|
Hallo an alle,
ich habe Ende Okt. 06 bei einer Szinti-Untersuchung erfahren, dass ich einen großen kalten Knoten habe (3,5 cm). Er ist innerhalb eines Jahres um gut 1 cm gewachsen. - (echodicht, gut schluckverschieblich).
Eine histolog. Untersuchung (Probe) habe ich nicht machen lassen, da ich gehört habe, dass das nicht viel bringt. Und wenn der Knoten weiterwächst muß er trotzdem raus, weil er sich dann meistens mit Schluckbeschwerden, Atemnot und ähnlichem unangenehm bemerkbar macht.
Also habe ich mich entschieden. Das Ding muß raus. Ich hatte keine Lust, dauernd mit einer tickenden Zeitbombe (Möglichkeit von Krebs) herumzulaufen.
Am Montag, 11.12.06 war OP-Termin. Ich bin kurz vor 9 Uhr im Krankenhaus gewesen, habe sozusagen eingecheckt. und bin dann um 10 Uhr in den OP geschoben worden. Da gabe es einige Vorbereitungen, Haare unter Kappe, Anschluß für EKG, Zugang setzen (am Arm), Blutruckmessen.
Dann kam der Anästethesist, stellte sich vor. Kurze Zeit darauf sagte ich "Mir wird ganz schwummrig". Dann hörte ich Stimmen und Schritte und sah auf eine Uhr. Es war ca. 14 Uhr. Ich war im Aufwachraum und alles war vorbei.
Am gleichen Tag am Abend konnte ich schon Tee trinken. Ich hatte Schluckbeschwerden und wenn man am Rücken liegt kann man den Kopf nicht anheben. Da muß man mit der Hand nachhelfen. Das ist alles.
Am nächsten Tag in der früh gabs schon Frühstück und dann normales Essen. Am Mittwoch wurde mir die Drainage entfernt (tut nicht weh) und am Donnerstag früh bin ich nach Hause gegangen. Alles ist gut verheilt.
Die Untersuchung des Knotens hat ergeben, dass er gutartig war.
Ich habe gehört dass Krebs nur in kalten Knoten vorkommt, aber sehr sehr selten. (ca. 25 von 1 Mio.) Und selbst wenn es Krebs wäre, ist es angeblich der besten aller Krebsarten. Die Schilddrüse wird komplett entfernt. Man muß dann halt Schilddrüsen-Hormone nehmen.
Die Angst vor der Operation ist viel schlimmer als die OP und der Krankenhausaufenthalt selbst. Die psychische Erleichterung nach der OP ist riesig und es tut richtig gut, wenn man weiß, dass das Ding jetzt weg ist.
Also macht euch nicht allzuviel Sorgen, eine Schilddrüsen-OP ist heutzutage Routine, die OP selbst dauert ca. 60-70 Minuten. Sucht Euch einen Arzt, der diese OP schon öfters gemacht hat und habt Vertrauen, dass die Chirurgen ihr Handwerk schon verstehen. Dann fühlt ihr Euch in guten Händen und könnt euch darauf freuen, dass bald alles hinter Euch liegt.
Ich wünsche Euch allen Viel Glück.
Mini
|