich weiss. Und die SD ist schluckverschieblich, wenn sie es nicht wäre, wäre das ebenfalls ein Anzeichen. Allerdings können kalte Knoten ja ausaten und so kann man nur 100% sicher sein wenn man sie entfernen lässt. Vielleicht werden das nächste mal Gewebe proben entnommen, da dies diesmal nicht gemacht wurde nehme ich mal an, dass vorerst kein Anlass dazu gegeben war. SD Krebs ist ja auch sehr selten. Und auch sehr gut therapierbar was ich so gelesen habe. Kann dennoch gut und gerne darauf verzichten.

Was das schnelle Wachstum angeht, das hat mich auch beunruhigt, allerdings meinte die behandelnde Ärztin gleich ich soll mir keine Sorgen diesbezüglich machen, dies könne auch daran liegen das die erste Untersuchung in einer anderen Radiologie gemacht wurde und minimale Unterschiede auftreten können durch die Geräte die benutzt werden bzw auch durch die Methode des untersuchenden Arztes, also wie fest dieser mit dem Gerät aufdrückt.

Ich habe dann als ich die Befunde per Post bekommen habe auch noch einmal angerufen und direkt nach gefragt ob die Knoten bösartig sind, da wurde mir dann gesagt, dass dies nicht der Fall wäre. Allerdings liegen eindeutige Hinweise für Hashimoto vor, das hat auch mein Hausarzt bestätigt und ehrlich gesagt hatte ich den Verdacht auch schon seit ich anfing zu googeln.

Wie bereits erwähnt hat meine Mutter auch Hashimoto und mein Vater hatte ebenfalls SD Probleme, eine Struma mit enorm vielen Knoten, diese wurde dann auch gröstenteils entfernt. Bei mir ist es also mehr oder weniger schon so gut wie vorprogramiert das ich mit der SD mein Kreuz zu schleppen habe.

Ich denke mal bei der nächsten Untersuchung kann man dann wohl wieder mehr sagen, also ob die Knoten grösser werden und wie es der SD allgemein dann geht.

Bei meinem ersten Ultraschall war die echostruktur der SD homogen und 3 Monate später sehr inhomogen, das hat mich am meisten verwundert das sich das in nur 3 Monaten so extrem gewandelt hat.

Ich war aber auch Dumm und hab als ich noch nicht wusste was genau mir fehlt Nahrungsergänzungsmittel mit JOD genommen, vermutlich hat das die Sache so verschlimmert :(

SD Entfernen denke ich ist eine radikale Endlösung die ich erst in Betracht ziehen würde wenn alle anderen Wege zu keiner Besserung führen. Bislang habe ich ja keinerlei Medikation wegen der SD bekommen und auch selbst nichts getan das es positiv beeinflussen würde.

PS: Wegen Dr. Zettinig, hab ihn eben gegoogelt. Soweit ich das sehe ist das ein Wahlarzt und ich bin leider nicht Privat versichert sondern bei der WGKK und müsste damit die Kosten selbst tragen was ich mir momentan eher nicht leisten kann. Aber Danke für die Empfehlung

Lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 19:12 
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Registriert: 01. Mai 2010 19:39
Beiträge: 14
hallo max!

gut, wenn du sie regelmäßig kontrollieren lässt.

stimmt, dr. zettinig ist wahlarzt, aber die rechnung kannst du bei deiner kasse einreichen, mir wurde damals alles erstattet; Aber es gibt eh auch andere gute Ärzte. Vielleicht solltest du dir sicherheitshalber trotzdem eine zweite Meinung einholen, da du ja erst 29 bist. Und eigentlich sind in dem Alter SD-Knoten nicht Tagesordnung. Aber, wie du auch schreibst, bist du familär vorbelastet.

Hol dir doch wirklich eine zweite Meinung ein, sicher ist sicher. Das mit der Gewebeprobe ist halt etwas unsicher. Sollte sie nämlich negativ ausfallen (also kein Hinweis auf verdächtige Zellen) heißt das leider dann trotzdem nicht, dass sicher alles ok ist. Weil vielleicht genau zwei mm neben gewisse zellen gestochen worden ist. Nur wenn der Befund positiv ist, ists leider sicher.

lg herkulessa


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 20. Aug 2010 19:50 
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Registriert: 20. Aug 2010 8:12
Beiträge: 5
Huhu herkulessa,

nochmals lieben Dank für deine Antwort. Du hast schon recht, eine zweite Meinung möchte ich auch umbedingt, allerdings wäre es mir sehr wichtig das der Arzt mich dann auch ernst nimmt und nicht so halbherzig und schnell abfertigt. So kommt mir das nämlich vor bei den ganzen Ärzten bei denen ich war in den letzten Monaten. Wenn es nicht ne blutige Nase, ein Schnupfen oder irgendwas anderes 0815 mässiges ist das man mit nem päckchen antibiotika oder Schmerztabletten kurieren kann dann wollen sie nichts mit einem zu tun haben. So auf die Art das geht sie nix an.

Ist mir schon klar das mein Hausarzt kein Experte ist für SD, allerdings könnte er sich die Mühe machen und mir einen guten Empfehlen und mich dort hin überweisen.

Lange Rede kurzer Sinn. Ich möchte das mir geholfen wird :)

Wegen dem SD-Krebs, ich hab mir deswegen lange genug den Kopf zermatert und 100% sicher kann man wie du sagst nur sein indem man alle kalten knoten entfernen lässt.

Meine Eltern sind nicht die einzigen in der Familie mit SD Problemen, 3 Schwestern meiner Mutter geht es auch nicht anders. Ich habe eine sehr sehr grosse Familie(13 Tanten/Onkeln und die haben auch alle viele Kinder *g*), aber Krebs hatte noch nie einer in unserer Familie, was das natürlich nicht ausschliesst, aber SD Probleme scheinen eine Familienkrankheit bei uns zu sein.

Das ich irgendwann Hormone schlucken muss, ein Leben lang ist nichtmal so tragisch, so lange ich ein normales Leben führen kann. Das ist es im Moment eben keineswegs. :( Und das belastet mich doch sehr.

Vlg


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 24. Aug 2010 15:49 
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Registriert: 07. Aug 2010 9:19
Beiträge: 63
Wohnort: Waldviertel
hallo max,

ich weiß zwar nicht wo du wohnst, aber das KES in der Huglgasse ist auf schilddrüse spezialisiert - dort könntest du dir eventuell eine weitere diagnose oder meinung einholen. ich wurde dort operiert und war sehr zufrieden!!
bei mir war es leider während der op nicht eindeutig - deshalb am nächsten tag noch einmal - aber die sd-op ist wirklich absolut nicht zu fürchten das unangenehmste ist die hno untersuchung!
man lebt auch ohne schilddrüse nicht so schlecht - ich wurde dann nach der rj im smz-ost (kann ich auch wärmstens empfehlen!) eingestellt und hatte echt glück - die dosierung passt perfekt!!!

also geh mindestens noch zu einem anderen arzt!

wünsche dir alles liebe und viel erfolg
elisabeth


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 27. Aug 2010 21:25 
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Registriert: 26. Aug 2010 21:54
Beiträge: 1
Max1980 hat geschrieben :
> Hallo alle zusammen.
> Ich habe nun den Mut aufgebracht mich auch mal zu Wort zu melden und nicht
> nur Erfahrungsberichte anderer zu lesen. In der Hoffnung hier Hilfe und
> guten Rat zu finden möchte ich nun kurz zusammen fassen was mich seit gut
> einem halben Jahr quält.
> Es fing alles an mit (merkwürdigen) Halsschmerzen vor ca. 6 Monaten, ein
> stechender Schmerz im Bereich des Kehlkopfs bzw. etwas darunter (wandert
> immer wieder etwas). Also ging ich zum Arzt und dachte mir nicht sonderlich
> viel dabei, schließlich war ich noch nie sonderlich krank und immer
> kerngesund gewesen. Mein Hausarzt meinte es gehe gerade ein Grippe Virus um
> und das es eine schleichende Form der Grippe sei und gab mir Antibiotika.
> Ich nahm diese wie verordnet, besser ging es mir jedoch nicht, im Gegenteil
> die Nebenwirkungen waren, Magenkrämpfe, Schweissausbrüche, Durchfall und
> Fieber. Also spazierte ich wieder zum Arzt und erzählte ihm davon.
> Daraufhin bekamm ich andere Antibitika die ich dann auch besser vertragen
> habe, geholfen haben dann aber auch diese nicht.
> Gut 3 Wochen waren vergangen… die Schmerzen waren nach wie vor da. Über die
> Inkompetenz meines Arztes verärgert ging ich zum HNO. Dieser machte einen
> Blick in den Hals (Kehlkopfspiegelung) und fand die wahre Ursache. An
> meinem Kehlkopf hatte sich ein Candida Pilz gebildet (höchstwahrscheinlich
> durch die Antibiotika). Also bekam ich ein Pilz Medikament
> (Lutschtabletten). 5 Tage später waren diese aufgebraucht und tatsächlich
> ging es mir besser. Der Schmerz war größtenteils verschwunden und das
> reichte mir auch.
> Leider war dieser Zustand nicht von langer Dauer und sollte erst der Anfang
> meines Leidensweges sein. Nur 10 Tage danach waren die Schmerzen wieder da,
> diesmal noch stärker. Ich bekam die Panik, was war denn jetzt schon wieder
>  Wie bereits erwähnt war ich in meinem Leben nie sonderlich lange krank,
> das schlimmste war bis dahin 4 Wochen wegen einer
> Magenschleimhautentzündung gewesen. Ich fing also an mir Gedanken zu machen
> und Sorgen und googelte viel. In erster Linie hatte ich Panik es könnte
> Krebs sein. Ich ging wieder zum HNO. Bekam erneut Pilz Medikamente, nach 1
> Woche waren die schmerzen unverändert aber es kamen immer mehr Symptome
> dazu. Mein Magen spielte nicht mehr mit bei den ständigen Medikamenten und
> ich bekam enorme Verdauungsstörungen und Durchfall sowie schwarzen Stuhl
> und auch Schleim im Stuhl.
> Also rannte ich zum Internisten, da wurde ich komplett durchgecheckt (blut,
> stuhl, Harn, usw) und musste eine Magenspiegelung machen. Es stellte sich
> raus das ich Helicobacter habe, eine chronische Entzündung durch Bakterien.
> Also bekam ich die Tripple Therapie die man dafür vorgesehen hat, bestehend
> aus 2 Antibiotika und 1 Magenschutz. Tatsächlich ging es mir dannach kurz
> wieder besser, der Stuhl wurde einigermaßen normal und auch die Verdauung
> normalisierte sich wieder.
> Alles in allem waren nun gut 2 Monate Leidensweg hinter mir… aber noch
> lange nicht das Ende. Die Halsschmerzen kamen wieder, diesmal in
> Begleitung von Zahnschmerzen. Also ab zum Zahnarzt und auch nochmal zum
> HNO. Zähne ok, im Hals auch nichts zu sehen.
> Mein Hno meinte dann ich sollte mal die SD untersuchen lassen und gab mir
> eine Überweisung zum Ultraschall. Beim Ultraschall bekam ich den Befund,
> grenzwertig große Schilddrüse mit 2 kleinen echoarmen Herden unter 1cm (4mm
> und 9mm), sonst homogene Struktur. Und der Arzt meinte dies müsse weiter
> untersucht werden in einer Schilddrüsen Ambulanz
> Da die Halsschmerzen nicht aufhörten ging die Panik weiter. Was könne das
> nur sein, warum hörte es nicht endlich auch. Es waren nur schon über 2
> Monate. Ich war noch nie so lange krank und bekam es nun massiv mit der
> Angst zu tun das es unter Umständen Krebs sein könnte. Ich stöberte wie
> verrückt im Internet während ich weitere 3 Monate warten musste auf die
> Untersuchung in der SD Ambulanz und es kamen immer weitere Symptome hinzu.
> Kalter Schweiss, Panik Attacken, Schlafstörungen, Kribbeln auf der Haut,
> meine Stirn und mein Hals waren Eiskalt und meine Körpertemperatur lag bei
> 35 bis maximal 36 Grad, starke Kopfschmerzen, Depressionen, Angst,
> Durchfall, Sodbrennen, …
>
> Meine Lebensqualität ist in nur einem halben Jahr auf unter 0 gesunken,
> wenn meine Freundin nicht wäre hätte ich mir eventuell schon etwas angetan.
> Auf jeden Fall kam dann endlich der langersehnte Tag und meine SD
> Untersuchung. Es gab auch diesmal ein Ultraschall, diesmal zeigte sich die
> SD aber komplett anders. Bei der Untersuchung 3 Monate davor war die SD
> homogen und grenzwertig gewesen, diesmal war sie SEHR INHOMOGEN und
> vergrößert und auch die Knoten sind etwas grösser von 4 und 9 mm auf 6 und
> 11,5 mm.
> Blutwerte:
> TSH basal: 1,34 (0,35-5,50)
> Freies T4 0,94 (0,78-1,54)
> Freies T3 3,32 (2,30-4,20)
> TPO (MAK) –AK 65 (0-60)
> TG AK 39 (0-60)
> TG 20,6 (0,0-55,0)
> Calcitonin 3,0 (0,0-30)
> Kalzium 2,43 (2,10-2,65)
>
> Diagnose: Euthyreote Stoffwechsellage in einer Struma diffusa et nodosa bei
> Autoimmunthyreopathie.
> Therapievorschlag: Vorerst keine SD spezifische Medikation.
> Kontrolle in ½ Jahr.
> Den Termin hab ich natürlich sofort vereinbart. In gewisser Weise fühlte
> ich mich doch sehr erleichtert dass es kein Krebs war. Ich ging dann zu
> meinem Hausarzt mit diesem Befund den ich per Post erhalten habe und fragte
> ich ob er mir irgendwie helfen könne gegen die Symptome die mich nun seit
> einem halben Jahr quälen in aller erster Linie dieses stechen im Hals das
> immer wieder kehrt.
> Wie erwartet wurde ich nicht ernst genommen, Hashimoto ist ja keine
> Krankheit die behandelt werden müsse, lediglich die SD Unterfunktion die im
> Endstadion auftritt müsse mit Hormonen behandelt werden.
> Das ich langsam den Verstand verliere vor Schmerzen und mir kein Mensch
> glaubt kümmert auch keinen Arzt und auch nicht meine Freunde, noch nicht
> mal meine Mutter glaubt mir, das sie selbst Hashi hat und meint sie habe
> nie irgendwelche Beschwerden gehabt deswegen.
>
> Ich bin 29 Jahre alt und kann und will mir ein Leben in der Form in der ich
> es die letzten 6 Monate geführt habe nicht vorstellen.
>
> Meine Mutter meinte ich soll zu einem Psychologen gehen, da diese „Leiden“
> nicht von Hashimoto sein können. Die Ärztin die mich in der SD Ambulanz
> untersucht hatte nahm mich ebenfalls nicht ernst und meinte mein stechen im
> Hals sei kein SD spezifischer Schmerz und tat es einfach damit ab das es
> unter Umständen entzündete Lymphknoten sein könnten (vom kalten trinken,
> was ich aber nicht sonderlich oft tue).
>
> Wie auch immer ich weiss wirklich nicht mehr weiter, gestern erst bekam ich
> wieder einen Schub der mich aus der Bahn geworfen hat, ich fühle mich immer
> wieder schwer krank, schwitze, zittere, habe Angst und die Halsschmerzen
> werden wohl nie wieder weg gehen.
> Manchmal geht es mir kurz besser für ein paar Tage aber die Symptome gehen
> nie ganz weg sie werden nur „leiser“ und schlagen dann wieder zu.
>
> Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen hier Hilfe zu finden, Tips was ich tun
> kann und vielleicht den Namen eines guten Arztes der hilft und einen nicht
> einfach als Psychopathen hin stellt. Ich hatte 29 Jahre lang so gut wie nie
> irgendwelche Beschwerden… also weiss ich wie man sich fühlt wenn man gesund
> ist und das bin ich definitiv nicht (mehr). Und ich bilde mir das Ganze
> auch nicht, es ist wirklich furchtbar wenn man nicht ernst genommen ist und
> vollkommen allein und verlassen ist mit seinem Schmerz
>
> vlg
>
> max


Hallo Max,
ich habe aufmerksam Dein Beitrag gelessen.
Ich habe ungefähr 3 Monaten die gleiche Symptomen.

Es ist ein dringende Verdacht auf Bakterien.
Ich habe am Mitte eine Teleskop Prothese für Oberkiefer bekommen.
Und ein von drei Teleskopen, ist im jedem Fall schwer entzündet.
Meine Prothetik ist schlecht gemacht und ich erwartete ein Gerichts Termin und darf zu keinem anderem Zahnarzt gehen.....
Im jedem Fall, ich habe auch schon 2x Antibiotika von HNO Ärztin bekommen und gehe am Dienstag zum Ultraschalt diese Schilddrüse.
Ich hatte auch niemals Probleme damit. Es ist gekommen, ein Monat nach einsetzen diese Prothetik. Ich bin überzeugt, es ist von die Bakterien.
Ich jedem Fall - ich habe dazu noch was "TOLLES" und zwar ich habe fast Stimme verloren. Ich verstehe es nicht. Laut sprechen kann ich sowieso nicht, und wenn ich so 10 Minuten spreche - habe ich stimme wie eine RABE!
Hat vielleicht jemand auch so Erfahrung, vielleicht konnte mir auch jemand helfen.
Der Zahnarzt hat mir am März etwas im Oberkiefer reingehammert, was da gemacht hat, weiss kein Mensch, weil er will die Patientenakten nicht rausgeben.....
Also, Max, ich führe diese Halsschmerz, diese Schweisausfälle auf was anderes als diese Schliddrüse..... - abgesehen davon, dass ich auch keine Erfahrung mit Bakterien habe.....
Vielleicht kann sich jemand kompetente auch dazu äussern.
Ich bin für Alle Beiträge Dankbar und froh!
Ich bin erst seit gestern bei Euch!
Grüsse
Merlik2010 :P


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 Betreff des Beitrags: Re: Neu hier und verzweifelt :(
BeitragVerfasst: 06. Sep 2010 18:59 
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Registriert: 20. Aug 2010 8:12
Beiträge: 5
elikal hat geschrieben :
> hallo max,
>
> ich weiß zwar nicht wo du wohnst, aber das KES in der Huglgasse ist auf
> schilddrüse spezialisiert - dort könntest du dir eventuell eine weitere
> diagnose oder meinung einholen. ich wurde dort operiert und war sehr
> zufrieden!!
> bei mir war es leider während der op nicht eindeutig - deshalb am nächsten
> tag noch einmal - aber die sd-op ist wirklich absolut nicht zu fürchten das
> unangenehmste ist die hno untersuchung!
> man lebt auch ohne schilddrüse nicht so schlecht - ich wurde dann nach der
> rj im smz-ost (kann ich auch wärmstens empfehlen!) eingestellt und hatte
> echt glück - die dosierung passt perfekt!!!
>
> also geh mindestens noch zu einem anderen arzt!
>
> wünsche dir alles liebe und viel erfolg
> elisabeth

Hallo Elisabeth :)

Danke für deinen Beitrag. Mir geht es im Moment etwas besser. Zink-Selen Kapseln, eine gesündere Ernährung und die Vermeidung von Jod dürften wohl geholfen haben. Allerdings sind die Beschwerden leider nicht ganz weg, aber sie sind in einem erträglichem Mass.

Ich werde aber deinen Ratschlag auf jeden Fall befolgen und noch mindestens eine weitere Meinung einholen. Weniger Beschwerden sind zwar schön aber richtig schön wäre es beschwerdefrei zu sein.

Danke auch allen anderen.

Viele liebe Grüsse

Max


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