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echoarmer kalter Knoten - Was nun?
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Autor:  medina [ 23. Jul 2010 15:55 ]
Betreff des Beitrags:  echoarmer kalter Knoten - Was nun?

Hallo,
bin neu hier, komme aus Frankfurt (Deutschland) und bin 24 Jahre alt.

Nach einer Routineuntersuchung und SD-Ultraschall am 12.06.10 bei meiner Hausärztin weiss ich, dass ich einen echoarmen Knoten, 12x14 mm im li. SD-Lappen habe.
TSH: 1,8.
Alle anderen Blutwerte ok. Hatte auch nie Beschwerden, war wie gesagt nur ein Routine-Check.

Ansonsten ist die SD unauffällig und hat eine normale Größe. Habe nächsten Monat Ende August einen Termin zur Szintigraphie.

Klar spielen meine Gedanken seitdem ich das weiss verrückt! Habe viel im Internet gelesen und mich verrückt gemacht, aber das hat ja auch keinen Sinn. Verstehe halt nicht, wie es dazu gekommen ist, zumal ich "erst" 24 bin! Was erwartet mich nun?

Habe panische Angst vor einer OP und möchte mich unter gar keinen Umständen, wenn es nicht wirklich sein muss, d. h. wenn der Knoten mich wirklich stört und er spürbar ist, operieren lassen :(((( Hab echt richtig Angst davor, vor allem die Risiken mit den Stimmbändern etc....

Bin erst frisch verheiratet und wünsche mir Kinder, allerdings nicht demnächst. In einpaar Jahren aber auf jeden Fall. Und falls ich operiert werden muss, dann müsste ich danach lebenslänglich Hormonpräperate einnehmen und damit schwanger werden?? Geht das überhaupt? Bin schon etwas verzweifelt.

Mehr weiss ich ja allerdings erst, wenn ich bei Nuklearmediziner war. Habe mir Jod-Tabletten besorgt seitdem ich das weiss und nehme 1x täglich auch eine ein. Ist das ok oder eher nicht?? Meine Ärztin meinte, schaden könnte es auf jeden Fall nicht. Sie meinte auch, ich solle mich nicht verrückt machen und das nur 5% aller kalten Knoten bösartig sind und sie nicht vermutet, dass es bei mir bösartig ist. Ich solle regelmäßig zur Kontrolle kommen damit man das beobachtet und gut ist. Ich solle mir keine Sorgen machen und der Knoten müsse auch nicht operiert werden. Es laufen ja viele Menschen damit rum ohne es überhaupt zu wissen....

Ist ja alles so einfach gesagt, aber man macht sich trotzdem Sorgen... Könnt ihr mir einen Rat geben, was kommt auf mich zu? OP wirklich nötig? :((( Können Jod-Tabletten "schädlich" für den Knoten sein? Oder kann ich bedenkenlos 1x täglich eine einnehmen??

Sorry für den langen Roman, bin etwas durcheinander und hoffe ihr könnt mir helfen... Würde mich freuen...

Liebe Grüße,
medina

Autor:  herkulessa [ 02. Sep 2010 10:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: echoarmer kalter Knoten - Was nun?

Liebe medina,

also, zu allererst, ihr habt in Deutschland ein super Sd-Forum: sd-krebs.de
Da gehts nicht nur um Krebs, sondern um alle möglichen Dinge zum thema Schildddrüse.
Und dort wirst du auch viel mehr Antworten erhalten...

Hat der Knoten außer der Echoarmut noch andere Kennzeichen (z.B. Verkalkungen, ist er begrenzt,...)?
Grundsätzlich ist 24 ein sehr junges Alter für einen Knoten.

Bei mir wars ähnlich, bei Diagnosestellung des Knotens war ich 32, auch da meinte der Arzt, dass bei dem Alter so ein kalter Knoten schon verdächtig wirke.
Bei mir war er echoarm, ca. dieselbe Größe wie bei dir, hatte Mikroverkalkungen; Die SD war auch normal groß, Blutwerte ok.
Der Arzt riet zur baldigen OP. Dem Rat folgte ich, ich wollte das Ding so schnell als möglich loswerden.
Leider war es dann tatsächlich Krebs, auch Lymphknoten waren schon befallen (obwohl man die bei der Ultraschalluntersuchung nicht gesehen hatte).

Also, wenn der Arzt zur Op rät, würde ich es sofort an deiner Stelle machen lassen. Keine Angst, man kann auch ohne SD genauso gut leben wie vorher.
Manche haben schon Einstellungsprobleme, aber das sind gar nicht so viele.
Mir gehts jetzt gut, witzigerweise sind auch manche Beschwerden weg, die ich vorher hatte und die eigentlich nichts mit der SD zu tun hatten (z.B. Verdauungsprobleme).

Und die OP war nicht schlimm, die Schmerzen nachher nicht stark,...

lg herkulessa

Autor:  Li.sah [ 05. Sep 2010 16:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: echoarmer kalter Knoten - Was nun?

Hallo Medina!

Bei mir wurden vor knapp einem Jahr zwei kalte Knoten entdeckt (19 Jahre). Bei mir haben die Ärzte aufgrund meines Alters zu einer OP geraten - die ich im nachhinein nicht bereue. Denn trotz unaufälliger Befunde hatte ich ein pap. Karzinom - was in der zweiten OP entfernt wurde. Ich halte allgemein wenig von der Einstellung der Ärzte 'abwarten und däumchen drehen'. für mich war es besser den Knoten heraus zu schneiden - wenn es nicht bösartig gewesen wäre, könnte ich mit dem restlichen Teil der SD auch weiterleben - habe aber dafür die Gewissheit und mit viel Glück übernimmt die SD die Produktion der Hormone soweit, dass man nicht mal Medikamente braucht.

Lass dich von den Chirurgen beraten - frag alles was du wissen willst - dass hilft sehr bei der entscheidungsfindung. Ich wünsch dir viel glück und lass dich nicht unterkriegen.
lg
lisa

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