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BeitragVerfasst: 16. Sep 2011 17:26 
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Registriert: 14. Sep 2011 21:58
Beiträge: 2
Hallo,

mein Name ist Nicole und ich bin 38 Jahre alt.

Vor einigen Jahren schon bemerkte ein Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung dass ich einen vergrösserten Hals hätte und schickte mich zur Untersuchung. Bei einem Nuklearmediziner stellte sich heraus dass ich sehr viele kleine Knoten in beiden SD-Lappen hätte, die Blutwerte waren normal.

Daraufhin ging ich regelmäßig wie vorgeschrieben jedes halbe Jahr ins AKH zur grossen SD-Untersuchung. Keine Veränderung und BB auch immer in der Norm.

Vor 5 Jahren wechselte ich meinen Arbeitsplatz und versäumte meine Nuklearmedizinische Untersuchung.
Vor 4 Jahren fing es mit "komischen" Beschwerden an, ich hatte laufend Halsweh, nahm nichts ab trotz oftmals wenig Essen usw..

Jetzt im Februar wurden meine Beschwerden ganz arg, ich habe laufend/durchgehend leicht erhöhte Temperatur, fühle mich ständig krank, kann mich nicht mehr konzentrieren, bin nicht mehr so stressfrei und kann mit Stressigen Situationen nicht mehr umgehen, habe sehr sehr oft kalte Gliedmassen (Hände, Füsse) obwohl draussen eine Temperatur von 35+ herscht, habe irrsinnige Schluckbeschwerden, bekomme nachts beim liegen oft schwer Luft, mir gehen die Haare aus, mir brechen die Nägel ab, ich zittere öfters und habe öfters einen schnellen Herzschlag obwohl ich mich nicht aufrege, muss mich ständig räuspern, schwitze nachts sehr viel, merke mir nichts mehr (okay kann vllt auch am Alter liegen), und seit Juli bin ich dauerkrank (Sommergrippe, Halsentzündung, Husten,...) und seit ca 4 Wochen habe ich auch nur noch einen niedrigen Puls und einen Blutdruck von 80/60 - 90/70 und nehme Effortil Kreislauftropfen obwohl ich nicht grad die Dünnste bin. Habe seit Juli auch sehr wenig gegessen, keinen Hunger und nehme nichts ab im Gegenteil und ich bin sehr sehr müde und schlafe fast nur ........

Im Februar ging ich daraufhin zu meinen HA und machte ein BB, die SD-Werte waren nochimmer alle in der Norm, nur hatte ich fast kein Kalzium. Seitdem nehme ich Kalziumtabletten.

Da ich es da im Februar doch mit der Angst zu tun bekam vereinbarte ich wieder einen Termin im AKH, die Untersuchung hatte ich dann im Juli, im August bekam ich den Befund nach Hause geschickt, ich möge mich zu einer Feinnadelbiopsie eines Kalten Knotens melden. Die Biopsie hatte ich letzten Dienstag. Sie tat nicht weh, nur danach kann ich noch schwerer schlucken und ich bekomme weiterhin keine Luft in der Nacht. Die anderen Beschwerden bestehen nach wie vor.

Bei der Biopsie wurde mir seitens des Arztes nichts erklärt im Bezug auf Kalten Knoten und was man weitermacht.... Auf meine Frage wegen meiner Beschwerden, ob die von der SD kommen könnten meinte dieser ebenso nur, "Quatsch, ihre Sympthome hängen in keinsten Fall mit der SD zusammen"

Ebenso die Vertretung meines HA meinte "Schwachsinn, dass sind keine Anzeichen wegen der SD, ausserdem sind ihre Schilddrüsenwerte alle im Normbereich und ein Kalter Knoten ist überhaupt nichts, da wird nichts gemacht, ich brauche keine Angst zu haben. - Ihre Lunge hört sich gut an, und der Hals sieht auch sehr gut aus, ich würde ihnen vorschlagen zum Lungenröntgen und HNO gehen wegen der Beschwerden" - Ergänzend von mir: Ich war voriges Jahr im Winter beim LungenFA und im Juli im KH wegen meinem Hals, o.B.!

Dann rief ich im KES an, die Leute waren alle sehr freundlich am Telefon ;-) - mir wurde in der Nuklear erklärt dass man einen kalten Knoten meist operativ entfernt,.... und dann in die Chirugie zu einem Arzt weiterverbunden. Dieser meinte diese "Sympthome" können sehr wohl von der SD kommen, und tun sie wahrscheinlich auch, auch wenn die BW normal sind, und ich könne bei ihnen vorbei kommen mit allen Befunden dann und sie schaun sich das nochmal an.

Jetzt meine Frage: Kann das sein, dass Spitäler so unterschiedlich sind ? Einmal alles abtun und nichts erklären andererseits wieder etwas glauben und helfen wollen ? Was wird bei einem kalten Knoten jetzt gemacht? Ich weiss ich muss die Biopsie abwarten, aber man ist doch unruhig vorallem von WO kommen die Beschwerden dann ? Können die Beschwerden jetzt doch von der SD kommen ? Muss man in meinem Falle dann doch die komplette SD entfernen, da ich überall normale Knoten habe und im Isthmusbereich nen kleinen Kalten Knoten ? (dass meinte beide Spitäler, aber eben ohne Erklärung)
Wielange muss man im Spital bleiben, wielange kann man dann nicht arbeiten gehen (schwer heben) ? Soll ich das Spital wechseln ?

Mein Befund:
SD-US: Volumen 14 ml
Binnenstruktur: gering echoarm und gering inhomogen
Im rechten SD-Lappen befinden sich viele kleine Knoten und bis zu zwei Knoten mit einem DM von 0,7x1,1 / 1,1x2 und 0,7x0,7 cm.
Links im Isthmus-Bereich befindet sich ein Knoten mit 1,2x0,7cm

Szinti:
Der Uptake beträgt 1,17%. Beide Lappen kommen in normaler LAge und Form regelrecht speichernd zur Darstellung. Der Knoten links im Isthumsbereich ist minderspeichernd.

Diagnose:
Struma nodose bei derzeit eutrhyreoter SToffwechsellage ohne Schilddrüsenspezifische Medikation. Mit kalten Knoten im Isthmusbereich.

Therapie:
Abklärung mittels Biopsie des kalten Knotens.

BB:
TSH 0,77 (Ref. 0,44 - 3,77)
T4 1,10 (Ref. 0,76 - 1,66)
T3 2,80 (Ref. 2,15 - 4,12)
Calcitonin <2 (Ref. <5)
Thyreoglobulin <10 (Ref. <33 neg 33-115 Grau drüber positiv)
Thyreoperoxidase 14 (Ref. < 28 neg, 28-34 Grau drüber positiv)
Kalzium 2,35 (Ref. 2.2 - 2,65) (ich nehme ja auch tgl.Kalziumtabletten)

Weiters muss ich noch dazusagen dass meine Familie (Schwestern mütterliche Seite) SD-Krebs, Hashimoto, Brustkrebs, Unterleibskrebs hatten. Dem Spital teilte ich dies ebenso mit, jedoch wäre dies egal.

Ich danke allen die sich diesen elend langen Thread durchlesen und hoffe hier wenigstens ein paar Antworten zu meinen Fragen zu erhalten, oder ob ich wirklich schon doof bin und mir Sachen einbilde ;-)

Ganz liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
Nicole


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BeitragVerfasst: 17. Sep 2011 13:50 
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Registriert: 05. Sep 2011 17:31
Beiträge: 47
hallo nicole,

also irgendwie hört sich das für mich so an, als würden sich die nicht besonders gut um dich kümmern dort. ich kenne mich ja auch nicht besonders viel damit aus, bis darauf dass ich selbst einen kalten knoten gehabt habe, aber für mich hören sich deine beschwerden schon sehr ernst an. meine mutter hat auch schilddrüsenkrebs gehabt und meine ärztin (fr. dr. tatzgern, spital barmherzige schwestern) hat das sehr ernst genommen, wie ich das im zusammenhang mit meinem eigenen knoten erzählt habe. ich kann sie und das spital überhaupt sehr empfehlen. man kann auch zu ihr in die privatordination gehen, da zahlt man zwar 100 euro, aber dafür muss ich sagen, dass bei mir alles sehr schnell gegangen ist. so oder so würde ich mir noch eine meinung einholen!

ich kann dir nur erzählen, wie es bei mir war. ich hatte auf der rechten seite einige knoten und deshalb war eigentlich der plan, dass nur der rechte lappen entfernt wird. während der operation wurde gleich mit gefrierschnitt (ich glaube, so heißt das) festgestellt, dass da ein paar bösartige dabei waren. deshalb wurde bei mir die ganze schilddrüse entfernt. während der operation werden auch die nebenschilddrüsen herausgenommen und wieder eingesetzt. meine funktionieren jetzt wieder normal, aber meine mutter nimmt jeden tag kalzium, wie du. dafür sind die nebenschilddrüsen zuständig. insgesamt war ich 5 tage im spital, weil ich jetzt noch eine radiojodtherapie machen muss werde ich allerdings insgesamt 6-7 wochen von der arbeit weg sein. ansonsten hätte ich nach 4 wochen wieder arbeiten gehen können.

wenn du möchtest, kann ich dir noch alles genauer schildern wie das bei mir war. vielleicht wäre mir aber über e-mail lieber.

liebe grüße,
marlene


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BeitragVerfasst: 19. Sep 2011 20:32 
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Registriert: 14. Sep 2011 21:58
Beiträge: 2
Hallo

@Marlene, danke dir für deine Antwort bzw. auch für deinen Bericht ^^ hab jetzt mal alles durchgelesen, was ich finden konnte, und es haben sich schon einige Sachen erklärt ;-)
Du, irgendwie hab ich nichts gefunden dass ich dir ne PN schreiben könnte wg. Email oder so, oder bin jetzt schon ganz blöde *lach*

War heute nochmal bei meinem HA mit den Befunden und weils mir ja noch immer nicht besser geht allgemein. Mein HA meinte auch für ihn sehe der Befund eher nach einem operativen Eingriff aus, aber mal die Biopsie abwarten und dann meinte er noch dass meine "Beschwerden" sicherliche zum grössten Teil von der SD kommen ;-) (wenigstens einer der mir glaubt *gg*)

Nur was ich vergessen habe zu fragen, in welchem Bereich sind eigentlich meine SD-Werte? Eher ne Unterfunktion? (also sprich da ich ja im "Norm" Bereich bin aber zu welcher Grenze hin)

UND, dann hab ich noch gelesen, bei sehr vielen hier im Forum, dass sehr viele nach der OP viel an Gewicht zulegen ? *schreck* Ich bin jetzt schon nicht mehr ganz so dünn, da ich in den letzten Jahren ziemlich zugenommen habe trotz andauernden Kuren und wenn ich nach einer Op noch mehr zulege, na ich weiss nicht.....
Könnte man da nicht gegenwirken indem man "dann" mit den Hormonmedis an der oberen Grenze einstellt (zur Überfunktion = kein Gewicht zulegen) ?

Liebe Grüsse
Nicole


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 15:26 
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Registriert: 21. Okt 2011 11:13
Beiträge: 11
Hallo Nicole,

weiss nicht ob ich vielleicht schon zu spät bin, trotzdem mal meine Einschätzung. Ich bin völlig verblüfft über die Aussagen des AKH und die wenigen Informationen, die Du zum Thema "kalter Knoten" bekommen hast. Also mal zusammenfassend ein paar Punkte:

-Ein kalter Knoten muss per se nichts schlimmes sein, Faustregel ist, dass in 5-10% ein Karzinom dahinter steckt. Aber auch dieses ist in den allermeisten Fällen gut behandel- und heilbar
-Ein kalter Knoten hat in der Regel keinen Einfluss auf die Schilddrüsenwerte, es bedeutet also nicht, dass alles OK ist, wenn die Werte im Normbereich liegen. OP wird häufig empfohlen, wenn der Knoten über 1cm gross ist
-Ob Deine Symptome mit der SD zusammenhängen, kann ich als Laie natürlich nicht sagen. Mich wundert es aber sehr, dass dies anfangs so kategorisch ausgeschlossen wurde. Bei mir wurde zum Beispiel erst nach der OP festgestellt, dass unabhängig von den Knoten die gesamte Schilddrüse vergrössert war (nach hinten wachsend) und dass schon mehrere Entzündungen stattgefunden hatten, welche sicherlich zu Symptomen führen können

Ich hatte vor 10 Tagen meine OP, mit Entnahme der kompletten Schilddrüse da ich mehrere Knoten hatte. Bei mir lief bis jetzt alles optimal, kein Karzinom, Stimme war sofort da, nach 2 Tagen fast keine Schmerzen mehr und seit gestern arbeite ich wieder mit voller Leistungsfähigkeit, es gibt aber natürlich auch Fälle, bei denen es mehr Probleme gibt. Such Dir auf jeden Fall einen erfahrenen Chirurgen, der diesen Eingriff sehr sehr sehr häufig macht!!

Bezüglich Gewichtszunahme bin ich jetzt auch gespannt, soll aber meist eine Frage der optimalen Dosiseinstellung sein. Auf jeden Fall sollte dies nie ein Grund sein, eine notwendige OP nicht durchzuführen.

Alles Gute!
Andreas


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BeitragVerfasst: 21. Okt 2011 15:51 
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Registriert: 14. Mai 2008 9:00
Beiträge: 1793
hallo nicole !

auch meinem mann wurde aufgrund eines kalten knotens am 13.10 - also letzte woche fast die ganze sd entfernt. wobei er auf der anderen sd-seite struma hatte. da aber nichts bösartig war, konnte ein kleiner teil der sd erhalten bleiben.

sein knoten war über 1 cm und von anfang an wurde ihm empfohlen sich operieren zu lassen. leider verlängerte sich sein geplanter spitalsaufenthalt von 5 auf 10 tage, da er am tag der entlassung bzw daheim nach 4 stunden 39,5° fieber bekam und neuerlich aufgenommen werden musste. seit gestern ist er nun daheim und ich hoffe, das bleibt auch so.

lg
MAUS


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BeitragVerfasst: 24. Okt 2011 21:43 
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Registriert: 12. Okt 2011 22:15
Beiträge: 2
Hallo Nicole.

Bei mir wurde im Februar 2011 wegen eines kalten Knotens die Schilddrüse entfernt. Und das obwohl meine Werte auch alle normal waren, wie mein HA sagt. Das mit der Gewichtszunahme hatte ich auch. Ich hab nach der OP begonnen, meine Ernährung umzustellen und bis jetzt 12 kg abgenommen. Mir hat das mit dem Gewicht auch keiner geglaubt. Ich kann dir nur den Rat geben, sei ruhig lästig und frag nach und wenn du dich nicht gut aufgehoben fühlst - wechsle das KH. Du solltest dich nicht auf Ärtzte verlassen, zu denen du kein Vertrauen hast.

Zu mir hat man damals gesagt, das mit der OP kann warten aber jetzt bin ich froh, dass ichs gemacht hab. Trotz Narbe. Trotz Haarprobleme.

Ich wünsch dir alles Gute und Gesundheit.

Gertraud.


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